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Freitag, 28. April 2017

Ufo MaLotty Teil 3

Nachdem ich letzte Woche gar nichts geschafft hatte, bin ich gleich letztes Wochenende motiviert gestartet. Auch wenn die Zeit knapp war, habe ich zumindest die Gucklöcher schon mal genäht. Es sieht zwar auf dem Foto etwas unregelmäßig aus, aber so schlecht sind die gar nicht geworden. Vielleicht etwas größer als gedacht.
Dann habe ich entsetzt festgestellt, dass wir schon die letzte Aprilwoche haben und ich noch drei andere Dinge habe, die diese Woche fertig werden mussten.
Gestern Nachmittag war dann alles andere fertig und heute habe ich mich endlich wieder an meine MaLotty gesetzt. Ich habe mit dem Top begonnen und das Einfassen ging deutlich besser als gedacht. Eigentlich hätte die Zeit gereicht um zumindest das Top fertig zu bekommen, aber es sollte nicht sein. Meine Overlock hat großen Fadensalat produziert und dann ist der Faden gerissen. Die restliche Zeit habe ich dann damit verbracht sie mal wieder zu säubern und neu einzufädeln.
Nächste Woche habe ich quasi noch weniger Zeit. Aber ich hoffe auf morgen und übermorgen, soviel ist ja eigentlich nicht mehr zu tun.
Der Ufo Sew Along ist eine Idee von Marietta von H-M & C und Anja von  Freizeitparadies und jetzt gehe ich mal gucken wie weit die anderen gekommen sind.


Donnerstag, 27. April 2017

Dresdner Regenbogenteller

Nun ist auch mein Aprilblock fertig. Als ich die Anleitung bei Andrea von der Quiltmanufaktur entdeckt habe war ich zunächst irritiert. Für mich war Patchwork immer kleine Stückchen zusammen nähen und nun sollte ich plötzlich applizieren und bestenfalls sogar von Hand. Ich war mir nicht sicher was ich davon halten sollte und habe zunächst abgewartet.
Mit den ersten Blöcken die gezeigt wurden freundete ich mich immer mehr mit dem Dresdner Teller an. Es beruhigte mich, das doch einige mit der Maschine applizierten und ich erkannte nach und nach die Möglichkeiten die dieser Block bot.


Meine Lieblingsfarbe ist und war immer "Regenbogen" und dafür ist dieser Block nun wirklich prädestiniert. Am liebsten wäre ich los gezogen um mir Stoffe zu kaufen, aber ich will diesen Quilt aus Resten nähen und daran halte ich auch noch weiter fest. Darum habe ich meinen Restehaufen genommen und mir die Stücke, die groß genug und nicht zu bunt waren rausgesucht. Das waren aber noch keine 16 und das ganze war etwas grün und lila lastig. Also nochmal alles durchgewühlt und fand tatsächlich passende Reste. Die Grünen waren noch von meinem Osterkranz übrig, der hübsch lila gebatikte von meiner Tasche, den Dunkelroten mit den Punkten hat meine Tochter zum Basteln in der Schule verwendet und mir ein, gerade ausreichendes Stück, mitgebracht, der Hellgrüne mit den Blumen drauf war mal ein Puppenbetthimmel und ich habe ihn auch schon für meine Osterhasenbeutel verwendet. Die Blauen tauchen in den anderen Blöcken teilweise schon auf.
Das einzige was ich so gar nicht hatte war Orange. Das einzige was ich fand war Terakotta und während ich mich so umblickte fiel mein Blick auf einen alten Kopfkissenbezug.


Ich hätte ihn mal geschenkt bekommen, brauche aber keine Bezüge in der Größe und wollte ihn entsorgen. Ich hatte schon daran gedacht den Stoff weiter zu verwenden, aber die Farben sind gar nicht meine und das Motiv ist zu groß. Aber wie man sieht war er auch orange und so habe ich kurzerhand meine Schablone aufgelegt und in zerschnitten. Damit waren alle Farben, mehr oder weniger vertreten und ich konnte mich ans sortieren und zusammen nähen machen.

Das Nähen hat problemlos geklappt und dann lag mein Dresdner Teller vor mir, und nun? Worauf sollte ich ihn applizieren? Rein optisch wäre mir Jeans am liebsten gewesen, aber das ist wohl nicht optimal. Vielleicht nähe ich mir noch mal einen ähnlichen und probiere es dann aus, als Tasche oder so.
Der Hintergrund sollte keinesfalls zu hell oder bunt sein, irgendwie fand ich nicht das richtige oder meine Stücke waren zu klein. Schlussendlich habe ich mich für diesen dunkelblau-schwarz karierten Hemdenstoff entschieden. Ich habe ihn letztes Jahr beim Schrottstofftausch bekommen und hatte bisher keine Verwendung dafür. Farblich passt er, die Qualität ist nicht ganz optimal und ich hatte große Schwierigkeiten ihn überhaupt glatt zu bekommen.


Für die Mitte hätte ich gerne Blau mit Wölkchen gehabt, habe ich aber nicht. Also wieder alle Kisten auf den Kopf gestellt und dieses oder jenes davor gehalten. Entschieden habe ich mich dann für den leuchtend blauen Stoff, mit Stern. Das war eine Jeggings, die meine Tochter letztes Jahr getragen hat, bis sie zu klein und kaputt war.
Das Nähen des Kreises hat, Dank der Anleitung, super geklappt. Ich hatte schon bei anderen gelesen, das sie den Kreis etwas vergrößern mussten und so habe ich erstmal die Schablone aufgelegt und festgestellt, dass die Mitte nicht vollständig verdeckt wurde. Also den Zirkel etwas weiter gestellt und noch eine, etwas größere, Schablone gemalt. Das schwierigste war eigentlich das Trimmen am Schluss, da mein Lineal nur 12 Inch hat, ich habe dann das Zentimeterlineal genommen.


Und was soll ich sagen, ich liebe mein Ergebnis. Ich könnte ihn bestimmt noch perfekter hin bekommen, aber einfach, mit dem was ich hier so gefunden habe, ist er deutlich schöner geworden, als ich zu hoffen gewagt habe.
Etwas Geld habe ich übrigens doch noch ausgegeben, ich wusste einfach nicht mit welcher Garnfarbe ich den schönen Regenbogenteller applizieren sollte (Nein, per Hand kam nicht in Frage) und so bin ich kurzerhand los gefahren und habe mir transparentes Nähgarn gekauft. Und wenn ich mir das Ergebnis anschaue, finde ich, das war eine gute Idee.

Freitag, 21. April 2017

Ufo MaLotty Teil 2

Ich muss zugeben, dass ich überhaupt nicht weiter gekommen bin. Irgendwie war die Woche noch voller als gedacht.
Ich habe immerhin alle Materialien die ich brauche jetzt auf einem Haufen liegen. Außerdem habe ich die MaLotty wiedergefunden die mich damals inspiriert hat. Anneliese von kitzkatz Design hat letztes Jahr im März eine MaLotty mit Gucklöchern gezeigt, die fand ich so spannend, dass ich mir kurz darauf Schnitt und Stoff besorgt habe.
Die Löcher sind auch das, was mir am meisten bevorsteht, aber nächste Woche werde ich mir eine Anleitung suchen und mein Glück versuchen, versprochen!
Dann verlinke ich das ganze jetzt mal bei Marietta und Anja und gucke mal ob die anderen zumindest weitergekommen sind.

Frühling (trotz Kälte)

Donnerstag, 20. April 2017

Dagegen oder Dafür?

Heute gibt es sogar einen Doppelrums von mir. Zwei Sachen habe ich in der vergangenen Woche genäht. Das erste war endlich eine Pussyhat, ich fand die Bilder aus den USA im März beeindruckend. Pink ist keinesfalls meine Lieblingsfarbe, aber wenn in einer Menschenmenge soviele eine solche Mütze tragen, dann fällt es einfach auf. Und es ist wichtig gemeinsam da zu stehen und lautstark seine Meinung zu sagen. Wer wenn nicht wir soll es tun?


Es kann doch nicht sein, dass man nur die Stimmen der Rechten hört. Ich bin mir sicher das Deutschland nicht soweit rechts angekommen ist wie es manchmal den Eindruck macht. Ich würde mir wünschen das mehr Menschen ihre Meinung klar kundtun, in welcher Form auch immer. Das ganze Desinteresse und kann-man-eh-nicht-ändern finde ich erschreckend.


Wer mehr über die Pussyhats erfahren möchte, hier geht es zur offiziellen Seite des Projekts. Dort gibt es auch verschiedene Strick-, Häkel- und Nähanleitungen. Meine ist nach dem Freebook der Erbsenprinzessin entstanden.

Vor einigen Jahren als beide Kinder noch im Kindergarten waren, ging es am 30. April um den folgenden Tag. Ich hatte den Kindern gesagt es sei kein Kindergarten, es wäre ein Feiertag. Natürlich folgte sofort die Frage "Welcher?" und ich versuchte es zu erklären. Anscheinend war mein Versuch nicht ausreichend kindgerecht, zwei verständnislose Gesichter und die Frage "Ja aber was tut man da?" waren die Folge. Klare Frage, klare, spontane Antwort "da geht man demonstrieren!". Was demonstrieren ist war leichter zu erklären und so beschlossen die zwei Kleinen "ok, dann machen wir das". Ich gebe es ja zu, die Jahre vorher war ich eher froh über einen freien Tag gewesen und habe weniger ans demonstrieren gedacht, aber wenn die Kinder wollen, gehen wir demonstriernen.


So waren wir in den letzten Jahren meist am Tag der Arbeit in Hamburg, den Kindern hat hauptsächlich das Programm am Ende gefallen, da gab es immer die eine oder andere Spieleaktion. Wir haben aber auch immer darüber gesprochen, worum es geht.
Dieses Jahr war unser Osterprogamm weniger straff als sonst und so hatte ich auch die Chance am Ostermarsch teilzunehmen. Das Motto "Den Kriegen zum Trotz: Frieden jetzt! Sofort!" sprach mich stark an und so plante ich es fest ein. Die Kinder hatten diesmal keine Lust, ich glaube die waren froh mal zu Hause zu sein. "Mama, du machst einfach für uns mit Frieden!", ich werde mich bemühen.


Ostersonntag, spät abends, fiel mir dann ein, das mir schon seit längerem eine Tasche fehlt, für Buch, Getränke, ... was man braucht wenn man so unterwegs ist. Ich wollte gerne etwas für den Rücken und erst dachte ich es gäbe nichts, was man in der kurzen Zeit noch schaffen könnte. Aber die Idee kam noch rechtzeitig, ein Turnbeutel würde gehen und die benötigten Materialien hatte ich sogar noch da. 


Bevor ich am Montag gestartet bin habe ich mir also noch einen Beutel genäht, die Größe ist gut und er ist auch recht angenehm zu tragen. Der Jeansstoff war mal eine Hose und das lila Futter ist Bettwäsche gewesen. Das Betüdeln habe ich erstmal gelassen, erstens fehlte die Zeit, zweitens die Ideen und drittens ist nun noch Platz für Buttons und Aufnäher. Das Schnittmuster ist ein Freebook von Himmelgrau.


Und so ging es nach Hamburg, bei Aprilwetter, Sonne, Regen, Hagel, alles dabei, zogen wir durch St. Georg. Es hatten sich etwa 1500 Menschen zusammen gefunden. Man hatte zwar mit weniger gerechnet, aber bei einer Stadt mit mehr als 1,7 Millionen Einwohnern ist es doch nicht gerade viel. Natürlich wurden auch einige Reden geschwungen und nicht mit allem was gefordert wurde stimme ich überein.  Aber trotzdem stand der Friedensgedanke im Vordergrund und da stehe ich hinter.

Schnitt Pussyhat: Erbsenprinzessin
Schnitt Beutel: Himmelgrau
Stoff Pussyhat: Sweat von Karstadt
Stoff Beutel: Stoffmarkt und Upcycling
Verlinkt: RUMS 

Freitag, 14. April 2017

Ufo MaLotty

Mariette von H-M & C hat eingeladen zum Ufo Sewalong. Das meiste was ich anfange nähe ich auch recht zügig fertig (oder werfe es in die Tonne). Aber eine Ufo liegt hier seit Ewigkeiten herum.

Schon vor langer Zeit hatte ich in einem Blog eine MaLotty entdeckt, die mir unheimlich gut gefiel. Davor konnte ich dem Schnitt wenig abgewinnen. Relativ zügig habe ich dann auch Stoff besorgt und zugeschnitten. Es fehlte einzig der passende Bündchenstoff, aber auch den hatte ich schnell besorgt. Nur weitergemacht habe ich dann irgendwie nicht mehr. Seitdem liegt es hier rum.

Meine Motivation weiter zu machen ist stark gesunken, warum auch immer. Aber vielleicht schaffe ich es mir hiermit selber in den Hintern zu treten und sie endlich fertig zu nähen. Die Zeit ist zwar relativ knapp, gerade jetzt wenn die Kinder Ferien haben, aber ich habe es trotzdem fest vor.

Das zweite Ufo, welches hier noch liegt, ist ein Schweinsbär. Von meinem Sohn sehnlich gewünscht und wir haben auch gut angefangen, einiges hat er selber genäht und er ist wirklich schön geworden. Nun geht es darum den Körper zusammen zu nähen, das habe ich auch schon dreimal getan und wieder aufgetrennt, es passt einfach nicht. Vielleicht kann ich mich auch hier motivieren noch einen Versuch zu starten. Ich fände es auch so schade, wenn ich sein Genähtes weg werfen und neu zuschneiden müsste. Mal gucken.

Mittwoch, 12. April 2017

12 von 12

Und schon haben wir den 12. April. Wir haben momentan Schulferien und man könnte soviel unternehmen, leider schlägt einem der ständige Regen etwas auf die Laune. Hier also meine 12 Fotos vom heutigen Tag, gesammelt, wie jeden Monat, bei Caro von "Draußen nur Kännchen!".

Eine, von mehreren, verregneten Hunderunden. Bei diesem Wetter habe ich keine Lust auf größere Spaziergänge, weil der Hund trotzdem Bewegung braucht, habe ich ihm seinen Ball geworfen.

Ein bisschen was einkaufen, das meiste ist morgen dran, da habe ich den Zettel aber bisher nicht fertig.

Mittags fahre ich mit den Kindern nach Lübeck, den ganzen Tag zu Hause hocken halten wir auch nicht aus.

Die obligatorischen Schlösser an der Brücke. Ich kann mit diesem modernen Brauch wenig anfangen und finde sie verschandeln den Blick.

Wenn wir über die Brücke sind und Richtung Innenstadt laufen, kommen wir an diesen wunderschönen alten Speichern vorbei.

Am Kohlmarkt erblickt man diese schöne Fassade und bei diesem Wetter sogar ohne Dutzende Menschen im Bild.

Auch das ist am Kohlmarkt. Heute haben wir jedoch wenig Zeit für die schönen Lübecker Anblicke, uns zieht es eher ins trockene und so gehen wir etwas einkaufen.

Hier ein wunderschönes Detail des Lübecker Rathauses. 
Das einkaufen war wenig erfolgreich, schont den Geldbeutel.

Das Theaterfiguren Museum, auch sehenswert, aber heute nicht unser Ziel.

Wir wollen noch ins Figurentheater. Denn nur zum einkaufen bekomme ich die Kinder nicht überredet, also verbinden wir es mit etwas schönem. Heute gab es die Prinzessin auf der Erbse und es hat uns allen dreien wirklich sehr gut gefallen.

Wenn man schon in Lübeck ist, darf ein Blick auf das Wahrzeichen, das Holstentor, natürlich nicht fehlen. Immer wieder beeindruckend.

Wieder zu Hause machen ich uns Nudelsalat mit Putenbrust und Kresse, sehr lecker. Nur die Kinder verzichten auf die Kresse,

Das waren schon 12, nun gucken die Kinder noch Sandmännchen und machen sich schon mal bettfertig, dann kommt der Babysitter und ich gehe noch etwas das Tanzbein schwingen. Das Foto davon dürft ihr euch dazu denken. 

Stoffe

Diese Woche mag ich eine unbekannte Spenderin. Eine Mittänzerin sprach mich an, eine Bekannte von ihr wollte Stoffe los werden, ob ich Interesse habe. Natürlich hatte ich Interesse und so brachte sie mir am Montag zwei große Klappkisten voller Stoffe mit und ich durfte mir raussuchen was ich behalten wollte. Vielen lieben Dank dafür.

Das sind alles Jerseystoffe und obwohl ich vermutlich keinen davon im Laden gekauft hätte, finde ich sie doch spannend und werde mich bestimmt irgendwas schönes daraus nähen.

Diese Stoffe sind alle aus Baumwoll-Webware, die kleineren Stückchen zum Patchworken, oder für Kleinigkeiten wie Utensilos. Die größeren Stücke vielleicht als Futterstoff für Einkaufsbeutel oder ähnliches.

Es gab aber auch festere Stoffe, die brauche ich öfter mal. Hauptsächlich für Einkaufs- oder Turnbeutel, gerade die Weißen nutze ich gerne zum kombinieren, z.B. zu Jeansstoff. Oder ich lasse sie von den Kindern bemalen und nähe dann etwas schönes daraus.

Unifarbene Jerseys, das dunkelblaue ist Bündchenstoff, der findet auf jeden Fall eine Verwendung. Das hellgrüne könnte ich mir als Kombistoff vorstellen. Bleibt ein blauer übrig, dieser ist sehr dünn und fließend. Die Farbe ist auch toll, aber ich weiss noch nicht, was daraus werden soll. Bisher habe ich immer einen Bogen um diese flutschigen Stoffe gemacht.

Diese Stoffe sind sehr dünn, flatterig und leicht transparent. Ich fand die Farben schön und hoffe mir kommt noch eine Idee was man daraus nähen könnte.

Und dann habe ich mir noch ein großes Stück hiervon mitgenommen, der Stoff hat eine Lochstickerei und ist gecrinkelt. Ich habe absolut Null Ahnung was ich damit soll, aber er gefiel mir einfach zu gut.
Vielleicht hat jemand eine Idee wozu man den einen oder anderen Stoff nutzen kann? Immer her damit!

Während ich so überlegte was ich schönes daraus nähen kann, entdeckte ich den Aufruf zum Geburtstagswichteln bei Ulrikes Smaating. Ihr Blog wird tatsächlich schon 5 Jahre alt. Ich gebe zu ich kenne ihn erst seit kurzem, aber ich lese gerne bei ihr rein und ich liebe Wichteln, also wäre ich gerne dabei. 

Ist noch jemand dabei?

Und weil wir heute Mittwoch haben, wandert soviel "Mögen" natürlich zu Frollein Pfaus Mittwochs-mag-ich-Sammlung.

Mittwoch, 5. April 2017

Ostern naht

Nun steht Ostern wirklich fast vor der Tür. Morgen ist der letzte Schultag und ich freue mich das wir Ferien haben. Die Kinder scheinen es auch nötig zu haben. Ich hoffe wir haben ein paar schöne freie Tage zusammen.


Aber vorher wollen noch ein paar Kleinigkeiten vorbereitet werden. Diese süßen Osterbeutelchen wollte ich eigentlich gestern "schnell" nähen. Aber mit schnell war nicht wirklich, denn die kleinen Häschen brauchen auch einen Puschelschwanz. Da ich nichts geeignetes hatte, saß ich also zunächst da und habe Pompons gewickelt.


Auch bei der kleinen Größe ist man einige Zeit beschäftigt. Genäht wurde dann erst heute. Die Stoffe kommen wieder aus der Restekiste. Den hellen Stoff habe ich von meiner Schwiegermutter bekommen. Das war ein grosser Beutel, da wurden früher auf den Schiffen die Gemälde drin verpackt. Der schöne Frühlingsstoff war der Himmel am Puppenbett meiner Tochter. Das Bett ist schon lange kaputt, aber der Stoff hat nun eine neue Verwendung gefunden. Ich mag es, Dinge wieder zu benutzen, die sonst einfach weggeworfen worden wären. Diese zwei werden nun mit Schokolade gefüllt und an zwei ganze liebe Menschen verschenkt.


Eigentlich wäre dieser Post hier zu Ende, aber direkt bevor ich begonnen habe zu schreiben, las ich den heutigen Post von Frau Jule und schiebe ihn seitdem im Kopf hin und her. Natürlich ist dies hauptsächlich ein Handarbeitsblog, aber das schliesst das politisch sein nicht aus und wenn es nur im im Hintergrund Thema ist.
Ich zeige euch was mir gefällt und womit ich mich gerade beschäftige und verrate damit eine Menge Dinge über mich selber.  Wenn ich euch erzähle, das ich ein Konzert besuche, wie hier Anfang März, dann könnt ihr mich aufgrund meines Musikgeschmacks ganz wunderbar in eine Schublade stecken, das funktioniert auch durch die Dinge die ich für mich selber nähe.
Informationen gibt es genug, ich bewahre diverse Stoffreste und sonstiges aus Stoff auf, irgendwann kann man es wieder verwenden. Und das tue ich dann tatsächlich, sogar sehr häufig. Auch das ist politisch, mir liegen die Dinge und ihre Herkunft am Herzen, ich möchte sie so lange wie möglich verwenden und nicht gleich wegwerfen und neu kaufen.

Passt dieser Absatz nun hierher? Vielleicht nicht, er steht aber trotzdem dort. (Das Wort mag ich, "trotzdem", sollte man häufiger verwenden.)
Wie ihr vielleicht seht, ist fast alles was man tut irgendwie politisch oder was meint ihr?
Nun schiebt mich schnell zurück in meine, hoffentlich passende, Schublade, dann bin ich auch still.


Schnitt: Freebok von Chrystal (auf englisch, aber dank der Bilder problemlos)
Stoffe: Upcycling