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Dienstag, 16. Juli 2019

Babydecken

Eine gute Freundin ist im April das erste mal Mutter geworden und natürlich habe ich lange überlegt was ich ihr schenken soll. Recht schnell kam ich auf die Idee eine Decke zu nähen. Ich finde die kann man immer gut gebrauchen, zum drauf oder drunter legen und später als Schmusedecke. 


Zunächst kam der schwierigste Teil, die Stoffauswahl. Ich wollte gerne ein fertiges Stoffpaket kaufen, da mein eigener Geschmack doch sehr bunt und nicht ganz massentauglich ist. Ich fand auch schnell ein wunderschönes Stoffpaket, es war nicht günstig, aber das musste es auch nicht sein. Aber dann sah ich, es wird direkt aus den USA verschickt und die Versandkosten waren viel höher als der Wert. Schade, aber das muss nun nicht sein. Weiter ging die Suche, gar nicht so einfach. Fundig wurde ich bei Buttinette, die Stoffe finde ich kindgerecht und geschlechtsneutral (das war gar nicht so leicht). Rückseitenstoff und Vliess konnte ich dort auch gleich bestellen. 

Rückseite 
Um aus der Decke was besonderes zu machen, habe ich beim Nähcafé noch jemanden gesucht der mir ein Quadrat bestickt, mit Namen und Geburtsdatum. Ich hatte Glück und wurde fündig, dafür noch einmal vielen Dank. Den zweiten Vornamen und das Geburtsdatum habe ich hier mal verwischt. Ich weiß zwar nicht was man mit den Daten anfangen kann, aber wer weiß. 


Die Stoffstücke habe ich 15 x 15 cm zugeschnitten, so dass die Decke circa einen Meter groß wird. Ich wollte kein klassisches Binding, aber trotzdem die Decke quilten und darum habe ich ein Sandwich aus Vorderseite, Vliess und einem Bettlaken gemacht und dieses ganz langsam im Nahtschatten gequiltet. Dieses Sandwich habe ich rechts auf rechts mit der Rückseite zusammengenäht, gewendet und dann rundherum abgesteppt. Die Rückseite besteht aus dem gleichen Stoff wie auch die Umrandung. 

Bettlakenrückseite, gequiltet
Die Decke ist so geworden wie ich sie mir vorgestellt habe, auch wenn die Farben nicht meinem üblichen Beuteschema entsprechen ist das Ergebnis sehr harmonisch und passend. Inzwischen habe ich die kleine Ronja kennengelernt, eine ganze Süße und ihre Mutter hat sich über die Decke gefreut. 


Von den Stoffen war noch etwas übrig und da in unserer Linedance Gruppe auch eine Frau ein Baby erwartete, habe ich einfach eine weitere Decke genäht. Von den Stoffen waren nach dem Waschen keine 30 cm mehr übrig und da ich für die erste Decke 15 cm verwendet hatte, wurden die Quadrate bei der zweiten nur 14 x 14 cm groß. Ansonsten ist sie gleich, statt des Namens habe ich hier unseren Vereinsnamen aufsticken lassen. Auch diese Decke ist inzwischen verschenkt und wurde mit Freude angenommen. Ich wünsche den zwei kleinen Mädchen ein erfülltes Leben, voller Abenteuer und hoffe ihre Decken werden sie lange begleiten. 

Stoff: Butinette
Gehört: „Fremd“ von Ursula Poznanski und Arno Strobel

Freitag, 12. Juli 2019

12 von 12

Vermutlich ist es euch aufgefallen, heute ist der 12. Juli und darum gibt es hier heute 12 Fotos von meinem Tag. Heute 12 schnelle Fotos, denn ich bin unterwegs. Wer gerne noch mehr Fotos möchte, schaut bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“.

Für die Ferien stehen wir heute recht früh auf. Schnell Duschen, frühstücken und die Runde mit dem Hund. Danach packen meine Tochter und ich unsere Sachen und los geht es. 

Zunächst bringen wir den Hund zu meiner Mutter. Ihr Hund erwartet uns schon und beide zusammen sind völlig überdreht. 

Weiter geht die Fahrt nach Bremen. Erst steht Sightseeing auf dem Programm. Wir starten am wohl bekanntesten Wahrzeichen, gar nicht so ein leicht ein Foto ohne Menschen darauf zu bekommen. 

In einer Kirche hängt momentan ein Pendel und zieht Kreise in den Sand, zusammen mit dem Licht der bunten Fenster wunderschön. 

Der Roland. 

Diese Stadtpläne zum Fühlen finde ich immer sehr informativ und schön, auch wenn ich nicht drauf angewiesen bin. 

Eine ganz besondere Telefonzelle, voller Blumen. Tolle Idee. 

Diesmal hat dieser winzige Stoffladen sogar auf, aber ich finde nichts, schont den Geldbeutel.

Ein wunderschöner Bonbonladen. Man kann sogar bei der Herstellung zuschauen und es riecht ganz verführerisch. Aber die Auswahl überfordert mich und so kaufe ich tatsächlich nichts. 

Ganz in der Nähe ein Weihnachtsladen und das auch mitten im Sommer, skurril. 


Die Böttcherstrasse, sehr sehenswert, wie vieles in Bremen. 

Das war es mit Freizeit, nun kommen wir zum eigentlichen Grund des Besuchs, eine Freundin zieht um. Heute noch etwas packen und Essen vorbereiten und morgen dann schleppen, schleppen, schleppen. 

Donnerstag, 11. Juli 2019

Bemützt

Im Sommer, also wenn auch das Wetter mal entsprechend ist, habe ich gerne auch etwas auf dem Kopf. Bisher meist so Multifunktionstücher oder mein Bandana. Hüte finde ich eigentlich auch toll, habe aber noch keinen gefunden der mir gefällt, steht und auch noch passt. Was ich gar nicht leiden kann sind Käppis, ich finde die sehen immer erschreckend hässlich aus.


Letzten Sommer waren wir auf dem Chiemsee unterwegs und ich hatte dummerweise sämtlich Kopfbedeckungen vergessen. Mein Sohn hat mir dann sein Käppi geliehen, als ich kurz vorm Hitzschlag war. Und was soll ich sagen, so ein Käppi ist im Sommer doch angenehmer zu tragen, nicht so warm wie ein Tuch und auch der Schirm ist ganz praktisch. Ja ich weiß, hätte man schon eher drauf kommen können, aber besser spät als nie.


Darum habe ich im Laufe des Jahres Ausschau nach Käppis gehalten, aber ich konnte mich nicht überwinden, sie sind einfach hässlich. Die oben flache Variante gefällt mir schon deutlich besser, aber da gab es nur langweilige. Und dann kam ich endlich auf die Idee mir eines zu Nähen, den Schnitt „coole Kappe“ hatte ich für die Kinder schon vor einiger Zeit gekauft. Weil ich mir mit der Größe unsicher war, habe ich nicht gleich meinen Lieblingsstoff verwendet.


Im Fundus fand sich ein Mauerstoff, den finde ich eigentlich sehr schön, trotzdem wartet er schon sehr lange auf eine Verwendung. Im Nachhinein ist die Wahl vielleicht nicht optimal, ich finde es hat etwas von Sträflingsmütze. Um den Eindruck etwas zu mindern würde ich gerne einen Aufnäher annähen, aber bisher habe ich noch nicht den richtigen gefunden. Das Futter ist grau mit Pflanzen, ich habe es nicht als Wendemütze genäht, darum ist der Schirm beidseitig aus Mauerstoff. Ansonsten könnte man sie auch wenden.


Das Nähen ging erstaunlich gut, man musste nur genau darauf achten die richtigen Teile richtig herum aneinander zu nähen, ansonsten trennt man zwischendurch etwas. Das passende Vliess für den Schirm hatte ich nicht im Fundus, ich habe mir jetzt mit Decovil light und Jeans geholfen. Dadurch ist der Schirm recht weich, steht aber trotzdem. Auch Gummiband in der passenden Breite hatte ich nicht, das wollte ich noch schnell kaufen. Allerdings gab es kein Weiß, sondern nur rosa mit Glitzer. Gar nicht meins, aber da man es nicht sieht habe ich es trotzdem genommen.


Mit dem Endergebnis bin ich sehr zufrieden, besonders die Passform finde ich gut. Den Praxistest hat sie noch nicht bestanden, es mangelt einfach an Sommer und Sonne, ich hoffe auf den Urlaub. Da sie sehr leicht ist, gehe ich davon aus, dass sie angenehm zu tragen ist. Wenn sie sich bewährt, werde ich mir bestimmt noch eine weitere nähen.


Schnitt: Coole Kappe von Erbsenklein
Stoff: Fundus und Stoff & Stil
Gehört: „Tödliche Wut“ von Linda Castillo
Verlinkt: Sew La La!Du für dich

Dienstag, 9. Juli 2019

Einkaufsbeutel

Beim letzten Nähcafé hatte Nana diverse Stoffe dabei, die einen neuen Besitzer suchten. So richtig hat mich keiner angesprochen, aber Nana ist die geborene Verkäuferin und bei jedem Stoffstück das sie angepriesen hat, war man sich hinterher sicher, genau dieses unbedingt zu gebrauchen. Und so wanderte unter anderem ein recht großes Stück in undefinierbarem Grün, mit goldenen Pflanzen darauf in meinen Fundus. 


Mir war schnell klar, dass es ein Einkaufsbeutel werden sollte. Schon lange ist der Schnitt Falten.Liebe in meinem Besitz, bisher aber ungenäht, unter anderem weil der Stoffverbrauch sehr hoch ist. Das Stoffstück von Nana war nun aber groß genug und so konnte ich den Schnitt endlich mal ausprobieren. Ich muss sagen der Stoff hat sich ganz schön gewehrt, schon das zuschneiden war schwierig, weil er recht flutschig war und beim Nähen hatte ich das gleiche Problem. Dadurch sind die Falten nicht ganz akkurat geworden. 


Als Futter habe ich einen Stoff aus meinem Fundus genommen, es ist ein Futterstoff, den ich auch mal geschenkt bekommen habe. Außerdem das einzige was farblich einigermaßen passte. Damit die Tasche für das Foto stehen bleibt und ihr das Futter sehen könnt, habe ich meine Urlaubslektüre hineingestellt, frisch aus der Bücherei entliehen. Den Schnitt finde ich eigentlich richtig schön, die Falten machen was her und der Beutel hat eine angenehme Größe. Aber Stoffverbrauch und Aufwand sind relativ hoch und am Ende ist es doch nur ein „einfacher“ Einkaufsbeutel, ohne Verschlussmöglichkeit oder Extrataschen, wobei man die natürlich noch hinzufügen könnte. 


Obwohl ich den Beutel witzig finde und den Stoff tatsächlich interessant, so ist er immer noch nicht meins. Und Nana ist nicht hier um ihn mir schön zu reden, ich bin mir sicher das würde sie schaffen. Aber es gibt bestimmt andere Menschen, die gefallen an dem Einkaufsbeutel finden und an diesem Punkt kam mir die „Make Me Take Me“-Aktion der Initiative Handarbeit in den Sinn. Ziel war es eigentlich 10.000 Taschen zu nähen und weiterzugeben um sie statt Plastiktüten zu verwenden, inzwischen ist die Zahl um ein Vielfaches übertroffen, aber die Aktion geht weiter. Jede Tasche bekommt ein nummeriertes Label, ich hatte eins bestellt und es ist inzwischen hier angekommen. Da ich den Stoff nicht so heiss bügeln konnte, habe ich es mit goldenem Garn zusätzlich angenäht, das erkennt man auf den Fotos nicht so gut. Nun muss der Beutel nur noch einen neuen Besitzer finden, dem er gefällt und dann werden hoffentlich wieder ein paar Plastiktüten weniger benötigt.

Schnitt: Falten.Liebe von Leni Pepunkt
Stoff: Geschenk
Gehört: „Die Erfindung der Flügel“ von Sue Monk Kidd 

Mittwoch, 3. Juli 2019

Sommer-Sack-Hose

Mal wieder auf den letzten Drücker, aber gerade rechtzeitig, denn noch ist Me made Mittwoch. Heute geht es um Urlaubsgarderobe und da bin ich genau im Thema. Als es so heiss war ist mir aufgefallen, dass ich nicht ausreichend kurze Hosen habe, da musste ich was gegen tun. Vor kurzem hatte ich das Buch „Der rosa p. Kleiderschrank“ aus der Bücherei ausgeliehen. Meike von Kleine Stöpsel, war mit dem Buch nicht so zufrieden, aber da mir das Shirt gut passte, dachte ich mir ich probiere es mal aus. Neben dem Shirt waren auch Hosen enthalten, eine davon gefiel mir. Sie läuft unter Culotte, aber ich hätte es eher Haremshose genannt.


Bisher hatte ich mit Schnitten aus Büchern immer Schwierigkeiten, da sie, teilweise deutlich, zu klein waren. Darum habe ich mich gut vermessen und in die Maßtabelle geschaut, dummerweise war ich jenseits davon. Da meine Kaufgröße 44 ist, habe ich mich entschieden die größte Größe, 46, zu probieren. Saumbündchen mal angehalten, ja könnte passen. Wie ihr auf den Bildern vielleicht erkennen könnt, ist die Hose sehr groß, ein bis zwei Größen kleiner hätten es vermutlich auch getan. 


Auch das Nähen war ein einziges Chaos, das lag aber eher nicht am Schnitt. Man sollte Vorder- und Hinterhose an der Außenseite zusammen nähen. Das habe ich auch getan, außerdem schön versäubert und abgesteppt. Dummerweise hatte ich Oberkante an Unterkante genäht, was für ein bescheuerter Fehler. Das Auftrennen hat ewig gedauert, aber irgendwann war es geschafft. Der Zwickel war irgendwie zu kurz, zum Glück hatte ich genug Stoff und habe ihn einfach noch einmal zugeschnitten. Der Saum war zügig genäht und das Gummi eingezogen. Die Länge gefiel mir nicht, darum habe ich die Hosenbeine gekürzt, so ist es okay. 


Heute Nachmittag war die Hose dann endlich fertig und ich habe sie gleich anbehalten. Weil meine Kinder im Urlaub sind, brauchte ich jemanden der sie fotografiert und bin so zum Linedance gefahren. Wie ihr seht habe ich jemanden gefunden der ein paar Fotos machen konnte. Härtetest auch gleich überstanden und dabei erkannt, ich sollte das Gummi lieber noch etwas enger nähen. Besonders wenn ich noch was in den Taschen habe, rutscht sie leicht. 


Die Hose ist alles andere als vorteilhaft, dafür aber sehr bequem und ich mag die großen aufgesetzten Taschen. Vielleicht nähe ich sie noch einmal ein Größe kleiner und auch noch kürzer. Ich muss mal meine Stoffvorräte sichten ob ich noch was passendes habe. 
Diesen Stoff hatte ich spontan beim letzten Stoffmarktbesuch mitgenommen. Es ist ein sehr leichter Jeansstoff und er gefällt mir sehr gut. Und für alle die ganz genau hinsehen, ja natürlich sollen die Schmetterlinge alle nach unten fliegen ;-) 
Diese Woche ist es hier recht kühl, aber wenn es wieder wärmer wird, werde ich sie tragen. All der Ärger muss sich schließlich gelohnt haben. 

Schnitt: aus dem Buch „Der rosa p. Kleiderschrank“
Stoff: Stoffmarkt
Gehört: „Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn
Verlinkt: Sew la la!Du für dich