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Samstag, 31. Dezember 2022

Mein Dezember

Und schon ist der Dezember und damit auch das Jahr 2022 vorbei. Der Dezember war so voll wie befürchtet, aber mit guter Planung konnte ich zumindest das nötigste erledigen und alles andere ist dann halt liegengeblieben. Damit kann ich zum Glück ganz gut leben. Wir hatten eine schöne Weihnachtsfeier und einen tollen Casinotag in der Schule. Mein Sohn hat fleißig Plätzchen gebacken und meine Tochter mit mir den Baum besorgt. Dieses Jahr fand auch endlich wieder das Weihnachtskonzert der Finkwarder Speeldeel statt. Im ersten Teil sind verschiedene Lieder und Tänze und nach der Pause fängt dann der weihnachtliche Teil an. Ich sitze da, mit Gänsehaut und in dem Moment weiß ich nun beginnt Weihnachten. 


Heiligabend habe ich mit den Kindern und meinem Bruder bei meinem Vater gefeiert. Das war sehr schön, wir hatten lecker Essen und die Kinder waren herrlich begeistert. Diesmal hatte ich mit den ungewünschten Geschenken voll ins Schwarze getroffen, das klappt nicht immer. An den Weihnachtstagen war ich dann alleine und herrlich faul. Mit dem Hund habe ich einige schöne Spaziergänge gemacht, unter anderem an der Alster. Leider war das Wetter wirklich unschön und wir sind manchmal ganz schön nass geworden. Inzwischen hat der Hund das rausgehen eingestellt, er hasst Silvester. Ich sitze mit meiner Tochter vor dem Fernseher und er liegt zitternd unterm Sofa und so geht das Jahr zu Ende. 


Egal wie stressig der Monat ist, Bahn fahren muss ich trotzdem und so sind auch wieder einige Bücher zusammen gekommen. Erst im November hatte ich „Unter den hundertjährigen Linden“ von Valérie Perrin gelesen und nun war das zweite Buch dran, das von ihr auf Deutsch erschienen ist. „Die Dame mit dem blauen Koffer“ ist auch ein großartiges Buch, auch wenn mir das andere noch etwas besser gefallen hat. Die Krimis waren auch alle lesenswert, besonders die Reihe von Alex Beer lese ich gerne, die Bücher spielen in Wien nach dem ersten Weltkrieg, eine spannende Zeit. 

Dazu kamen noch fünf Hörbücher, von denen eines mich  besonders bewegt hat, „Das Flüstern der Bäume“ von Michael Christie. Ich kann gar nicht sagen, dass ich es gut fand, gerade für die Weihnachtstage war es mir eigentlich deutlich zu düster. Aber irgendwie kommen meine Gedanken nicht davon los und die Geschichte bewegt mich immer noch. 


Im Januar sind noch eine Woche Ferien, die kann ich auch wirklich gut gebrauchen. Erstens zum ausschlafen und zweitens um alles zu erledigen was im Dezember liegen geblieben ist. Termine gibt es bisher nicht, das ist doch auch mal ganz schön. Und nun verlinke ich das letzte mal dieses Jahr bei Birgitts Monatscollagen.

Dienstag, 27. Dezember 2022

Neuauflage

Im Herbst 2019 hatte ich meinem Sohn diesen Pulli genäht. Den Aufdruck hatte er selber ausgesucht und den Pulli mit großer Begeisterung immer wieder getragen. Inzwischen war der Stoff an vielen Stellen fast durch und er war auch fast zu klein. Das sah mein Sohn allerdings anders und trug ihn weiterhin. Anfang November ist er dann allerdings vom Baum gefallen und auf einem Zaun gelandet, fragt lieber nicht. Er hatte jedenfalls Glück und hatte nur Schürfwunden, aber der Pulli war hinüber. Die eine Seite war komplett aufgerissen und nun konnte er ihn wirklich nicht mehr anziehen.


Er wollte genau so einen wieder. Ich hatte allerdings nicht mehr genug grauen Sweat und er wollte nicht warten bis ich einkaufen gehe. Der Aufdruck war ihm sowieso am wichtigsten. Und so habe ich den Rest grauen Sweat mit dem Rest Grün von diesem Hoodie kombiniert. Das Ergebnis gefiel mir ausgesprochen gut, der rote Aufdruck passte farblich nicht mehr so gut, darum habe ich ihn in grün gemacht. Zum Glück gefällt er meinem Sohn auch so und es ist schon jetzt ein Lieblingsteil. 


Beim Schnitt habe ich auf altbewährtes zurück gegriffen und mal wieder einen „Mini Zoé & Fynn“ genäht. Den gab es hier schon in vielen Größen und er passte immer gut. Der zufriedene Sohn und sein neuer Pulli bringen mir ein weiteres Kreuz beim  Weihnachtsbingo ein, weil ich damit etwas für einen ganz besonderen Menschen genäht habe. Und zusammen mit den Weihnachtsglockenden Plätzchendem Adventskranz und meinem Weihnachtspulli ergibt das mein erstes, und vermutlich auch letztes, Bingo. 


Schnitt: Mini Zoé & Fynn von Muckelie
Stoff: Reste vom Stoffmarkt
Plott: B. Style
Verlinkt: DvDCreativsalat

Freitag, 23. Dezember 2022

Weihnachtspulli

Für mich gehört zu Weihnachten ein Weihnachtspulli dazu. Den letzten habe ich mir 2019 genäht. Allerdings war der Stoff nicht so gut und er wurde recht schnell blass. Darum war es nun Zeit für einen neuen. Ich habe Glück, momentan gibt es ein Albstoffe Outlet in Hamburg. Dort habe ich diesen Stoff entdeckt, sogar etwas günstiger, als wenn man ihn irgendwo bestellen würde. Was mich wirklich stört ist der Name „Ugly Christmas Sweat“, die Pullis heissen meistens auch so. Ich finde das doof, wenn ich den Stoff oder Pulli hässlich finden würde, würde ich ihn nicht kaufen. 


Der Schnitt ist wieder eine „Meine Vanja“, momentan mein Favorit. Obwohl ich die gleiche Größe wie beim letzen Mal zugeschnitten habe, sind besonders die Ärmel mir dieses Mal etwas zu knapp. Da muss ich beim nächsten mal auf jeden Fall drauf achten. Ich habe lange überlegt womit ich den Stoff kombiniere, irgendwie passte alles nicht so richtig. Aber dann kam die Verkäuferin auf diesen Strickstoff, er passte deutlich besser als die Sweat-Unis. Leider gab es kein Bündchen in der Farbe, aber schwarz geht auch. 


Nachdem ich den Pulli am dritten Advent endlich fertig genäht hatte, habe ich ihn nun schon auf zwei Weihnachtsfeiern getragen und morgen kommt er natürlich auch zum Einsatz. Weil der Weihnachtspulli bei mir ein Brauch ist, gibt das auch ein Kreuz beim Weihnachtsbingo, nun fehlt nur noch ein Kreuzchen für ein Bingo. 


Schnitt: Meine Vanja von Meine Herzenswelt 
Stoff: Albstoffe
Gehört: „Kein und Abel“ von Jeffrey Archer
Verlinkt: FreutagCreativsalat

Dienstag, 20. Dezember 2022

Erst eins, dann zwei, dann drei …

Schon 2016 hatte ich mir diesen Osterkranz genäht, ich fand den Hasen so niedlich. Seitdem hängt er jedes Jahr Ostern an der Tür. Von Shesmile gibt es ganz ähnlich auch ein Adventskranz für die Tür, den ich seit Jahren nähen möchte. Dieses Jahr im Frühling überkam es mich plötzlich und ich habe einfach angefangen. 


Ich gebe zu, ich habe mir das Schnittmuster nicht gekauft. Ich habe einfach das vom Osterkranz verwendet und die Kerzen frei Schnauze aufgezeichnet. Die Kerzen habe ich nach dem Wenden und füllen rundum noch mal abgesteppt, das schließt die Wendeöffnung und mir gefiel auch die Optik. Die Kerzen haben hinten ein Klettband, so dass man sie nach und nach an den Kranz kletten kann. Dummerweise hatte ich den Kranz nach dem Nähen in den Schrank gelegt und erst diese Woche beim lesen der Themen vom Weihnachtsbingo fiel er mir wieder ein. Darum ließ ich alle Kerzen daran und hängte ihn erst jetzt, nach dem vierten Advent auf. Für nächstes Jahr kommt er gleich zu den anderen Adventssachen, dann hängt er auch früher. 


Für den Kranz habe ich einfach alle dunkelgrünen Stoffe genutzt, die die Stoffkiste hergab. Die Kerzen mussten für mich rot sein, genau wie auch das Klettband, etwas anderes kam nicht in Frage. Und mit dem schönen Kranz gibt es tatsächlich noch ein weiteres Kreuzchen, vielleicht schaffe ich ja doch noch ein Bingo, aber nun verlinke ich erstmal beim Dings vom Dienstag.



Samstag, 17. Dezember 2022

In der Weihnachtsbäckerei

Heute hat mein Sohn das zweite mal, diesen Dezember, gebacken. Die erste Ladung ist schon fast alle und er verschenkt auch gerne welche, darum brauchte er Nachschub. Viel Hilfe braucht er dafür inzwischen nicht mehr, ich lege ihm das Rezept hin, trenne die Eier und helfe am Ende beim formen. 


Wenn er backt, darf er natürlich auch aussuchen was er backen möchte. Seine Favoriten sind die italienischen Mandorle, auch wenn sie kein wirkliches Weihnachtsgebäck sind. Wer sie mal nachbacken möchte: 

Zutaten:

400 g Marzipanrohmasse

250 g Puderzucker

100 g brauner Zucker

300 g geschälte, gemahlene Mandeln

50 g Mehl

1 Teel. Backpulver

2 Eiweiß 

1 ordentlicher Schuss Amaretto

Einige Tropfen Bittermandelaroma 

150 g Mandelblättchen


Alles sehr gut miteinander verkneten und kleine Laibe daraus formen. In den Mandelblättchen wälzen und auf ein Backblech legen. Bei 180 Grad Ober/Unterhitze etwa 15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind, manchmal dauert es auch etwas länger. Heute sind sie fast ein bisschen zu dunkel geworden. 




Weil man danach zwei Eigelb übrig hat werden hier noch Haselnussplätzchen gebacken. Die mögen alle gerne, nur aufs formen hat niemand Lust, darum etwas undefiniert. Schmecken tun sie trotzdem. Das Rezept hatte ich euch hier schon mal verraten.



Dort findet ihr auch das Rezept für die Elisenlebkuchen. Die mussten heute nicht noch einmal gebacken werden, davon sind noch ausreichend, von vor zwei Wochen, da. Sie sind dieses Jahr etwas klein geraten, ich habe keine größeren Oblaten bekommen. Aber das schadet dem Geschmack nicht. Früher gab es auch noch Ausstechplätzchen, aber da hat momentan keiner Lust zu. Und nun haben wir auch erstmal genug Plätzchen. 



Das bringt mir ein weiteres Kreuz beim Weihnachtsbingo, denn heute riecht es hier besonders lecker. 

Dienstag, 13. Dezember 2022

Adventskalender

Auch dieses Jahr mache ich wieder bei dem Adventskalender einer Bekannten mit, und das schon zum sechsten Mal. Das schwierigste ist jedes Jahr etwas zu finden was ich mache. Es soll ja auch etwas neues sein, weil viele machen jedes Jahr wieder mit. Im ersten Jahr habe ich Einkaufswagenchiptäschchen genäht, 2018 dann Herz-Mug-Rugs, weiter ging es mit kleinen Täschchen und letztes Jahr waren es Lesezeichen. Was es 2020 waren es Handgelenkentlastungskissen, wenn man mit der Maus arbeitet, die scheine ich nicht verbloggt zu haben. 


Dieses Jahr hatte ich im November so wenig Zeit, dass ich dachte ich nähe nichts, sondern mache gebrannte Mandeln oder so. Aber dann war da plötzlich doch noch ein freies Wochenende, was ich bei meiner Freundin mit nähen verbringen konnte und so habe ich mich doch entschieden was zu nähen. Die kleinen Glocken hatte ich mir schon vor langer Zeit gespeichert, die Anleitung ist von Quilt Girlie. Da eine Glocke etwas einsam aussah, habe ich 48 Stück genäht, für jeden zwei. Zum Glück waren noch ausreichend Weihnachtsstoffe vorhanden. 


Alle sind rechtzeitig fertig geworden, zusammen sahen sie richtig nett aus. Trotzdem muss ich sie trennen und verpacken. Kurz vorher hatte meine Tochter einen alten Kalender ins Altpapier gelegt. Ich fand ihn viel zu schade zum wegwerfen und mir kam die Idee, daraus Tüten zum verpacken zu falten. Auch das hat noch rechtzeitig geklappt und so konnte ich am Samstag vorm ersten Advent meine 24 Päckchen gegen 24 andere tauschen. 


Da ich dieses Jahr schon am 4. Dezember dran war, durften die anderen mein Päckchen schon öffnen und es klang, als hätten sie sich gefreut. Ich habe schon ein paar nette Sachen ausgepackt, vielleicht schaffe ich es noch einige zu einem eigenen Post zusammen zu tragen. Aber jetzt verlinke ich erstmal beim DvD, beim Creativsalat und auch beim Weihnachtsbingo, auch wenn ich wenig Hoffnung habe ein Bingo zusammen zu bekommen. 



Montag, 12. Dezember 2022

12 von 12

Heute ist schon der zwölfte Dezember und daher gibt es hier wieder zwölf Fotos von meinem Tag. Wer auch Fotos anderer Blogger sehen oder mehr Informationen möchte, der schaut bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“ vorbei. 


Der Tag beginnt früh, beim Frühstück öffne ich mein Päckchen vom Adventskalender.

Heute sind drei selbstgebastelte Anhänger darin. 

Kurz darauf muss ich mich auf den Weg machen. Da ich nach der Schule noch einen Termin habe, nehme ich ausnahmsweise das Auto und muss Eis kratzen. 

Das Auto startet freundlicherweise gleich mein Hörbuch, vieles daran gefällt mir, aber noch fehlt mir irgendwie der rote Faden. 

In der ersten Stunde wird eine Klassenarbeit geschrieben, darum habe ich noch Zeit ein bisschen zu lesen, aber die Kurzgeschichten überzeugen mich nicht. Dazu gibt es den heutigen Adventskalender-Tee, Pfefferminze, auch nicht meine erste Wahl. 

In der Halle steht dieser Holzbaum und leuchtet. Besonders schön finde ich die Anhänger dieses Jahr. Es sind ganz verschiedene Basteleien, aber alle kombiniert aus rotem Papier und alten Buchseiten. Sieht richtig schick aus. 

Nach der Schule halte ich kurz im Einkaufszentrum, Pommes und Burger schmecken.

Ich nutze die Zeit auch, um ein paar Weihnachtsgeschenke zu besorgen, anschließend noch kurz zum Drogerie- und Supermarkt, dann geht es weiter. 

In Hamburg ist es kalt, aber klar und teilweise sonnig. In Schnelsen fahre ich durch einen Tunnel und als ich wieder raus komme, sehe ich nichts mehr, was für ein Nebel, als wäre man in eine andere Welt getaucht. 

Es folgen zwei Stunden Supervision. Anschließend bin ich ko. Im Auto esse ich die gekauften Brötchen und freue mich bald daheim zu sein. An so Tagen bin ich froh, dass die Kinder alt genug sind um sich selber etwas zu Essen zu machen und sich auch um den Hund zu kümmern. 

Ein kleiner Zwischenstopp muss noch sein, die Benzinpreise müssen genutzt werden. (Die Summe stieg noch, sonst hätte es sich nicht gelohnt.)

Zu Hause noch schnell die Wäsche abnehmen und Socken sortieren, damit ich morgen neue raushängen kann. Nun ist aber wirklich Feierabend, ich mache mir noch einen warmen Kakao und ab auf das Sofa. 


Mittwoch, 30. November 2022

Mein November

 


Und schon wieder ist ein Monat rum. Gerade zum Ende hin wurde es sehr stressig, so dass der Monatsanfang schon in den Hintergrund gerutscht ist. Das Highlight waren der Tag beim Rollerderby und auf dem Dom, davon hatte ich euch am 12. schon berichtet. Das Wochenende nach meinem Geburtstag war dagegen komplett entspannend, ich habe meine Freundin besucht und wir haben genäht. Danach fing der stressige Teil, mit zu vielen Terminen an, dazwischen wollte auch noch die Weihnachtsdeko und die Adventskalender gemacht werden. Inzwischen ist das nötigste zumindest erledigt, das mit den Terminen wird so schnell nicht besser. Ich hoffe ich schaffe es die nötigen Pausen unterzubringen, um die Adventszeit auch etwas zu genießen. 


Trotz Stress habe ich viel gelesen, dem Bahnfahren sei dank. „Ein französischer“ Sommer habe ich nicht zu Ende gelesen, das war nicht meins. „Unter den hundertjährigen Linden“ wiederum war ein ganz großartiges Buch, was ich nur empfehlen kann. Und obwohl ich kein Comicfan bin, hat mir „Who‘s the Scatman?“ auch sehr gut gefallen, auch wenn mir eine „normale“ Biografie besser gefallen hätte, sein Leben war sehr interessant. 



Ein weiteres Buch habe ich gelesen, das es nicht auf den Stapel geschafft hat, da ich es abgeben musste. Ein ganz zauberhaftes Fantasybuch, besonders zu dieser Jahreszeit. Dazu kamen vier Hörbücher, da haben mir „Just like you“ von Nick Hornby und „Lost in Fuseta“ von Gil Ribeiro besonders gut gefallen. Ersteres ist eine interessante Liebesgeschichte, mit großem Altersunterschied, letzteres ein Krimi mit einem autistischen Kommissar, der als Austauschpolizist in Portugal landet. 


Verlinkt bei Birgitts Monatscollagen


Samstag, 12. November 2022

12 von 12

Heute bin ich spät dran, gerade haben wir noch den zwölften und daher gibt es hier zwölf Fotos von meinem Tag. Alles weitere könnt ihr bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“ nachlesen. 

Heute frühstücken mein Sohn und ich alleine. Meine Tochter hat Übernachtungsbesuch und sie machen sich später selber etwas. 

Das Wetter ist richtig schön heute und der Hund und ich genießen unsere Runde.

Schnell die Wäsche raushängen. Im Blumenkasten dahinter seht ihr noch den Walnussvorrat, bisher hat das Eichhörnchen ihn nicht entdeckt.

Meine Tochter hat sich einen Besuch im Einkaufszentrum gewünscht um sich von ihrem Geburtstagsgeld einen Pulli zu kaufen. Wir haben Glück und sie wird schnell fündig. 

Beide Kinder, Tochterfreundin und ich sind negativ und können uns auf den Weg machen. 

Als wir an der Binnenalster vorbei fahren, geht die Sonne spektakulär unter. Leider ist es aus der Bahn heraus nicht wirklich einzufangen. 

An einem Mülleimer entdecke ich einen tollen Aufkleber. Meine Tochter zieht ihn dort ab und klebt ihn mir auf meinen Rucksack. 

Angekommen, heute ist wieder ein Rollerderby Bout, die Harbor Girls spielen gegen das Flinta Mixed Team.

Es ist richtig spannend und geht sehr knapp aus. Selbst meine Tochter und ihre Freundin, die nur gezwungenermaßen dabei sind, haben Spaß. 

Bevor es weitergeht schicke ich die Kinder noch mal zur Toilette. Sie haben die Qual der Wahl und entscheiden sich dann alle drei für die All Gender Toilette. 

Kurze Fahrt mit dem Bus. Endlich da wo die Mädels eigentlich hin wollten. 

Leider ist es rappelvoll und alles dauert ewig. Aber die beiden Mädchen sind zufrieden und es wird spät.

Freitag, 4. November 2022

Nähcamp Leer

Inzwischen war ich schon recht häufig auf Nähcamps, manchmal in Schleswig-Holstein, meistens aber zwischen Nordsee und Sauerland. So heißt die Region bei den Jugendherbergen, ich war meist eher in nordseenähe unterwegs, die Fahrt ist lang genug. Letztes Wochenende war es wieder soweit, Nähcamp in Leer, dort war ich bisher noch nicht. 

Die Herbstferien hatte ich genutzt um zu überlegen, was ich nähen möchte. Für ein Großprojekt hatte ich nicht genug Energie und so habe ich diversen Kleinkram zugeschnitten. 


Normalerweise arbeite ich Freitags lange, aber ich konnte etwas früher Feierabend machen. Allerdings musste ich die Kinder noch nach Oldesloe fahren und so konnte ich trotzdem erst nach 15 Uhr los. Das vorbeikommen an Hamburg hat mich noch mal einiges an Zeit gekostet und so kam ich gerade noch rechtzeitig zum Abendessen in Leer an. Die Jugendherberge hat einen schönen ersten Eindruck hinterlassen. 


Auch unser Nähraum war richtig schön. Wir saßen mit acht Frauen an vier großen Tischen und hatten auch genug Platz um uns herum, für all unsere Sachen. Zusätzlich gab es noch einen Tisch zum zuschneiden und ein Bügelbrett. Das praktische war, meine Freundin und ich mussten nur zur hinteren Tür raus und kurz den Gang runter, schon waren wir in unserem Zimmer, man brauchte noch nicht mal Schuhe anziehen. Die Zimmer waren richtig schön, die ganze Jugendherberge muss kürzlich modernisiert worden sein. 


Ich hatte gerade alles ausgepackt und aufgebaut, da war es auch schon Zeit für den Begrüßungsdrink und ich bekam auch ein Goodie Bag mit  Stoff und noch etwas Nähzubehör. Anschließend wollte ich aber endlich an die Nähmaschine, alle anderen hatten schon um 15 Uhr angefangen. Ich wollte mit etwas einfachem starten und habe zunächst einen Einkaufsbeutel genäht. Das hat ohne Komplikationen geklappt und so habe ich gleich mit einer kleinen Kosmetiktasche weitergemacht. Als ich damit fertig war, war es schon recht spät und so habe ich nur ein ein paar Quadrate zusammen genäht. Da kann man nicht viele Fehler machen und ich brauche für den diesjährigen Adventskalender 48 Stück. Um Mitternacht war ich endgültig durch und bin Richtung Bett gezogen. 


Am Samstag habe ich die Overlock ausgepackt und wollte mir und meinem Sohn einen Hoodie nähen. Die Overlockkonen waren schon recht dünn, aber ich hoffte es würde noch reichen. Leider funktionierte alles nicht so richtig und der eine Faden riss ständig. Darum habe ich mich auf den Weg zum Stoffladen gemacht und neues Garn gekauft. So habe ich auch noch ein bisschen was von der Stadt gesehen, viele hübsche Häuser, einige sehr bunt. Mit dem neuen Garn funktionierte auch die Overlock wieder und ich konnte weiter nähen. 


Nun wurde das Nähen nur noch von den Mahlzeiten unterbrochen, nach den Hoodies ging es mit einer Mütze und zwei kurzen Hosen weiter. Die eine zum schlafen, die andere zum tragen unter dem Petticoat. Der fliegt beim Tanzen, da hat man besser was darunter und der Preis für die Kaufhosen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Da dachte ich mir, die nähe ich selber. 


Auch die anderen Frauen bei uns im Raum waren fleißig und so füllte sich unser Kleiderständer. Zwischendurch schauten wir auch mal in die anderen beiden Nähräume um zu schauen was dort alles genäht wurde. 


Das Chaos auf meinem Tisch nahm zu, obwohl ich zwischendurch immer mal wieder aufräumte. Nach dem Abendessen habe ich für den Folgetag noch ein bisschen was zugeschnitten, man schafft doch so einiges, wenn man wirklich nur näht. Zu später Stunde machte ich wieder mit den kleinen Adventskalenderdingern weiter und anschließend ab ins Bett. Das war übrigens ohne Fußteil, ganz selten in Jugendherbergen und es schläft sich gleich so viel entspannter.


Durch die Zeitumstellung hatten wir eine Stunde mehr zum schlafen und konnten recht ausgeschlafen zum Frühstück erscheinen. Das Frühstück war richtig toll, es gab eine große Auswahl von allem, inklusive Obstplatte, Rührei mit Speck und sogar Waffeln. Man, waren wir satt und weiter ging es an der Nähmaschine. Zwischendurch brachte uns jemand die Termine für die Nähcamps im nächsten Jahr in Leer. Weil es uns so gut gefallen hat, haben wir uns gleich für nächsten Herbst wieder angemeldet. 


Zum Mittagessen waren wir eigentlich noch satt und hatten daher nur eine Kleinigkeit. Anschließend haben wir noch bis circa 14 Uhr genäht und dann langsam zusammen gepackt. Zeit der Jugendherberge auf Wiedersehen zu sagen, wir freuen uns auf das nächste Jahr. 

Verlinkt beim Freutag, auch wenn es eher ein Freuwochenende war.