Dienstag, 3. Februar 2026

Ja bitte, aber ganz anders

Im Dezember hatte ich einen Rest blauen Steppstoff in der Hand und überlegte ob ich den noch verwenden kann und falls ja, wofür? Ich fragte dann meine Tochter, weil ich dachte es könnte eine schöne Tasche werden und ihr gefiel die Idee auch. Also legte ich ihn an die Nähmaschine, fand aber zunächst keine Zeit. 



Kurz vor der Patchworkgruppe im Januar wollte ich es dann zuschneiden und befragte meine Tochter, nach der gewünschten Größe und Ausstattung. Sie wusste ganz genau was sie wollte, wichtig war ihr die Form und das sie eigenständig steht und nicht zusammensackt. Und dann wollte sie keine blau mehr und kein Steppstoff, sondern Kunstleder. So hatte ich das eigentlich nicht geplant, aber gut, wenn sie schon genau weiß was sie will, dann versuche ich das umzusetzen. Kunstlederreste hatte ich auch, aber keiner reichte von der Menge. Das störte meine Tochter nicht, sie wünschte sich unten schwarz und oben braun. Na gut das bekomme ich hin. 



Also bastelte ich mir einen Schnitt, unten etwas schmaler als oben. Einen Reißverschluss oben wollte sie nicht, aber um es etwas zu verschließen fand ich noch einen Magnetverschluss. Als Futter nahm ich einen Blusenstoff, den ich mal geschenkt bekam. Weiß mit schmalen braunen Streifen, das passte farblich doch sehr gut. Für etwas weniger Chaos plante ich eine Reißverschlusstasche ein. Vliess kaufte ich noch schnell am Samstag morgen, auf dem Weg. Das Futter war zügig genäht, anschließend nähte ich Aussenoberteil an -unterteil, sah mir die Naht an und war entsetzt. Das schwarze Kunstleder bröselte an den Einstichstellen ab und es sah total hässlich aus. Ich vermute es war zu alt. 



Ein Blick auf die Uhr, 12:40, um 13:00 Uhr macht der Stoffladen zu, also schnell los. Schlichtes Schwarzes Kunstleder gab es nicht, aber meiner Tochter gefiel auch das mit Muster. Gekauft, zurück gefahren, aufgetrennt, zugeschnitten und wieder zusammen genäht. Diesmal ohne Probleme. Meine Tochter ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie wird seitdem täglich genutzt und hat nun innen die ersten grünen Pestoflecke, die Dose mit dem Mittagessen war nicht ganz dicht. Mal sehen wie lange sie dieses tägliche nutzen überlebt. Ich bin ja kein so großer Kunstlederfan und mir hätte der Steppstoff besser gefallen. Aber schicker ist es schon so, mal schauen was ich jetzt aus dem Steppstoff noch mache. Nun gibt es erstmal ein Kreuz bei Antetannis Bingo auf dem Feld „Mich kann man öffnen“  

 



Schnitt: Selbstgemalt
Stoff: Stoffmarkt, Hobby Biene und Geschenk
Gehört (beim zuschneiden): „Stone Man“ von Luke Smitherd