Posts mit dem Label Kind werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kind werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 4. August 2026

Schlafenszeit


Mit meinem Sohn habe ich immer noch das Problem, das gekaufte Schlafanzüge nicht passen, Kindergrößen sind bauchfrei und die Erwachsenengrößen sind so groß, dass er sie verliert. Darum war es Zeit für ein paar neue Schlafanzüge. Da ihm bei Schlafanzügen das Aussehen völlig egal ist, habe ich in die Restekiste gegriffen. 



Ich habe gleich drei Stück genäht, aber das mit den Fotos hat nicht so geklappt, vom braunen Oberteil gibt es zum Beispiel keins. Zwei sind mehr so blau kombiniert mit schwarz-weiß und der dritte diverse Brauntöne, was halt da war. Der Delfinstoff war noch von einem Nachthemd übrig, aus den Schwarz-weißen Bögen hatte ich mir mal ein T-Shirt genäht und auch aus dem braunkarierten Hosenstoff. Kombiniert habe ich mit farblich halbwegs passenden Unis. 



Die Schnitte sind altbewährt, das Shirt aus dem Nähbuch für Teenies, das ist recht oversized, aber zum schlafen mag er das so. Die Hose war mal eine Leijara, aber ich habe sie nach seinen Vorlieben verbreitert und verlängert, so dass inzwischen vermutlich nur noch die Schrittnaht original ist. 

Er ist glücklich, die Schlafanzüge werden gerne getragen, ich bin glücklich, einen ordentlichen Schwung Reste weniger, win-win. 


Schnitt: Shirt aus „Lässige Styles für Kids nähen“, Hose Leijara von Minas Design
Stoff: Reste
Gehört: „Gehe hin, stelle einen Wächter“ von Harper Lee u.a.

Dienstag, 3. Februar 2026

Ja bitte, aber ganz anders

Im Dezember hatte ich einen Rest blauen Steppstoff in der Hand und überlegte ob ich den noch verwenden kann und falls ja, wofür? Ich fragte dann meine Tochter, weil ich dachte es könnte eine schöne Tasche werden und ihr gefiel die Idee auch. Also legte ich ihn an die Nähmaschine, fand aber zunächst keine Zeit. 



Kurz vor der Patchworkgruppe im Januar wollte ich es dann zuschneiden und befragte meine Tochter, nach der gewünschten Größe und Ausstattung. Sie wusste ganz genau was sie wollte, wichtig war ihr die Form und das sie eigenständig steht und nicht zusammensackt. Und dann wollte sie keine blau mehr und kein Steppstoff, sondern Kunstleder. So hatte ich das eigentlich nicht geplant, aber gut, wenn sie schon genau weiß was sie will, dann versuche ich das umzusetzen. Kunstlederreste hatte ich auch, aber keiner reichte von der Menge. Das störte meine Tochter nicht, sie wünschte sich unten schwarz und oben braun. Na gut das bekomme ich hin. 



Also bastelte ich mir einen Schnitt, unten etwas schmaler als oben. Einen Reißverschluss oben wollte sie nicht, aber um es etwas zu verschließen fand ich noch einen Magnetverschluss. Als Futter nahm ich einen Blusenstoff, den ich mal geschenkt bekam. Weiß mit schmalen braunen Streifen, das passte farblich doch sehr gut. Für etwas weniger Chaos plante ich eine Reißverschlusstasche ein. Vliess kaufte ich noch schnell am Samstag morgen, auf dem Weg. Das Futter war zügig genäht, anschließend nähte ich Aussenoberteil an -unterteil, sah mir die Naht an und war entsetzt. Das schwarze Kunstleder bröselte an den Einstichstellen ab und es sah total hässlich aus. Ich vermute es war zu alt. 



Ein Blick auf die Uhr, 12:40, um 13:00 Uhr macht der Stoffladen zu, also schnell los. Schlichtes Schwarzes Kunstleder gab es nicht, aber meiner Tochter gefiel auch das mit Muster. Gekauft, zurück gefahren, aufgetrennt, zugeschnitten und wieder zusammen genäht. Diesmal ohne Probleme. Meine Tochter ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie wird seitdem täglich genutzt und hat nun innen die ersten grünen Pestoflecke, die Dose mit dem Mittagessen war nicht ganz dicht. Mal sehen wie lange sie dieses tägliche nutzen überlebt. Ich bin ja kein so großer Kunstlederfan und mir hätte der Steppstoff besser gefallen. Aber schicker ist es schon so, mal schauen was ich jetzt aus dem Steppstoff noch mache. Nun gibt es erstmal ein Kreuz bei Antetannis Bingo auf dem Feld „Mich kann man öffnen“  

 



Schnitt: Selbstgemalt
Stoff: Stoffmarkt, Hobby Biene und Geschenk
Gehört (beim zuschneiden): „Stone Man“ von Luke Smitherd

Dienstag, 2. Dezember 2025

Schlicht


Wer hier im Blog etwas zurück geht, findet viel genähtes für meinen Sohn, farbenfroh und mit bunten Aufdrucken. Das hat er wirklich lange getragen, aber irgendwann (mit 14 Jahren) war es dann doch vorbei. Nun ist seine Kleidung deutlich schlichter, nähen darf ich aber immer noch. Nur muss es jetzt schlicht sein, in Schnitt und Farbe. 



Den Stoff hat er sich selber bei Tedox ausgesucht, ein undefiniertes grau-grün, schlecht zu fotografieren. Ich habe lange das passende Bündchen gesucht, auf dem Stoffmarkt in Osnabrück im Oktober wurde ich endlich fündig, der perfekt passende Farbton. Gleich darauf wurde der Stoff zugeschnitten und beim Nähcamp in Leer genäht.



Bei dem Schnitt, den ich bisher genutzt habe, sind wir am Ende der Größenskala angekommen, ein neuer Schnitt musste her. Ich habe mich an den Schnitten orientiert, die er im letzten Jahr gekauft hat, schlicht, leger, ohne Taschen oder Kapuze und den Schnitt Herr Jona gekauft. Er ist zufrieden mit Schnitt und Farbe, wenn mir weitere langweilige Sweatstoffe über den Weg laufen, dürfte ich mehr nähen. Nicht mal ein klitzekleiner Aufnäher durfte darauf, aber Hauptsache er ist zufrieden. Und hier passt nun auch endlich mal „aus klein wird groß“, mal sehen wann er mir über den Kopf wächst. Das gibt ein weiteres Kreuz bei Antetannis Bingo.




Schnitt: Herr Jona von Studio Schnittreif
Stoff: Tedox, Stoffmarkt
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 28. Oktober 2025

Anpassungen über Anpassungen



Letzte Woche habe ich euch schon den Schlafanzug für meinen Sohn gezeigt. Das Problem mit den zu weiten Hosen gibt es natürlich auch bei Jeans. Tatsächlich wurde es einfacher, seit er Herrengrößen trägt. Die kleinste Herrengröße ist enger, als die Kindergrössen. Er mag gerne Hosen mit weitem Bein und Anfang des Jahres gab es davon hier nicht so viel Auswahl. Darum kam ich auf die Idee welche zu nähen. Es war gar nicht so leicht einen passenden Schnitt zu finden, einzig einer von McCalls entsprach seinen Vorstellungen. 




Also Schnitt gekauft, ausgedruckt, abgepaust und ausgeschnitten. Anschließend mit einer passenden Hose verglichen und da passte gar nichts. Ich habe kurz überlegt es einfach sein zu lassen, aber das wäre auch doof. Also versucht das Ganze anzupassen. Am Bund habe ich 16 cm rausgenommene und auch die Beine jeweils um 16 cm schmaler gemacht. So wirklich passte es damit immer noch nicht zu seiner Kaufhose, aber mehr habe ich mich nicht getraut. 



Weil ich nicht davon ausgegangen bin, etwas tragbares zu produzieren, habe ich Jeansreste verwendet. Natürlich hatte da da nicht ausreichend für die ganze Hose und so wurde ein Bein grau und eins blau, die Taschen hinten habe ich dann jeweils gegengleich gemacht. Das Nähen war ein großes Abenteuer, die Anleitung war grottenschlecht, ganz mies übersetzt, mit Fehlern und Angaben fehlten. Oft musste ich raten, ein Wunder das am Ende überhaupt eine Hose dabei herauskam. 



Da die beiden Jeansstoffe auch unterschiedlich dick waren, fallen die Beine auch etwas unterschiedlich. Aber das ist nicht das Hauptproblem, die Hose ist immer noch viel zu weit, am Bund müssen mindestens noch mal 16 cm raus, damit sie wirklich tragbar ist. Selbst der Gürtel hilft nicht wirklich, weil die ganze Mehrweite immer dazwischen rausrutscht. Aber was sind das bitte für merkwürdige Größen, wenn die kleinste Größe, verglichen mit der Kaufgröße über 30cm mehr Umfang hat. 
Den Sommer über trägt mein Sohn kurze Hosen, aber jetzt im Herbst war diese dann doch dran. Theoretisch gefällt sie ihm trotz der Weite und privat trägt er sie sogar ab und an. Das heißt wohl ich muss einen weiteren Versuch wagen, auch wenn ich da wenig Lust drauf habe. Ich mag gut sitzende Schnitte mit durchdachten Anleitungen. Aber gut, ich habe eine geschafft, mir immerhin Unmengen Notizen gemacht, dann schaffe ich auch eine zweite. 



„Aus großem wird kleines“ wäre das perfekte Feld für dieses Projekt, aber bei Antetannis Bingo gibt es das nur anders herum. Aber weil die Hose jetzt im Herbst zum Einsatz kommt kreuze ich stattdessen „denke ich an den Herbst“ an. 

Schnitt: M8536 von McCalls
Stoff: Reste
Verlinkt: DvDCreativsalat


Dienstag, 21. Oktober 2025

Auf Reisen


Mein Sohn hat im vergangenen Jahr einen ordentlichen Schuss gemacht, ist aber immer noch sehr dünn. Bei Hosen ist das kein Problem, da nimmt er einen Gürtel. Schlafanzüge sind schwieriger, bei den Herrenschlafanzügen verliert er die Hose und die Kinderschlafanzüge sind bauchfrei. Dementsprechend hat er ein bunt gemischtes Sammelsurium aus Kinderhosen und verschieden Oberteilen im Schrank. Ist ihm völlig egal, sieht sowieso niemand. 

Nun stand allerdings die Abschlussklassenfahrt an und da fand ich, es wäre mal Zeit für einen vernünftigen Schlafanzug. Meinem Sohn war es egal, aber wenn bitte nicht bunt und einfarbig. War natürlich wieder mal ein Kurz-vor-knapp-Projekt, am Wochenende zugeschnitten und genäht und am Montag ging es schon los. Dementsprechend musste ich mit dem Stoff arbeiten der in ausreichender Menge da war und das war Grün meliert.




Das Oberteil ist ein locker geschnittenes T-Shirt aus einem Buch und die Hose ist wieder eine Leijara. Die habe ich ihm auch schon als Sporthose genäht, dafür habe ich den Schnitt verbreitert und verlängert. Als der Schlafanzug fertig war, war er mir doch zu schlicht und so kam ich auf die Idee ihn mit einem Plott zu versehen, so ist er auch gleich eine Erinnerung. Eigentlich wollte ich eine dezente Farbe, aber irgendwie fand ich keine passende. Da fiel mir die Glow in the Dark Folie in die Hände. Farblich passte sie sehr gut zu dem grün und so habe ich sie genutzt. Im dunklen leuchtet sie wirklich stark, mein Sohn meinte, sogar durch die Bettdecke durch. Mal schauen wie das nach ein paar Wäschen aussieht. 



Sonntag war der Schlafanzug fertig, mein Sohn war zufrieden, mehr Begeisterung ist in dem Alter wohl nicht drin, und am Montag fuhr er mit auf Klassenfahrt. Auch jetzt hier zu Hause wird er noch oft getragen. Ist wohl doch ganz angenehm, wenn die Oberteile nicht nur bis zum Bauchnabel gehen. Vielleicht sollte ich mal schauen, was ich noch an Stoff da habe und weiteren nähen. 




Bei Antetannis Bingo bringt mir der Schlafanzug ein Kreuzchen bei „einfarbig“. Theoretisch ein recht einfaches Feld, nur ich mache selten einfarbig, höchstens mal als Kombipartner. Da kann ich meinem Sohn also dankbar sein, dass er es inzwischen schlicht möchte, sonst wäre das Feld immer noch frei. 



Schnitt: Shirt aus dem Buch „Lässige Styles für Kids nähen“, Hose Leijara von Minas Design
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 14. Oktober 2025

Schlafenszeit


Ich habe eine seltsame Kopfkissen Vorliebe. Mein bevorzugtes Kissen ist klein und platt und es verdammt schwierig dafür Bezüge zu bekommen. Bei Bettwäsche für den Kinderwagen, wenn die Decke 80x80 cm groß ist, dann ist ein Kissenbezug in der passenden Größe dabei. Als die Kinder noch kleiner waren, habe ich auf den Flohmärkten immer nach solchen Garnituren geschaut. Die Bärchen oder Elefanten darauf störten mich nicht und den kleinen Deckenbezug habe ich weiter verschenkt. Inzwischen sind die Bezüge allerdings so mürbe, die reißen bei Berührung und solche Garnituren neu zu kaufen, nur für den Kissenbezug widerstrebt mir. 




Da lag die Idee nahe, sich selber Bezüge zu nähen. Die erste Version war aus einem alten Bettbezug, der hatte auch schon Löcher, aber auch noch gute Stellen. Weil es am einfachsten ist, habe ich einen Hotelverschluss gemacht. So richtig zufrieden war ich damit aber nicht, ich wühle nachts ganz schön und wende das Kissen auch häufig, da ist ein Hotelverschluss nicht praktisch. Von der zweiten Version habe ich leider kein Foto, da habe ich mich an einer verdeckten Knopfleiste versucht. Das hat gut geklappt, leider war der Stoff nicht so schön, recht rau und nach wenigen Wäschen schon nicht mehr schön. Aber da werden bestimmt noch einige Folgen. 




Vorher war mein Sohn dran, da liegt das Problem ähnlich, nur das das Kissen mit 40x60 cm etwas größer ist. Seine Tigerenten- und Tabalugabezüge waren auch sehr dünn. Und so habe ich auf dem Stoffmarkt, möglichst unbunte, glatte Stoffe gesucht. Unbunt war sein Wunsch, ich finde ja wer mit Tigerente darauf zufrieden ist könnte auch bunte nehmen, aber die wollte er nicht. 




Neben dem schwarzen mit den goldenen Blättern habe ich gleich noch einen blau-schwarz gemusterten Stoff mitgenommen. Beide wurden von meinem Sohn abgenommen. Wieder genäht mit verdeckter Knopfleiste. Hier sieht man dann auch gleich, dass Kissenbezüge bei uns nicht gebügelt werden, nicht mal fürs Foto. Ich weiß schon warum ich Bilder gerne vor der ersten Benutzung mache, aber der erste wurde dringend gebraucht. 




Zugeschnitten und genäht habe ich die Kissenbezüge beim Treffen der Patchworkgruppe. Eine Mitnäherin suchte Streifen für ihre Blöcke und so wurden die letzten Reste gleich weiterverarbeitet. In diesem Block sind sogar gleich beide Stoffe verwendet, den blaugemusterten erkennt man nur etwas schlecht. Sehr schön wenn so alles noch eine Verwendung findet. 




Bei Antetannis Bingo bringen mir zwei der Bezüge ein Kreuzchen. Der mit den Eicheln bei Naturmaterialien und der lilane bei Ich war ein Bettbezug und wurde zu einem Kissenbezug. 


Schnitt: Unnötig
Stoff: Upcycling & Stoffmarkt
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 15. Juli 2025

Auf großem Fuß

Schon seit Ewigkeiten wollte ich meinem Bruder Socken nähen. Er mag farbige Socken und auch solche mit Motiv, allerdings sind die in Größe 50 gar nicht so leicht zu bekommen und wenn eher teuer. 

Bei meinen musste ich ein paar mal ändern, bevor sie richtig saßen. Darum habe ich erstmal geschaut, was ich noch an Jersey in der Restekiste hatte. Ich fand einen Rest in grün mit Wölfen, der noch ausreichte. 



Ende Mai war ich eine Freundin besuchen, da habe ich Stoff, Schnittteile und halbwegs passendes Bündchen mitgenommen und losgelegt. Der Schnitt ist Ringelprinz und ich habe die Socken ein bisschen breiter und den Schaft etwas länger gemacht, weil das bisher meist nötig war. 



Mein Bruder hat sich sehr gefreut. Mit der Schaftverlängerung habe ich es etwas zu gut gemeint, da dürfen es beim nächsten Mal ein paar Zentimeter weniger sein. Auch der Fuß ist ein bisschen zu lang, darum ist es sinnvoll die Socken einmal Probe zu nähen. Füße sind doch sehr unterschiedlich. Aber jetzt weiß ich fürs nächste Mal Bescheid, mal schauen wie viele Jahre diesmal ins Land gehen, bevor ich dazu komme. 



Und weil ich gerade festgestellt habe, dass ich das zugehörige T-Shirt anscheinend nie verbloggt habe, bekommt ihr davon auch noch ein Foto. Welcher Schnitt es ist weiß ich nicht mehr, inzwischen ist es schon lange zu klein, im Sommer 2023 hat er es getragen. 


Schnitt: Ringelprinz von Hilli Hiltrud
Stoff: Stoffgeschäft Rothenburg
Verlinkt: DvDCreativsalat

Dienstag, 8. Oktober 2024

Blob

Ich habe im letzten Jahr einiges für meinen Sohn genäht, aber er mag nicht mehr fotografiert werden und wir sind auch nicht mehr so oft gemeinsam unterwegs. Aber beim letzten Rollerderby Training habe ich ihn doch mal in einem der neuen T-Shirts erwischt. Es ist vorher in seinem Sportbeutel gewesen und ist dementsprechend kraus, aber immerhin gibt es überhaupt Fotos. 



Es war ein Resteprojekt aus Stoff der noch da lag. Das interessante ist natürlich der Aufdruck. Er kann sich mit seiner schlechten Laune ganz wunderbar im Weg stehen und deshalb passt der einfach zu gut. Dazu kommt sein Lieblingstier, ein Blobfisch. Zum Glück gab es da eine recht schlichte Vorlage, die ich abzeichnen konnte. Die Rückseite ist schlicht schwarz, der blaue Stoff reichte nur für vorne. 



Genäht habe ich das Shirt schon Anfang des Jahres und es wurde den Sommer über auch öfter getragen. Der Schnitt ist mal wieder aus dem Klimperkleinbuch, der ist angenehm schmal geschnitten und passt, in diversen Größen, seit Jahren gut. Viel mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen. Von den anderen Shirts versuche ich auch noch mal Fotos zu machen, notfalls ohne Kind drin. 


Schnitt: Klimperklein 
Stoff: Reste
Verlinkt: DvDCreativsalat

Dienstag, 10. September 2024

Federtasche

Es wird Zeit, dass mal wieder etwas Alltag in den Blog kommt. Genäht habe ich ein paar Sachen. Meistens hapert es an den Fotos. Ich versuche mich zu bessern und fange heute mit einem kürzlich genähten Projekt an. 


Ende der Ferien habe ich mit meinem Sohn seinen Schulrucksack aufgeräumt. Bisher hatte er so eine Federtasche zum aufklappen, wo man die einzelnen Stifte in Laschen steckt. Aber diese war hinüber und er brauchte eine neue. Jetzt in der neunten Klasse, wollte er auch eine einfache, wo man alles reinstopft. Als meine Tochter in die fünfte Klasse kam, hatte ich ihr auch schon so eine genäht. Groß genug, dass auch Taschenrechner, Geodreieck, Anspitzer, Schere und Klebestift mit hineinpassen. Es war eine Vicky von Pattydoo und die sollte es für meinen Sohn auch werden. 



Den Außenstoff hat mein Sohn sich aus dem Fundus ausgesucht. Aus dem Stoff hatte ich ihm auch schon mal eine Tablethülle genäht und mir eine Kappe. Den Innenstoff musste ich kaufen, sehr fest und robust, damit nicht gleich Löcher darin sind. Im Stoffladen habe ich dann auch gleich einen Reißverschluss mitgenommen, ich hatte nur noch kleinere oder regenbogenfarbene, die wollte er nicht. 



Die Teile waren schnell zugeschnitten und ich habe sie mitgenommen zum Treffen der Patchworkgruppe Nord bei NordOst. Dort habe ich dann auch bemerkt, dass der Reißverschluss zwei Zentimeter kürzer war, als gefordert und bezahlt. Leider hatte ich auch den Rest Stoff nicht dabei, da der Schulanfang aber direkt bevorstand, wollte ich die Tasche unbedingt fertig nähen. Eine Mitnäherin hatte einen Rest dunkle Jeans für mich und so habe ich den Reißverschluss damit verlängert. Nicht die hübscheste Lösung, aber es ist okay und meinen Sohn stört es nicht.



Inzwischen ist die Federtasche eingeräumt und in Benutzung. Es hat alles hinein gepasst und bewährt sich im Alltag. Die meiner Tochter war irgendwann durch und dann wollte sie lieber eine gekaufte. Mal schauen wie lange mein Sohn zufrieden ist.


Schnitt: Vicky von Pattydoo
Verlinkt: DvDCreativsalat



Dienstag, 11. Juni 2024

Misantroph

Mein Sohn ist eigentlich schon immer ein Misantroph. Schule findet er eigentlich super, wenn da nicht so viele Schüler*innen wären und auch ansonsten geht er Menschen gerne aus dem Weg. Deswegen hatte ich ihm 2021 schon einmal einen Ich-hasse-Menschen-Pulli genäht. 


Letzten Herbst habe ich auf dem Stoffmarkt den perfekten Stoff für ihn gefunden (I hate people, Misantrophy, Toxic Schriftzüge). Er war nicht ganz günstig, passte aber einfach zu gut. Darum habe ich ein Stück mitgenommen und auch noch passenden Kombistoff. Den Hoodie habe ich dann im Dezember genäht, nach seinem Lieblingsschnitt, und ihm zu Weihnachten geschenkt, zusammen mit seinem gewünschten Mathepulli. Da er sich den so gewünscht hatte, war es sein Favorit aber auch dieser wurde akzeptiert und getragen. 


Dummerweise wurde der Pulli zunächst nur einmal getragen. Mein Sohn spielt kein Fußball, aber wenn der Ball auf dem Schulhof über den Zaun fliegt, ist er dafür zuständig drüber zu klettern und ihn wieder zu holen. Dies passierte auch beim ersten Tragen des Pullis. Der Zaun hat Spitzen obendrauf und an einer blieb er hängen. Die Seitennaht war aufgerissen, dazu zwei Risse und ein Triangel im Stoff. Das war nichts mit unsichtbar flicken, aber zum entsorgen ist er definitiv zu schade.


Ich habe geflickt so gut ich konnte. Von nahem echt gut sichtbar und hässlich, aber wenn er ihn an hat erstaunlich unauffällig. Auf die Seite eines Pullis schaut man auch sehr selten. Zum Glück ist mein Sohn da auch nicht so und trägt den Pulli gerne weiter. Und so wie das Wetter hier gerade ist, kann man auch wieder Pulli tragen. Ansonsten hoffe ich mal er passt im Herbst auch noch. 

Schnitt: Mini Zoé&Fynn
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: DvDCreativsalat

Dienstag, 16. April 2024

Winterwunsch

Im Herbst waren bei meinem Sohn mal wieder die Pullis knapp, im November hatte ich mich beim Stoffmarkt mit Stoffen eingedeckt. Die Pullis wurden dann auch zeitnah genäht, nur das fotografieren dauerte etwas. Den ersten der drei habe ich euch hier im Februar schon gezeigt.


Der zweite Pulli ist eigentlich schlicht grau und wird nur durch den Aufdruck etwas besonders. Die Idee dafür stammt nicht von mir. Mein Sohn hatte den Spruch irgendwo gelesen und wollte ihn unbedingt haben. Ich habe dann nur noch ein paar Zahlen und Formeln drumherum geplottet. Mein Sohn ist begeistert vom Ergebnis. 


Der Schnitt ist wieder sein Favorit von Muckelie. Die Kapuze habe ich wieder nicht gefüttert, das wird mir immer zu schwer. Ansonsten wie immer, recht zügig genäht. Seit der Pulli fertig ist, wird er mit Begeisterung getragen, so mag ich das. 


Schnitt: Mini Zoé&Fynn
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: DvDCreativsalat

Dienstag, 20. Februar 2024

Pullinachschub

Im Herbst musste ich bei meinem Sohn ein paar Pullis aussortieren, die nun endgültig zu klein waren. Anschließend war die Auswahl doch stark dezimiert, also Zeit für neue. Im November war ich auf dem Stoffmarkt und habe nach passenden Stoffen geschaut. Er war natürlich nicht mit und musste sich so auf meinen Geschmack verlassen. Leider wurde ich zunächst gar nicht fündig, aber dann entdeckte ich einen grau-schwarzen Sweat mit Totenköpfen. Ich fand ihn okay und der Preis stimmte auch, also habe ich ihn gekauft. 


Meinem Sohn gefiel er leider nicht, dass war natürlich doof. Ich habe ihn erstmal etwas liegen lassen und ihn dann befragt, ob er so wenig gefällt, dass er den Pulli nicht tragen würde oder ob er nur nicht ganz so gut ist. Er sagte er würde ihn schon tragen, hätte ihn nur nicht gekauft. Und so habe ich im Dezember zugeschnitten und auch gleich genäht. Ich habe mal wieder seinen Lieblingschnitt Mini Zoé & Fynn genutzt, inzwischen allerdings in der letzten Größe, wenn er weiter wächst müssen wir uns was neues einfallen lassen. 


Die Bündchen habe ich in schwarz gemacht, dass hatte ich noch liegen. Die Kapuze habe ich hier mal wieder gedoppelt, da mir die weiße Innenseite nicht so gut gefiel. Mein Sohn fand den fertigen Pulli dann auch in Ordnung und er wurde seitdem schon häufig getragen, wie man bei genauem hinsehen vielleicht erkennen kann (der erste Fleck ist schon drauf).


Schnitt: Mini Zoé & Fynn von Muckelie
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: DvDCreativsalat


Dienstag, 21. November 2023

Merch

Im Oktober war wieder Kick Ass Cup in Hamburg. Da mein Sohn selber bei St. Pauli Rollerderby als Junior spielt, waren wir natürlich wieder dort. Mit den passenden T-Shirts hatten wir uns schon letztes Jahr eingedeckt. Aber wenn man nur als Zuschauer in der Halle ist, sieht man das Shirt gar nicht, weil man einen Pulli drüber ziehen muss. Es gibt am Merch-Stand auch Pullis, aber nur in einigen Erwachsenengrößen, nicht für Kinder. 



Dieses Jahr gab es aber auch einen Siebdruck-Stand, es gab Siebe mit dem St. Pauli Rollerderby Logo in verschiedenen Größen und verschiedene Farben und Stoffstücke hatten sie auch da. Aber ausschneiden und aufnähen sieht nicht ganz so schön aus. Also habe ich am Samstag Abend noch schnell zwei Vorderteile zugeschnitten, eins für mich und eins für meinen Sohn. Er wollte dunkelgrauen Sweat und den Druck dann in rot. Das Siebdrucken hat super geklappt, anschließend wurde es trocken geföhnt und durch Hitze fixiert und schon konnten wir es einpacken. 



Im Anschluss konnte ich in aller Ruhe die restlichen Teile zuschneiden. Der graue Sweat reichte nicht mehr, so beschlossen wir, mit schwarz zu kombinieren. Alle Teile habe ich mit zum Nähcamp nach Jever genommen und dort entstand relativ zügig der Pulli. Es ist der Lieblings Schnitt meines Sohns und so habe ich schon diverse davon genäht. 


Die Kombination mit dem schwarz war eine gute Idee, der Pulli ist richtig schick geworden. Mein Sohn sieht das zum Glück genau so und trägt ihn jetzt so oft wie möglich. Auch das Waschen übersteht der Druck sehr gut. Ein echtes Lieblingsteil also. 

Schnitt: Mini Zoé & Fynn von Muckelie
Stoff: Stoffmarkt 
Verlinkt: DvDCreativsalat

Dienstag, 11. Juli 2023

Reparatur

Letztes Jahr im Oktober war endlich wieder Kick Ass Cup in Hamburg. Es waren Rollderderby Teams aus Wien, Graz und Hamburg vertreten und mein Sohn und ich hatten ein tolles Wochenende. Wir haben nicht nur Merch des St. Pauli Rollerderby Teams verkauft, sondern auch Merch eingekauft. Mein Sohn war ganz begeistert von einer Bauchtasche des Wiener Teams, sie war unheimlich günstig und er hat sie sofort gekauft, zusätzlich zum Aufdruck hat er sich noch einen Button seines Termins daran gemacht. 



Leider war sie zu günstig, recht schnell waren die Gurtbänder ausgerissen. Weil er die Tasche so gern hatte, musste ich das natürlich reparieren. Das auftrennen war katastrophal. Die Tasche ist nicht gefüttert, aber die Nähte waren mit einer Art Schrägband eingefasst. Es dauerte ewig all die Nähte zu öffnen, aber irgendwann war es geschafft. Eigentlich wollte ich wieder ein  schwarzes Gurtband nutzen, aber ich hatte keins liegen. Ich hätte auch welches gekauft, aber da hatte mein Sohn sich auch schon für das Regenbogen Gurtband entschieden. 



Ich habe es richtig fest angenäht und am Ende das Schrägband ordentlich wieder geschlossen. Mir gefällt die Tasche sogar besser, als vorher. Und das beste ist, sie wird auch wieder voller Begeisterung getragen und ist noch nicht wieder irgendwo eingerissen. Dabei ist sie häufig im Einsatz und immer schwer beladen, es ist erstaunlich was 13-jährige so unbedingt mitnehmen müssen. 



Verlinkt: DvDReparieren von 12 bis 12

Dienstag, 20. Juni 2023

Kleinigkeit

Meine Tochter bewahrt ihren Schülerausweis und ihre Bahnfahrkarte immer lose in der Hosentasche auf. Mich macht das wahnsinnig, das ändert aber nichts. Ich hatte mir irgendwann mal ein Etui für Visitenkarten genäht, als es mir kürzlich in die Hände fiel, kam ich auf die Idee sowas für ihre Karten zu nähen. 


Meiner Tochter gefiel die Idee und sie hat sich gleich einen Stoff ausgesucht. Der lag vom letzten Nähprojekt gerade noch ganz oben. Die Anleitung musste ich etwas länger suchen, habe sie aber doch noch gefunden. Ansonsten hätte ich selber ausgemessen, aber so war es einfacher. 



Ich habe es mit etwas festerer Vlieseline verstärkt, damit es nicht ganz so labbrig ist. Die Anleitung war da nicht ganz klar, womit man füttern soll, aber ich glaube so ist es ganz gut. Versuchsweise habe ich mal zwei Karten von mir hineingesteckt. Sie passen gut hinein, sitzen aber auch nicht zu locker. Man könnte auch noch zwei weitere Karten dazustecken.


Genäht habe ich das Etui am Wochenende, bei schönstem Sommerwetter, haben meine Freundin und ich wieder mal gemeinsam genäht. Meine Tochter ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis und nun fliegen die Karten zumindest nicht mehr ganz so lose durch die Tasche. 

Schnitt: Kartentäschle von Conga Bären
Stoff: Karstadt
Verlinkt: CreativsalatDvD