Freitag, 22. Mai 2026

Hafencity


Letzten Montag war ich mal wieder in Hamburg unterwegs. Das Wetter war Grau, aber es sollte trocken bleiben und so machte ich mich auf den Weg in die Hafencity. Gestartet bin ich im Lohsepark. Hier steht das denk.mal Hannoverscher Bahnhof. Es erinnert an die Juden, Sinti und Roma die von hier aus in die Ghettos und Vernichtungslager transponiert wurden. Leider ist der Container zu.

 


Ich mag die Kombinationen von alter und neuer Architektur, die aber eher am Rande zu finden sind. Die Hafencity ist eher was für Freunde moderner Architektur, nicht so meins. 



Kurz darauf komme ich am Prototyp Museum vorbei, bestimmt interessant für Autofans, mich faszinieren die Autowürfel davor. 



Begeistern tut mich auch diese Kirche, nicht nur wegen der „Delle“ in der Fassade in der die Glocke hängt, sondern weil ich weiß, dass es ein ökumenisches Forum ist. Hier treffen 21 Kirchen aus aller Welt zusammen, toll das sowas funktioniert. 



Um die Ecke ist das Wandbild eines irischen Künstlers, ACHES, es ist zum 30 jährigen Jubiläum des Straßenmagazins Hinz und Kunzt entstanden und zeigt einen Verkäufer. 



Noch mehr Kunst, genial die bemalten Fensterverkleidungen. Ich bin ja ein großer Streetart Fan, davon gibt es hier in der Hafencity ansonsten aber wenig. 



An den Elbarkaden hat Greenpeace eine Geschäftsstelle, es gibt auch eine Ausstellung über ihre Arbeit. 



Auch das maritime Museum ist hier, davor liegt eine Schiffsschraube, sechs Meter groß und über 15 Tonnen schwer. 



Auf der anderen Seite der Brücke steht Klaus Störtebecker. Ganz im Hintergrund das HHLA Gebäude in der Speicherstadt, da gefällt es mir besser. 



In der Speicherstadt ist und war Kaffee eine wichtige Handelsware, darum wurde ihm hier von Lotte Ranft auch ein Denkmal gesetzt, fünf Meter hoch. 



Eine weitere Handelsware sind Teppiche, an diese sollen die farbigen Bodenelemente an den Magellan Terrassen erinnern. 



Dort ist auch der Trafitionsschiffhafen, mit einigen schönen alten Schiffen und Kränen. Unter anderem ist hier auch Harrys Hafenbasar. Untergebracht in einem alten Kran findet man in 33 Räumen skurriles aus aller Welt, mehr Museum als Basar.



Wieder ein Blick auf die Speicherstadt.



Um die Elbphilharmonie kommt man hier natürlich nicht drum herum, man kann sie fast immer im Hintergrund sehen. Auf der Plaza war ich schon öfter, heute mal nicht. Dafür habe ich mir diese Woche ein Ticket für ein Konzert gekauft, allerdings erst im Februar, ich freue mich trotzdem schon. 



Zwischen all diesen teuren Wohnungen und Bürohäusern gibt es auch eine Schule.



Die modernen Häuser reizen mich nicht zum fotografieren und so entstehen wenige Fotos. Am Westfield Einkaufszentrum beende ich meine Tour. Ich mag die offenen Eingänge und die Decke, die Geschäfte reizen mich weniger. 



Mit einem Blick auf die Legogiraffe, 46.240 Steine, fast 6 Meter, verabschiede ich mich hier von euch und verlinke bei Heikes Monatsspaziergängen

Dienstag, 19. Mai 2026

Frühstück


Ich habe mir vor vielen Jahren, bevor ich begonnen habe zu nähen, einen Brotkorb bei Dawanda gekauft. Er ist aus Jeans- und Eulenstoff und innen kariert und ich fand ihn toll. Ich mag ihn auch immer noch, aber inzwischen hat er seine besten Zeiten hinter sich. Außerdem reicht er zwar wenn ich mit den Kindern frühstücke, aber wenn wir Besuch haben ist er zu klein. Wie man auf dem Bild sieht, muss man immer aufpassen, dass die Brötchen nicht rauskullern. Deswegen hatte ich schon lange vor einen neuen zu nähen.



Bei Pattydoo gibt es eine Anleitung, um ein Utensilo nach Maß zu nähen, die habe ich genutzt. Ich habe das alte ausgemessen und dann überlegt wie viel größer es sein muss. Mir ein Schnittmuster gemalt und den Stoff zugeschnitten, außen wieder Jeans diesmal Hosenbeine mit Streifen und für innen habe ich mir einen Stoff mit Möwen aus der Kiste gegriffen. Genäht habe ich es beim Nähcamp in Ratzeburg. Schon dort kam es mir zu groß vor. Wieder zu Hause habe ich die Brötchen dann mal hineingegeben, gleiche Menge wie auf dem ersten Foto, und tatsächlich sie sehen etwas verloren aus.



Also habe ich mein Schnittmuster etwas verkleinert und einen weiteren genäht. Der Möwenstoff reichte zum Glück noch und Jeans ist auch immer ausreichend da, wenn auch ohne die netten Streifen. Und so gefällt mir die Größe und auch wenn die Brötchen noch größer sind oder es ein paar mehr werden, würden sie noch hineinpassen. 



Bei Stoffen mit Motivrichtung stehen beim Utensilo entweder innen die Möwen auf dem Kopf oder auf dem Umschlag. Aber das stört mich nicht so. Für das zu groß geratene Utensilo hat sich auch schon eine Abnehmerin gefunden. Meine Freundin war ganz begeistert, als ich es fertig genäht hatte und nachdem ich zu Hause getestet hatte, dass es mir wirklich zu groß war, habe ich es ihr überlassen. Sonst hätte ich mich vermutlich in den nächsten Jahren mit einem zu großen Brotkorb rumgeärgert, also win-win für alle.



 

Und weil es die Brötchen zum Frühstück natürlich nicht trocken gibt, sondern mit Wurst, Käse, Honig oder Marmelade, kreuze ich bei Antetannis Bingo „Marmelade zum Frühstück“ an.


Anleitung: Pattydoo
Stoff: Tedox & Reste
Gehört: „Vergiss mein nicht. Was bisher verloren war“ von Kerstin Gier

Dienstag, 12. Mai 2026

12 von 12

Heute ist schon der zwölfte Mai und darum gibt es hier wieder zwölf Fotos von meinem Tag. Wer mehr über die Aktion erfahren möchte oder auch die Bilder anderer Blogger sehen will, der schaut bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“ vorbei. 


Der heutige zwölfte beginnt nicht zu Hause, sondern in der Jugendherberge in Potsdam. Mein Sohn will schon seit Jahren gerne in den Spreewald und da wir momentan mal gemeinsam Ferien haben, sind wir nun unterwegs. Meine Tochter wollte nicht mit und hütet mit ihrem Freund die Wohnung. 


Wir frühstücken erstmal, zum Glück sind die Schulklassen schon durch, und machen uns dann auf den Weg nach Lübbenau. Es begrüßt uns der Schlangenkönig. 


Als erstes wollen wir mit ihrem Kahn fahren. Als wir parken, regnet es und auch der Kahn hat sein Regendach drauf. Bevor wir starten kommt es aber doch noch ab.


Auf geht’s nach Lehde, überall sieht man den Schlangenkönig, an den Giebeln der Dächer und auch an dem Giebeln der Briefkästen.


Wir haben Glück, es bleibt trocken und ab und an kommt sogar die Sonne raus. 


In Lehde haben wir eine Stunde Aufenthalt. Auf Wunsch meines Sohnes machen wir uns auf den Weg zum Gurkenmuseum. 


Man erfährt etwas über die Gurkenproduktion und über das Leben in der Region. Insgesamt ist es aber doch sehr klein und wir haben noch Zeit zum Gurken verkosten und einkaufen. Anschließend sitzen wir kurz in der Sonne und essen unser Brötchen.


Auf dem Rückweg ist die Regenplane wieder auf dem Kahn und wird auch gebraucht, immer wieder leichter Regen. 


Zurück an Land gehen wir noch durch Lübbenau, unterwegs müssen wir unbedingt Gurkenbrause probieren. Ich muss zunächst den Geruch überwinden, dann schmeckt es recht neutral, etwas nach Gurke. Aber eher wie Sprudelwasser, nicht wie Brause, da fehlt mir die Süße. Noch mal bräuchte es sie nicht. Aber mein Sohn ist glücklich, er wollte auch Gurkeneis probieren, aber das finden wir nicht. 


Wir laufen an der Kirche vorbei und im Bogen wieder zum Auto, leider regnet es nun richtig und wir werden ordentlich nass. 


Eigentlich wollten wir uns die Slawenburg Raddusch ansehen, aber die hat dieses Jahr geschlossen. Darum überlegen wir auf den Wehlaberg zu steigen. Einen Guss warten wir im Auto noch ab, aber als wir an der Fachwerkkirche sind, schüttet es schon wieder und so geben wir das Vorhaben auf. 


Wir essen einfach etwas früher zu Abend. Ich hätte Lust auf einen Landgasthof, aber die, an denen wir vorbei kommen, sind zu. Darum landen wir beim Griechen, auch lecker. Meins ist ein Nudelauflauf, leider ist extrem viel Käse drauf, etwas Feta stattdessen wäre mir lieber. Aber ansonsten schmeckt er und ich bin pappsatt. 



Mittwoch, 6. Mai 2026

Pünktchen

 


Von meinem Spaziergang zur Kunst auf St. Pauli hatte ich euch schon berichtet. Von dem neuen T-Shirt, das ich dabei trug aber noch nicht. Darum kommt das nun heute endlich mal dran. Wie man sieht, sind die Bilder direkt am Fuße des Bismarck Denkmals entstanden. Es war einer der ersten sommerlichen Tage Anfang April, wo ein T-Shirt ausreichte. 



Beim Nähcamp in Ratzeburg haben wir ein bisschen Flohmarkt gemacht und unsere ungeliebten Stoffe verkauft, da entdeckte ich diesen, mit den vielen Punkten. Ich mochte die Punkte, ich mochte die Farbe und mit  6 Euro für 1,5 Meter mochte ich auch den Preis, als gekauft und auch gleich zugeschnitten. 


Bei dem Nähcamp hatte ich schon, mehr oder weniger erfolgreich, zwei T-Shirts  aus dem Klimpergross Buch genäht und weil der Schnitt schon da lag, habe ich ihn wieder genutzt. Ganz schlichter Raglanschnitt, zum nähen bin ich dann allerdings nicht mehr gekommen, das habe ich kurz darauf beim Treffen der Patchworkgruppe erledigt. Nun bin ich sehr froh über den Stoffkauf und mein schönes neues T-Shirt, es wird diesen Sommer bestimmt häufig zum Einsatz kommen. 



Bei Antetannis Bingo kreuze ich das Feld „Glück gehabt“ an, denn Glück hatte ich den schönen Stoff zu bekommen und pures Glück war unser Spaziergang, bei schönstem Wetter, an dem Tag. 


Schnitt: Raglanshirt aus Klimpergross
Stoff: Flohmarkt 
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Dienstag, 5. Mai 2026

Heile Finger


Hier wird gerne aus Schüsseln gegessen, besonders Zwischenmahlzeiten. Gerne auch Reste von vorherigen Abendessen, die werden dann in der Mikrowelle warmgemacht. Es folgt der schwierige Teil, die heiße Schüssel aus der Mikrowelle zu bekommen, ohne sich die Finger zu verbrennen oder die Schüssel fallen zu lassen. 



Irgendwo im Internet bin ich über eine Lösung für dieses Problem gestolpert. Quasi ein Topflappen in Schalenform. Das musste ich gleich mal ausprobieren. Für außen nahm ich ein Stück Kinderdekostoff, für den ich noch keine andere Verwendung gefunden habe, innen sind zwei Lagen Thermolamähnliches dichtes Vlies. Das Nähen ging ganz schnell und einfach. 




Das ganze wirkte sehr groß, aber als ich die Schüssel reinstellte passte es perfekt. Nun braucht man nicht mehr die Schüssel anfassen, sondern kann ganz einfach die Stoffecken greifen. Also nicht nur schick, sondern sogar richtig praktisch.  




Und bei Antetannis Bingo gibt es genau das passende Feld dafür, „Zum Schutz von… habe ich…“.




Stoff: Fundus
Gehört: „Unbeugsam wie die See“ von Emilia Hart
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Donnerstag, 30. April 2026

Mein April


Und schon ist der April wieder vorbei, ein richtiger Frühlingsmonat, so wie ich ihn mag. Der Monat begann mit Urlaub, die Kinder mussten leider zur Schule, aber ich habe mir trotzdem eine schöne Zeit gemacht und war nebenbei noch fleißig. Von meinen Spaziergängen durch den Stadtpark und St. Pauli habe ich euch schon berichtet. Und es gab noch ein paar weitere schöne Tage, mit den Kindern war ich auf dem Dom, am zwölften haben wir einen 70. Geburtstag gefeiert, mit der Firma haben wir Keramik bemalt und heute war ich in Lübeck zur Messe. Ein rundum schöner April. 



Zeit zum lesen hatte ich im April auch und es waren auch wieder ein paar gute Bücher dabei. „Die Schwarzgeherin“ hat mir gut gefallen, auch wenn ich den momentanen Hype nicht ganz verstehe. „Die Gespenster von Demmin“ hat mir Stoff zum nachdenken gegeben, was in Demmin nach dem Krieg passiert ist, wusste ich, hier ist es mit einer aktuellen Familiengeschichte verbunden. 

„Hitler, Stalin, meine Eltern und ich“ ist eine wirklich ausführlich recherchierte jüdische Familiengeschichte, sehr lesenswert. Die Krimis von Tina Frennstedt und Johanna Mo sind Bände von Reihen, die ich gerne lese. Genau wie T.J. Klune, immer lesenswert, auch die Jugendbücher.

„Der Junge, der den Wind einfing“ erzählt die interessante Geschichte von William, er lebt in Malawi, in armen Verhältnissen, bringt sich viel über Technik selber bei und baut seiner Familie ein Windrad.

Ein wirklich ganz schwer zu ertragendes Buch ist „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“. Über das aufwachsen in Kinderheimen kurz nach dem Krieg. Ähnlich erschreckend fand ich die Lebensgeschichte von Yahya Hassan. Das Buch ist allerdings kein Roman, er hat alles in Gedichten verarbeitet, leider hat es ihm nicht geholfen.


Dazu kamen neun Hörbücher. „Schwebende Lasten“ hat mir gut gefallen, die Geschichte einer fiktiven Blumenbinderin und später Kranfahrerin zwischen 1930 und heute. Auch wieder erschreckend war „Die schönste Version“ von Gewalt in Beziehungen. Die anderen waren nicht so erwähnenswert.


Nun steht der Mai vor der Tür, morgen will mein Sohn mit mir zum Flohmarkt und am Samstag will ich mal wieder zum Stoffmarkt. Schon praktisch so ein langes Wochenende, davon haben wir ja einige im Mai. Ende des Monats will ich mit meinem Sohn noch mal wegfahren, ich werde euch berichten. Aber nun verlinke ich erstmal bei Birgitts Monatscollagen.


Sonntag, 26. April 2026

Kunst auf St. Pauli


In den Ferien Anfang des Monats habe ich einen weiteren Spaziergang gemacht. Meine Tochter und ich hatten einen gemeinsamen freien Tag, das Wetter war schön und ich hatte keine Lust, dass sie nur faul im Bett rumlungert. Darum habe ich sie genötigt mit mir gemeinsam einen Gang zu machen. Dazu habe ich mir das Buch „Spaziergänge zur Kunst in Hamburg“ aus dem Regal gezogen. Fünf Touren sind drin, weil ich weiß was meine Tochter mag, habe ich mich für „von St. Pauli nach Altona“ entschieden. Ich habe unmengen Fotos gemacht und hatte ganz große Schwierigkeiten mich für 20 zu entscheiden, so viele schöne musste ich raus löschen. Aber nun geht es erstmal los. 



Wir starten am Bismarck Denkmal, interessante Perspektive, ich mag es so mit den Graffiti, sieht nicht ganz so Ernst aus. Leider steht die Sonne ganz schlecht für ein Foto. 



Weiter geht es Richtung Reeperbahn. Von hier aus tanzen die Tanzenden Türme nicht so wirklich. 



An dieser Ecke steht einfach einer an der Hauswand und begrüßt uns, total sympathisch. 



An der Davidwache kommen wir wieder auf die Reeperbahn und laufen ein Stück auf ihr entlang.



Und statten Hans Albers einen Besuch ab. Bronze von Jörg Immendorff, 1986.



Wir tauchen wieder in die kleinen Nebenstraßen ein und kommen an der „Dame mit Basilikum“ vorbei, handgemalte Werbung, 2018 von Andreas Preis.



In der großen Freiheit gibt es nicht nur Bars und Nachtclubs, sondern auch eine katholische Kirche, schon seit 1721, wirklich skurril wenn man davor steht und den Blick von einer Straßenseite zur anderen wandern lässt. Leider habe ich keine Informationen zu dieser Skulptur gefunden, fand sie aber sehr ansprechend. 



Angekommen am Beatlesplatz, interessiert meine Tochter so gar nicht. 



Also gehen wir weiter. Leider wurde auf diesem Graffito schon wieder rumgeschmiert. 



Wir gehen Richtung Hafen und kommen am Antonipark raus. Wir stehen auf dem Dach einer Sporthalle und genießen den Ausblick mit den Palmen aus Stahl. 



Treppabwärts zur Hafenstraße kommen wir an diesen Biertanks vorbei. Der spanische Künstler Oscar San Miguel Erice hat sie bemalt. 



Nun geht es lange an der Elbe entlang. Hier blickt die „Madonna der Seefahrt“ Richtung Meer. Sie erinnert an die Menschen, die auf See geblieben sind. Der Künstler Manfred Sihle-Wissel hat sie 1985 erschaffen. 



Wir überqueren den Fischmarkt und kommen an der Fischauktionshalle vorbei. 



Immer mit Blick auf die Elbe. 




Hier stehen auch Popeye und Olivia, von Erich Gerer aus Holz geschnitzt. 



Ein weiteres Mural, „Frauen bei der Kaffee-, Tabak- und Bananenernte“ von Hildegund Schuster von 1994. Das Werk gehört zur Frauen Freiluft Galerie und es gibt noch mehr Kunstwerke, die Frauenarbeit um das Thema Hafen zeigen. 



Direkt vorm Dockland steht die Skulptur „Die Elbe“ von Wieland Förster.



Wir machen uns daran den Elbhang wieder hochzusteigen, ganz schön viele Treppen. Unterwegs stoßen wir auf „Die Auswanderer“, die Kroatin Ljubica Matulec hat sie aus Holz geschnitzt. Ich finde man erkennt das Gedränge auf die Schiffe und die Not der Menschen sehr gut. 



Oben angekommen steht man auf dem Altonaer Balkon und hat einen schönen Blick Elbauf und -ab. Hinter uns steht Gerhard Brandes „Maritim“, drei Fischer mit ihren Rudern, auf ihrem Schiff. 



Ein Kunstwerk, das sich erst auf den zweiten Blick erschließt, mich dann aber umso mehr beeindruckt. Im Hintergrund ist das Altonaer Rathaus. Der schwarze Betonstein davor, „Black Form“, ist von Sol LeWitt und erinnert an die Juden, die aus Altona vertrieben wurden und eine Lücke hinterlassen haben, die niemals geschlossen werden kann. 



Kurz vorm Altonaer Bahnhof gehen wir noch am Stuhlmannbrunnen vorbei. Ein wirklich beeindruckendes Wasserspiel, das Paul Türpe schon 1899 erstellt hat. Zwei Zentauren kämpfen um einen Fisch. Sie stehen für Hamburg und Altona und den Streit um die Fischrechte. Ein Bürger aus Altona, Günther Ludwig Stuhlmann hat ihn gespendet, daher der Name. 


Nun waren wir lange genug unterwegs, uns ist warm und wir haben Hunger (Getränke hatten wir dabei). Darum essen wir nun noch eine Kleinigkeit und dann geht es mit der Bahn wieder nach Hause. Diesen wirklich ganz wunderbaren Spaziergang verlinke ich wieder bei Heikes Monatsspaziergängen.