Mittwoch, 21. November 2018

Dütt un datt

Langsam nährt sich das HerbstHandarbeitsBingo von 60 Grad Nord seinem Ende. Und obwohl ich in den letzten Monaten diverse Kreuzchen gemacht habe, war bisher noch kein Bingo dabei. Darum habe ich mich diese Woche nochmal richtig ins Zeug gelegt.

Ich schlafe nachts auf einem sehr kleinem, flachem Kissen. Es ist gar nicht leicht Bezüge dafür zu bekommen. Es ist die Größe von Kinderwagengarnituren, wo der passende Deckenbezug 80 x 80 cm groß ist. Und häufig sind dann auch noch niedliche Bärchenmotive oder ähnliches darauf. Aus diesem Grund kam ich schon früher auf die Idee einen Bezug zu nähen, aber ich mag nur ganz weiche Kissenbezüge und keinen Jersey. Das macht das ganze schwieriger als gedacht.


Meine Lieblingsbettwäsche ist aus Mako Satin, aber das gibt es nicht als Meterware. Manchmal ist die Lösung viel einfacher als man denkt. Zum Glück verschwand das Brett von meinem Kopf gerade noch rechtzeitig. Wenn ich Bettbezüge kaufe, ist schließlich immer ein Kopfkissenbezug dabei, zwar viel zu groß, aber da ich ihn eh nicht benutze kann ich ihn auch zerschneiden. Als ich anfangen wollte fiel mir das Zerschneiden eines neuen, heilen Bezuges schwer, aber ich hatte noch einen aussortierten Bettbezug liegen. Der hatte ein paar Löcher, aber viele Stellen waren noch gut und so habe ich zunächst diesen zerschnitten.


Knöpfe oder Reißverschluss habe ich mir gespart und mit Hotelverschluss gearbeitet. Allerdings habe ich den Umschlag etwas größer gemacht, es nervt mich, wenn das Kissen nachts raus kommt. Das passiert leicht da ich viel wühle und das Kissen häufig wende. Zugeschnitten habe ich nur ein Stoffstück, zweimal die Kissenhöhe, plus Umschlag, plus Nahtzugabe, das waren 85 cm und 42 cm Breite. Anschliessend die Enden umgenäht, gefaltet und beide Seiten verschlossen. Das ging ratzfatz und schon hatte ich einen passenden, ganz weichen Kissenbezug. Ich habe ihn schon aufgezogen und die erste Nacht drauf geschlafen, Probelauf bestanden. Das wird nicht der letzte gewesen sein.


Ein weiteres Kreuzchen gebe ich mir für „etwas mit Papier machen“. Mein Sohn hat schon mit der Weihnachtsbastelproduktion begonnen, er ist da sehr kreativ und braucht kaum Hilfe. Aber ich hatte vor kurzem bei Sabine Seyffert so eine nette Idee gesehen und ihm vorgeschlagen. Da ihm die Pilzketten auch gefielen haben wir am Montag gemeinsam gebastelt. Er meinte zwar, er hätte mir auch eine geschenkt, aber ich habe mir dann doch eine eigene gebastelt.


Am schwierigsten war es für mich das Buch zu zerstören. Obwohl es nichts seltenes war und ich nicht daran hing, fiel es mir unheimlich schwer. Alles andere ging zügig. Die weißen Punkte haben wir mit der Rückseite eines Bleistifts gestempelt. Eine schnelle, einfache Bastelei, die, wie ich finde, trotzdem sehr dekorativ ist.


 Und weil ich gestern Abend noch etwas Zeit hatte, habe ich noch etwas gehäkelt. Schon im Frühling hatte ich die Anleitung für diese kleinen Häuschen bei „Wir vom Ende der Straße“ entdeckt und gleich darauf das Blaue gehäkelt. Ich finde man kann sie schön als Band für Geschenke verwenden oder als Lesezeichen. Allerdings war mein Häuschen doch recht krumm und schief. Nun habe ich mir noch eine Chance gegeben und das rotbraune Haus gehäkelt, trotz sorgfältigem Zählen sieht es wieder seltsam aus. Ich habe nun beschlossen das sind Hexenhäuschen und die gehören so. An der Anleitung liegt es übrigens nicht, die ist gut.


Das macht diese Woche drei weitere Kreuzchen für mich. Am Freitag ist Finale, dann schaue ich mal was ich alles geschafft habe und wieviele Bingo zusammen gekommen sind. Eins sollte es jetzt mindestens sein.

Die Anleitungen habe ich selber entdeckt und bekomme keinerlei Zuwendungen dafür das ich sie hier verlinke, trotzdem ist es Werbung.
Verlinkt: Du für dichWoF