Anfang März hatte ich ganz spontan einen freien Donnerstag. Es war zwar nicht mehr ganz so warm, wie die ersten Märztage, aber immer noch schön und sonnig. Und so entschied ich mich für einen ausgedehnten Spaziergang. Ich hatte Lust auf was Neues und auf Frühling und so entschied ich mich für eine Tour durch die Parks in Eppendorf. Eine Ecke in der man mich sonst weniger findet.
Ich starte mit einem Blick auf die Alster und biege in den Hayns Park ein.
Am gegenüberliegenden Ufer gibt es ein kreativ bemaltes Bootshaus.
Der Park ist unterteilt in viele kleine Beete, die jeweils von Paten betreut werden. So gibt es ganz unterschiedliche Ecken, aber momentan blüht noch nicht so viel.
Ich sage den Gänsen Hallo und wandere weiter an der Alster lang.
Rechterhand liegt der Monopteros, leider stark bemalt, er steht hier schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Senator, nach dem der Park benannt ist, hatte hier sein Landhaus und eine Orangerie, aber außer dem Mini-Tempel ist nichts mehr übrig.
Ich gehe ein Stück an der Straße lang und komme an einem der wenigen erhaltenen Landhäuser in Eppendorfer vorbei.
An dieser Kirche bin ich so oft mit dem Auto vorbei gekommen, nun kann ich sie endlich mal in Ruhe ansehen. St Johannis ist eine Fachwerkkirche.
Da sie offen ist, gehe ich auch mal rein, aber von außen finde ich sie schöner.
Hier verlasse ich die Alster und laufe ein Stück durch ein Wohngebiet.
Vorbei am Holthusenbad, eines der ältesten Thermalbäder Deutschlands, gebaut 1914. Und immer noch im ursprünglichen Sinne genutzt, nur jetzt ist es bis Herbst geschlossen, weil es saniert wird.
Gleich gegenüber liegt der Kellinghusenpark. Dort steht dieses wunderschöne kleine Häuschen, es wird vom BUND für die Jugendarbeit genutzt.
Und hier im Park finde ich auch endlich den Frühling.
Nun wird es deutlich belebter, ich schlendere über die Eppendorfer Landstraße. Ich mag dieses Denkmal. Der Text vorne ist „Sagt Nein! Mütter, sagt Nein!“ und erinnert an Wolfgang Borchert. Die Bronze ist von Ernst A. Nönnecke.
Auch hier gibt es schöne Street Art.
Und schön geschmückte Häuser. Ich gehe zum Bäcker und hole mir ein Brötchen und etwas zu trinken, damit ziehe ich weiter zum Eppendorfer Mühlenteich.
Gleich hinter dieser Brücke finde ich eine freie Bank und mache ein bisschen Pause.
So richtig fotogen ist der Mühlenteich nicht. Hier werden die Hamburger Alsterschwäne zum überwintern hergebracht. Ein Teil des Teichs wird extra dafür eisfrei gehalten. Sehen kann ich sie aber nicht. Und so gehe ich wieder zurück zur U-Bahn und fahre nach Hause.
Und weil es so schön zum Thema passt, kreuze ich bei Antetannis Bingo „Der Lenz ist da an“ und verlinke den Weg bei Heikes Monatsspaziergängen.

















