Dienstag, 16. Oktober 2018

November-Wetter Sew-Along

Küstensocke hatte schon letzte Woche zum November-Wetter Sew-Along aufgerufen. Da wir immer noch Ferien haben, momentan einiges anliegt und ich eigentlich auch gerade nichts brauche wollte ich nicht teilnehmen. Nun habe ich in der vergangenen Woche viele der dortigen Beiträge gelesen und habe doch Lust bekommen noch dabei zu sein.


Im November findet auch das Nähbloggertreffen statt und ich habe mir überlegt, was ich dort anziehe. Dabei ist weniger das Hamburger Wetter ein Problem, sondern eher der Wechsel zwischen drinnen und draußen. Ich kann mich warm genug anziehen, aber dann schwitze ich vermutlich wenn wir drinnen sind oder auch nicht, gibt schließlich auch kalte Räumlichkeiten. Die einzige Möglichkeit ist Zwiebellook und da bin ich schlecht ausgerüstet. Ich habe zwar schon zwei Sweatjacken genäht, unter anderem meine PowPowJuna, aber beide sind mit Vereinsaufdruck und passen daher nicht so.


Zum Glück hatte ich im Frühjahr ein Strickjackenschnitt gewonnen, der noch aufs ausprobieren wartet. Ich hatte schon immer mal nach Stoff geschaut, aber entweder er gefiel mir nur so halb oder er war zu teuer. Bei der Schnipp Schnapp Messe gab es einen traumhaften Stoff, aber der Meter sollte 60 Euro kosten. Vielleicht gönne ich mir den einmal wenn ein Schnitt wirklich gut sitzt und ich merke das ich ihn häufig trage, aber nicht fürs erste testen.


Aber Stoff brauchte ich, wenn ich noch mitmachen wollte. Daher war ich am Wochenende bei Stoff & Stil. Eigentlich suchte ich einen Strickstoff, aber die gefielen mir nicht. Der einzige der in Frage kam war dieser hier, es ist wohl ein Sweatstoff, das Muster gefällt mir. Normalerweise habe ich es lieber farbig, aber es gab ihn nur in dieser Variante und zum Überziehen ist es vielleicht auch ganz praktisch, wenn es neutraler ist. Gewaschen habe ich den Stoff schon, nun muss ich das Schnittmuster vorbereiten und dann zuschneiden und nähen. Mal sehen wann ich dazu komme, morgen ist der letzte schöne Tag hier und ich habe den Kindern einen Besuch bei Hagenbeck versprochen.

Heute Morgen habe ich gelesen, dass bei „Frau freut sich“ auch Work-in-Progress-Beiträge willkommen sind, darum verlinke ich auch dort. Wer die Linkparty noch nicht kennt, es lohnt sich mal vorbeizuschauen. Es ist eine monatliche Linkparty für Frauenkleidung und was ich besonders schön finde, es gibt dort keine Werbung und auch keine Instagram oder Facebook Beiträge.


Freitag, 12. Oktober 2018

12 von 12

Heute ist der zwölfte Oktober, wir haben Ferien und geniessen unsere stressfreien Tage und die Sonne. Trotzdem habe ich daran gedacht Fotos von diesem Freitag zu machen. Wer wissen will was dahinter steckt oder wie der Tag bei anderen Bloggern so lief, schaut einfach bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ vorbei.

Der Tag startet wie jeder andere, nur etwas später, aufstehen, anziehen und frühstücken. 

Es folgt die Runde mit dem Hund. Ich hätte heute auch zwölf Herbstbilder zeigen können, so tolle Farben. 

Aber auch wenn es aussieht wie Herbst und sogar Herbst ist, es fühlt sich kein bisschen an wie Herbst. Morgens muss man über sein T-Shirt zwar noch eine Jacke ziehen, mehr aber auch nicht. 

Die Wäsche hatte ich eigentlich gestern schon gewaschen, aber dann in der Maschine vergessen. Nun habe ich sie nochmal durchgespült und endlich aufgehängt. Die Sonne ist noch nicht rum gekommen, darum sieht es etwas dunkel aus.

Zeit für den Wochenendeinkauf, viel brauchen wir diesmal nicht. 

Wieder daheim mache ich mir ein Brot und gehe wieder mit dem Hund spazieren. Bei inzwischen 25 Grad ist es mir in der Sonne schon zu warm und ich bin froh im Schatten unterwegs zu sein. 

Ein bisschen aufräumen und die Chance gleich nutzen um ein paar Dinge auszusortieren, da ich später sowieso am Sozialkaufhaus vorbeikomme. 

Beim Aufräumen habe ich drei schlichte Shirts gefunden und meinen Sohn befragt ob und was da drauf soll. Für eins wünschte er sich ein U-Boot. Praktischerweise hatte ich eins von Fusselfreies im Angebot und konnte daher den Plotter gleich anwerfen. Dummerweise hat die signalrote Folie einen weißen Hintergrund, da sieht man die feinen Schnitte kaum. Zum Entgittern habe ich mir den Gymnastikball ans Fenster gerollt um was erkennen zu können. 

Nachmittags hat mein Sohn eine Ferienpassaktion. Die Kinder können diverse Blechblasinstrumente kennenlernen und ausprobieren. Nach zwei Stunden hole ich ein begeistertes Kind wieder ab.

Die Zwischenzeit nutze ich um in der Stadt noch etwas einzukaufen. Die Kinder wissen nun als was sie zu Halloween gehen möchten und ich schaue mal was ich vor Ort bekomme, leider nichts. Das Foto zeigt unser historisches Rathaus und den Gänselieselbrunnen auf dem Marktplatz. 

Zum Abendessen gab es Ofenkohlrabi. Die mag ich gerne und so waren sie weg bevor ich ein Foto machen konnte. Die Reste, Blätter und Schale, bringe ich zu den Nachbarn, die beiden Kaninchen freuen sich immer über frisches Grünzeug. 

Um Viertel vor sieben bin ich wieder mit dem Hund unterwegs. Nun ist die Sonne schon am untergehen und der Mond steht über der Grundschule. Da merkt man dann doch, dass wir keinen Sonmer mehr haben. Aber nur bis morgen, denn da soll es tatsächlich noch wärmer werden. 

Freitag, 5. Oktober 2018

Vorfreude

Vor kurzem hatte ich das Buch „Alles Jersey. Boys only“ in der Bücherei entdeckt, durchgeblättert und ausgeliehen. Es waren einige Schnitte darin die ich interessant fand, aber zu Hause stellte ich schnell fest, sie gehen alle nur bis Größe 128 und sind damit für mich unbrauchbar. Schade eigentlich. In der gleichen Woche entdeckte ich auf mehreren Blogs Rezensionen von „Alles Jersey. Hoodies for Kids“, dort gehen die Schnitte bis Größe 164. Das klang doch schon Mal ganz gut, nun musste ich nur warten ob oder wann unsere Bücherei es anschafft.
So dachte ich zumindest, aber dann bekam ich Post von Petra von pedilu, ich habe das Buch tatsächlich gewonnen. Wenn das kein Grund zur Freude ist, nun muss ich nur noch Zeit zum Nähen finden.


Das war aber nicht der einzige Freugrund diese Woche. Im September habe ich beim Surfen die Planung für ein Nähbloggertreffen in Hamburg entdeckt. So nah dran, da habe ich zum Glück nur kurz überlegt und mich schnell angemeldet. Schnell war sinnvoll, denn trotzdem habe ich zunächst keinen Platz bekommen, zum Glück bin ich noch nachgerückt. Ich bin schon ganz gespannt was mich erwartet.
Diese Woche haben wir eine Liste, mit den den Teilnehmerinnen bekommen und nun klicke ich mich voller Begeisterung durch sämtliche Blogs. Einerseits freue ich mich über Teilnehmerinnen, deren Blogs ich schon länger verfolge, teilweise sogar aus Österreich, andererseits entdecke ich einige neue Blogs, manche kommen sogar hier aus der direkten Umgebung. Das finde ich total interessant, ich bin jetzt schon aufgeregt alle persönlich zu treffen und neugierig was uns erwartet. Bis Mitte November steigt die Aufregung vermutlich ins Unermessliche, ich werde berichten.

Ich wünsche euch allen ein Wochenende voller Freude.

Da ich euch den Buchtitel nenne und euch verrate wo ich es gewonnen habe, ist dieser Beitrag Werbung.
Verlinkt: Freutag

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Hoodie der Zweite

Letzte Woche habe ich euch hier meinen ersten Hoodie gezeigt, den ich letzten Winter genäht habe. Er ist etwas zu lang, gefällt mir ansonsten aber sehr gut und wurde letzten Winter, und jetzt auch schon wieder, gerne getragen. Jeans und Hoodie ist einfach meine Haupt-Alltagskleidung, davon kann man nie genug haben.


Kurz nach der Fertigstellung war ich auf der Nähmesse und entdeckte an einem Stand diese Sweatstoffe. Es gab diverse tolle Farben, jeweils mit oder ohne Sterne. Während die anderen interessierten Käuferinnen am Stand diskutierten, ob diese knalligen Farben für Erwachsene tauglich sind und wenn ja, wie man sie kombinieren kann, hatte ich sofort ein Bild vor Augen. Ich fand die Stoffe passten farblich ganz wunderbar zusammen, da brauchte ich keinen schlichten Stoff zum kombinieren. Nur alles mit Sternen wäre vielleicht doch etwas zuviel des Guten gewesen.


Nur die Tasche aus dem blauen Stoff wäre mir etwas zu wenig gewesen, darum habe ich wieder „Kapuziert“ genäht. Durch die Passe oben kommen beide Stoffe schön zur Geltung. Einzig die Bündchen haben mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, ich hätte gerne den helleren Ton des Hauptstoffes gehabt. Der war aber nicht zu bekommen und im Nachhinein bin ich mit dem Lila sehr zufrieden.


Genäht habe ich den Pulli dann erst Anfang Mai beim Nähcamp an der Thülsfelder Talsperre. Auch dort fand man meine Farbwahl mutig. Zum Glück ist mir das inzwischen völlig egal, mir gefällt sie und so gewagt finde ich sie eigentlich gar nicht. Genäht war der Hoodie zügig und diesmal auch etwas kürzer, allerdings hatten wir dann volle fünf Monate Sommer und er wurde noch nie getragen. Erst heute für die Fotos habe ich ihn wieder angezogen und ab jetzt wird er vermutlich viel getragen, denn ich finde ihn einfach toll.
Ich hoffe er hält einige Zeit, bei der Nähmesse machte der Stoff einem ganz guten Eindruck, doch schon nach der ersten Wäsche stellte ich fest, die Qualität ist anscheinend nicht so gut. Ärgerlich, aber jetzt nicht mehr zu ändern.


Ich habe Schnitt und Stoffe gekauft und bezahlt, aber da ich euch die Marke nenne, ist dieser Beitrag Werbung.
Schnitt: „Kapuziert“ von Leni Pepunkt
Stoff: Nähmesse und Stoff & Stil (Bündchen)
Gehört: Das Rattern vieler Nähmaschinen um mich rum
Verlinkt: Me Made Mittwoch



Sonntag, 30. September 2018

Mein September

Morgen ist der erste Oktober, Zeit für einen Monatsrückblick. Der September war chaotisch und wurde dominiert von einigen Grossereignissen. Die kleinen schönen Momente sind irgendwie untergegangen, sie waren zu flüchtig.


Gefroren (zum Glück nicht, aber wir hatten auch Unmengen an)
Der September begann auf Rügen. Wir haben dieses Jahr, urlaubsbedingt, die Karl May Festspiele verpasst und das fanden die Kinder sehr schade. Ich muss zugeben, ich bin kein großer Karl May Fan und hatte kein Bedürfnis Tickets für einen anderen Termin zu kaufen. Aber ich mag die Störtebecker Festspiele, die Bühne direkt am Bodden, Wolfgang Lippert als Sänger und das Feuerwerk am Schluss. Die Geschichten sind auch recht seicht und nicht jeder Witz ist gut, aber für mich macht die Atmosphäre den Unterschied. Und auch die Kinder waren begeistert und sind hinterher völlig ko ins Bett in der Jugendherberge gefallen. 


Gereist
Wenn wir schon auf Rügen waren, wollten wir nicht am nächsten Morgen gleich wieder zurück. Wir sind Richtung Steilküste gefahren und haben einen wunderschönen Spaziergang gemacht, durch den Wald mit Blick auf die Kreideküste. Vermutlich habt ihr es schon bemerkt, ich bin großer Rügen-Fan und so habe ich auch diesen Kurztrip sehr genossen.


Genäht
Ich war bei meinem zweiten Lillestoff Festival. Das erste war auch spannend und aufregend, aber trotz der vielen Menschen doch etwas einsam. Dieses Mal war, recht kurzfristig, noch eine Freundin mitgefahren und es war einfach nur schön. Wir hatten keine Nähplätze und ich hatte auch nicht damit gerechnet einen zu bekommen. Aber dieses Mal gab es noch welche und so konnten wir am Samstag sogar nähen. Ich hatte zwar nicht viel zugeschnitten, aber zumindest etwas und der Stoff aus dem Goodie Bag wurde auch gleich vernäht. Am Sonntag war ich dann im Hosen Workshop, sehr spannend und ich glaube ich habe tatsächlich eine tragbare Jeans fabriziert. Leider weigert sich meine Maschine ein Knopfloch zu nähen und so ist die Hose immer noch nicht ganz fertig. Nichts desto trotz ein einerseits anstrengendes, andererseits sehr produktives und inspirierendes Wochenende. 


Entdeckt
Meine Tochter war unterwegs und ich hatte meinem Sohn einen schönen Tag, nur wir zwei, versprochen. Er durfte entscheiden was wir machen und rechnete mit Zoo, Indoor Spielplatz, Kino, irgend so etwas. Aber so etwas wollte er alles nicht, was er wollte wusste er allerdings auch nicht. Ich habe ihm einen Hamburgführer in die Hand gedrückt, um ihn zu inspirieren. Und wieder einmal hat er mich verblüfft. Wir waren auf der Elbinsel Kaltehofe, hier wurde früher das Elbwasser gefiltert. Die dafür benötigten Becken und Schieberhäuschen stehen noch, zusätzlich gibt es ein Museum. Alles ist sehr schön gemacht und wirklich sehenswert, mein Sohn und ich waren sehr zufrieden und auch der später einsetzende Regen konnte unsere Stimmung nicht trüben. 


Gesehen 
Mit dem Herbst kam der Herbst. Viel Regen war es nicht, aber doch öfter mal ein spontaner Schauer, der uns einige Male wunderschöne Regenbögen bescherte. Ich liebe sie einfach und stehe mit offenem Mund und Blick nach oben im Regen um sie zu genießen. 


Gestaunt
Gestern wollte mein Sohn gerne mit mir ins Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, dort ist momentan eine Otto Waalkes Ausstellung. Ich wollte eigentlich lieber zur Stoffmesse und so haben wir beschlossen es zu verbinden. Zunächst Bus fahren, Bus fahren und Bus fahren, nach Schnelsen zur Stoffmesse. Das war unerfolgreich, was ich suchte fand ich nicht und es sprang mich auch nichts spontan an. Also zumindest finanziell ein erfolgreicher Besuch, gerade mal 3,90 Euro für ein Falzbein. 
Weiter ging es zum Museum. Ich hätte nicht das dringende Bedürfnis gehabt, die Ausstellung zu sehen. Natürlich kenne ich Otto, quasi schon immer, und einiges finde ich auch mal ganz lustig, aber mit vielen von seinen Witzen kann ich nichts anfangen. Nichtsdestotrotz war die Ausstellung sehr sehenswert. Während mein Sohn größtenteils vor den Bildschirmen stand um sich sämtlich Filme und Folgen der Otto-Shows anzusehen, zog es mich zu den Bildern. Mir war nicht bewusst, dass Otto so gut Malen kann. Die Bilder waren toll, manche  witzig, manche ernst, jedenfalls unheimlich vielseitig. Zwischendurch ein Blick zu meinem Sohn der laut glucksend vor einem Monitor stand. Manchmal macht es auch einfach Spaß zuzusehen, wie stark sich ein Kind, für was auch immer, begeistern kann. Sein Ferientaschengeld hat er für einen Stoffottifanten ausgegeben und vor dem Ausstellungsende im Februar will er noch mindestens einmal hin. 

Wer zwischendurch mal denkt, „huch hatte sie nicht auch eine Tochter, die kommt nie vor“, der hat natürlich Recht. Aber sie ist inzwischen in einem Alter wo sie ungern mitkommt und gerade jetzt im September war sie auch öfter anderweitig unterwegs, gerade dieses Wochenende zur Ferienfreizeit. Darum taucht sie hier einfach seltener auf.
Gelesen oder gehört, habe ich nichts was so gut war, das es hängen geblieben ist, vielleicht nächsten Monat wieder. Nun stehen uns erstmal drei Wochen Ferien bevor. Geplant ist wenig, wir schauen spontan mal worauf wir Lust haben. 

Donnerstag, 27. September 2018

Abschiedsgeschenk

Inzwischen gehe ich schon seit einigen Jahren freitags zum Linedance. Es ist eine ganz tolle Runde und wir haben auch eine ganz liebe Trainerin. Vor kurzem hat sie uns leider mitgeteilt, dass sie die Gruppe abgeben möchte und schon länger nach einem Ersatz sucht. Als wenn das nicht schon traurig genug wäre, ist morgen nun das vorerst (?) letzte Mal Tanzen, denn es hat sich leider kein neuer Trainer oder Trainerin gefunden.


Als kleines Dankeschön, und weil sie vergangene Woche auch noch Geburtstag hatte, wollte ich ihr gerne etwas schenken. Ich weiss, dass sie gerne häkelt und da hatte ich vor kurzem ein praktisches Utensilo entdeckt. Jedenfalls stelle ich es mir praktisch vor und habe darum beschlossen ihr eins zu nähen. Wie ihr bei meinen Projekttaschen schon gesehen habt versuche ich mich gerade im freien Schneiden. Jetzt habe ich den Teppichschnitt ausprobiert und dafür Farben verwendet von denen ich hoffe, dass sie unserer Trainerin gefallen. Erst wollte ich das ganze Utensilo so machen, aber dann wurde es mir tatsächlich zu bunt und ich habe überlegt womit ich es kombinieren kann.


Ich habe mich für Jeans entschieden, die Kombination gefällt mir immer sehr gut. Ich habe verschieden Jeanshosen verwendet und auch frei zugeschnitten. Beim Nähen war ich nicht überzeugt, ob die vielen verschiedenen Streifen am Ende nicht doch zu chaotisch werden, aber ich muss sagen das Endergebnis gefällt mir ausgesprochen gut und ich finde es auch stimmig. Sogar beim Henkel habe ich das Thema durchgezogen, oben zwei Jeansstoffe und unten den pink-bunten Rest der Aussentasche.


Der Boden ist nicht gepatscht, er besteht aus einem Stück Jeans und als Futterstoff habe ich einen lila-weiß gestreiften Blusenstoff verwendet. Weil mir der Jeansstoff schon sehr fest erschien habe ich nur mit Volumenvliess verstärkt, dadurch ist es recht weich, aber doch standfest. Der Henkel ist mit zwei Kamsnaps befestigt, dadurch kann man ihn auch gut aus dem Weg klappen. Die Fächer der Außentasche sind verschieden groß, für Häkelnadeln, Stricknadeln, Schere, Maßband und alles was man noch so gebrauchen könnte. 


Das Training morgen wird bestimmt seltsam, noch habe ich gar nicht realisiert das es wirklich das letzte Mal ist. Ich wünsche mir das wir nicht völlig auseinander fallen, sondern uns alle irgendwoanders weiter über den Weg laufen. Nun hoffe ich das mein Abschiedsgeschenk unserer Trainerin gefällt und sie es im besten Fall auch nutzen kann. 


Ich habe den Schnitt selber entdeckt und bekomme nichts dafür, nenne ihn aber trotzdem, darum ist dieser Beitrag Werbung. 
Stoff: Fundus und Upcycling
Gehört: „Herr aller Dinge“ von Andreas Eschbach

Donnerstag, 20. September 2018

Sommer ade

Heute war der letzte schöne Tag hier, ab morgen soll es deutlich kälter und nasser werden. Das nehme ich mal zum Anlass euch einen Hoodie zu zeigen den ich schon Anfang des Jahres genäht habe. Auch die Fotos sind zeitnah entstanden. Allerdings war ich mit ihnen nicht wirklich zufrieden und habe immer gedacht, ich mache nochmal neue, aber ich habe das Gefühl, das wird nichts mehr, darum zeige ich ihn nun endlich.


Ich hatte im Februar einen Termin, bei dem ich mich nicht schick machen wollte, aber trotzdem ordentlich und warm  angezogen sein. Die Hoodies in meinem Schrank haben ihre beste Zeit schon hinter sich und ich fluchte weil ich in der relativ kurzen Zeit bestimmt keinen neuen, der mir gefällt, mehr finden würde. Ja manchmal stehe ich auf dem Schlauch, aber zum Glück fiel der Groschen noch. Ich brauche gar keinen finden, ich kann mir einfach einen nach meinen Vorstellungen nähen. Ist es nicht einfach toll wenn man diese großartige Möglichkeit hat?


Den Schnitt von Leni Pepunkt hatte ich schon liegen und der schöne Schwalbenstoff war ein Rest von meinem Raglanshirt. Darum musste ich nur noch einen passenden unifarbenen Sweat finden und das ging ausnahmsweise schnell, dieser dunkelblau-melierte sprach mich gleich an. Der Hoodie war zügig genäht, nachdem ich den Schnitt in der Länge angepasst hatte. Leider war ich dabei etwas großzügig und darum ist der Pulli ein bisschen zu lang. Weil ich die Tasche schon aufgenäht hatte, war ein kürzen im Nachhinein schwierig und darum blieb er so. Beim nächsten Mal würde ich auf das absteppen des Saumbündchens verzichten, gerade im Bereich der Tasche wellt es sich stark. Nichtsdestotrotz ein Hoodie den ich im vergangenen Winter schon häufig getragen habe und der bestimmt auch bald wieder zum Einsatz kommt. 


Aus dem restlichen blauen Sweat habe ich gleich meinem Sohn noch einen Hoodie genäht, nachdem sein allererster zu dem Zeitpunkt ständig in der Wäsche war. Die Schwalben wollte er nicht, darum habe ich mit Petrol kombiniert und er hat sich noch einen Plott von Fusselfreies ausgesucht. Mal sehen ob die Hoodies noch passen, schön wäre es, aber ich fürchte wir könnten Pech haben, die langen Hosen konnte ich gerade komplett aussortieren. Er ist über den Sommer ein ordentliches Stück gewachsen. 


Ich habe die Schnitte und die Stoffe gekauft und bezahlt, da ich euch aber die Marken nenne, ist dieser Beitrag Werbung.
Schnitt: "Kapuziert" von Leni Pepunkt und "Mini Zoé & Fynn" von Muckelie
Stoff: Stoff & Stil
Plott: Fusselfreies

Dienstag, 18. September 2018

Aufholjagd


Ich habe es endlich geschafft mit dem 6-Köpfe - 12-Blöcke Quilt weiterzumachen. Der Juliblock hieß Zick Zack und die Anleitung gibt es bei Gesine von Allie and me. Zugeschnitten war der Block schon im August, aber weiter war ich nicht gekommen. Als ich dann zum Lillestoff Festival fuhr, habe ich die Teile eingesteckt. Ich hatte zwar keinen Nähplatz, aber wer weiß was das Wochenende bringt. Natürlich habe ich mich dann geärgert, weil ich nicht mehr zugeschnitten hatte, da ich spontan noch einen Nähplatz bekommen habe.


Aber zumindest diesen Block habe ich genäht, es ging wirklich einfach, man musste nur aufpassen, die farblich passenden Teile an die richtige Stelle zu nähen um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Wie ihr seht ist der Juli Gelb und Grün geworden. Die Stoffe kommen alle aus dem Fundus und der Restekiste, nur die kleinen grünen Fische (auf dem oberen Bild unten in der Mitte) habe ich gekauft. Ich habe sie in einem Stoffladen in München entdeckt und mir als Urlaubsmitbringsel gegönnt. Ich mag diese kleinen Erinnerungen. Farblich fügt sich die Reihe sehr schön an die bisherigen an, ich denke man kann erkennen in welche Richtung es gehen soll.


Ich hoffe ich komme demnächst auch mal dazu den August und September zu nähen, bevor der Oktober veröffentlicht wird. Aber es stehen auch noch ein paar andere Dinge auf der To-Sew-Liste. Zusätzlich hat bei 60 Grad Nord wieder das HerbstHandarbeitsbingo begonnen und natürlich möchte ich soviele Kreuze wie möglich machen. Die ersten Vier habe ich hiermit schon geschafft. Die Blöcke  bestehen aus vielen kleinen Teilen und sind definitiv bunt. Beim Lillestoff Festival war ich nicht nur mit anderen gemeinsam kreativ, sondern wir hatten dabei auch Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen, auch wenn der Kuchen es nicht aufs Foto geschafft hat.


Anleitung: Allie and me
Stoffe: Fundus
Gehört: das Geklapper von unmengen Nähmaschinen

Mittwoch, 12. September 2018

12 von 12

Heute, am 12., machen wieder Blogger von überall her 12 Fotos von ihrem Tag. Gesammelt werden diese bei Caro von Draußen nur Kännchen! und natürlich bin ich gerne dabei.

Erstmal frühstücken ...

... und die Brotdosen der Kinder befüllen.

Es folgt die Runde mit dem Hund. Es ist eindeutig Herbst, kalt, grau, Nieselregen und der Boden voller Eicheln und Pilze.

Es geht an der Streuobstwiese vorbei. Kirschen und Pflaumen sind schon geerntet, nun gibt es Äpfel und dann kommen noch die Walnüsse.

Da ich etwas nähen möchte, muss ich zunächst die Sachen vom Lillestoff Festival ausräumen. Dieses ist meine Ausbeute an Stoffen, beide hatte ich letztes Jahr schon bewundert (obwohl sie so gar nicht in mein Beuteschema passen) und dieses Jahr gab es sie in der Restekiste. Da musste ich natürlich zugreifen.

Nach der ersten Nährunde hänge ich schnell die Wäsche auf, da es immer noch regnet, auf der Veranda.

Zum Mittag gibt es den Rest von gestern, Hühnersuppe.

Nachmittags mache ich mit der Jeans weiter, Taschen und Reissverschluss hatte ich beim Festival schon fertig bekommen und ich habe mir fest vorgenommen sie zügig fertig zu nähen. Dort hat die Zeit nicht gereicht, da ich sie zunächst geheftet hatte um zu sehen, ob es mit der Größe hinkommt. Heute Vormittag hatte ich die Schrittnaht und Seitennähte ordentlich geschlossen und jetzt soll der Bund dran. Vielleicht wäre ich heute sogar fertig geworden, wenn meine Maschine sich nicht geweigert hätte ein Knopfloch zu nähen. Leider weiss ich so gar nicht woran es liegt und muss daher einfach weiter probieren.

Zum Abendessen gibt es Kartoffelpfanne, schwedisch angehaucht, mit Gewürzgurken, Schinken und roten Beten. Ich habe hier mal die Zutaten fotografiert, das Endergebnis ist nicht wirklich fotogen, sehr rosa.

Auf dem Weg mit dem Hund nehme ich das Altglas mit und entsorge es im entsprechenden Container.

Und weil Mittwoch ist fahre ich noch zum Linedance. Als ich beim Vereinsheim ankomme, ist die Sonne schon fast untergegangen.

Radio höre ich inzwischen sehr selten, höchstens mal Nachrichten, sonst eher Podcasts oder Hörbücher. Aber mittwochs auf der Rückfahrt immer Deutschlandfunk, da gibt es Querköpfe. Es geht um Poetry Slam, Comedy und/oder Kabarett. Manchmal ist es nicht so meins, meistens ist es gut und manchmal sogar herausragend.

Nun ist es schon spät und ich werde gleich mal Richtung Bett wandern. Habt eine schöne Zeit.