Donnerstag, 20. September 2018

Sommer ade

Heute war der letzte schöne Tag hier, ab morgen soll es deutlich kälter und nasser werden. Das nehme ich mal zum Anlass euch einen Hoodie zu zeigen den ich schon Anfang des Jahres genäht habe. Auch die Fotos sind zeitnah entstanden. Allerdings war ich mit ihnen nicht wirklich zufrieden und habe immer gedacht, ich mache nochmal neue, aber ich habe das Gefühl, das wird nichts mehr, darum zeige ich ihn nun endlich.


Ich hatte im Februar einen Termin, bei dem ich mich nicht schick machen wollte, aber trotzdem ordentlich und warm  angezogen sein. Die Hoodies in meinem Schrank haben ihre beste Zeit schon hinter sich und ich fluchte weil ich in der relativ kurzen Zeit bestimmt keinen neuen, der mir gefällt, mehr finden würde. Ja manchmal stehe ich auf dem Schlauch, aber zum Glück fiel der Groschen noch. Ich brauche gar keinen finden, ich kann mir einfach einen nach meinen Vorstellungen nähen. Ist es nicht einfach toll wenn man diese großartige Möglichkeit hat?


Den Schnitt von Leni Pepunkt hatte ich schon liegen und der schöne Schwalbenstoff war ein Rest von meinem Raglanshirt. Darum musste ich nur noch einen passenden unifarbenen Sweat finden und das ging ausnahmsweise schnell, dieser dunkelblau-melierte sprach mich gleich an. Der Hoodie war zügig genäht, nachdem ich den Schnitt in der Länge angepasst hatte. Leider war ich dabei etwas großzügig und darum ist der Pulli ein bisschen zu lang. Weil ich die Tasche schon aufgenäht hatte, war ein kürzen im Nachhinein schwierig und darum blieb er so. Beim nächsten Mal würde ich auf das absteppen des Saumbündchens verzichten, gerade im Bereich der Tasche wellt es sich stark. Nichtsdestotrotz ein Hoodie den ich im vergangenen Winter schon häufig getragen habe und der bestimmt auch bald wieder zum Einsatz kommt. 


Aus dem restlichen blauen Sweat habe ich gleich meinem Sohn noch einen Hoodie genäht, nachdem sein allererster zu dem Zeitpunkt ständig in der Wäsche war. Die Schwalben wollte er nicht, darum habe ich mit Petrol kombiniert und er hat sich noch einen Plott von Fusselfreies ausgesucht. Mal sehen ob die Hoodies noch passen, schön wäre es, aber ich fürchte wir könnten Pech haben, die langen Hosen konnte ich gerade komplett aussortieren. Er ist über den Sommer ein ordentliches Stück gewachsen. 


Ich habe die Schnitte und die Stoffe gekauft und bezahlt, da ich euch aber die Marken nenne, ist dieser Beitrag Werbung.
Schnitt: "Kapuziert" von Leni Pepunkt und "Mini Zoé & Fynn" von Muckelie
Stoff: Stoff & Stil
Plott: Fusselfreies

Dienstag, 18. September 2018

Aufholjagd


Ich habe es endlich geschafft mit dem 6-Köpfe - 12-Blöcke Quilt weiterzumachen. Der Juliblock hieß Zick Zack und die Anleitung gibt es bei Gesine von Allie and me. Zugeschnitten war der Block schon im August, aber weiter war ich nicht gekommen. Als ich dann zum Lillestoff Festival fuhr, habe ich die Teile eingesteckt. Ich hatte zwar keinen Nähplatz, aber wer weiß was das Wochenende bringt. Natürlich habe ich mich dann geärgert, weil ich nicht mehr zugeschnitten hatte, da ich spontan noch einen Nähplatz bekommen habe.


Aber zumindest diesen Block habe ich genäht, es ging wirklich einfach, man musste nur aufpassen, die farblich passenden Teile an die richtige Stelle zu nähen um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Wie ihr seht ist der Juli Gelb und Grün geworden. Die Stoffe kommen alle aus dem Fundus und der Restekiste, nur die kleinen grünen Fische (auf dem oberen Bild unten in der Mitte) habe ich gekauft. Ich habe sie in einem Stoffladen in München entdeckt und mir als Urlaubsmitbringsel gegönnt. Ich mag diese kleinen Erinnerungen. Farblich fügt sich die Reihe sehr schön an die bisherigen an, ich denke man kann erkennen in welche Richtung es gehen soll.


Ich hoffe ich komme demnächst auch mal dazu den August und September zu nähen, bevor der Oktober veröffentlicht wird. Aber es stehen auch noch ein paar andere Dinge auf der To-Sew-Liste. Zusätzlich hat bei 60 Grad Nord wieder das HerbstHandarbeitsbingo begonnen und natürlich möchte ich soviele Kreuze wie möglich machen. Die ersten Vier habe ich hiermit schon geschafft. Die Blöcke  bestehen aus vielen kleinen Teilen und sind definitiv bunt. Beim Lillestoff Festival war ich nicht nur mit anderen gemeinsam kreativ, sondern wir hatten dabei auch Kaffee, Tee, Kakao und Kuchen, auch wenn der Kuchen es nicht aufs Foto geschafft hat.


Anleitung: Allie and me
Stoffe: Fundus
Gehört: das Geklapper von unmengen Nähmaschinen

Mittwoch, 12. September 2018

12 von 12

Heute, am 12., machen wieder Blogger von überall her 12 Fotos von ihrem Tag. Gesammelt werden diese bei Caro von Draußen nur Kännchen! und natürlich bin ich gerne dabei.

Erstmal frühstücken ...

... und die Brotdosen der Kinder befüllen.

Es folgt die Runde mit dem Hund. Es ist eindeutig Herbst, kalt, grau, Nieselregen und der Boden voller Eicheln und Pilze.

Es geht an der Streuobstwiese vorbei. Kirschen und Pflaumen sind schon geerntet, nun gibt es Äpfel und dann kommen noch die Walnüsse.

Da ich etwas nähen möchte, muss ich zunächst die Sachen vom Lillestoff Festival ausräumen. Dieses ist meine Ausbeute an Stoffen, beide hatte ich letztes Jahr schon bewundert (obwohl sie so gar nicht in mein Beuteschema passen) und dieses Jahr gab es sie in der Restekiste. Da musste ich natürlich zugreifen.

Nach der ersten Nährunde hänge ich schnell die Wäsche auf, da es immer noch regnet, auf der Veranda.

Zum Mittag gibt es den Rest von gestern, Hühnersuppe.

Nachmittags mache ich mit der Jeans weiter, Taschen und Reissverschluss hatte ich beim Festival schon fertig bekommen und ich habe mir fest vorgenommen sie zügig fertig zu nähen. Dort hat die Zeit nicht gereicht, da ich sie zunächst geheftet hatte um zu sehen, ob es mit der Größe hinkommt. Heute Vormittag hatte ich die Schrittnaht und Seitennähte ordentlich geschlossen und jetzt soll der Bund dran. Vielleicht wäre ich heute sogar fertig geworden, wenn meine Maschine sich nicht geweigert hätte ein Knopfloch zu nähen. Leider weiss ich so gar nicht woran es liegt und muss daher einfach weiter probieren.

Zum Abendessen gibt es Kartoffelpfanne, schwedisch angehaucht, mit Gewürzgurken, Schinken und roten Beten. Ich habe hier mal die Zutaten fotografiert, das Endergebnis ist nicht wirklich fotogen, sehr rosa.

Auf dem Weg mit dem Hund nehme ich das Altglas mit und entsorge es im entsprechenden Container.

Und weil Mittwoch ist fahre ich noch zum Linedance. Als ich beim Vereinsheim ankomme, ist die Sonne schon fast untergegangen.

Radio höre ich inzwischen sehr selten, höchstens mal Nachrichten, sonst eher Podcasts oder Hörbücher. Aber mittwochs auf der Rückfahrt immer Deutschlandfunk, da gibt es Querköpfe. Es geht um Poetry Slam, Comedy und/oder Kabarett. Manchmal ist es nicht so meins, meistens ist es gut und manchmal sogar herausragend.

Nun ist es schon spät und ich werde gleich mal Richtung Bett wandern. Habt eine schöne Zeit.

Freitag, 31. August 2018

Mein August

Nun ist der August schon fast wieder vorbei und damit Zeit für einen weiteren Monatsrückblick. Wie jeden Monat scrolle ich durch meine Fotos und diesmal bin ich völlig verblüfft wie lang der Monat war. Die ersten August Tage sind schon so lange her. Bei fast 40 Grad haben wir geschwitzt und diese Woche war es mit 10 Grad morgens schon richtig Herbst. Es war also wirklich alles dabei.

Ersehnt
Begonnen hat der August mitten in unserem Urlaub. Wie in den meisten Jahren waren wir in den Alpen, dieses Jahr wieder in Oberbayern. Ich liebe es. Wenn die Berge am Horizont auftauchen, bekomme ich Gänsehaut und eine unheimliche Ruhe breitet sich in mir aus. Es fühlt sich an als wäre ich endlich da wo ich hingehöre. Dabei liebe ich Hamburg und Norddeutschland wirklich und fühle mich hier sehr wohl, wenn nur die Berge näher wären. 
Auch dieses Jahr waren wir auf einigen Gipfeln, da war es auch meist kühler, sogar Schnee haben wir noch gefunden. Aber auch München war mal wieder sehenswert und das Schloss Herrenchiemsee hat mich begeistert, besonders die Räume die nicht fertig geworden sind fand ich schön.
Und wie immer war der Urlaub viel zu kurz. 

Gehört
Wenn ich mit den Kindern unterwegs bin hören wir gerne Hörbücher im Auto und ich suche immer nach Ideen. Schon letztes Jahr hatte man mir „die Känguru Chroniken“ empfohlen. Ich habe den Klappentext gelesen, es geht um einen Kleinkünstler bei dem ein kommunistisches Känguru einzieht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das etwas ist, besonders nicht für Grundschulkinder. Dieses Jahr wurde es mir wieder empfohlen. Ich fand auch irgendwie nichts anderes und alle drei Känguru Hörbücher standen in der Bücherei und da habe ich sie ausgeliehen. Und was soll ich euch sagen, die ganze Famile saß Tränen lachend im Auto, sogar mein Mann. Die Kinder haben die CDs inzwischen schon wieder ausgeliehen und hören Sie rauf und runter. Man merkt es, unseren Sinn für Humor hat es voll getroffen und wir warten sehnsüchtig auf den Oktober wo der vierte Teil rauskommen soll. 

Geschwitzt
Zurück daheim musste mein Mann wieder zur Arbeit und die Kinder waren mit meinen Schwiegereltern unterwegs. Eine ganze Woche nur für mich und das habe ich voll ausgekostet. Ausgeschlafen, in Ruhe gefrühstückt und dabei überlegt was ich dabei spontan unternehmen könnte. Das Musical „Kinky Boots“ wollte ich schon länger sehen und nun habe ich es getan. Nachmittags nach Hamburg gefahren, bei 35 Grad etwas gebummelt und später auf die Reeperbahn und dort ins Theater. Mit dem Musical habe ich mich zunächst etwas schwer getan, die Musik war nicht ganz meins und die Geschichte etwas flach, aber das Finale hat es rausgerissen, das war spitze. 
Traumhaft fand ich es hinterher, nach 22 Uhr auf die Straße zu gehen, immer noch 28 Grad. Mitten in der Woche sind Unmengen Menschen unterwegs und es ist eine ganz spezielle, gelöste Stimmung. Ich lasse mich Treiben und schaue und höre mir bei Planten un Blomen noch die Wasserlichtspiele an. Das habe ich schon viele Jahre nicht getan und trotz der Menschenmassen war es einfach wunderschön. Hinterher ging es langsam zurück Heim. Aber dieser ganz besondere Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. 

Gefeiert
Drei Tage später blättere ich die Veranstaltungstipps in der Zeitung durch und entdecke für den gleichen Abend ein Konzert „der Sterne“. Der Name kommt mir bekannt vor und richtig, kurzes googeln ergibt, Frau Jule hat schon öfter über „die Sterne" berichtet. Ich höre bei YouTube noch einmal rein und die Musik gefällt mir. Aber als ich nach Tickets schaue ist es ausverkauft, zum Glück gibt es die Kleinanzeigen und jemanden der leider verhindert ist. 
So fahre ich abends wieder Richtung Reeperbahn, denn dort, in einem Zelt, findet das Konzert statt. Manchmal passt einfach alles, die Musik war toll, nette Leute kennengelernt, super Stimmung, einfach nur Wow.


Entdeckt
Letzten Sonntag auf dem Flohmarkt habe ich dieses kleine Schätzchen entdeckt. Bisher hatte ich es nicht so mit alten Nähmaschinen, aber diese gefiel mir. Alleine die Farbe und die Größe, ich bin einige Male um den Stand herumgeschlichen und zum Schluss habe ich zugeschlagen. Noch bin ich nicht zum ausprobieren gekommen, aber sie ist voll funktionsfähig. 


Gelesen
Nachdem ich alles andere von Ursula Poznanski gelesen hatte, blieb diese Trilogie übrig. Science Fiction ist nicht so meins, aber da alle anderen Bücher von ihr gut waren, habe ich sie ausgeliehen und mit in den Urlaub genommen. Wie immer waren sie sehr spannend und gut zu lesen, aber auch erschreckend wie es mit unserer Welt weitergehen könnte.


Gekauft
Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, hat Dawanda zugemacht. Das finde ich wirklich Schade, ich habe gerne dort gekauft. Glücklicherweise fiel mir rechtzeitig ein, dass ich noch einen Gutschein liegen hatte. Erst wollte ich Stoff kaufen, aber ich erinnerte mich, dass seit langem Ohrstecker auf meinem Wunschzettel stehen und sie nie jemand gekauft hat. Diesen Wunsch habe ich mir nun selber erfüllt, Walrösser sind meine absoluten Lieblingstiere und diese Ohrstecker sind genau meins, ganz schlicht und trotzdem was ganz besonderes. 


Was für ein Monat und genauso aufregend geht es weiter, morgen fahren wir nach Rügen, die Störtebecker Festspiele anschauen und nächste Woche ist schon das Lillestoff Festival (noch jemand dort?) und danach wird es vielleicht mal etwas ruhiger. 

Dieser Freumonat wandert zum Freutag.

Dienstag, 28. August 2018

Ordnung

Ich habe letzte Woche endlich begonnen meine Juliblöcke vom 6 Köpfe - 12 Blöcke Projekt zuzuschneiden. Aber zum Nähen bin ich dann leider nicht mehr gekommen. Die kleinen Teile flogen hier rum und ich war noch am überlegen wie ich sie am besten vom Verschwinden abhalten könnte.


Zeitgleich begann auf dem Bernina Blog eine neue Challange. Sie ist zwar ausdrücklich nicht für Anfänger geeignet, aber ich fand sie einfach zu interessant. Ich hatte aus der Bücherei schonmal ein Buch mit Hundertwasserquilts und war völlig fasziniert. Die Anleitungen waren aber sehr aufwändig und auch nicht so verständlich. Darum habe ich beschlossen bei Bernina einfach mal mitzumachen, mehr als schiefgehen kann es nicht. 
Es fing mit einer einfachen Übung zum freien Schneiden an und ich habe gleich mal in die Restekiste gegriffen. Ohne Vorauswahl habe ich völlig chaotisch von allen Stücken die groß genug waren einen Streifen abgeschnitten und zusammengenäht. Meine Schnitte waren sehr gerade und es funktionierte problemlos. Aber was tun mit dem gestreiften Stoffstück?


Damit sind wir wieder beim Anfang, mein Blick fiel auf die Stoffstücke und ich beschloss eine Projekttasche zu nähen. Dafür habe ich ein Sandwich aus dem Streifenstück, Thermolam und einem Stück Bettbezug gemacht und alles in unregelmäßigen Streifen gequiltet. Für die Vorderseite habe ich ein Stück Plastiktischdecke verwendet und oben einen weiteren Streifen Reststoff genutzt. Sogar der Reißverschluss ist gebraucht, ich habe von einer Bekannten mal einige bekommen, die sie irgendwo herausgetrennt hatte. Aus dem Reststoff habe ich auch das Binding geschnitten und damit beide Seiten verbunden. Es ist etwas schmal geraten, aber die Tasche erfüllt ihren Zweck. 


Weil es so gut geklappt hat dachte ich mir ich nähe gleich noch eine, der Augustblock wartet auch auf den Zuschnitt. Diesmal habe ich welliger zugeschnitten, auch das hat erstaunlich gut funktioniert, die letzten Beulen waren nach dem Bügeln auch weg. Leider lief danach alles schief. Ich wollte endlich mal meinen Freihand-Nähfuss ausprobieren und habe das auch durchgezogen. Leider hat es von Anfang an nicht funktioniert. Ich musste unheimlich viel Kraft aufwenden um den Stoff überhaupt zu bewegen, ein annähernd gleichmäßiges Nähen war nicht möglich. Und wenn ich über eine Naht nähen wollte, musste ich so reissen, das ich Angst hatte der Stoff geht kaputt. Man sieht es sehr gut, es ist nichts geworden. 


Trotzdem habe ich es zurechtgeschnitten und eine weitere Projekttasche daraus genäht. Auch sie wird ihren Zweck erfüllen und es wäre Schade um die Arbeit. Und wenn der Wurm erstmal drin ist geht es natürlich so weiter. Die andere Seite wollte auch nicht so wie ich, einmal habe ich getrennt, aber nochmal hätte die Tischdecke wohl nicht mitgemacht, bleibt so. Das Binding habe ich diesmal breiter zugeschnitten, habe es aber anscheinend übertrieben, es ist deutlich zu breit geworden. Diese Projekttasche bleibt dann vermutlich eher zu Hause.
Bei Bernina gibt es nun schon die nächste Wochenaufgabe, mal sehen was daraus wird wenn ich dazu komme. Eins weiß ich jedenfalls, was auch immer es wird, mit dem Freihand-Fuß wird es nicht gequiltet.


Schnitt: keiner, einfach so zurecht geschnitten wie es passte
Stoff: Restekiste
Gehört: „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

Dienstag, 21. August 2018

Schulstart

Schnitte und Stoffe habe ich selber gekauft und bekomme auch sonst keine Vergünstigungen dafür das ich sie hier nenne, trotzdem ist es Werbung. 

Heute waren hier die Einschulungen an den weiterführenden Schulen, meine Tochter war um 15 Uhr dran. Eigentlich eine ganz praktische Zeit, ich brauchte den Kleinen nicht von der Schule befreien. Dafür war genug Zeit um die Aufregung ins unermessliche zu steigern. Irgendwann war es dann aber soweit und wir haben uns auf den Weg gemacht, die Reden über uns ergehen lassen, die Darbietungen genossen (waren echt gut) und dann bei Kaffee und Kuchen die erste Schulstunde abgewartet. Hinterher waren wir noch schön Essen und haben uns den Stundenplan und die ersten Elternbriefe angesehen.


Zum Schulwechsel gab es einen neuen Schulrucksack und ich wollte auch eine Federtasche kaufen, aber meine Tochter wollte lieber eine Selbstgenähte. So Sätze höre ich von ihr selten, darum habe ich mich gleich dankbar an die Arbeit gemacht. Die Tasche sollte so groß werden, dass endlich mal alles hinein passt. Auf der Suche nach einem Schnitt bin ich bei Vicky von Pattydoo gelandet, kurze Rückfrage, ja der gefiel auch meiner Tochter. 


Die Stoffe hatte sie sich schon vorher aus meinem Fundus ausgesucht, es sollte unbedingt der Weltraumstoff sein, den ich für mein Sitzkissen verwendet hatte. Dazu wollte sie gerne Jeans, zum Glück hatte ich noch ein altes Hosenbein da. Gefüttert habe ich die Tasche mit lila Wachstuch im Leinenlook, auch ein Rest der noch da lag. Als Reißverschluss wollte ich eigentlich Endlosware verwenden, aber dann fiel mir dieser sehr schön breite Reißverschluss in die Hände. Ich hatte ihn eigentlich für eine Sweatjacke gekauft und dann festgestellt das er nicht teilbar war. Aber hierfür war er genau richtig, auch wenn ich ihn stark kürzen musste. Sogar Webband hatte ich noch, mit Planeten drauf, manchmal passt einfach alles. 


Eine Unterteilung war im Schnitt nicht vorgesehen und so habe ich einfach Stoff-Jeans-Stoff zusammen genäht und dann erst das Schnittmuster aufgelegt und ausgeschnitten.
Die Tasche gefällt meiner Tochter sehr gut und es gingen auch alle benötigten Dinge hinein, Ziel erfüllt.
Zusätzlich habe ich beschlossen ihr als Überraschung eine kleine Schultüte zu nähen. Als sie in die erste Klasse eingeschult wurde habe ich noch nicht genäht und so gab es dort nur eine gebastelte. Eine Anleitung habe ich bei Mommymade gefunden, eigentlich habe ich Nähvideos nicht so gerne, aber dieses fand ich gut. 


Auch hier habe ich Stoffe aus dem Fundus verwendet, in den Lieblingsfarben meiner Tochter. Ich habe sogar noch einen Rest rosa-karierte Rüsche gefunden, passte perfekt. Den Namen und die Klasse habe ich mit dem Plotter ausgeschnitten und aufgebügelt. Ich habe all die kleinen Reste verwendet, die bei anderen Projekten übrig geblieben sind, einige auch glitzernd. 


Meine Tochter hatte tatsächlich nicht mit einer Schultüte gerechnet und hat sich unheimlich gefreut. Es hat Spaß gemacht ihr beim Strahlen zuzusehen, vorher und beim auspacken dann natürlich auch. Gefüllt war die Tüte hauptsächlich mit Süßigkeiten, es war aber auch ein kleines Kuscheltier und eine Armbanduhr darin. Nun bekommen wir jede Minute die Zeit angesagt, schön wenn sich jemand so freut. 


Zusätzlich gab es auch gleich noch ein Video um ein Kissen als Füllung zu nähen. Ich wusste das meine Tochter von der Idee begeistert sein würde und darum habe ich das Kissen gleich mit genäht. Ich habe weiße Bettwäsche verwendet, die ich mal von meiner Schwigermutter bekommen habe. 
Gleich nachdem die Schultüte geleert war, kam das Kissen auch schon zum Einsatz. Ein rundum gelungener Tag, der auch beiden Kindern gut gefallen hat, so soll es sein. Nun bin ich gespannt wie es morgen und in den nächsten Tagen weitergeht, eine aufregende Zeit.


Schnitte: Vicky von Pattydoo und Schnitt gebastelt nach Mommymade
Stoff Vicky: Stoff und Stil
Stoff Schultüte: Fundus
Gehört: „Gehetzt“ von Kevin Hearne und „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde
Verlinkt: Creadienstag und Dienstagsdinge

Donnerstag, 16. August 2018

Greifvögel

Ich habe den Schnitt und den Stoff gekauft und bezahlt, da ich euch aber die Marken nenne, ist dieser Beitrag Werbung.

Kurz vor unserem Urlaub war ich noch bei Stoff & Stil, ich brauchte nichts, aber hatte ausnahmsweise Zeit übrig. Im Sale-Regal entdeckte ich diesen Jersey mit den Greifvögeln, für nur 7 Euro pro Meter, da musste ich nicht lange überlegen. Ich dachte zunächst an meinen Sohn, ich fand die Farben großartig, war mir aber nicht sicher ob sie ihm auch gefallen würden. Darum habe ich kurzerhand etwas mehr mitgenommen, falls ihm der Stoff nicht gefällt, würde es für mich reichen. Wie man sieht, war er nicht überzeugt und wollte kein Shirt daraus. 


Darum kam ich auf die wahnsinnige Idee direkt vor unserem Urlaub schnell noch ein Shirt zu nähen. Dummerweise habe ich immer noch kein „bewährtes“ Schnittmuster auf das ich zurück greifen kann und habe mich daher für eins entschieden, welches ich längst ausprobieren wollte. Es ist der Schnitt ShirtBOX von Elle Puls, er ist speziell für lange Frauen, mit vielen Anpassungsmöglichkeiten. Ich habe mich auch brav vermessen, aber irgendwie bekam ich meine Maße nicht mit den Tabellen vereint. Gekaufte Shirts trage ich in Größe 42 oder 44, nach den Tabellen lag ich bei 48 oder auch noch darüber, aber größer ging der Schnitt nicht. Da mir die Zeit weglief, habe ich mich dafür entschieden Größe 46 zu nähen.


Diese Entscheidung war gut, noch enger dürfte es nicht sein, aber so finde ich es okay. Die Länge habe ich diesmal nicht angepasst, da der Schnitt schon für lange Frauen ausgelegt war. Die Körperlänge ist auch in Ordnung, ich konnt den Saum großzügig umnähen. Allerdings wirft es am Oberkörper ein paar Falten, vielleicht hätte ich in diesem Bereich doch etwas verlängern sollen. 
Am Hals habe ich ein schmales weinrotes Bündchen gewählt, alle Säume einfach mit der Zwillingsnadel gesäumt. Ich hätte mir weinrotes Garn gewünscht, hatte ich aber nicht, darum in Orange. Ich glaube nicht. dass es jemandem auffällt. 


Als es fertig war, kam es gleich in den Koffer und fuhr mit nach Oberbayern. Dort habe ich es das erste Mal getragen und dabei sind auch die Fotos entstanden. Ich finde das Shirt einfach toll und ich liebe die Farben. Der Schnitt wird auch definitiv noch eine Chance bekommen, mir gefällt besonders der Runde Saum und auch der Ausschnitt hat eine schöne Größe. 
Und ihr dürft raten, wer das Shirt sah und nun auch unbedingt eins möchte. Nun kann ich schauen ob ich aus dem Rest noch eins in Größe 146 raus bekomme, aber ich bin guter Dinge. 


Und noch eine kleine Freude die ich mit euch teilen möchte, heute morgen kam ich an der Büchertauschzelle bei uns im Ort vorbei und da entdeckte ich diese tolle Zeitschrift. Ich musste sie natürlich mitnehmen und habe sie zuhause auch gleich durchgeblättert, es sind einige tolle Stofftiere drin. Beide Kinder sind auch begeistert und haben gleich mal eine Wunschliste angefangen. Manchmal muss man einfach Glück haben. Vielen Dank an den unbekannten Hineinsteller.

Schnitt: ShirtBOX von Elle Puls
Stoff: Stoff & Stil
Gehört: "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer

Sonntag, 12. August 2018

12 von 12

Und schon haben wir den 12. August. Leider habe ich nur ab und an daran gedacht Fotos zu machen und so müsst ihr auch mit ein paar Fotos von den weniger interessanten Momenten vorlieb nehmen. Wer sich fragt worum es geht, oder noch mehr Fotos von anderen Bloggern sehen möchte, kann sich bei Caro von Draußen nur Kännchen! umschauen.

Mein Tag beginnt unterwegs. Ich war gestern Abend in Hamburg bei einem grossartigen Konzert der Sterne. Und weil das ganze in der Nähe der Reeperbahn stattfand bin ich über selbige, vor der Heimfahrt, auch noch gebummelt. Zu Hause angekommen habe ich mir noch einmal den Hund geschnappt, damit ich er mich nicht früh morgens weckt. Und weil der Himmel klar war und Sternschnuppen angesagt, tapste ich mit Kopf im Nacken meines Weges. Und was soll ich sagen es hat sich gelohnt, ich habe zumindest eine gesehen, ich liebe Sternschnuppen. Auf dem Foto erkennt ihr nichts, weder Schnuppen noch Sterne, dafür ist eine Handykamera nicht gemacht, aber vielleicht könnt ihr es euch vorstellen.

Die Kinder sind noch bis morgen mit meinen Schwiegereltern unterwegs, mein Mann arbeitet, ich konnte also in aller Ruhe ausschlafen, mit dem Hund zum Bäcker gehen und mir zwei Brötchen holen, auch mal nett. Hinterher bin ich zum Flohmarkt gefahren, an Fotos habe ich leider immer noch nicht gedacht, aber zumindest meine Ausbeute habe ich euch fotografiert, zwei Patchwork-Zeitschriften und ein Stück Baumwolle. Nicht gerade viel, aber zumindest etwas.

Auf dem Rückweg vom Flohmarkt habe ich bei einem nahegelegenen Kartoffelfest gehalten. Gut das wir in letzter Zeit so wenig Regen hatten, ansonsten wäre das Parken auf dem Stoppelfeld bestimmt interessant geworden.

Man konnte viele alte Trecker bewundern und auch Rundfahrten machen. Ausserdem gab es noch Pflanzen, Obst, Gemüse, Honig, Handarbeiten, ... Aber irgendwie brauchte ich gar nichts. Das schont den Geldbeutel. Der Aufenthalt wurde noch etwas länger, da ich ein paar Bekannte traf und wir uns bei lecker Kartoffelpuffern festgequatscht haben.

Endlich wieder zu Hause wartete der Hund sehnsüchtig und so habe wir eine ganz große Runde durch unseren Kurpark gemacht. Dieses ist der Salzteich, der heisst nur so und ist es nicht.

Hier wollte ich im Januar auch schon längs laufen, dass ging aber nicht, weil der Fluss den kompletten Weg überschwemmt hatte, nun ist kaum noch Wasser drin. Man kann sich schon gar nicht mehr vorstellen wie es war, als die Bäume alle im Wasser standen.

Abendessen für mich alleine, da gab es was schnelles, simples, ein Eiercurry mit Reis.

Beim Blumengießen entdecke ich einen Untermieter in meinem Oregano. Wie niedlich, er darf bleiben.

Morgen wird der Restmüll abgeholt, also die Tonne an die Straße fahren.

Die Auswahl aus der Bücherei die ich hier noch liegen habe. Heute gibt es eine Komödie, aber welche, ganz platt oder mit Hintergrund? Ich entscheide mich für ganz platt, das passt irgendwie zu meiner Stimmung und bin positiv überrascht, den Film konnte man sich gut angucken.

Weil ich nach dem Essen keine Kinder ins Bett bringen musste und auch sonst nichts, ist es noch sehr früh als der Film vorbei ist. Eigentlich müsste der Hund jetzt nicht schon wieder raus, aber wir haben uns das so angwöhnt, wenn der Fernseher ausgeht geht es noch einmal ganz kurz raus, nur schnell lüften.

Und nun wartet mein Buch auf mich, extrem spannend.

Und bei Euch?