Freitag, 7. Dezember 2018

Adventskalender-Herzen

Heute ist der siebte Dezember und damit mein Tag bei unserem Adventskalender. Wir, das sind 25 Frauen hier aus der Region und jeder hat 24 ähnliche Geschenke gemacht. Anschliessend haben wir uns zu einem leckeren Essen getroffen und getauscht, so dass nun jeder 24 unterschiedliche Päckchen hat.


Ich wusste schon sehr früh was ich nähen möchte und habe zum Glück auch rechtzeitig angefangen. Denn diese hübschen kleinen Mug Rugs von Allie & me sind nicht schnell genäht. Darum habe ich schon Ende September angefangen zwischendurch immer mal einen zu nähen.


Lange hatte ich überlegt welche Farben ich nehmen soll. Aber egal wie ich mich entschieden hätte, es hätte immer jemandem gefallen und jemand anders hätte es nicht schön gefunden. Darum habe ich beschlossen, einfach in die Stoffkiste zu greifen und diverse verschiedene zu nähen. Eigentlich sollte für jeden der richtige dabei sein, nur ob jeder auch das richtige Päckchen erwischt hat, lag nicht in meiner Hand.


Für die Rückseiten habe ich einige festere Stoffe genommen, die ich liegen hatte und die farblich ganz gut passten. Den Stoff mit den Briefmarken und den Stempeln hatte ich mal geschenkt bekommen und ich fand er passte hier sehr schön. Der braune Stoff scheint ein Hosenstoff zu sein, keine Ahnung wie der in die Kiste kam. Für einige habe ich einfach Jeans verwendet, das ist mir immer die liebste Kombination. Gefüttert habe ich sie mit Thermolam, dann machen auch heiße Getränke keine Schwierigkeiten.


Eigentlich wollte ich die Herzen am Schluss nochmal absteppen und damit auch die Wendeöffnung schließen. Aber dann fand ich die Herzen so schön und hätte die Naht als störend empfunden. Darum habe ich mich daran gemacht und die Wendeöffnungen mit der Hand geschlossen. Zwischendurch habe ich ganz schön geflucht und die Entscheidung bereut, aber als alle fertig gewesen sind, war ich froh. Sie sehen einfach hübscher aus ohne Naht.


Als es an das Verpacken ging hatte ich die nächste fragwürdige Idee. Ich habe Packpapier genommen, an drei Seiten zu genäht, das Herz hinein geschoben und die letzte Seite geschlossen. Die fertigen Päckchen gefielen mir, schnell war allerdings wieder anders. Aber ich bin noch rechtzeitig fertig geworden. Das überschüssige Papier habe ich mit der Zackenschere abgeschnitten und dann fehlte noch die Nummer. Da hatte ich im Internet mal Adventskalenderzahlen entdeckt, bei „Das verfuchste Klassenzimmer“, und habe sie mit einem Nordpol Poststempel kombiniert. Den gibt es bei "Grimmskram", allerdings habe ich nur einen Teil des Bildes verwendet. Einpacken ist sonst nicht meine Stärke, aber diese Päckchen finde ich wunderschön und sie sind auch gut angekommen, der Inhalt natürlich auch.


Und wer noch wissen möchte, was die anderen so gemacht haben, hier mal eine kleine Collage. Es gab bisher Pralinen, Bratapfelzucker, Kerzen, Plätzchen, einen Loop, Tee, eine Schneemannleuchte und Harissa. Und nun warte ich gespannt auf morgen früh. So ein Adventskalender ist schon was tolles.


Ich bekomme keinerlei Geld oder Vergünstigungen, trotzdem verlinke ich euch meine Quellen und darum ist dieser Post Werbung.
Anleitung: Allie & me
Stoff: Fundus

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Meine Jeans

Nun kommt endlich der Post, der häufig angekündigt wurde. Schon im Mai habe ich mir eine Karte für das Lillestoff Festival gesichert. Weil es zunächst keine Nähplätze mehr gab, habe ich mich für den Jeans Workshop angemeldet. Und ich hatte von Anfang an Respekt vor meiner eigenen Entscheidung. Aber eins wusste ich, wenn ich schon eine Jeans nähe, dann aber auch richtig, mit allem was dazu gehört.


Ende August habe ich dann den Schnitt und die Materialempfehlung bekommen und war Einkaufen. Einen Stoff mit dem richtigen Elasthananteil fand ich bei Stoff & Stil, auch die Farbe sagte mir zu und so wurde er, mit diversem Zubehör, gekauft. Am meisten Bammel hatte ich vor dem Zuschnitt. Nach dem genauen Vermessen erstmal die Fage, welche Größe? Zu klein wäre auch doof gewesen, darum habe ich mich dann für die 46 entschieden. Nächster Schritt war das verlängern der meisten Schnitteile. Endgültig zugeschnitten habe ich dann erst wenige Tage vor dem Workshop.


Schnitt und Workshop sind von „The couture“. Einige Teilnehmer haben auch andere Hosen genäht, aber soviel habe ich davon nicht mitbekommen, ich war stark mit mir und meiner Hose beschäftigt. Weil ich wegen der Größe so unsicher war, habe ich zunächst alles geheftet, um den Sitz zu überprüfen. Sie saß sehr gut, die Beine fand ich sehr eng, aber man hat mir versichert, das gehört so. Da ich hauptsächlich Bootcut-Jeans trage habe ich mich mal darauf verlassen. Also wieder auftrennen und ordentlich zusammen nähen.


Auf die Kappnähte habe ich verzichtet, eigentlich wollte ich die Innenbeinnaht noch Absteppen, aber das habe ich irgendwie vergessen. Schwierig fand ich das Nähen des Vorderteils mit dem Reißverschluss. Dummerweise ist mir beim Versäubern auch ein Loch hineingeraten. Es verschwindet fast völlig in der Nahtzugabe, aber etwas sieht man die Stelle leider. Als Vorder- und Hinterhose soweit fertig waren, war der Tag auch rum. Aber das schwierigste hatte ich damit geschafft.


Ich habe es dann tatsächlich geschaffft mich zu Hause zeitnah hinzusetzten und die Hose fertig zu nähen. Es tauchten keine größeren Probleme auf. Nur beim absteppen des Bundes wehrte sich die Nähmaschine. Der Unterfaden machte was er wollte, die Naht sollte man sich von innen keinesfalls genauer ansehen, zum Glück ist sie von außen hübsch. Dann fehlte nur noch das Knopfloch und damit wurde sie fast zum Ufo. Ich hatte schon Knopflöcher mit meiner Maschine genäht, aber nun weigerte sie sich, nichts ging. Ich glaube die Maschine sollte mal zur Inspektion, aber dafür war gerade keine Zeit.


Ich weiß das man auch ohne Knopflochautomatik ein Knopfloch nähen kann, aber mein erster Versuch war sehr unansehnlich. Und ich hatte Angst die Jeans im letzten Momemt noch zu versauen. Zum Nähbloggertreffen wollte ich die Hose aber unbedingt tragen und so habe ich sie einer Bekannten mitgegeben und sie hat mir ein Knopfloch genäht. Vielen Dank dafür. Der Knopf war dann zügig angebracht und endlich war sie fertig.


Inzwischen habe ich sie zwei Tage getragen, die Beine sind tatsächlich nicht zu eng. Durch das Tragen hat sich die Hose auch noch einen Tick geweitet. Für das Oberteil war das nicht optimal, das ist nun ein bisschen zu weit, aber mit Gürtel geht es. Und fürs nächste Mal weiß ich jetzt wo ich es ändern müsste. Insgesamt war ich erstaunt wie einfach das Nähen ging. Ganz einfach Schritt für Schritt, wie bei anderen Projekten auch. Eigentlich logisch, aber irgendwie fühlt es sich wie eine enorm große Aufgabe an, wenn man davor steht.


Und wer sich fragt wo die Farbe ist, ihr habt natürlich recht, als wenn ich irgendwas einfarbiges nähen würde. Als Taschenfutter habe ich die Reste von meiner PUHmphose verwendet. Für den Alltag sind die Taschen etwas klein, die müssen beim nächsten mal größer werden. Aber nichtsdestotrotz bin ich sehr Stolz auf meine erste Jeans und ich hoffe ich schiebe die nächste nicht allzu lange vor mir her.

Ich erhalte keinerlei Vergütungen, trotzdem nenne ich ich Schnitthersteller und Bezugsquellen, darum ist dieser Post Werbung.
Schnitt: Skinnyjeans von „The couture“
Stoff: Stoff & Stil
Fotos: Holger Scheb (Heibchenweise)
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Freitag, 30. November 2018

Mein November

Ich kann es kaum glauben dass der November schon vorbei sein soll. Selten geht ein Monat dermaßen schnell vorbei und morgen ist tatsächlich schon Dezember. Der Geburtstag meiner Tochter war nett, sie wünschte sich einen Dom Besuch und vorher ins Museum für Kunst und Gewerbe zur Ottoaustellung, ein rundum gelungener Nachmittag. Mein eigener Geburtstag ist dann irgendwie untergegangen, er fiel genau auf das Nähbloggertreffen, aber das wusste zum Glück niemand.


Gehört
Der November begann mit einem sehr schönen Konzert der Band Hafennacht eV. Ich war schon häufig auf Hafennacht Konzerten, dieses Mal war das Ambiente besonders schön. In dem Saal gab es keine Bühne und damit auch keine Bühnenbeleuchtung, so wurde einfach das Deckenlicht gedimmt und neben den Musikern standen große Kerzenständer. Schade das nur so wenig Leute da waren, sie haben etwas verpasst.


Getanzt
Und wie... Es war mal wieder Linedance Marathon. Linedance von um 10 Uhr morgens bis 22 Uhr, immer ein Highlight meines Tanzjahres. Auch wenn ich von den circa 135 Tänzen nur 50 Tänze Tanzen konnte. Es macht einfach nur Spaß. Um den Überblick zu behalten, wieviele Tänze man schon getanzt hat, gab es diese kleinen Gummibänder, eins pro Tanz, 10 konnte man dann gegen ein Armband eintauschen.


Genossen
Vom Nähbloggertreffen habe ich euch gestern schon berichtet. Es war unheimlich bereichernd, ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und einiges gelernt. Das ganze Wochenende war Adrenalin pur, das habe ich erst in der Bahn auf dem Rückweg am Sontag bemerkt, da war plötzlich sämtlich Energie weg und ich nur noch ko.


Gekauft
Eigentlich dachte ich, ich könnte euch hier von einem weiteren tollen Komzert berichten, aber es kam anders. Den Namen Adam Angst hatte ich, mal wieder, bei Frau Jule gelesen. Schon öfter habe ich dort gute Musiktipps bekommen, also kurz bei YouTube mal reingehört und es gefiel mir. Als ich sah das die Band Ende November in Hamburg auftreten würde, habe ich mir gleich ein Ticket besorgt. Wie Konzerte so sind war es voll, eng und laut. Das muss so sein, aber leider war es einfach zu laut. Es war nicht nur schmerzhaft, sondern man hat auch von der schönen Musik und den Texten viel zu wenige mitbekommen. Es war schade darum, aber ich habe mir dann eine CD gekauft und kann nun endlich die Musik genießen.

Das war mein November, heute habe ich nun endlich etwas Weihnachtsdeko angebracht und den Kindern ihre Adventskalender aufgehängt. Sie waren schon in Sorge, ob da welche kommen, aber ich war vorher einfach nicht dazugekommen. Auch mein Kalender steht nun und wartet auf morgen früh. Habt eine schöne Adventszeit und lasst euch nicht stressen.

Verlinkt: Freutag

Donnerstag, 29. November 2018

Finale

Dieser Post wartet schon länger darauf geschrieben zu werden. Eigentlich war das Finale des November-Wetter-Sew-Along von Frau Küstensocke schon am 19. November und meine Jacke war auch fertig, aber ich habe auf die Fotos gewartet. Denn heute gibt es hier eine Premiere, aber besser ich fange mal von vorne an.


Ich hatte mich für das Nähbloggertreffen in Hamburg angemeldet, welches Antje und Tanja organisiert haben. Ich habe inzwischen schon einige Näherinnen kennengelernt, hier durch den Blog, bei Nähcamps oder auch beim Lillestoff Festival. Aber diese Runde beim Nähbloggertreffen war eine komplett andere. Die meisten Nähen schon deutlich länger und wesentlich professioneller als ich. Von EBooks hielten die meisten wenig und auch Jersey oder Sweat werden, wie ich aus den Gesprächen heraus hörte, weniger vernäht. Die Gemeinsamkeiten waren also relativ gering.


Trotzdem, oder deswegen, war das Wochenende unheimlich schön und bereichernd. Ich habe die Chance genutzt und mich immer mal wieder zu anderen Leuten gesetzt, um möglichst viele Blogger kennenzulernen. Dadurch habe ich viele interessante Gespräche geführt und viele nette Menschen kennengelernt. Am Samstag gab es einen Fotoworkshop, bei dem ich sehr vielen Lernen konnte, mal sehen was davon ich umsetzen kann. Einen neuen Mann werde ich mir für bessere Fotos eher nicht anschaffen, aber vielleicht überzeuge ich eins der Kinder in die Fotografie, als Hobby tiefer einzusteigen.


Am Sonntag gab es nach einem Fischmarktbesuch, ein grandioses türkisches Frühstücksbüffet. Während wir noch am Essen waren baute Herr Heibchenweise sein Fotoequipment auf. Jeder der wollte konnte sich ablichten lassen. Natürlich wollte ich nicht. Aber so eine Chance kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Darum bin ich über meinen Schatten gesprungen und daher gibt es heute zum ersten Mal auf diesem Blog Fotos mit Kopf. Ich habe mir auch die Fotos der anderen Teilnehmerinnen angesehen und bin begeistert was für tolle Aufnahmen entstanden sind. Wenn das Modell derart verkrampft ist, ist es natürlich schwieriger, aber ich bin trotzdem zufrieden.


Meine Minna hat mir gute Dienste geleistet, sie ist schlicht und schön und trägt sich sehr angenehm. Nach dem begutachten der Masstabelle habe ich eine Größe größer als Kaufgröße genäht, das wäre vielleicht gar nicht nötig gewesen. Aber sie ist nicht viel zu groß, so hat man die Möglichkeit noch etwas dickeres darunter zuziehen. Die Geschichte meiner Strickjacke begann hier im Oktober und hier beim Bingo habe ich etwas über die kleine Stickerei geschrieben.


Und damit geht der Sew Along zu Ende, ich bin froh das ich mitgemacht habe und hoffe das mich die Jacke noch lange an dieses Nähbloggertreffen erinnert. Weil es unglaublich schön war, ich viel für mich mitgenommen habe, tolle Menschen kennengelernt, die ich sonst bestimmt nicht kennenlernt hätte und ich total motiviert bin ein paar von den Sachen die ich gehört/gelernt habe auszuprobieren. Ich fand es toll, das Menschen die einen kaum kennen, einen so gut beraten können und einem soviel zutrauen. Danke an alle, Organisatoren und Teilnehmer.

Fischauktionshalle

Ich bekomme keinerlei Vergütung fürs verlinken, trotzdem ist dieser Post Werbung.
Schnitt: Minna von Fadenkäfer
Stoff: Stoff & Stil
Verlinkt: Sew La La!Du für dich


Freitag, 23. November 2018

Bingo!

Es ist Zeit für das große Finale beim HerbstHandarbeitsBingo von 60 Grad Nord und inzwischen kennt sogar meine Worterkennung den Begriff. Es hat wieder viel Spaß gemacht und war diesmal lange spannend. Erst diese Woche habe ich die letzten, mir möglichen Kreuzchen gemacht und somit auch endlich ein paar Bingos bekommen.


Am schönsten finde ich es immer wenn ich auf neue Dinge gebracht werde, die ich sonst nicht ausprobiert hätte. Mein Highlight dieses Mal war das Feld „etwas besticken". Das habe ich noch nie gemacht und ich wusste auch lange nicht was ich wie besticken soll. Aber dann kam meine Strickjacke. Irgendwie fehlte mir da noch eine Kleinigkeit, gar nicht viel, nur ein bisschen bunt. Sie sollte schon schlicht bleiben, um sie vielseitig kombinieren zu können.


Die Stickerei ist nur sehr klein, den Meisten wird sie nicht auffallen. Aber ich sehe sie und es macht die Jacke für mich zu etwas ganz Besonderem. Zusätzlich habe ich noch die Nähte mit einem bunten Verlaufsgarn abgesteppt, auch das sieht man nur wenn man ganz genau hinschaut. Die Jacke wird noch einen eigenen Post bekommen, wenn ich die Fotos soweit habe, aber ein Kreuz für „ein Kleidungsstück für einen Erwachsenen nähen“ gibt es jetzt schon.


Die anderen Kreuze habe ich euch zwischendurch schon vorgestellt. Die ersten Kreuze gab es im September, beim Lillestoff Festival war ich mit anderen gemeinsam kreativ, habe bei Kaffee und Kuchen genäht und mit meiner Jeans ein großes Projekt in Angriff genommen. Im Oktober war ich zum Nähen bei einer Freundin, dort stand eine Kerze auf dem Tisch, die habe ich natürlich gleich mal angezündet. Ein weiteres Kreuzchen.


Mein diesjähriges Patchworkprojekt sicherte mir Kreuze für „etwas aus vielen kleinen Teilen handarbeiten“ und „etwas Buntes oder Gemustertes handarbeiten“. Für einen lieben Menschen mache ich häufiger mal etwas, zum Beispiel hier die Handarbeitstasche für unsere ehemalige Trainerin, aber auch diesen kleinen Knuddelbuddy für eine Bekannte, deren Sohn schwer krank ist. Das kleine Wesen brachte mir, durch die Augen, noch ein Kreuz für „etwas mit Filz gestalten“. Nun hoffe ich er tut endlich mal seine Arbeit und dem jungen Mann geht es bald besser. Die Daumen bleiben gedrückt.


Über unseren Adventskalender habe ich euch auch schon berichtet. Mittwoch ist es soweit und ich bekomme meine 24 Päckchen und im Dezember zeige ich euch was genau ich gemacht habe. Kreuze gab es für „an den Advent denken“, „etwas recyceln“ und (zufälligerweise) für „an Erntedank handarbeiten“. Erst Anfang November habe ich mir zwei neue Einkaufsbeutel genäht, ein Kreuz und ein weiteres weil ich dafür eine alte Flagge verwendet habe (ungewöhnliches Material).


Für mich selber habe ich eine Menge Dinge gemacht, unter anderem meine Crossbag, alleine die Materialwahl ist sowas von meins.
Und erst diese Woche kam dann mein Endspurt, ich habe schnell noch „ein Kissen genäht“, „etwas „einfarbiges“ gehäkelt“ und „etwas mit Papier gemacht“. Das füllte genau die Lücken und so habe ich insgesamt tatsächlich fünfmal Bingo geschafft. Es war wieder eine tolle Aktion, vielen Dank dafür.

Verlinkt: Freutag




Mittwoch, 21. November 2018

Dütt un datt

Langsam nährt sich das HerbstHandarbeitsBingo von 60 Grad Nord seinem Ende. Und obwohl ich in den letzten Monaten diverse Kreuzchen gemacht habe, war bisher noch kein Bingo dabei. Darum habe ich mich diese Woche nochmal richtig ins Zeug gelegt.

Ich schlafe nachts auf einem sehr kleinem, flachem Kissen. Es ist gar nicht leicht Bezüge dafür zu bekommen. Es ist die Größe von Kinderwagengarnituren, wo der passende Deckenbezug 80 x 80 cm groß ist. Und häufig sind dann auch noch niedliche Bärchenmotive oder ähnliches darauf. Aus diesem Grund kam ich schon früher auf die Idee einen Bezug zu nähen, aber ich mag nur ganz weiche Kissenbezüge und keinen Jersey. Das macht das ganze schwieriger als gedacht.


Meine Lieblingsbettwäsche ist aus Mako Satin, aber das gibt es nicht als Meterware. Manchmal ist die Lösung viel einfacher als man denkt. Zum Glück verschwand das Brett von meinem Kopf gerade noch rechtzeitig. Wenn ich Bettbezüge kaufe, ist schließlich immer ein Kopfkissenbezug dabei, zwar viel zu groß, aber da ich ihn eh nicht benutze kann ich ihn auch zerschneiden. Als ich anfangen wollte fiel mir das Zerschneiden eines neuen, heilen Bezuges schwer, aber ich hatte noch einen aussortierten Bettbezug liegen. Der hatte ein paar Löcher, aber viele Stellen waren noch gut und so habe ich zunächst diesen zerschnitten.


Knöpfe oder Reißverschluss habe ich mir gespart und mit Hotelverschluss gearbeitet. Allerdings habe ich den Umschlag etwas größer gemacht, es nervt mich, wenn das Kissen nachts raus kommt. Das passiert leicht da ich viel wühle und das Kissen häufig wende. Zugeschnitten habe ich nur ein Stoffstück, zweimal die Kissenhöhe, plus Umschlag, plus Nahtzugabe, das waren 85 cm und 42 cm Breite. Anschliessend die Enden umgenäht, gefaltet und beide Seiten verschlossen. Das ging ratzfatz und schon hatte ich einen passenden, ganz weichen Kissenbezug. Ich habe ihn schon aufgezogen und die erste Nacht drauf geschlafen, Probelauf bestanden. Das wird nicht der letzte gewesen sein.


Ein weiteres Kreuzchen gebe ich mir für „etwas mit Papier machen“. Mein Sohn hat schon mit der Weihnachtsbastelproduktion begonnen, er ist da sehr kreativ und braucht kaum Hilfe. Aber ich hatte vor kurzem bei Sabine Seyffert so eine nette Idee gesehen und ihm vorgeschlagen. Da ihm die Pilzketten auch gefielen haben wir am Montag gemeinsam gebastelt. Er meinte zwar, er hätte mir auch eine geschenkt, aber ich habe mir dann doch eine eigene gebastelt.


Am schwierigsten war es für mich das Buch zu zerstören. Obwohl es nichts seltenes war und ich nicht daran hing, fiel es mir unheimlich schwer. Alles andere ging zügig. Die weißen Punkte haben wir mit der Rückseite eines Bleistifts gestempelt. Eine schnelle, einfache Bastelei, die, wie ich finde, trotzdem sehr dekorativ ist.


 Und weil ich gestern Abend noch etwas Zeit hatte, habe ich noch etwas gehäkelt. Schon im Frühling hatte ich die Anleitung für diese kleinen Häuschen bei „Wir vom Ende der Straße“ entdeckt und gleich darauf das Blaue gehäkelt. Ich finde man kann sie schön als Band für Geschenke verwenden oder als Lesezeichen. Allerdings war mein Häuschen doch recht krumm und schief. Nun habe ich mir noch eine Chance gegeben und das rotbraune Haus gehäkelt, trotz sorgfältigem Zählen sieht es wieder seltsam aus. Ich habe nun beschlossen das sind Hexenhäuschen und die gehören so. An der Anleitung liegt es übrigens nicht, die ist gut.


Das macht diese Woche drei weitere Kreuzchen für mich. Am Freitag ist Finale, dann schaue ich mal was ich alles geschafft habe und wieviele Bingo zusammen gekommen sind. Eins sollte es jetzt mindestens sein.

Die Anleitungen habe ich selber entdeckt und bekomme keinerlei Zuwendungen dafür das ich sie hier verlinke, trotzdem ist es Werbung.
Verlinkt: Du für dichWoF

Donnerstag, 15. November 2018

Selten so geflucht


Es ist nun schon recht lange her, dass dieses Taschenschnittmuster auf vielen Blogs zu sehen war. Ich war gleich interessiert, da ich schon länger plante mir solch einen „Rucksack mit einem Träger“ zu nähen. Da gibt es doch bestimmt ein Wort für? Ich komm nicht drauf.
Ich habe mir sämtliche Nähbeispiele angesehen und diverse Lobeshymnen gelesen. Es gab auch einige Gewinnspiele und ich habe mich irrsinnig gefreut, als ich den Schnitt tatsächlich gewonnen habe.


Beim Nähcamp im Mai wollte ich meine Tasche dann nähen. Sie sollte richtig toll werden, darum bin ich extra los um Stoffe zu kaufen und habe nicht, wie meistens, irgendwelche aus dem Fundus genommen. Ich wollte gerne eine alte Jeanshose verwenden, weil mir die Kombination immer gefällt. Ich suchte also einen passenden Stoff für die Außentasche und fürs Futter. Farblich hatte ich keine Vorstellung, hätte vermutet dass es eher bunte Stoffe werden, weil ich es mag. Aber dann entdeckte ich diesen Stoff mit den Kraken und war schockverliebt. Passend dazu fand ich einen anderen Stoff, auch weiß, mit Fischen in dunkelblau. Selten geht Stoffkaufen so schnell und noch seltener ist die Beute so unbunt. Aber warum nicht mal schlicht, darum wanderte noch dunkelblaues Gurtband in den Einkaufswagen.


Als ich alles fürs Nähcamp einpackte, lag allerdings neben dem blauen Gurtband, das regenbogenfarbene. Und es war sooo schick. Na gut, ich packe es mal ein und denke nochmal darüber nach. Wie ihr unschwer an den Fotos erkennen könnt, hat das Regenbogenband gewonnen. Schlicht und unbunt kann ich einfach nicht, macht auch nichts, sieht toll aus. Die Kombination aus Jeans, dem Krakenstoff, dem Futter und dem Regenbogen finde ich einfach genial und es könnte eine absolute Lieblingstasche werden, aber...


Das Nähen hat überhaupt keinen Spaß gemacht, es blieben ganz viele Fragen offen und häufig musste ich raten wie es gehört. Die Anleitung ist hauptsächlich für eine Tasche mit Kordelverschluss oben, aber die Seesack-Variante ist auch möglich. Dafür fehlen dann aber Informationen, zum Beispiel beim Anbringen des Verschlusses oder zur Gurtbandlänge.


Als ich dann endlich soweit war, musste ich feststellen, dass der Träger in die falsche Richtung angenäht war. Ich hätte heulen können, aber das hilft auch nicht. Also wieder abtrennen, aber alles andere wieder auftrennen um ihn ordentlich annähen zu können wollte ich auch nicht. Darum habe ich ihn dann durch das Futter hindurch festgenäht. Das sieht innen vielleicht nicht so schön aus, funktionierte aber immerhin.


Lust hatte ich dann erstmal nicht mehr, ich war frustriert und habe es einfach liegen gelassen. Fast sechs Monate lag die Tasche nun hier und starrte mich vorwurfsvoll an. Als ich überlegte welche Tasche ich am Wochenende mit zum Nähbloggertreffen nehme, kam sie mir in den Sinn und heute habe ich endlich mal die letzten Handgriffe gemacht. Zunächst habe ich die Gurtbänder gekürzt, weil sie einfach viel zu lang waren.

Unterer Verschluss vorm Festnähen

Den unteren Verschluss fand ich doof, der baumelte, wenn er offen war immer einfach runter, den habe ich mit ein paar Handstichen an der Außentasche festgenäht. Ich hoffe das ist praktisch und hält. Was mich am meisten stört, dass das Zurollen nicht funktioniert. Vielleicht hätte man den oberen Teil weniger verstärken sollen, als den Rest? Oder die Tasche oben noch länger machen, um mehr Stoff zum aufrollen zu haben? So klappt man es „nur“ zweimal um und das entklappt sich gleich wieder. Darum habe ich ein paar Kamsnaps angebracht, zunächst zwei um die obere Kante zu verschließen und dann noch einen dritten um den aufgerollten Verschluss da zu fixieren wo ich ihn haben möchte. Leider kam ich soweit von der Kante entfernt nicht richtig mit der Zange an, ich hoffe der Knopf hält trotzdem.

Tasche mit wenig Befüllung

Auf den meisten Fotos gefällt mir die Tasche nun ganz gut, allerdings auch nur wenn sie richtig voll gestopft ist. Um ein paar Dinge mitzunehmen finde ich sie weniger geeeignet, das sieht nicht schön aus und trägt sich auch weniger gut. Außerdem habe ich auch immer noch den Frust während des Nähens im Kopf, der steht mir beim Mögen der Tasche irgendwie im Weg. Dabei finde ich die Stoffkombi immer noch so schön. Ich werde jetzt mal versuchen sie ab und an zu nutzen und hoffe wir freunden uns doch noch an.


Schnitt: Beach Bag von Crafting Café
Stoff: Stoff & Stil und  Jeanshose
Verlinkt: Du für dichSew La La!WoF

Montag, 12. November 2018

12 von 12

Es ist wieder soweit, der 12. November. Hier könnt ihr zwölf Fotos von meinem Tag sehen. Was andere Blogger heute so gemacht haben könnt ihr bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ nachschauen.

Der Tag beginnt, wie so oft, zu früh. Zunächst Frühstücken, die Kinder fertig machen und zur Schule schicken. Anschliessend schaue ich was es diese Woche zu Essen geben soll und mache mir meinen Einkaufszettel fertig.

Zwischenzeitlich wird der Hund immer nerviger, er möchte raus. Das Wetter sieht nicht aus, als würde es noch besser werden, darum machen wir uns auf den Weg. Eine kurze Runde im Nieselregen.

Anschliessend fahre ich zum Einkaufen (ohne Foto) und weiter zum Linedance. Eine gute Stunde Tanzen, so fängt die Woche gut an.

Am Freitag hatte ich Sachen für den Spielzeugmarkt abgegeben, Samstag war Verkauf und heute musste man seine nicht verkauften Sachen und das Geld abholen. Am liebsten wollte ich ein Playmobilschloss loswerden. Ich war allerdings Samstag relativ spät dort und da stand es noch auf dem Verkaufstisch. Darum bin ich heute ohne große Erwartungen hin gefahren und wurde positiv überrascht. Nicht nur das Schloss war verkauft, sondern auch viele Bücher und CDs. Vom Rest habe ich noch einiges gespendet und so ist der Korb recht leer geworden. Die Wiege ist handgemacht, da wollte ich ein bisschen mehr Geld für, die behalte ich nun noch etwas.

Endlich wieder zu Hause erstmal die Einkäufe ausgepackt und in den Kühlschrank geräumt. Zum Essen war kaum Zeit, nur schnell ein Brot.

Eine weitere schnelle Runde mit dem Hund, immer noch im Regen. Dieses ist der Lieblingskletterbaum meines Sohnes, aber der ist noch in der Schule.

Und da muss ich jetzt auch hin. Wir sehen uns noch kurz in der Halle, er geht nach Hause und ich Richtung Lehrerzimmer. Heute ist Fachkonferenz Kunst und ein Elternvertreter sollte anwesend sein. Es ist eine kurze Konferenz und so bin ich schnell wieder daheim.

Meine Tochter hat zum Geburtstag 10 Euro bekommen und die müssem natürlich sofort ausgegeben werden. Darum fahren wir in die Stadt, zum Spielzeugladen und wenn man schon da ist noch dies und das Einkaufen. Dabei kommen wir an der Kirche vorbei.

Abends gibt es Nudeln mit unfotogenem Spinat. Ich sollte bei meiner Essensplanung mal daran denken am 12. hübscheres Essen zu machen. Lecker war es aber.

Die letzte Hunderunde findet nun wieder im Dunklen statt. Ich habe für die unbeleuchteten Strecken eine Taschenlampe und der Hund sein Leuchthalsband.

Morgen wird der grüne-Punkt-Müll abgeholt und daher stelle ich die Säcke schnell noch raus.

Letzter Termin für heute, wieder eine Schule, wieder eine Konferenz, aber eine andere an einer anderen Schule. Aber auch hier geht es schnell und ich bin bald wieder zu Hause und kann noch kurz entspannen, bevor der Tag endgültig vorbei ist.