Freitag, 31. Juli 2026

Mein Juli

 


Nun ist der Juli vorbei, wieder ein Monat, der für drei gereicht hätte. Irgendwie haben sich die meisten Aktivitäten hier dieses Jahr auf den Anfang der Ferien konzentriert und ich war gefühlt nur unterwegs. Von meinem Spaziergang in Langenhorn habe ich euch ja schon erzählt. In Barmstedt fand die European Square Dance Convention statt, etwa 1650 Tänzer aus ganz Europa, verteilt auf mehrere Hallen, das war unheimlich beeindruckend und hat viel Spaß gemacht. Mit den Kindern habe ich das Ende des Schuljahres dieses Mal bei Hagenbeck gefeiert. Da waren wir ewig nicht und es war richtig schön. 



Mit meiner Freundin habe ich mich in Bremen getroffen, wir sind durch die Stadt spaziert und hatten einen schönen Tag. Ausserdem hatte ich überlegt wieder nach Dänemark zu fahren, zum einkaufen. Das hätte ich vermutlich erst Ende der Ferien gemacht, aber dann wollte mein Sohn gerne mit und der hatte nur in der Woche Zeit, also fuhren wir nach Tønder, weil bis da das Deutschlandticket gilt. Viel Zug fahren, für kurz Dänemark, aber uns hat es Spaß gemacht. 



Mit meiner Tochter war ich ein paar Tage in Leipzig, eine richtig schöne Stadt, wir sind viel gelaufen und haben viel gesehen. Eigentlich kann ich nahezu alle Ecken empfehlen und abends waren wir völlig platt. 

In Hamburg war es natürlich auch schön und falls jemand noch Lust auf Kino hat, „Was haben wir gelacht“ kann ich sehr empfehlen, grossartiger Film. 



Bei den vielen Bahnfahrten sind dann doch wieder einige Bücher zusammengekommen. Die meisten konnten mich aber nicht völlig überzeugen. „Altes Leid“ und „Cold Case. Das letzte Bild“ waren ganz gute Krimis. „Ein weites Leben“ war ein Australienroman, aber trotz diverser Schicksalsschläge nicht ganz so flach, wie manch anderer. Die Gedichte von Dagrun Hintze mag ich und auch die in „Einvernehmlicher Sex“ waren wieder lesenswert. 

Dafür kamen diesmal sechzehn Hörbücher dazu und da waren einige wirkliche Gute dabei. In „Die Postkarte“ erzählt Anne Berest die Geschichte ihrer jüdischen Vorfahren. 

Stark beeindruckt hat mich „All die Farben, all das Licht“, über zwei Schwestern, von denen eine ihre Hör- und Sehkraft verliert. In „Amrum“ geht es um die letzten Kriegswochen auf der Insel. „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“ haben alle anderen vermutlich schon gelesen, ich kann zustimmen, sie sind lesens- beziehungsweise hörenswert. 

Auch „Leuchtfeuer“ wird mir noch länger nachgehen, eine tragische Familiengeschichte. Genau wie „Ein simpler Eingriff“, eigentlich eine schöne Liebesgeschichte, aber eine der Hauptperson arbeitet in einer Klinik, wo Frauen am Gehirn operiert werden, um sie von psychischen Leiden zu befreien, schwer zu ertragen. 

„Für Polina“ war eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, hat mir sehr gut gefallen. In „Der Bademeister ohne Himmel“ passt die 15-jährige Hauptperson häufig auf ihren dementen Nachbarn auf. Ich fand es etwas unrealistisch, aber trotzdem eine schöne Geschichte. Und ein letztes Buch, das gefühlt schon alle gelesen haben, „Der Markisenmann“. Auch eine außergewöhnliche, nicht unbedingt realistische Familiengeschichte, aber sehr schön.


Nun beginnt der August, zunächst wird es stressig. Morgen bin ich als Pride Hero im Einsatz und bin von früh bis spät als Helfer beim Christopher Street Day. Nächste Woche muss ich arbeiten, aber danach habe ich noch ein paar Tage frei und hoffe auf den ein oder anderen Tagesausflug, ansonsten mache ich hier mit aussortieren und Chaos beseitigen weiter. Aber nun verlinke ich erstmal bei Birgitts Monatscollagen.

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