Dienstag, 31. März 2026

Mein März

 


Und schon ist der März wieder vorbei, er war schön und frühlingshaft. Ein Highlight war gleich am Monatsanfang, ich hatte spontan einen Donnerstag frei, vormittags hatte ich einen schönen Spaziergang gemacht, aber als ich wieder zu Hause war, hatte ich immer noch Lust etwas zu unternehmen. Und so habe ich mir eine Karte für das Centralkomitee gekauft, da trat abends Sebastian23 auf und eine Folge Fun Facts wurde aufgenommen. Ein sehr lustiger Abend und insgesamt ein gelungener Tag. 

Letztes Wochenende war ich beim Stoffmarkt, zusammen mit vielen anderen Menschen, aber immerhin habe ich bekommen was ich brauchte. Ansonsten war ich mehrfach bei Square Dance Veranstaltungen und ansonsten auf kleineren Runden in Hamburg unterwegs. 




Gelesen wurde im März natürlich auch. „Zuleika“ war mein erster Roman in Versform, etwas anstrengend zu lesen, aber auch faszinierend. „Eine englische Art von Glück“ spielt während und nach dem zweiten Weltkrieg und die Hauptcharaktere kamen aus Jamaica, eine spannende Geschichte und ein absolut großartiges Buch. Bei „Schnall dich an, es geht los“ fand ich Titel und Cover furchtbar, hätte ich ohne Empfehlung nie gelesen. Aber auch das war ein tolles Buch, über das aufwachsen in einer ostdeutschen Kleinstadt. Inge Löhnigs und Ursula Poznanskis Krimis sind immer großartig und lesenswert. 

Eine beeindruckende Biografie war „Alles dazwischen und darüber hinaus“. In „Das leise Platzen unserer Träume“ geht es um das Ende von Beziehungen und über die Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben, wobei beides nicht so richtig gut wegkommt, hat mir gut gefallen. 

Von Daniel Tammet habe ich kürzlich die Biografie gelesen, sehr beeindruckend. In „Die Poesie der Primzahlen“ erklärt er mathematische Themen, über die er im Alltag stolpert. Ich fand es total interessant.

Bei dem Abend im Centralkomitee habe ich „Zusammenhaltestelle“ von Sebastian23 gleich gekauft. Es ist gar nicht so neu was er sagt, wir brauchen mehr wir, mehr Zusammenhalt. Das ganze mit vielen Vorschlägen und Beispielen , dazu kommen noch Gedichte und Sprüche, eine tolle Mischung, die Spaß macht und Mut. 

„Blauer Hibiskus“, eine Familiengeschichte in Nigeria, einiges ist ganz anders, als unser Alltag, aber die Probleme sind dann doch die gleichen. 


Dazu kamen 14 Hörbücher, da war weniger begeisterndes dabei. Der erste Band der „Vergiss mein nicht“-Reihe von Kerstin Gier hat mir gut gefallen und natürlich die „Känguru Rebellion“. Ich liebe die ganze Reihe und gerade die beiden letzten Bücher haben mir noch besser gefallen, als die ersten. 


Nun beginnt schon der April, das Frühlingswetter dürfte gerne zurückkommen. Ich habe Ferien, arbeite aber zwischendurch trotzdem etwas. Mitte April steht noch ein 70. Geburtstag an, aber nun freue ich mich erstmal über ein paar freie, terminlose Ostertage. 


Verlinkt: Birgitts Monatscollagen

Samstag, 28. März 2026

Bingo erster Zeigetag

 


Schon sind die ersten drei Monate des Jahres vorbei und beim Bingo von Antetanni ist erster Zeigetag. Ich habe schon elf Kreuzchen gemacht, aber noch kein Bingo. Dieses Mal habe ich auch einen Joker genutzt und damit das Feld „Meine Lieblingsblume“ angekreuzt. Da habe ich Schwierigkeiten mich zu entscheiden und selbst wenn ich mich entscheide, wüsste ich auch nicht was ich dazu machen soll. 

„Raus aus der Komfortzone“ habe ich mit meiner Bluse angekreuzt. Mein Eulenhoodie lieferte das „Chaos“. Gleich das erste Kreuz war „Von ach du Schreck zu Wow“ und zwar mit meinem bunten Shirt, dass nach dem ersten Schnitt gar nicht saß. Das „bunte Treiben“ habe ich kürzlich erst angekreuzt mit meinem Pulli.

Kariert war mein „Muster“ und zwar bei dieser Jacke. Die neue Tasche meiner Tochter „kann man öffnen“ und „Gedichte“ habe ich unter anderem im Februar gelesen. Meine ersten Osternähereien habe ich euch am Dienstag gezeigt. 

„Bei anderen gesehen“ hatte ich die Dobby Christbaumkugel. „Aus dem Buchregal“ zeige ich euch eigentlich immer am Monatsende, angekreuzt habe ich es hier im Januar. Und den „Lenz“ habe ich bei meinem Monatsspaziergang im März gefunden. 



Und als Joker eine meiner Lieblingsblumen .


Dienstag, 24. März 2026

Osterzeit



Anfang März kam meine Chefin auf die Idee, wir könnten ja die Büros österlich schmücken. Gekauft werden sollte nichts, jeder der Lust und Zeit hat, könnte ja in seiner Freizeit etwas basteln. Eigentlich bin ich kein Fan von so Aktionen, besonders wenn es auch noch zeitlich knapp ist. Aber letzte Woche war ich krank und konnte auch nicht nur im Bett rumliegen, da war ab und an ein Wechsel an die Nähmaschine schon nett. Und etwas nähen, wo man nicht allzu viel bei denken musste, kam mir entgegen. 



Ich habe „österliche Kleinigkeiten nähen“ ecosiat und habe mir einige Anleitungen rausgesucht. Am besten gefielen mir diese Hühner von Greenfietsen, darum habe ich mit ihnen begonnen. Filz habe ich nicht gefunden, darum ist der Kamm aus Alpenfleece und etwas zu weich. Die Stoffe kommen alle aus der Restekiste, teilweise Patchworkstoffe, aber auch Reste von Blusen, Gardinen oder Tischdecken. Perlen für die Augen hatte ich nicht, darum habe ich diese einfach aufgemalt. 



Auch dieser Untersetzer ist von Greenfietsen, am Zwölften konntet ihr sehen wie ich daran nähe. Auch hier wieder recht wahllos in die Restekiste gegriffen, und hauptsächlich die hellen, bunten Stoffe rausgesucht.




Als Rückseite habe ich ein Stück von einer Tischdecke genommen und dazwischen ist Thermolam. Das Ei habe ich so groß wie möglich auf ein DIN A4 Blatt gemalt, auf den Stoff übertragen, genäht, ausgeschnitten, gewendet und anschließend noch mal abgesteppt. 



Dies waren eigentlich auch Hühner, aber noch mehr wollte ich nicht, darum habe ich den kleinen Kamm einfach weggelassen und nehme sie nun als Vögel. Damit sie sitzen sollte man eigentlich ein Säckchen mit einnähen. Aber obwohl ich mich an die Anleitung gehalten habe, passte es nicht durch die Wendeöffnung. Darum habe ich es einfach weggelassen. Weil sie nun recht leicht kippen, habe ich einfach noch ein Band zum aufhängen daran gemacht. 



Die Anleitung habe ich auf dem Bernina Blog entdeckt und inzwischen hatte ich auch etwas Filz gefunden für die Schnäbel. Insgesamt sind drei kleine Vögel entstanden, einer ist also auf beiden Fotos. 




Beim Bingo von Antetanni gibt es ein Kreuz bei Ostern. Damit sind schon ein ganzer Schwung Kreuzchen zusammen gekommen. Meine Osterdekonäherei ist auch noch nicht fertig, da kommt noch ein bisschen was. 


Stoff: Reste
Gehört: „Unbeugsam wie die See“ von Emilia Hart
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 17. März 2026

Übergang

Schon im Herbst hatte ich ein Problem, ich hatte dicke Pullis oder dünne T-Shirts, aber an einigen Tagen war das beides nicht passend. Was mir fehlte waren Pullis aus dünnem Stoff. Aber so richtig fand ich keinen der mir gefiel oder sie waren mir zu teuer. 




Beim Nähcamp in Ratzeburg im Februar wollte ich aber für den Frühling Pullis nähen, aber auch bei der Kreativmesse und bei Selfmade wurde ich nicht fündig und so landete ich bei Tedox. Der Stoff wäre nicht meine erste Wahl gewesen, aber inzwischen war ich froh über alles was weder zu dick, noch zu dünn war und der Preis war mit drei Euro pro Meter unschlagbar. 




Das passende Bündchen kaufte ich nach der Arbeit im Stoffladen und packte alles ein fürs Nähcamp. Als Schnitt hatte ich mir den Hoodie Cactus von Erbsünde ausgesucht. Da hatte ich mir schon mal einen weniger dicken Hoodie mit genäht. Ich sehe gerade der ist von 2019, kein Wunder, dass er nicht mehr so schön ist. Dieses Mal habe ich die Kapuze weggelassen und stattdessen ein Bündchen angenäht, das gefällt mir sehr gut. Aber obwohl ich den Pulli schon gekürzt habe, ist er mir immer noch etwas lang. Er darf so bleiben und wenn es dann wieder wärmer wird, werde ich ihn, trotz des vielen pink, bestimmt gerne tragen. 




Bei Antetannis Bingo gibt es ein Kreuz bei „Buntes Treiben“, das passt doch. 



Schnitt: Cactus von Erbsünde
Stoff: Tedox & Stoffladen Schwarzenbek
Verlinkt: DvDCreativsalat

Sonntag, 15. März 2026

Frühlingssuche

Anfang März hatte ich ganz spontan einen freien Donnerstag. Es war zwar nicht mehr ganz so warm, wie die ersten Märztage, aber immer noch schön und sonnig. Und so entschied ich mich für einen ausgedehnten Spaziergang. Ich hatte Lust auf was Neues und auf Frühling und so entschied ich mich für eine Tour durch die Parks in Eppendorf. Eine Ecke in der man mich sonst weniger findet. 


Ich starte mit einem Blick auf die Alster und biege in den Hayns Park ein. 

Am gegenüberliegenden Ufer gibt es ein kreativ bemaltes Bootshaus. 

Der Park ist unterteilt in viele kleine Beete, die jeweils von Paten betreut werden. So gibt es ganz unterschiedliche Ecken, aber momentan blüht noch nicht so viel. 

Ich sage den Gänsen Hallo und wandere weiter an der Alster lang. 

Rechterhand liegt der Monopteros, leider stark bemalt, er steht hier schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Senator, nach dem der Park benannt ist, hatte hier sein Landhaus und eine Orangerie, aber außer dem Mini-Tempel ist nichts mehr übrig. 

Ich gehe ein Stück an der Straße lang und komme an einem der wenigen erhaltenen Landhäuser in Eppendorfer vorbei. 

An dieser Kirche bin ich so oft mit dem Auto vorbei gekommen, nun kann ich sie endlich mal in Ruhe ansehen. St Johannis ist eine Fachwerkkirche. 

Da sie offen ist, gehe ich auch mal rein, aber von außen finde ich sie schöner. 

Hier verlasse ich die Alster und laufe ein Stück durch ein Wohngebiet. 

Vorbei am Holthusenbad, eines der ältesten Thermalbäder Deutschlands, gebaut 1914. Und immer noch im ursprünglichen Sinne genutzt, nur jetzt ist es bis Herbst geschlossen, weil es saniert wird. 

Gleich gegenüber liegt der Kellinghusenpark. Dort steht dieses wunderschöne kleine Häuschen, es wird vom BUND für die Jugendarbeit genutzt. 

Und hier im Park finde ich auch endlich den Frühling.

Nun wird es deutlich belebter, ich schlendere über die Eppendorfer Landstraße. Ich mag dieses Denkmal. Der Text vorne ist „Sagt Nein! Mütter, sagt Nein!“ und erinnert an Wolfgang Borchert. Die Bronze ist von Ernst A. Nönnecke. 

Auch hier gibt es schöne Street Art. 

Und schön geschmückte Häuser. Ich gehe zum Bäcker und hole mir ein Brötchen und etwas zu trinken, damit ziehe ich weiter zum Eppendorfer Mühlenteich. 

Gleich hinter dieser Brücke finde ich eine freie Bank und mache ein bisschen Pause. 

So richtig fotogen ist der Mühlenteich nicht. Hier werden die Hamburger Alsterschwäne zum überwintern hergebracht. Ein Teil des Teichs wird extra dafür eisfrei gehalten. Sehen kann ich sie aber nicht. Und so gehe ich wieder zurück zur U-Bahn und fahre nach Hause. 



Und weil es so schön zum Thema passt, kreuze ich bei Antetannis Bingo „Der Lenz ist da an“ und verlinke den Weg bei Heikes Monatsspaziergängen.




Donnerstag, 12. März 2026

12 von 12

Heute ist der zwölfte März und darum gibt es hier wieder zwölf Fotos von meinem Tag. Wer mehr Informationen möchte oder auch die Bilder anderer Blogger sehen will, der schaut bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“ vorbei. 


Eine weitere bescheidene Nacht, die Nase ist dicht, der Kopf tut weh, ich schlafe viel zu wenig. Und obwohl ich schon krankgeschrieben bin und ausschlafen könnte, bin ich natürlich viel zu früh wach. Mein Sohn war noch nie ein Langschläfer und so frühstücken wir. Er mag weder Brot, noch Brötchen, noch irgendwelche Cerealien, daher isst er einen Rest Nudeln Bolognese. 

Ich nehme zum Nachtisch noch eine Tablette. 

Da ich mich morgens meist etwas besser fühle, mache ich mich gleich auf den Weg ein bisschen einkaufen.

Ich bin nur kurz und ganz langsam unterwegs, nehme mir Zeit für jedes Blümchen am Wegesrand, trotzdem bin ich ziemlich erledigt, als ich wieder zu Hause ankomme. 

Erstmal einen Tee, diesmal Ingwer, es werden noch diverse Folgen. Taschentücher müssen immer in Reichweite sein. 

Gestern habe ich fast den ganzen Tag gelesen, mit dem Buch heute geht das nicht. Es ist zwar sehr gut, aber man kann es nicht am Stück runterlesen. 

Gestern hat es geregnet, morgen soll es regnen und so hänge ich zumindest heute die Wäsche auf den Balkon. 

Die vorher abgenommene Wäsche lege ich heute mal im Sitzen, auf dem Bett, zusammen, das ist weniger anstrengend. 

Nach einem kleinen Mittagsschlaf mache ich mir Toast. 

Heute wechsle ich zwischen lesen, rätseln, und nähen hin und her. Allerdings nur Kleinigkeiten, mit wenig Denken. 

Wendeöffnungen werden wieder im Bett geschlossen. Währenddessen schaue ich etwas „Bares für Rares“. 


Abends gibt es falschen Wurstsalat mit Laugenstange. Alles nicht so aufwändig. 
Anschließend noch etwas Fernsehen und dann hoffen, dass ich mal wieder eine Nacht etwas mehr Schlaf bekomme. 


Mittwoch, 4. März 2026

Tageulen

Bei einem der Nähcamps in Leer, war ich mal wieder im Stoffladen. Ein bunter Stoff voller Eulen erregte meine Aufmerksamkeit. Aber er war doch ganz schön auffällig und so ließ ich ihn dort. Auf dem Rückweg ärgerte ich mich. Da rief meine Freundin an, ob ich ihr noch was mitbringen könnte, klar konnte ich. Also wieder zurück zum Stoffladen und diesmal kam ich an den Eulen nicht vorbei, nahm aber nur ein kleines Stück mit. 



Wieder zu Hause war ich mir nicht so sicher ob der Stoff eine gute Idee war und er landete erstmal länger im Schrank. Dafür war er aber definitiv zu schade und so suchte ich jetzt endlich nach einem passenden Kombistoff und wurde auch fündig. Im Januar traf ich mich mit meiner Freundin zum zuschneiden. Ich hatte, unter anderem den Hoodieschnitt aus dem Klimpergross Buch dabei. Das Vorderteil habe ich unterteilt um den Eulenstoff in Szene zu setzen. Mit der Bauchtasche habe ich gezögert, ob es nicht zu viele Eulen sind, mich aber dann doch dafür entschieden. Die zugeschnittenen Teile packte ich dann ein, fürs Nähcamp im Februar in Ratzeburg. 



Weil ich den Hoodie gerne diesen Winter noch tragen wollte, hatte ich entschieden ihn gleich als erstes zu nähen. Dabei fiel mir auf, dass ich vergessen hatte das Futter für die Kapuze und die Tasche zuzuschneiden. Dummerweise hatte ich keinen passenden Jersey dabei, daher beschloss ich am Samstag in den Stoffladen zu fahren. Samstag war der Tag, wo das Wetter hier umschlug, es begann auf den stark gefrorenen Boden zu regnen und ich wollte ungern mit dem Auto in die nächste Stadt fahren. Alles hatte sich gegen den Pulli verschworen, aber eine Idee kam mir noch und die setzte ich um. Ich googelte nach Geschäften in Ratzeburg, groß war die Auswahl nicht, und machte mich dann zu Fuß auf den Weg zu einem Textildiscount, man hätte schön am See langlaufen können, aber dort waren die Wege spiegelglatt, also an der Hauptstraße lang. Dort fand ich ein dunkelblaues T-Shirt und griff zu. Zurück nahm ich den Bus zur Jugendherberge. Dort konnte ich die letzten Teile aus dem T-Shirt zuschneiden und den Hoodie nähen. 



Dafür das er mich soviel Zeit gekostet, gefällt mir der Pulli jetzt richtig gut. Auffällig ist er natürlich schon, aber der Welt schadet Farbe definitiv nicht. Aber für all das Chaos habe ich mir das gleichnamige Kreuz bei Antetannis Bingo verdient. 


Schnitt: Hoodie aus dem Buch Klimpergross
Stoff: Eulen Stoffladen Leer, Bündchen Albstoffe, Sweat Tedox
Verlinkt: Me Made Mittwoch