Donnerstag, 30. April 2026

Mein April


Und schon ist der April wieder vorbei, ein richtiger Frühlingsmonat, so wie ich ihn mag. Der Monat begann mit Urlaub, die Kinder mussten leider zur Schule, aber ich habe mir trotzdem eine schöne Zeit gemacht und war nebenbei noch fleißig. Von meinen Spaziergängen durch den Stadtpark und St. Pauli habe ich euch schon berichtet. Und es gab noch ein paar weitere schöne Tage, mit den Kindern war ich auf dem Dom, am zwölften haben wir einen 70. Geburtstag gefeiert, mit der Firma haben wir Keramik bemalt und heute war ich in Lübeck zur Messe. Ein rundum schöner April. 



Zeit zum lesen hatte ich im April auch und es waren auch wieder ein paar gute Bücher dabei. „Die Schwarzgeherin“ hat mir gut gefallen, auch wenn ich den momentanen Hype nicht ganz verstehe. „Die Gespenster von Demmin“ hat mir Stoff zum nachdenken gegeben, was in Demmin nach dem Krieg passiert ist, wusste ich, hier ist es mit einer aktuellen Familiengeschichte verbunden. 

„Hitler, Stalin, meine Eltern und ich“ ist eine wirklich ausführlich recherchierte jüdische Familiengeschichte, sehr lesenswert. Die Krimis von Tina Frennstedt und Johanna Mo sind Bände von Reihen, die ich gerne lese. Genau wie T.J. Klune, immer lesenswert, auch die Jugendbücher.

„Der Junge, der den Wind einfing“ erzählt die interessante Geschichte von William, er lebt in Malawi, in armen Verhältnissen, bringt sich viel über Technik selber bei und baut seiner Familie ein Windrad.

Ein wirklich ganz schwer zu ertragendes Buch ist „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“. Über das aufwachsen in Kinderheimen kurz nach dem Krieg. Ähnlich erschreckend fand ich die Lebensgeschichte von Yahya Hassan. Das Buch ist allerdings kein Roman, er hat alles in Gedichten verarbeitet, leider hat es ihm nicht geholfen.


Dazu kamen neun Hörbücher. „Schwebende Lasten“ hat mir gut gefallen, die Geschichte einer fiktiven Blumenbinderin und später Kranfahrerin zwischen 1930 und heute. Auch wieder erschreckend war „Die schönste Version“ von Gewalt in Beziehungen. Die anderen waren nicht so erwähnenswert.


Nun steht der Mai vor der Tür, morgen will mein Sohn mit mir zum Flohmarkt und am Samstag will ich mal wieder zum Stoffmarkt. Schon praktisch so ein langes Wochenende, davon haben wir ja einige im Mai. Ende des Monats will ich mit meinem Sohn noch mal wegfahren, ich werde euch berichten. Aber nun verlinke ich erstmal bei Birgitts Monatscollagen.


Sonntag, 26. April 2026

Kunst auf St. Pauli


In den Ferien Anfang des Monats habe ich einen weiteren Spaziergang gemacht. Meine Tochter und ich hatten einen gemeinsamen freien Tag, das Wetter war schön und ich hatte keine Lust, dass sie nur faul im Bett rumlungert. Darum habe ich sie genötigt mit mir gemeinsam einen Gang zu machen. Dazu habe ich mir das Buch „Spaziergänge zur Kunst in Hamburg“ aus dem Regal gezogen. Fünf Touren sind drin, weil ich weiß was meine Tochter mag, habe ich mich für „von St. Pauli nach Altona“ entschieden. Ich habe unmengen Fotos gemacht und hatte ganz große Schwierigkeiten mich für 20 zu entscheiden, so viele schöne musste ich raus löschen. Aber nun geht es erstmal los. 



Wir starten am Bismarck Denkmal, interessante Perspektive, ich mag es so mit den Graffiti, sieht nicht ganz so Ernst aus. Leider steht die Sonne ganz schlecht für ein Foto. 



Weiter geht es Richtung Reeperbahn. Von hier aus tanzen die Tanzenden Türme nicht so wirklich. 



An dieser Ecke steht einfach einer an der Hauswand und begrüßt uns, total sympathisch. 



An der Davidwache kommen wir wieder auf die Reeperbahn und laufen ein Stück auf ihr entlang.



Und statten Hans Albers einen Besuch ab. Bronze von Jörg Immendorff, 1986.



Wir tauchen wieder in die kleinen Nebenstraßen ein und kommen an der „Dame mit Basilikum“ vorbei, handgemalte Werbung, 2018 von Andreas Preis.



In der großen Freiheit gibt es nicht nur Bars und Nachtclubs, sondern auch eine katholische Kirche, schon seit 1721, wirklich skurril wenn man davor steht und den Blick von einer Straßenseite zur anderen wandern lässt. Leider habe ich keine Informationen zu dieser Skulptur gefunden, fand sie aber sehr ansprechend. 



Angekommen am Beatlesplatz, interessiert meine Tochter so gar nicht. 



Also gehen wir weiter. Leider wurde auf diesem Graffito schon wieder rumgeschmiert. 



Wir gehen Richtung Hafen und kommen am Antonipark raus. Wir stehen auf dem Dach einer Sporthalle und genießen den Ausblick mit den Palmen aus Stahl. 



Treppabwärts zur Hafenstraße kommen wir an diesen Biertanks vorbei. Der spanische Künstler Oscar San Miguel Erice hat sie bemalt. 



Nun geht es lange an der Elbe entlang. Hier blickt die „Madonna der Seefahrt“ Richtung Meer. Sie erinnert an die Menschen, die auf See geblieben sind. Der Künstler Manfred Sihle-Wissel hat sie 1985 erschaffen. 



Wir überqueren den Fischmarkt und kommen an der Fischauktionshalle vorbei. 



Immer mit Blick auf die Elbe. 




Hier stehen auch Popeye und Olivia, von Erich Gerer aus Holz geschnitzt. 



Ein weiteres Mural, „Frauen bei der Kaffee-, Tabak- und Bananenernte“ von Hildegund Schuster von 1994. Das Werk gehört zur Frauen Freiluft Galerie und es gibt noch mehr Kunstwerke, die Frauenarbeit um das Thema Hafen zeigen. 



Direkt vorm Dockland steht die Skulptur „Die Elbe“ von Wieland Förster.



Wir machen uns daran den Elbhang wieder hochzusteigen, ganz schön viele Treppen. Unterwegs stoßen wir auf „Die Auswanderer“, die Kroatin Ljubica Matulec hat sie aus Holz geschnitzt. Ich finde man erkennt das Gedränge auf die Schiffe und die Not der Menschen sehr gut. 



Oben angekommen steht man auf dem Altonaer Balkon und hat einen schönen Blick Elbauf und -ab. Hinter uns steht Gerhard Brandes „Maritim“, drei Fischer mit ihren Rudern, auf ihrem Schiff. 



Ein Kunstwerk, das sich erst auf den zweiten Blick erschließt, mich dann aber umso mehr beeindruckt. Im Hintergrund ist das Altonaer Rathaus. Der schwarze Betonstein davor, „Black Form“, ist von Sol LeWitt und erinnert an die Juden, die aus Altona vertrieben wurden und eine Lücke hinterlassen haben, die niemals geschlossen werden kann. 



Kurz vorm Altonaer Bahnhof gehen wir noch am Stuhlmannbrunnen vorbei. Ein wirklich beeindruckendes Wasserspiel, das Paul Türpe schon 1899 erstellt hat. Zwei Zentauren kämpfen um einen Fisch. Sie stehen für Hamburg und Altona und den Streit um die Fischrechte. Ein Bürger aus Altona, Günther Ludwig Stuhlmann hat ihn gespendet, daher der Name. 


Nun waren wir lange genug unterwegs, uns ist warm und wir haben Hunger (Getränke hatten wir dabei). Darum essen wir nun noch eine Kleinigkeit und dann geht es mit der Bahn wieder nach Hause. Diesen wirklich ganz wunderbaren Spaziergang verlinke ich wieder bei Heikes Monatsspaziergängen.

Dienstag, 21. April 2026

Murks gemacht


Ich habe mal wieder einen T-Shirt-Schnitt ausprobiert und wieder hat gar nichts geklappt. Aber ich glaube dieses Mal war es nicht mein Fehler. Den Hauptstoff hatte ich schon vor einigen Jahren mal gewonnen, aber ich brauchte was zum kombinieren, weil es nicht ausreichend war. Ich hatte immer nach dem Türkis der Boote gesucht und bin nicht fündig geworden, aber beim Stoffmarkt im Herbst fand ich dann einen in hellgelb, der dem Hintergrund ähnlich war und habe zugeschlagen. 



Ich dachte, ich versuche es mal mit Raglanärmeln und hatte mir einen Schnitt aus dem Klimpergross-Buch abgepaust und dann auch zugeschnitten. Beim Nähcamp in Ratzeburg habe ich es genäht und die erste Anprobe ging gar nicht, vorne am Ausschnitt standen zwei Ecken total hoch, bevor das Bündchen dran war. Ich habe dann rumgemurkst und mir den Ausschnitt einfach zurecht geschnitten und das Bündchen angenäht. Das Ergebnis seht ihr, es sitzt an den Ärmeln nicht wirklich. 




Während ich erstmal etwas anderes nähte, lies es mir doch keine Ruhe und ich grübelte wo der Fehler lag. Glücklicherweise hatten wir eine Schnittdirektrice als Teamerin mit dabei, ihr legte ich den Schnitt vor und sie bestätigte meine Vermutung, die Ärmel sind einfach falsch herum. Dabei habe ich dieses Mal alle Knipse übertragen, entweder ich habe beim abpausen einen Fehler gemacht oder es ist im Buch falsch. Da ich es schon wieder in der Bücherei abgegeben hatte, konnte ich es nicht nachprüfen. Aber nun wusste ich ja ich musste Knips auf kein Knips stecken und nähen und startete einen zweiten Versuch. 



Auch der Stoff liegt schon einige Jahre hier, ich habe ihn beim letzten Lillestoff Festival gekauft. Auch er fand nun endlich den passenden Kombistoff und wurde vernäht. So rum sitzen die Ärmel doch gleich deutlich besser. Und auch wenn die Fotos nicht optimal sind, so kann man es gut tragen. Zum Glück gefällt mir dieser Küchenkachelstoff immer noch. Mit dem Schnitt werde ich weiterarbeiten, gerade mit andersfarbigen Ärmeln, finde ich Raglan immer ganz schön. 



Bei Antetannis Bingo gibt das ein Kreuz bei „Mein Freund der Fehler“. 



Schnitt: Raglanshirt aus dem Klimpergross Buch
Stoff: Gewonnen, Lillestoff, Stoffmarkt
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Samstag, 18. April 2026

Stadtpark


Karfreitag hatte ich Zeit und das Wetter war auch ganz schön, wenn auch recht kalt. Die Kinder hatten keine Lust etwas zu unternehmen und so habe ich beschlossen, alleine einen Spaziergang zu machen. Begonnen habe ich am Goldbekkanal mit Blick auf den Stadtparksee. 



Als erstes komme ich am Modellbootbecken vorbei. Erst fährt nur ein Boot, aber schon kurz darauf kommen noch mehr Menschen mit weiteren Booten. 



Im Schwimmbad baden bisher nur die Gänse, dafür kann man im Hintergrund schon das Planetarium erkennen. 



Weiter geht es in Richtung der Sondergärten, hier ist Diana gerade auf der Jagd. 



Ein Stück weiter sollten Eva und Adam stehen, aber zu sehen sind nur Holzhäuschen. Keine Ahnung ob die im Winter so geschützt oder repariert werden. Scheinen aber schon länger so dazustehen. 



Gefreut hatte ich mich auf den Pinguinbrunnen, aber auch hier nur ein Holzverschlag. Immerhin interessant bemalt. 



Die badenden Frauen, hier nur eine, sind zumindest sichtbar. 



Inzwischen bin ich am Planetarium angekommen, früher war es ein Wasserturm, der wurde schon 1915 gebaut. Das Wasserbecken davor ist noch leer. 



Ich gehe am Planetarium vorbei und verlasse den Stadtpark, überquere die Ohlsdorfer Straße und biege ins Wohngebiet ein. Konzipiert von Fritz Schumacher, über den Namen stolpert man in Hamburg immer wieder. Hier gibt es auch eins der ältesten Kinos in Hamburg. In diversen Vorgärten hier stehen Märchenfiguren, wie der Rattenfänger von Hameln.



 

Oder auch der Schweinehirte, es gibt aber noch viel mehr. Inzwischen ist die Sonne rausgekommen und es wird deutlich wärmer.



Weiter geht’s, vorbei an der katholischen Schule St. Antonius und anschließend unter der U-Bahn durch. Ja in Hamburg fährt die U-Bahn häufig oberirdisch, darum heißt sie auch Hochbahn.



Ein Stück laufe ich an der Bahn entlang. Rechts von mir liegen einige Konsulate.




Direkt dahinter stoße ich auf die Alster und laufe nun an ihr entlang. Am gegenüberliegenden Ufer steht der Monopteros, an dem bin ich schon bei meinem Märzspaziergang vorbei gekommen.



Auch auf der anderen Seite befindet sich das St. Johannis Kloster, das gibt es in Hamburg schon seit 1236. Hier an die Alster ist es aber erst 1914 gezogen und wird bis heute genutzt  



Kurz darauf komme ich an die Außenalster. Hier könnte man wunderbar ein Stück oder auch ganz herumgehen, aber der Feiertage und das schöne Wetter haben die Menschen rausgetrieben, wie eine Völkerwanderung gehen sie dicht an dicht. Und da ich inzwischen lange genug unterwegs bin, beschließe ich, meinen Spaziergang hier zu beenden und gehe Richtung U-Bahn.



Meinen Spaziergang verlinke ich bei Heikes Monatsspaziergängen und bei Antetannis Bingo gibt es ein Kreuz bei „Unterwegs“.




Dienstag, 14. April 2026

Geschenk

 


Von dem siebzigsten Geburtstag auf dem wir Sonntag waren, habe ich euch bei meinen 12 von 12 schon berichtet. Natürlich brauchte ich ein Geschenk. Freundlicherweise war auf der Einladung ein Hinweis, dass Geburtstagskind würde sich über einen Theater Gutschein freuen. Da brauchte ich mir nicht selbst Gedanken machen, sondern habe den Gutschein besorgte und musste ihn dann nur noch verpacken. 



Ich habe mich mal wieder für den Umschlag von Schnabelina entschieden, der ist hübsch und kann anschließend weiter verwendet werden. In der Restekiste fand ich noch etwas Eulenstoff, der von einem Tabletkissen übrig war, als Futter habe ich einen recht schlichten hellblauen Stoff genommen. Weil der Umschlag aus nur einem Schnittteil genäht wird, stehen die Eulen auf einer Seite auf dem Kopf. Aber das stört mich nicht so. Ich fand sogar noch einen Druckknopf der farblich perfekt passte. 




Der Gutschein und eine Karte passten gut hinein, den Spielplan musste ich falten. Nun hoffe ich die Beschenkte hat einen schönen Abend in den Kammerspielen, sie hat sich jedenfalls sehr gefreut. 

Für dieses Geburtstagsgeschenk kreuze ich bei Antetannis Bingo das Feld „Geburtstag“ an. 



Schnitt: Love Letter von Schnabelina
Stoff: Reste
Gehört: „Was bisher verloren war“ von Kerstin Gier

Sonntag, 12. April 2026

12 von 12

Heute ist der zwölfte April und darum gibt es hier wieder zwölf Fotos von meinem Tag. Wer mehr Informationen möchte oder auch die Bilder anderer Blogger sehen will, der schaut bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“ vorbei. 


Sonntag und Ich kann ausschlafen. Kaum bin ich wach, steht schon mein Sohn in der Tür, ob ich ihm zeigen kann wie er sein Hemd bügelt. Wir sind zu um 12:15 Uhr eingeladen und ich dachte wir hätten Zeit. Aber er hat sich nun in den Kopf gesetzt, die 14 Kilometer zu gehen und darum muss er viel früher los. Also bügeln wir das Hemd, er packt es vorsichtig ein und wandert los. Ich gehe wieder ins Bett und löse noch ein Rätsel. 


Anschließend gehe ich unter die Dusche. 

Heute kein Sonntagsfrühstück und keine Brötchen, da wir früh Mittagessen bekommen, mache ich mir nur schnell zwei Toasts. 

Mein Kleid muss ich auch noch bügeln. Der Stoff ist zwar etwas crinklig, aber so ist dann doch etwas zu kraus. 

Und schon ist es Zeit sich mit meiner Tochter und ihrem Freund auf den Weg zum 70. Geburtstag zu machen. Mein Sohn ist schon länger da und hat sich in Ahrensburg noch etwas umgesehen. Es werden doch einige Gäste erwartet, drei so Tische gibt es. 

Ich mit meinen beiden Kindern. 

Nach ein bisschen Smalltalk und anstoßen, kommt auch schon der erste Gang. Eine Gemüsesuppe mit Lachs. 

Zum Hauptgericht gibt es viel Fleisch, Kalb, Lanm und Pute, dazu diverse Gemüse, Kartoffeln und Kroketten. Alles sehr lecker. 

Zwischendurch stehen wir etwas auf der Terrasse, zum Glück spielt das Wetter mit. Dann kommt auch schon der Nachtisch, rote Grütze mit Eis. Inzwischen ist der Nachmittag schon ganz schön weit fortgeschritten, es gibt noch ein paar Spielchen und Reden und dann ist es Zeit sich zu verabschieden. 

Ich mache noch einen Umweg um den Freund meiner Tochter nach Hause zu bringen. Die Tankstellen hatte ich schon auf dem Hinweg beobachtet, an der günstigsten halte ich dann und mache noch mal voll. Wer weiß wie es weitergeht. 

Die Kinder haben keine Lust auf Hörbuch und so läuft ausnahmsweise Musik im Auto. Allerdings kann ich sie auch mit meiner Musikauswahl nicht immer begeistern. 

Wieder zu Hause werfe ich mich mit meinem Buch aufs Sofa. Das tut gut. Irgendwann kommt mein Sohn und will Fernsehen, aber anschließend werde ich noch weiter lesen, der Punkt wo ich aufhören kann ist definitiv überschritten. Nun will ich wissen wie es ausgeht.