Bei einem der Nähcamps in Leer, war ich mal wieder im Stoffladen. Ein bunter Stoff voller Eulen erregte meine Aufmerksamkeit. Aber er war doch ganz schön auffällig und so ließ ich ihn dort. Auf dem Rückweg ärgerte ich mich. Da rief meine Freundin an, ob ich ihr noch was mitbringen könnte, klar konnte ich. Also wieder zurück zum Stoffladen und diesmal kam ich an den Eulen nicht vorbei, nahm aber nur ein kleines Stück mit.
Wieder zu Hause war ich mir nicht so sicher ob der Stoff eine gute Idee war und er landete erstmal länger im Schrank. Dafür war er aber definitiv zu schade und so suchte ich jetzt endlich nach einem passenden Kombistoff und wurde auch fündig. Im Januar traf ich mich mit meiner Freundin zum zuschneiden. Ich hatte, unter anderem den Hoodieschnitt aus dem Klimpergross Buch dabei. Das Vorderteil habe ich unterteilt um den Eulenstoff in Szene zu setzen. Mit der Bauchtasche habe ich gezögert, ob es nicht zu viele Eulen sind, mich aber dann doch dafür entschieden. Die zugeschnittenen Teile packte ich dann ein, fürs Nähcamp im Februar in Ratzeburg.
Weil ich den Hoodie gerne diesen Winter noch tragen wollte, hatte ich entschieden ihn gleich als erstes zu nähen. Dabei fiel mir auf, dass ich vergessen hatte das Futter für die Kapuze und die Tasche zuzuschneiden. Dummerweise hatte ich keinen passenden Jersey dabei, daher beschloss ich am Samstag in den Stoffladen zu fahren. Samstag war der Tag, wo das Wetter hier umschlug, es begann auf den stark gefrorenen Boden zu regnen und ich wollte ungern mit dem Auto in die nächste Stadt fahren. Alles hatte sich gegen den Pulli verschworen, aber eine Idee kam mir noch und die setzte ich um. Ich googelte nach Geschäften in Ratzeburg, groß war die Auswahl nicht, und machte mich dann zu Fuß auf den Weg zu einem Textildiscount, man hätte schön am See langlaufen können, aber dort waren die Wege spiegelglatt, also an der Hauptstraße lang. Dort fand ich ein dunkelblaues T-Shirt und griff zu. Zurück nahm ich den Bus zur Jugendherberge. Dort konnte ich die letzten Teile aus dem T-Shirt zuschneiden und den Hoodie nähen.
Dafür das er mich soviel Zeit gekostet, gefällt mir der Pulli jetzt richtig gut. Auffällig ist er natürlich schon, aber der Welt schadet Farbe definitiv nicht. Aber für all das Chaos habe ich mir das gleichnamige Kreuz bei Antetannis Bingo verdient.




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