Sonntag, 26. April 2026

Kunst auf St. Pauli


In den Ferien Anfang des Monats habe ich einen weiteren Spaziergang gemacht. Meine Tochter und ich hatten einen gemeinsamen freien Tag, das Wetter war schön und ich hatte keine Lust, dass sie nur faul im Bett rumlungert. Darum habe ich sie genötigt mit mir gemeinsam einen Gang zu machen. Dazu habe ich mir das Buch „Spaziergänge zur Kunst in Hamburg“ aus dem Regal gezogen. Fünf Touren sind drin, weil ich weiß was meine Tochter mag, habe ich mich für „von St. Pauli nach Altona“ entschieden. Ich habe unmengen Fotos gemacht und hatte ganz große Schwierigkeiten mich für 20 zu entscheiden, so viele schöne musste ich raus löschen. Aber nun geht es erstmal los. 



Wir starten am Bismarck Denkmal, interessante Perspektive, ich mag es so mit den Graffiti, sieht nicht ganz so Ernst aus. Leider steht die Sonne ganz schlecht für ein Foto. 



Weiter geht es Richtung Reeperbahn. Von hier aus tanzen die Tanzenden Türme nicht so wirklich. 



An dieser Ecke steht einfach einer an der Hauswand und begrüßt uns, total sympathisch. 



An der Davidwache kommen wir wieder auf die Reeperbahn und laufen ein Stück auf ihr entlang.



Und statten Hans Albers einen Besuch ab. Bronze von Jörg Immendorff, 1986.



Wir tauchen wieder in die kleinen Nebenstraßen ein und kommen an der „Dame mit Basilikum“ vorbei, handgemalte Werbung, 2018 von Andreas Preis.



In der großen Freiheit gibt es nicht nur Bars und Nachtclubs, sondern auch eine katholische Kirche, schon seit 1721, wirklich skurril wenn man davor steht und den Blick von einer Straßenseite zur anderen wandern lässt. Leider habe ich keine Informationen zu dieser Skulptur gefunden, fand sie aber sehr ansprechend. 



Angekommen am Beatlesplatz, interessiert meine Tochter so gar nicht. 



Also gehen wir weiter. Leider wurde auf diesem Graffito schon wieder rumgeschmiert. 



Wir gehen Richtung Hafen und kommen am Antonipark raus. Wir stehen auf dem Dach einer Sporthalle und genießen den Ausblick mit den Palmen aus Stahl. 



Treppabwärts zur Hafenstraße kommen wir an diesen Biertanks vorbei. Der spanische Künstler Oscar San Miguel Erice hat sie bemalt. 



Nun geht es lange an der Elbe entlang. Hier blickt die „Madonna der Seefahrt“ Richtung Meer. Sie erinnert an die Menschen, die auf See geblieben sind. Der Künstler Manfred Sihle-Wissel hat sie 1985 erschaffen. 



Wir überqueren den Fischmarkt und kommen an der Fischauktionshalle vorbei. 



Immer mit Blick auf die Elbe. 




Hier stehen auch Popeye und Olivia, von Erich Gerer aus Holz geschnitzt. 



Ein weiteres Mural, „Frauen bei der Kaffee-, Tabak- und Bananenernte“ von Hildegund Schuster von 1994. Das Werk gehört zur Frauen Freiluft Galerie und es gibt noch mehr Kunstwerke, die Frauenarbeit um das Thema Hafen zeigen. 



Direkt vorm Dockland steht die Skulptur „Die Elbe“ von Wieland Förster.



Wir machen uns daran den Elbhang wieder hochzusteigen, ganz schön viele Treppen. Unterwegs stoßen wir auf „Die Auswanderer“, die Kroatin Ljubica Matulec hat sie aus Holz geschnitzt. Ich finde man erkennt das Gedränge auf die Schiffe und die Not der Menschen sehr gut. 



Oben angekommen steht man auf dem Altonaer Balkon und hat einen schönen Blick Elbauf und -ab. Hinter uns steht Gerhard Brandes „Maritim“, drei Fischer mit ihren Rudern, auf ihrem Schiff. 



Ein Kunstwerk, das sich erst auf den zweiten Blick erschließt, mich dann aber umso mehr beeindruckt. Im Hintergrund ist das Altonaer Rathaus. Der schwarze Betonstein davor, „Black Form“, ist von Sol LeWitt und erinnert an die Juden, die aus Altona vertrieben wurden und eine Lücke hinterlassen haben, die niemals geschlossen werden kann. 



Kurz vorm Altonaer Bahnhof gehen wir noch am Stuhlmannbrunnen vorbei. Ein wirklich beeindruckendes Wasserspiel, das Paul Türpe schon 1899 erstellt hat. Zwei Zentauren kämpfen um einen Fisch. Sie stehen für Hamburg und Altona und den Streit um die Fischrechte. Ein Bürger aus Altona, Günther Ludwig Stuhlmann hat ihn gespendet, daher der Name. 


Nun waren wir lange genug unterwegs, uns ist warm und wir haben Hunger (Getränke hatten wir dabei). Darum essen wir nun noch eine Kleinigkeit und dann geht es mit der Bahn wieder nach Hause. Diesen wirklich ganz wunderbaren Spaziergang verlinke ich wieder bei Heikes Monatsspaziergängen.

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