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Sonntag, 25. Oktober 2026

Bergedorf

Die Herbstferien waren irgendwie zu kurz und zu nass. Von dem was ich mir vorgenommen hatte, habe ich nahezu nichts geschafft. Aber zumindest habe ich den vergangenen Dienstag noch für einen Spaziergang in Hamburg Bergedorf genutzt.


Gleich gegenüber vom Bahnhof liegt der Serrahn Hafen, von hier wurde schon früh Getreide oder Holz zum Beispiel nach Hamburg verschifft. Mich sprach das Bild mit dem Reiher an.


Es gibt auch noch einen alten Lastkran und im Hintergrund auf dem Wasser steht wieder eine der vier Skulpturen Männer auf Bojen von Stephan Balkenhol. Als ich an der Elbe unterwegs war, habe ich euch auch schon einen gezeigt, die anderen beiden stehen in der Außenalster und in der Süderelbe in Wilhelmsburg.


Immer noch im Serrahnhafen liegt ein Nachbau eines historischen Vierländer Gemüseewers.


Im alten Ortskern gibt es ein paar hübsche alte Fachwerkhäuser.


Außerdem die Fachwerkkirche St. Petri und Pauli aus dem 18. Jahrhundert. Dazu gehört auch ein hübsches Organistenhaus, in dem der Komponist Johann Adolf Hasse geboren wurde. Leider ist dort gerade Baustelle.


Hier gefiel mir der Schriftzug.


Am Wochenmarkt vorbei geht es Richtung Schlossgarten, dass hier müsste der Schlossgraben sein. 


Das Schloss kommt aber erst später, nun laufe ich erstmal diese hübsche Allee an der Bille entlang.


Hier gibt es auch einen Gemeinschaftsgarten mit diversen Beeten. Ein Schild verrät, dass man sich gerne beteiligen darf und zu einem Treffen kommen.


Die Bergedorfer Mühle, 1831 zum mahlen von Eichenrinde errichtet, später dann als Kornmühle genutzt. Sie kann besichtigt werden und funktioniert noch. 


Aber nun geht es zum Schloss, leider sind drei Seiten eingerüstet, aber hier erkennt man, wie es ausschaut. Schon in der Hansezeit stand hier eine Wasserburg, immer wieder wurde über-, um- und angebaut und für diverse Zwecke verwendet. 


Über den Schlossgraben führt, unter anderem, diese hübsche kleine Brücke.


Haupteingang vom Schloss.


Und der Innenhof. Das Schloss könnte man auch besichtigen, es ist ein Museum.


Aber hier ändert mein Herbstspaziergang und ich gehe wieder Richtung Bahnhof. Das Wetter hat fast mitgespielt, nur ab und an einzelne Tropfen, aber Wind und Temperaturen waren schon sehr herbstlich, dazu all die bunten Blätter, da kreuze ich bei Antetannis Bingo das Feld "Der Herbst ist da" an. Und meinen Spaziergang verlinke ich bei Heikes Monatsspaziergängen.









Sonntag, 16. August 2026

Blankenese

 

Ich habe die letzte Ferienwoche für einen weiteren Spaziergang genutzt. Es war sonnig und warm, aber nicht unerträglich heiß. Ich starte am Bahnhof Blankenese, der älteste Hamburgs von 1867.


Zunächst geht es durch Goßlers Park, mit zugehörigem Haus, 1790 von einem englischen Kaufmann erbaut worden. 


Das ist das Dehmelhaus, erbaut von Ida und Richard Dehmel. Hier gingen Anfang des letzten Jahrhunderts viele bekannte Schriftsteller und Künstler ein und aus.


Bergab durch den Schinkels Park.


Hotel und Gasthaus Falkenthal, das gibt es hier schon seit 1882. Damals gab es eine eigene Brücke, wo die Ausflugsdampfer anlegten. 


Hier geht die Straße ganz besonders nah am Elbstrand entlang.


Das ist Uwe der steckt schon seit 1975 hier. Das Schiff sollte geborgen werden, brach dabei aber in drei Teile, die dann Richtung Ufer geschleppt wurden. Bug und Mittelschiff wurden abtransportiert und ausgeschlachtet. Das Heck blieb erstmal liegen, um die Schuldfrage zu klären und dann fehlte das Geld und nun bleibt es als Erinnerung. 


Blick über die Elbe. 


Füße abkühlen.


Hier kann man nicht immer langgehen, aber momentan hat auch die Elbe weniger Wasser, auch wenn es hier nicht so auffällt. 


Ich laufe noch etwas den Strandweg entlang um die Füße zu trocknen, bevor ich die Schuhe wieder anziehe. 


Und mich an den Anstieg mache. Die Gegend heißt nicht umsonst Treppenviertel.


Von weiter oben hat man einen schönen Blick und es kommt sogar gerade ein Containerschiff.


Ein Stückchen Weg ohne Stufen, die Elbterrassen.


Hier gibt es einige hübsche Häuschen.


Fast alle mit Elbblick und unbezahlbar.


Wieder treppabwärts zum Blankeneser Leuchtturm.


Hölzerner Seemann am Wegesrand.


Und wieder hoch, langsam reicht es auch, das Handy sagt 30 Stockwerke wären es insgesamt gewesen. Aber ich muss ja wieder zurück zum Bahnhof.


Kurz vorm Ziel komme ich noch an dieser Kirche am Marktplatz vorbei und dann ist der nächste Supermarkt meiner, weil mir auf einer der vielen Treppen das Trinken ausgegangen ist. 





Sonntag, 19. Juli 2026

Langenhorn


Auch im Juli wollte ich wieder einen Spaziergang machen, weil aber sogar hier in Hamburg Sommer war, zum Glück nicht ganz so heiß wie in anderen Regionen, aber warm genug, zog es mich nicht ins Zentrum. Ich habe mal nach Alternativen geschaut und wurde mal wieder in obigem Buch fündig. Gesammelt werden alle Spaziergänge wieder bei Heikes Monatsspaziergängen.


Ich starte am U-Bahnhof Langenhorn Nord, momentan recht schwierig zu erreichen, weil teilweise Busersatzverkehr ist, aber zum Glück habe ich Zeit. Zunächst laufe ich an einem Graben entlang und ein paar Entenküken begleiten mich. Sowie ich stehen bleibe kommt die Mutter allerdings aus dem Wasser, sie scheinen füttern gewöhnt zu sein, da haben sie bei mir Pech. 


Weiter geht’s, am Bornbach entlang, schön schattig hier.


Ich befinde ich mich im Diekmoor, hier ist eine interessante Kleingartensiedlung. In den 20er Jahren gehörte das Grundstück einem jüdischen Kaufmann, er erlaube den umliegenden Bewohnern Gemüse auf seinem Land anzubauen. Später musste der Kaufmann Hamburg verlassen, die Nazis bestanden auf einen ordentlichen Verein und machten sich selber zum Vorstand. Nach dem Krieg hätte der Kaufmann den Gärtnern das Land gerne verkauft, aber es war nicht genug Geld da und so wurde es von einer Liegenschaft gekauft, die es heute noch besitzt. 


Der Bornach, hier überquere ich ihn und gehe in das angrenzende Wohngebiet. 



Linkerhand befinden sich hauptsächlich Reihenhäuser, vor einem steht diese Kiste „zu verschenken“. Sehr interessante Mischung, die beiden rechts unten dürfen mit mir weiterziehen.
Ein paar Meter weiter steht das Reihenhaus in dem Helmut Schmidt lebte und auch Staatsbesuch empfing, aber von der Straße aus sind nur die Überwachungskameras zu sehen. Man kann es auch nicht besichtigen, aber auf der Seite der Helmut und Loki Schmidt Stiftung einen virtuellen Rundgang machen. 


Ein paar Meter weiter stehe ich plötzlich im Wald und ein Hase läuft direkt auf mich zu. 


Ein weiteres Wohngebiet, hier wurde das Gelände des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll bebaut. Ich finde es wirklich gelungen, viele verschiedene Ein- und Mehrfamilienhäuser, mit breiten Grünstreifen an den Straßen und Anlagen zwischen den Häusern. 


Einige Teile des Krankenhauses stehen noch, hier die Gedenkstätte für die Opfer des Euthanasie Programms. Über 3600 Menschen wurden von hier in Tötungs- und Verwahranstalten deportiert, über 2400 von ihnen fanden dabei den Tod. 


Vom ehemaligen Krankenhaus übrig ist auch noch das Veranstaltungshaus


und der alte Wasserturm.


Die sandigen Böden und Kiefern fühlen sich für mich immer etwas dänisch an. 


Nun bin ich im Kiwittsmoor.


Hier gibt es ein schönes Naturbad und gar nicht voll.


Und wieder geht es durch eine Kleingartensiedlung, hier fand ich die Tür besonders nett. 


Fachwerkhaus von 1877, es gehörte früher dem Storchenvater, der hier nicht nur Störche aufpäppelte, und ist heute ein Restaurant. 


Noch ein Verschenkekasten, steht extra dran „Nicht tauschen! Nur rausnehmen!“, aber diesmal finde ich nichts interessantes.


Broder Heinrick Kirche


Was für ein schöner Weg mitten auf der Straße, rechts ist die eine Fahrbahn, links die andere und dazwischen ganz viel Platz zum gehen und sitzen. 


Das letzte Teil des Weges bin ich durch die Fritz-Schumacher-Siedlung gegangen. In den 20er Jahren wurde hier möglichst schnell, möglichst viel Wohnraum geschaffen. Leider nicht wirklich durchdacht, es fehlte an Geschäften und anderer Infrastruktur, der Weg in die Stadt war weit und die Billigbauweise rächte sich schnell. So bildete sich bald eine Siedlergemeinschaft und setzte sich für Verbesserungen und mehr Mitspracherecht ein. 

Und genau dort bin ich wieder am Bahnhof angekommen und mache mich auf den Heimweg. 
Und auch wenn ich am Freibad nur vorbei gegangen bin, so kreuze ich doch für diesen schönen Sommertag bei Antetannis Bingo das Feld „Sommerliebe“ an.