Dienstag, 30. Juni 2026

Mein Juni


Und schon ist der Juni wieder vorbei. Hier war die Hitzewelle nichts so lang, wie in vielen anderen Regionen, mir hat es aber absolut gereicht. Gerade an den heißen Tagen hatten wir zwei Schulabschlussfeiern, schön waren sie trotzdem. 

Von meinem Spaziergang an der Elbe habe ich euch schon erzählt. Direkt bei uns in der Straße war diesen Monat eine Wollmesse, für Wolle interessiere ich mich zwar kaum, aber wenn es schon mal so nah ist, sollte man es nutzen und es waren auch noch andere Dinge angekündigt. Ich fand es wirklich nett und ich hatte auch Glück, einer von den wenigen Stoffständen hatte genau, was ich brauchte. Dazu ein bisschen hübscher Schnick-Schnack, ich würde wieder hingehen. 



Letztes Wochenende fragte eine Freundin, ob ich spontan mitkommen würde zu „Der Norden singt“ und bevor ich über die Temperaturen oder irgendwelche Ausreden nachdenken konnte, habe ich lieber schnell zugesagt. Sonntag war es noch heiß, aber nicht unerträglich, im Schatten und mit etwas Wind ging es. Die Veranstaltung hat Spaß gemacht, auch wenn die Musikauswahl nicht meine war. Und obwohl hier absolut jeder singen durfte und nicht nur diejenigen, denen Gesang gegeben, kreuze ich trotzdem genau das bei Antetannis Bingo an.



Natürlich wurde im Juni auch gelesen, es wird wohl der letzte Bücherstapel in der Höhe sein, die Zeiten des Müßiggangs scheinen vorbei zu sein. Da das erste halbe Jahr geschafft ist, ziehe ich hier eine kurze Bilanz. In den vergangenen 181 Tagen habe ich 108 Bücher gelesen und 85 Bücher gehört, zusammen also 193 Bücher abgeschlossen, dass ist mehr als ein Buch pro Tag, wobei da auch sehr dünne Bändchen, Reiseführer oder auch mal ein Kochbuch dabei waren. 

Im Juni konnte mich „Where sleeping girls lie“ mitreißen, mal wieder ein Jugendbuch, aber tolle Charaktere und spannendes Setting. „Love me tender“ dagegen war eine sehr erschreckende, wahre Lebensgeschichte. 

Die Gedichte von Dagrun Hintze habe ich im vorbeigehen einfach mitgenommen und war richtig begeistert, total menschlich und gut verständlich, da brauche ich unbedingt mehr von. 

In „The impossible journey“ will der Autor alle Länder der Welt bereisen, ohne zu fliegen, zwischendurch kommt dann auch Corona. Spannend, aber leider nicht so schön erzählt. 

„Tobie Lolness“ ist der zweite Band, der erste war schon im Mai, beide zusammen bilden eine ganz zauberhafte Fantasygeschichte. 

Oliver Sacks kannte ich bisher nicht, er muss ein beeindruckender Mann gewesen sein, seine Lebensgeschichte ist jedenfalls sehr lesenswert. 

Über „Fourth Wing. Flammengeküsst“ würde ich gerne was schlechtes sagen, ich mag so gehypte Bücher nicht, aber trotz vieler Kleinigkeiten die mich stören, ist es einfach richtig gut. 

„Bright young women“ fand ich auch faszinierend, leider war das Ende etwas zu kurz und unbefriedigend.

Und der große Backstein ganz unten „Street Art is female“ war voller toller Bilder und ich habe viele, für mich, neue Künstlerinnen kennengelernt.


Dazu kamen zwölf Hörbücher. Die fantastische Geschichte des entflohenen Sklavenjungen „Washington Black“ hat mir gut gefallen. In „Second Class Citizen“ erzählt die Autorin von ihrem Leben, erst in Nigeria, später in England. Sie ist gerade erst 25 Jahre alt, als das Buch endet und schon so viel ererbt. 

In „Issa“ werden gleich die Geschichten mehrerer Generationen erzählt, auch sehr lesens-, beziehungsweise hörenswert. „Paradise Garden“ hat mich sehr mitgenommen, nur zum Schluss war es mir etwas zu unrealistisch. Und die Krimis von Sven Stricker sind immer hörenswert, da habe ich nun alle durch und muss warten, dass der nächste irgendwann erscheint. 


Und damit geht der Juni zu Ende, gerade genieße ich den Regen und hoffe, das die Temperatur hier drinnen noch weiter runtergehen. Drei Tage Schule sind noch, dann sind Ferien. Die Wochenenden sind schon gut verplant, ich werde euch spätestens am Ende des Monats davon berichten. Jetzt verlinke ich erstmal bei Birgitts Monatscollagen.





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