Eine Sache habe ich kurz vor den Sommerferien in einer Nacht und Nebel Aktion noch genäht. Eigentlich stand ich kurz vorm Umzug und hatte mehr als genug zu tun, aber dann kam noch was dazwischen. „Unsere“ Klassenlehrerin überlegte mit den Kindern zusammen, was man der anderen Schulbegleiterin zum Abschied schenken könnte. Es fehlten Ideen und der Notfallplan war, jeder malt ein Bild und es wird ein kleines Büchlein draus. Eine schöne Idee, aber sie hatte schon eins. Da kam mir die Idee, dass die Kinder stattdessen ein Stück Stoff bemalen und man daraus etwas näht. Mir war klar, dass das dann meine Aufgabe wäre und ich habe es tatsächlich geschafft noch kurz zu überlegen bevor ich den Vorschlag machte. Aber die Idee war zu gut, irgendwie würde ich das schon schaffen. Die Idee wurde dankbar angenommen und los ging es.
In der kurzen Zeit war eigentlich nur ein Kissen oder ein Einkaufsbeutel möglich. Kissen gefiel mir besser und ich fand auch noch ein neues Inlett zuhause, damit war die Entscheidung gefallen. Am selben Nachmittag bin ich zum Stoffladen im Nachbarort und habe ein paar Unis besorgt. Ich habe mich an ihren Vorlieben orientiert, gerne hätte ich rosa und grau Töne genommen, aber grau gab es gerade nicht, daher blau. Das Inlett ist 50cm groß und in der Klasse sind 24 Kinder. Das passte doch ganz gut, ich habe fünfundzwanzig 10cm Quadrate zugeschnitten und mit meinen Stoffmalstiften eingepackt. Am nächsten Tag durfte jedes Kind eins bemalen, wichtig war nur, dass der Name drauf ist, die meisten Kinder haben noch ein bisschen verziert. Das fünfundzwanzigste Quadrat hat die Lehrerin gestaltet.
Anschließend ging es ans zusammennähen, nicht schwierig, aber es dauert doch seine Zeit. Die Rückseite ist aus dem hellrosanen Stoff und mit einem Hotelverschluss. Zum Glück hat ausnahmsweise alles geklappt und so konnte ich das Kissen am nächsten Tag präsentieren. Alle waren begeistert und die Beschenkte hat sich unheimlich gefreut, so soll es sein.
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