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Dienstag, 9. Dezember 2025

Aus Eins mach Zwei


Im Herbst ging einer meiner Bettbezüge kaputt. Erst war es nur ein kleines Loch, aber der Stoff war großflächig sehr dünn und morsch, da war nichts mehr mit flicken und zwei Nächte später war das Loch auch schon riesig. Also habe ich mir einen neuen Bezug gekauft, schöne fand ich nicht oder unbezahlbar, so kaufte ich einfach irgendeinen. Normalerweise gebe ich den Kopfkissenbezug weiter, in der Größe habe ich kein Kissen. Aber nachdem ich ja nun Kissenbezüge selber nähe, beschloss ich den Stoff zu nutzen, um mir mal zum Bezug passende Kissen zu nähen, denn das hatte ich auch noch nicht. 



Obwohl die Kissen nur 30x35 cm groß sind, habe ich aus dem Kissenbezug nur zwei herausbekommen, obwohl der eigentlich 80x80 cm gross sein sollte. Aber zwei reichen ja auch. Die Bettwäsche ist hauptsächlich creme-weiß gemustert, mit einigen farbigen Ornamenten. Bei den Kissen ist nun eins schlicht und eins farbig. 



Genäht habe ich auch diese Kissenbezüge beim Nähcamp in Leer, in fünf Tagen schafft man doch einiges. Eigentlich war ich gerade in der schwarze Jogginghosen-Massenproduktion, aber ich brauchte zwischendurch mal was anderes. Die Seitennähte schließe ich gerne mit der Overlock, aber da war schwarz eingefädelt und ich hatte keine Lust zum umfädeln, zum Glück durfte ich kurz die Overlock meiner Sitznachbarin nutzen, sie hatte beige eingefädelt. Am Tag vorher hatte ich versucht Wäscheknöpfe zu kaufen, aber es gab keine, auch diese konnte mir eine Mitnäherin zur Verfügung stellen. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt also und darum kreuze ich genau das beim Bingo von Antetanni an und habe damit ein drittes Bingo. 




Stoff: Umcycling
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 14. Oktober 2025

Schlafenszeit


Ich habe eine seltsame Kopfkissen Vorliebe. Mein bevorzugtes Kissen ist klein und platt und es verdammt schwierig dafür Bezüge zu bekommen. Bei Bettwäsche für den Kinderwagen, wenn die Decke 80x80 cm groß ist, dann ist ein Kissenbezug in der passenden Größe dabei. Als die Kinder noch kleiner waren, habe ich auf den Flohmärkten immer nach solchen Garnituren geschaut. Die Bärchen oder Elefanten darauf störten mich nicht und den kleinen Deckenbezug habe ich weiter verschenkt. Inzwischen sind die Bezüge allerdings so mürbe, die reißen bei Berührung und solche Garnituren neu zu kaufen, nur für den Kissenbezug widerstrebt mir. 




Da lag die Idee nahe, sich selber Bezüge zu nähen. Die erste Version war aus einem alten Bettbezug, der hatte auch schon Löcher, aber auch noch gute Stellen. Weil es am einfachsten ist, habe ich einen Hotelverschluss gemacht. So richtig zufrieden war ich damit aber nicht, ich wühle nachts ganz schön und wende das Kissen auch häufig, da ist ein Hotelverschluss nicht praktisch. Von der zweiten Version habe ich leider kein Foto, da habe ich mich an einer verdeckten Knopfleiste versucht. Das hat gut geklappt, leider war der Stoff nicht so schön, recht rau und nach wenigen Wäschen schon nicht mehr schön. Aber da werden bestimmt noch einige Folgen. 




Vorher war mein Sohn dran, da liegt das Problem ähnlich, nur das das Kissen mit 40x60 cm etwas größer ist. Seine Tigerenten- und Tabalugabezüge waren auch sehr dünn. Und so habe ich auf dem Stoffmarkt, möglichst unbunte, glatte Stoffe gesucht. Unbunt war sein Wunsch, ich finde ja wer mit Tigerente darauf zufrieden ist könnte auch bunte nehmen, aber die wollte er nicht. 




Neben dem schwarzen mit den goldenen Blättern habe ich gleich noch einen blau-schwarz gemusterten Stoff mitgenommen. Beide wurden von meinem Sohn abgenommen. Wieder genäht mit verdeckter Knopfleiste. Hier sieht man dann auch gleich, dass Kissenbezüge bei uns nicht gebügelt werden, nicht mal fürs Foto. Ich weiß schon warum ich Bilder gerne vor der ersten Benutzung mache, aber der erste wurde dringend gebraucht. 




Zugeschnitten und genäht habe ich die Kissenbezüge beim Treffen der Patchworkgruppe. Eine Mitnäherin suchte Streifen für ihre Blöcke und so wurden die letzten Reste gleich weiterverarbeitet. In diesem Block sind sogar gleich beide Stoffe verwendet, den blaugemusterten erkennt man nur etwas schlecht. Sehr schön wenn so alles noch eine Verwendung findet. 




Bei Antetannis Bingo bringen mir zwei der Bezüge ein Kreuzchen. Der mit den Eicheln bei Naturmaterialien und der lilane bei Ich war ein Bettbezug und wurde zu einem Kissenbezug. 


Schnitt: Unnötig
Stoff: Upcycling & Stoffmarkt
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 20. April 2021

Sofakatze

Es ist schon einige Jahre her, dass wir in Dänemark im Urlaub waren. Dort entdeckte ich einen Laden dort gab es diese Batikshirts mit Tieren drauf. Ich mag Batik und im Urlaub gönne ich mir eher mal was. Eine Katze ist nicht meine erste Wahl, aber sie war schön bunt und ich mochte die lila Grundfarbe, darum habe ich mir ein Sweatshirt gekauft. 


Ich habe es wirklich sehr viel getragen, in den letzten Jahren nur noch zu Hause, aber auch das ging langsam nicht mehr. Die Katze war kaum noch bunt und an vielen Stellen, besonders an den Armen war er ganz schön durchgewetzt. Mit reparieren war nicht mehr viel, eigentlich Zeit in zu entsorgen, aber ich hing daran und so kam ich auf die Idee einen Kissen daraus zu machen. 


Der Plan war einfach, aus Vorder- und Rückseite wollte ich ein möglichst großes Rechteck herausschneiden. Dummerweise war vorne zwischen den Ohren der Halsausschnitt, und ich wollte die Ohren nicht abschneiden, darum habe ich einfach einen der Ärmel in den Halsausschnitt genäht. Das sah reichlich merkwürdig aus, aber abschließend konnte ich ein Rechteck schneiden. Die Bauchtasche blieb natürlich erhalten, was besonders die Kinder begeistert. Sie sitzen gerne da, das Kissen auf dem Schoß und die Hände in der Tasche. 


Stoff: Upcycling 

Dienstag, 18. August 2020

Abschiedsgeschenk

 Eine Sache habe ich kurz vor den Sommerferien in einer Nacht und Nebel Aktion noch genäht. Eigentlich stand ich kurz vorm Umzug und hatte mehr als genug zu tun, aber dann kam noch was dazwischen. „Unsere“ Klassenlehrerin überlegte mit den Kindern zusammen, was man der anderen Schulbegleiterin zum Abschied schenken könnte. Es fehlten Ideen und der Notfallplan war, jeder malt ein Bild und es wird ein kleines Büchlein draus. Eine schöne Idee, aber sie hatte schon eins. Da kam mir die Idee, dass die Kinder stattdessen ein Stück Stoff bemalen und man daraus etwas näht. Mir war klar, dass das dann meine Aufgabe wäre und ich habe es tatsächlich geschafft noch kurz zu überlegen bevor ich den Vorschlag machte. Aber die Idee war zu gut, irgendwie würde ich das schon schaffen. Die Idee wurde dankbar angenommen und los ging es. 


In der kurzen Zeit war eigentlich nur ein Kissen oder ein Einkaufsbeutel möglich. Kissen gefiel mir besser und ich fand auch noch ein neues Inlett zuhause, damit war die Entscheidung gefallen. Am selben Nachmittag bin ich zum Stoffladen im Nachbarort und habe ein paar Unis besorgt. Ich habe mich an ihren Vorlieben orientiert, gerne hätte ich rosa und grau Töne genommen, aber grau gab es gerade nicht, daher blau. Das Inlett ist 50cm groß und in der Klasse sind 24 Kinder. Das passte doch ganz gut, ich habe fünfundzwanzig 10cm  Quadrate zugeschnitten und mit meinen Stoffmalstiften eingepackt. Am nächsten Tag durfte jedes Kind eins bemalen, wichtig war nur, dass der Name drauf ist, die meisten Kinder haben noch ein bisschen verziert. Das fünfundzwanzigste Quadrat hat die Lehrerin gestaltet. 


Anschließend ging es ans zusammennähen, nicht schwierig, aber es dauert doch seine Zeit. Die Rückseite ist aus dem hellrosanen Stoff und mit einem Hotelverschluss. Zum Glück hat ausnahmsweise alles geklappt und so konnte ich das Kissen am nächsten Tag präsentieren. Alle waren begeistert und die Beschenkte hat sich unheimlich gefreut, so soll es sein. 

Verlinkt: DvD, Creative Lovers, Patchen & Quilten

Dienstag, 5. Mai 2020

Abendstern

Meine Tochter hat einen Teil der freien Zeit genutzt um aufzuräumen und auszumisten. Sehr sinnvoll und es ist tatsächlich einiges rausgeflogen. Sogar ein Kissen, dabei liebt sie Kissen, aber dieses gefiel ihr nicht. Ich machte ihr den Vorschlag, dass wir statt es zu entsorgen, einfach einen neuen Bezug nähen. Die Idee fand sie super, nur selber nähen wollte sie nicht. Wenn ich nähen sollte, so wollte ich mal wieder was mit Paper Piecing machen, darum habe ich ihr diverse Vorlagen gezeigt und sie sollte sich etwas aussuchen. 


Nachdem mein Sohn in den Osterferien den Herrn der Ringe gelesen hatte, haben wir gemeinsam den ersten Film gesehen. Er hat meiner Tochter nicht gefallen, aber sie mochte Arwen und ihren Abendstern und so hatte ich ihr auch dieses Bild gezeigt und es war ihr Favorit. Ich habe die Vorlage erstmal vergrößert und dann durfte meine Tochter sich Stoff aussuchen. 


Ich bewundere jeden der den Abendstern in Originalgrösse näht, ich fand die Teile so schon unheimlich klein. So richtig gut hat es beim Zusammennähen auch nicht geklappt. Aber das hat meine Tochter überhaupt nicht gestört. Sie findet es schön so wie es ist und die Farbauswahl ist auch richtig klasse. Um die Größe des Kissens zu erreichen brauchte es noch einen Rand, entweder in dem Hellblau aus der Mitte oder in dem Hellgrau mit den Sternen. Wie ihr seht hat sie sich für das Hellgrau entschieden, das habe ich dann auch gleich für die Rückseite genutzt. Und fertig war das Abendstern Kissen und meine Tochter ist glücklich. 

Vorlage: Fandom Stitches
Stoffe: Fundus
Gehört: „Sommer 1927“ von Bill Bryson

Montag, 18. November 2019

WGWK mein Tag

Heute ist mein Tag bei der der Weihnachtsgeschenke-Wanderkiste. Mein Dank gilt den diesjährigen Organisatorinnen, Nähkäschtle, Antetanni, Nealich und der dicke Opa, Maikäfer, H-M & C, Blumenwiese, Bonnbon und Zum Nähen in den Keller.


Als ich mich angemeldet habe, wusste ich gleich was ich machen wollte. Ich hatte ähnliche Kissen schon öfter gesehen und habe mich auf die Suche nach einer Anleitung gemacht. Fündig wurde ich bei „Piece by number“. Bunte Stoffe hatte ich in allen Farben, nur Hintergrundstoff wollte ich kaufen. Ich wusste allerdings sehr genau, wie er aussehen sollte. Zufälligerweise war ich in Hamburg und bin dort in einen Patchworkladen, er war sogar recht groß, aber es gab gar nichts in der Richtung, wie ich es suchte. Darum bin ich dann doch zu Ariane nach Lübeck gefahren (ja das ist Werbung, aber unbezahlt und aus Überzeugung). Dort habe ich genau den Stoff bekommen den ich suchte.


Das Nähen ging relativ zügig, inzwischen klappt das Nähen auf Papier sehr gut, Übung macht den Meister. Um die richtigen Farben am richtigen Ort zu haben, hatte ich mir das genau notiert und es ist auch gelungen. Drumherum kam noch ein grauer Rand, um auf die Kissengröße von 40 mal 40 cm zu kommen. Die Rückseite ist schlicht und mit einem Hotelverschluss. Innen ist ein einfaches Kissen vom Möbelschweden, das man natürlich beliebig austauschen kann.

Nun muss ich mir nur noch überlegen was ich aus der Geschenkekiste herausnehme. Immer diese schwierigen Entscheidungen.

Anleitung: Piece by number
Stoff: Fundus und Ariane B. 
Gehört: „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis 
Verlinkt: DvD, Creadienstag

Mittwoch, 21. November 2018

Dütt un datt

Langsam nährt sich das HerbstHandarbeitsBingo von 60 Grad Nord seinem Ende. Und obwohl ich in den letzten Monaten diverse Kreuzchen gemacht habe, war bisher noch kein Bingo dabei. Darum habe ich mich diese Woche nochmal richtig ins Zeug gelegt.

Ich schlafe nachts auf einem sehr kleinem, flachem Kissen. Es ist gar nicht leicht Bezüge dafür zu bekommen. Es ist die Größe von Kinderwagengarnituren, wo der passende Deckenbezug 80 x 80 cm groß ist. Und häufig sind dann auch noch niedliche Bärchenmotive oder ähnliches darauf. Aus diesem Grund kam ich schon früher auf die Idee einen Bezug zu nähen, aber ich mag nur ganz weiche Kissenbezüge und keinen Jersey. Das macht das ganze schwieriger als gedacht.


Meine Lieblingsbettwäsche ist aus Mako Satin, aber das gibt es nicht als Meterware. Manchmal ist die Lösung viel einfacher als man denkt. Zum Glück verschwand das Brett von meinem Kopf gerade noch rechtzeitig. Wenn ich Bettbezüge kaufe, ist schließlich immer ein Kopfkissenbezug dabei, zwar viel zu groß, aber da ich ihn eh nicht benutze kann ich ihn auch zerschneiden. Als ich anfangen wollte fiel mir das Zerschneiden eines neuen, heilen Bezuges schwer, aber ich hatte noch einen aussortierten Bettbezug liegen. Der hatte ein paar Löcher, aber viele Stellen waren noch gut und so habe ich zunächst diesen zerschnitten.


Knöpfe oder Reißverschluss habe ich mir gespart und mit Hotelverschluss gearbeitet. Allerdings habe ich den Umschlag etwas größer gemacht, es nervt mich, wenn das Kissen nachts raus kommt. Das passiert leicht da ich viel wühle und das Kissen häufig wende. Zugeschnitten habe ich nur ein Stoffstück, zweimal die Kissenhöhe, plus Umschlag, plus Nahtzugabe, das waren 85 cm und 42 cm Breite. Anschliessend die Enden umgenäht, gefaltet und beide Seiten verschlossen. Das ging ratzfatz und schon hatte ich einen passenden, ganz weichen Kissenbezug. Ich habe ihn schon aufgezogen und die erste Nacht drauf geschlafen, Probelauf bestanden. Das wird nicht der letzte gewesen sein.


Ein weiteres Kreuzchen gebe ich mir für „etwas mit Papier machen“. Mein Sohn hat schon mit der Weihnachtsbastelproduktion begonnen, er ist da sehr kreativ und braucht kaum Hilfe. Aber ich hatte vor kurzem bei Sabine Seyffert so eine nette Idee gesehen und ihm vorgeschlagen. Da ihm die Pilzketten auch gefielen haben wir am Montag gemeinsam gebastelt. Er meinte zwar, er hätte mir auch eine geschenkt, aber ich habe mir dann doch eine eigene gebastelt.


Am schwierigsten war es für mich das Buch zu zerstören. Obwohl es nichts seltenes war und ich nicht daran hing, fiel es mir unheimlich schwer. Alles andere ging zügig. Die weißen Punkte haben wir mit der Rückseite eines Bleistifts gestempelt. Eine schnelle, einfache Bastelei, die, wie ich finde, trotzdem sehr dekorativ ist.


 Und weil ich gestern Abend noch etwas Zeit hatte, habe ich noch etwas gehäkelt. Schon im Frühling hatte ich die Anleitung für diese kleinen Häuschen bei „Wir vom Ende der Straße“ entdeckt und gleich darauf das Blaue gehäkelt. Ich finde man kann sie schön als Band für Geschenke verwenden oder als Lesezeichen. Allerdings war mein Häuschen doch recht krumm und schief. Nun habe ich mir noch eine Chance gegeben und das rotbraune Haus gehäkelt, trotz sorgfältigem Zählen sieht es wieder seltsam aus. Ich habe nun beschlossen das sind Hexenhäuschen und die gehören so. An der Anleitung liegt es übrigens nicht, die ist gut.


Das macht diese Woche drei weitere Kreuzchen für mich. Am Freitag ist Finale, dann schaue ich mal was ich alles geschafft habe und wieviele Bingo zusammen gekommen sind. Eins sollte es jetzt mindestens sein.

Die Anleitungen habe ich selber entdeckt und bekomme keinerlei Zuwendungen dafür das ich sie hier verlinke, trotzdem ist es Werbung.
Verlinkt: Du für dich, WoF

Dienstag, 26. Juni 2018

Knochen zum Lesen


Vor einigen Jahren habe ich beim Wichteln diesen Leseknochen bekommen. Wie man sieht ist er genau meins, die Farben sind ein Traum und er liegt seitdem hier auf dem Sofa. Aber so richtig nutzen tue ich ihn nicht, ich habe einfach noch keine wirkliche Vewendungsmöglichkeit gefunden. Ich sitze deutlich lieber, als das ich liege und auch dann nicht auf dem Rücken, darum ist er fast aussschliesslich ein Dekokissen.


Ich schreibe fast, weil zumindest einmal in der Woche wird er doch benutzt. Unsere Babysitterin findet ihn ganz toll und liegt meistens darauf. Und weil sie kommende Woche Geburtstag hat, kam ich auf die Idee ihr einen eigenen Leseknochen zu nähen. Ich hatte schon einmal einen genäht, aber den fand ich zu klein, darum habe ich mir diesmal ein anderes Schnittmuster gesucht. Fündig geworden bin ich bei Leseknochen.net. Er ist nicht ganz so groß wie mein Bunter, aber zumindest nicht ganz so klein. 


Mit den Stoffen habe ich länger überlegt, ich meine zu wissen, dass sie rosa mag, darum habe ich mich für den Rehkitzstoff entschieden. Kombinieren wollte ich mit dem Grauen und einem Grau-Weiss-gestreiften. Leider habe ich den Gestreiften vorher gewaschen, zusammen mit anderen Sachen, danach war er hellrosa gebatikt und nach dem Entfärben war nicht nur das Rosa weg, sondern auch die Grauen Streifen. Es musste also ein anderer Stoff her, ich habe mich schließlich den Weißen, mit den kleinen grauen Glitzersternen genommen, den ich auch bei meinen Quiltblöcken verwende. 


Um die etwas knubbeligen Ecken zu überdecken habe ich zwei farblich passende Knöpfe angenäht, die ich heute morgen zufällig in einem kleinen Stoffladen in Bargteheide entdeckt habe. Ich finde die Farbkombination gelungen und hoffe dass er unserer Babysitterin auch gefällt, in ihre Wohnung passt und häufig verwendet wird. 

Das Schnittmuster habe ich selber entdeckt und den Stoff selber gekauft. Da ich euch den Schnitt verlinke, ist es trotzdem Werbung. Geld bekomme ich dafür nicht. 
Schnitt: Leseknochen.net
Stoff: Fundus
Gehört: „Der 50-jährige der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte“ von Mikael Bergstrand
Verlinkt: Creadienstag, HOT

Dienstag, 22. Mai 2018

Kaninchenkissen

Letztes Wochenende waren wir zu einer Einweihungsparty eingeladen. Lange habe ich überlegt was ich mitbringen soll und, wie so oft, hatte ich kurz vorher dann die Idee. Auf der Einladung waren die beiden Kaninchen der Gastgeberin und da ich weiß wie wichtig ihr ihre Haustiere sind, beschloss ich diese einzubeziehen.


Meine Wahl fiel auf Kissen, da die hoffentlich jeder verwenden kann. Eine Vorlage für die Hasen zu finden, gestaltete sich schwieriger. Bei Craftsy bin ich schließlich auf diese Foundation Paper Piecing Vorlage gestoßen. Sie war sehr klein und so habe ich sie zunächst von DIN A4 auf DIN A3 vergrößert. Die Farben habe ich so angepasst, dass sie den Originalen möglichst nahe kommen.


Trotz der Vergrößerung waren einige Teile wirklich sehr klein, aber das Nähen hat gut geklappt und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Das Drumherum hätte man vermutlich besser hinkriegen können, aber dafür das ich recht planlos vorgegangen bin, ist es doch ganz gut geworden. Was mich wirklich geärgert hat, ist dass die äußerste Umrandung ganz knapp zu schmal geworden ist. Ich musste dann noch einen weiteren Streifen annähen, der fast ausschließlich Nahtzugabe geworden ist.


Die Rückseite ist aus dem gleichen karierten Stoff, geschlossen wird es mit einem Hotelverschluss. Am Tag der Feier fiel mir auf, das ich vergessen habe, den Mund und die Pfoten aufzusticken. Ich habe mir die Kissen noch einmal genau angesehen und beschlossen hübscher können Sie nicht werden, mit nachträglichem Besticken könnte ich sie höchstens noch verhunzen.


Insgesamt war ich erstaunt wie lange ich gebraucht habe, ich war einige Tage beschäftigt, bis beide Kissen endlich fertig waren. Aber wenn das Geschenk dafür das richtige ist und gut ankommt mache ich das gerne. Das war nun mein zweites FPP Projekt (das erste war mein Papierboot) und es macht mir nicht nur Spaß, sondern ich mag auch die Ergebnisse. Mal sehen was mir als nächstes einfällt.




Anleitung: Dutch Rabbit von schenley's Pattern Store, gibt es bei Craftsy
Stoffe: Stoff & Stil
Stoff und Anleitung habe ich gekauft. 
Gehört: Zeitenzauber von Eva Völler
Verlinkt: Creadienstag, HOT

Dienstag, 23. Januar 2018

Tabletkissen

Meine Mutter hatte mir im November erzählt, dass sie öfter Schwierigkeiten mit dem Arm hat und sie vermutet das kommt vom Halten des Tablets. Sie hat dann versucht es weniger zu nutzen, war damit aber auch nicht glücklich.


Dadurch hatte ich eine gute Idee was ich ihr zum Geburtstag Anfang Dezember schenken kann. Zunächst habe ich nach dem passenden Schnitt gesucht, die meisten sagten mir von der Form her nicht zu. Es sollte auch eine gewisse Höhe haben, damit man alles gut erkennen kann. Fündig würde ich bei Karin von Quaaki Näherei. Das Schnittmuster musste man sich selber zusammen basteln, das ging aber problemlos.


Durch den Weihnachtsmarkt am dritten Advent, habe ich es leider nicht mehr rechtzeitig zu ihrem Geburtstag geschafft, aber zu Weihnachten war es dann endlich fertig. Ich hatte noch einen kleinen Rest von dem Eulenjeansstoff, daraus hatte ich ihr schon eine Tablethülle genäht. Sie mag Eulen sehr gerne und ich wusste das er ihr gefällt. Mit dem Kombistoff habe ich mich etwas schwer getan, aber ich glaube die Sterne passen ganz gut.


Und obwohl der Eulenjeansstoff sehr dehnbar ist, ließ sich das Kissen problemlos nähen und sogar die Ecken sehen gut aus. Gefüllt habe ich das ganze mit Styroporkügelchen, damit kann man es wunderbar in die Form knautschen die man möchte. Ich finde das Ergebnis machte einen guten Eindruck und was ich so gehört habe erfüllt es auch seinen Zweck. So soll es sein.


Schnitt: Quaaki Näherei
Eulenstoff: Alles für Selbermacher
Sternenstoff & Füllung: Stoff & Stil

Mittwoch, 13. Dezember 2017

WGWK mein Tag

Heute ist es soweit, ich darf mir bei der Weihnachtsgeschenkewanderkiste von Tatjana (Zum Nähen in den Keller) ein Geschenk aussuchen und ich weiss auch schon ganz genau welches meins wird. Das ich heute dran bin hatte ich natürlich schon wieder vergessen, zum Glück hat Tatjana das sehr gut organisiert, man kann immer nachlesen wer am nächsten Tag dran ist und eine Erinnerungsmail kam auch noch. Mir gefällt auch sehr gut, dass sie sich den Blog der dran ist genau anschaut und eine kleine Beschreibung liefert. Dadurch habe ich schon den einen oder anderen Blog kennengelernt.


Nun geht es bei der Weihnachtsgeschenkewanderkiste aber nicht nur darum sich Geschenke herauszunehmen, sondern ich muss auch wieder eins hinein legen. Einige Zeit habe ich hin und her überlegt, was ich nähen könnte, was auch einem völlig Unbekannten gefällt.
Irgendwo sah ich dann solch ein Bootkissen und fand es eine schöne Idee. Aber schon wieder ein Schnittmuster kaufen? Eigentlich habe ich doch recht viele und da wird doch auch irgendwas dabei sein? Mein Sohn hat mir die Entscheidung abgenommen, er brauchte ein Kissen für die Schule und als er das Segelbootkissen sah war er gleich überzeugt. Daraufhin habe ich das Schnittmuster gekauft und er hat sich  sein ganz persönliches Kissen selber genäht.


Für die Wanderkiste sollte es dann etwas weniger bunt sein und so bin ich bei maritimem Blau, Weiß und Rot geblieben. Das passende Webband fand sich sogar auch noch im Fundus. Da dieses Kissen weniger als Spielzeug, sondern mehr als Kissen gedacht ist, habe ich die Rückseite diesmal schlicht gelassen. So ist es im Ebook auch vorgesehen, aber mein Sohn hielt da wenig von.


Ich hoffe das Kissen gefällt jemandem und es darf sich bald auf die Reise machen. Mein Dank geht an Tatjana für die wirklich super Organisation.

Schnitt: Segelboot von binenstich
Stoff: Stoffmarkt
Gehört: Geratter diverser Nähmaschinen, genäht habe ich es beim Nähcamp in Jever
Verlinkt: Mittwochs mag ich

Dienstag, 26. September 2017

Segelboot

Mein Sohn hat dieses Schuljahr eine neue Deutschlehrerin bekommen und diese hat die letzte Schulstunde am Freitag zur Lesestunde erklärt. Jedes Kind bringt sich ein Buch, ein Kuscheltiere und ein Kissen mit und dann dürfen sie lesen. Eine schöne Idee, wie ich finde und mein Sohn war auch begeistert. Das richtige Stofftier war auch schnell ausgewählt, aber als er sein Kopfkissen einpacken wollte habe ich protestiert. Ein anderes Kissen hat er aber nicht, ihr erkennt das Problem?


Ich hatte gerade kürzlich beim Kreativbloggerwichteln von LunaJu ein Segelbootkissen gesehen und mir überlegt ob ich mir das Schnittmuster zulege. Als ich meinem Sohn die Bilder zeigte war er sofort begeistert und so kaufte ich es.


Die Stoffauswahl ging erstaunlich schnell, alle Stoffe stammen aus der Restekiste. Der Jeansstoff war mal eine Hose, der weiße Stoff eine Tischdecke, aus dem Bunten hatte ich mir mal Einkaufsbeutel genäht und aus dem Kuhfellstoff vor gefühlt 100 Jahren, bevor ich überhaupt nähen konnte, einen Rock. Ich habe die kleinen Teile genäht und appliziert, das zusammen Nähen hat mein Sohn selber übernommen.


Der Anker ist aus einem Gobelinstoff den ich mal für eine Tasche verwendet habe, ich fand ihn zwar etwas zu groß, aber mein Sohn wollte ihn unbedingt haben und es ist schließlich sein Schiff. Ich wollte eigentlich auch einen auf der Rückseite applizieren, wurde aber davon abgehalten, "Mama! Schiffe haben doch nur einen Anker!". Also muss diese Seite nun mit zwei Bullaugen auskommen, denn auch ein drittes war nicht erwünscht.
Am Freitag kann er nun das erste mal mit seinem selbstgemachten Kissen in die Schule ziehen und er freut sich jetzt schon darauf.

Schnitt: Segelboot von Binenstich
Stoffe: Reste
Dabei gehört: "Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge" von Bill Bryson