Was habe ich mich über diesen Pulli geärgert, er war schon im Frühling fertig, aber ich konnte mich nicht überwinden ihn zu tragen. Eigentlich hatte es ganz gut begonnen, im Stoffladen entdeckte ich den Rückenstoff, es war ein Rest und daher preiswert zu haben. Um einen Pulli daraus zu mache brauchte ich einen Kombistoff. Der graue mit den Federn war von der gleichen Qualität und Struktur, leider nicht gerade günstig, aber zusammen passte es schon.
Den Schnitt hatte ich noch von meinem Flauschpullover hier liegen und habe ihn wieder genutzt. Dummerweise habe ich zuerst die Vorderseite und die Kapuze zugeschnitten und anschließend den Rücken. Als ich die Ärmel zuschneiden wollte, stellte ich fest, der Stoff reichte nicht, er muss recht schmal gewesen sein. So was ärgerliches, ich überlegte hin und her, fand aber keine Lösung. Daher bin ich direkt vorm Nähcamp dann noch einmal in den Stoffladen, leider gab es keinen der beiden Stoffe mehr. Ich fand dann noch einen in gleicher Qualität und auch die Farbe stimmte, er war allerdings gemustert und eigentlich gefiel mir das nicht. Aber irgendwie wollte ich den Pulli auch fertig bekommen und so habe ich den Stoff gekauft.
Das Nähen ging dann immerhin ganz problemlos. Und trotzdem ärgerte ich mich bei jedem Blick auf den Pulli und habe ihn erstmal weggelegt. Im Sommer brauchte ich ihn dann auch nicht, aber jetzt habe ich ihn wieder hervorgeholt. Passen tut er immerhin und den Stoff finde ich immer noch schön. Jetzt bei den Fotos ist mir aufgefallen, das Muster auf den Ärmeln fällt gar nicht wirklich auf. Damit bleibt es zwar ein ziemlich teurer Pulli, aber ich glaube es wird Zeit, dass wir uns anfreunden.

