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Mittwoch, 6. Mai 2026

Pünktchen

 


Von meinem Spaziergang zur Kunst auf St. Pauli hatte ich euch schon berichtet. Von dem neuen T-Shirt, das ich dabei trug aber noch nicht. Darum kommt das nun heute endlich mal dran. Wie man sieht, sind die Bilder direkt am Fuße des Bismarck Denkmals entstanden. Es war einer der ersten sommerlichen Tage Anfang April, wo ein T-Shirt ausreichte. 



Beim Nähcamp in Ratzeburg haben wir ein bisschen Flohmarkt gemacht und unsere ungeliebten Stoffe verkauft, da entdeckte ich diesen, mit den vielen Punkten. Ich mochte die Punkte, ich mochte die Farbe und mit  6 Euro für 1,5 Meter mochte ich auch den Preis, als gekauft und auch gleich zugeschnitten. 


Bei dem Nähcamp hatte ich schon, mehr oder weniger erfolgreich, zwei T-Shirts  aus dem Klimpergross Buch genäht und weil der Schnitt schon da lag, habe ich ihn wieder genutzt. Ganz schlichter Raglanschnitt, zum nähen bin ich dann allerdings nicht mehr gekommen, das habe ich kurz darauf beim Treffen der Patchworkgruppe erledigt. Nun bin ich sehr froh über den Stoffkauf und mein schönes neues T-Shirt, es wird diesen Sommer bestimmt häufig zum Einsatz kommen. 



Bei Antetannis Bingo kreuze ich das Feld „Glück gehabt“ an, denn Glück hatte ich den schönen Stoff zu bekommen und pures Glück war unser Spaziergang, bei schönstem Wetter, an dem Tag. 


Schnitt: Raglanshirt aus Klimpergross
Stoff: Flohmarkt 
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 1. April 2026

Neuer Versuch

Ich versuche immer noch eine Jeans zu nähen, leider liegt zwischen den Versuchen immer viel zu viel Zeit, ich sollte das mal schneller hinbekommen. Aber jeder neue Versuch ist immer wieder ein Angang für mich. Der letzte Versuch war gar nicht ganz schlecht, aber beim Tragen saß sie dann doch nicht da wo sie hingehörte und so wird sie nur sehr selten getragen. 



Also ein weiterer Versuch. Ich habe wieder den Schnitt von Pattydoo genommen und etwas weiter angepasst. Genäht und auch gleich fotografiert habe ich sie letztes Jahr beim Nähcamp. Die Passformmängel vom Mal davor konnte ich tatsächlich beheben. Ich hatte wieder einen Rohling genäht und war zufrieden und meine Mitnäherinnen fanden die Passform gut und so habe ich sie fertig genäht. Beim Ansehen der Fotos fand ich die Passform hinten dann nicht mehr gut. 



Dazu kommt, dass der Stoff furchtbar ist, schaut mal auf meine Finger, nach dem nähen war alles blau, auch die Nähmaschine. Obwohl ich den Stoff vorgewaschen hatte, inzwischen ist die Hose schon öfter gewaschen und trotzdem färbt sie immer noch ab. Ausserdem beutelt der Stoff nach kurzem Tragen schon stark. Aber trotz all diesen Mängeln wird die Hose ab und an getragen. 



Nachdem ich letzte Woche mal wieder versucht habe Hosen zu kaufen, habe ich beschlossen ich muss das mit dem nähen ganz dringend voran treiben. Die Auswahl ist schon wieder kleiner geworden und die Preise höher. Falls jemand noch eine Quelle für Damenhosen in 38 Inch Länge hat, immer her damit. Aber nun habe ich erstmal Samstag auf dem Stoffmarkt zugeschlagen und hoffe, dass ich diesmal das Nähen schneller angehe und nicht wieder so lange Mut sammeln muss. Eigentlich weiß ich inzwischen doch wie es geht und auch was man gegen die Falten tut habe ich inzwischen auch rausbekommen.


Schnitt: Bootcut Jeans von Pattydoo
Stoff: weiß ich leider nicht mehr, ein Stoffladen in Hamburg
Verlinkt: Me Made Mittwoch


 


Und beim Bingo von Antetanni kreuze ich „Das ist für mich“ an. 


Mittwoch, 4. März 2026

Tageulen

Bei einem der Nähcamps in Leer, war ich mal wieder im Stoffladen. Ein bunter Stoff voller Eulen erregte meine Aufmerksamkeit. Aber er war doch ganz schön auffällig und so ließ ich ihn dort. Auf dem Rückweg ärgerte ich mich. Da rief meine Freundin an, ob ich ihr noch was mitbringen könnte, klar konnte ich. Also wieder zurück zum Stoffladen und diesmal kam ich an den Eulen nicht vorbei, nahm aber nur ein kleines Stück mit. 



Wieder zu Hause war ich mir nicht so sicher ob der Stoff eine gute Idee war und er landete erstmal länger im Schrank. Dafür war er aber definitiv zu schade und so suchte ich jetzt endlich nach einem passenden Kombistoff und wurde auch fündig. Im Januar traf ich mich mit meiner Freundin zum zuschneiden. Ich hatte, unter anderem den Hoodieschnitt aus dem Klimpergross Buch dabei. Das Vorderteil habe ich unterteilt um den Eulenstoff in Szene zu setzen. Mit der Bauchtasche habe ich gezögert, ob es nicht zu viele Eulen sind, mich aber dann doch dafür entschieden. Die zugeschnittenen Teile packte ich dann ein, fürs Nähcamp im Februar in Ratzeburg. 



Weil ich den Hoodie gerne diesen Winter noch tragen wollte, hatte ich entschieden ihn gleich als erstes zu nähen. Dabei fiel mir auf, dass ich vergessen hatte das Futter für die Kapuze und die Tasche zuzuschneiden. Dummerweise hatte ich keinen passenden Jersey dabei, daher beschloss ich am Samstag in den Stoffladen zu fahren. Samstag war der Tag, wo das Wetter hier umschlug, es begann auf den stark gefrorenen Boden zu regnen und ich wollte ungern mit dem Auto in die nächste Stadt fahren. Alles hatte sich gegen den Pulli verschworen, aber eine Idee kam mir noch und die setzte ich um. Ich googelte nach Geschäften in Ratzeburg, groß war die Auswahl nicht, und machte mich dann zu Fuß auf den Weg zu einem Textildiscount, man hätte schön am See langlaufen können, aber dort waren die Wege spiegelglatt, also an der Hauptstraße lang. Dort fand ich ein dunkelblaues T-Shirt und griff zu. Zurück nahm ich den Bus zur Jugendherberge. Dort konnte ich die letzten Teile aus dem T-Shirt zuschneiden und den Hoodie nähen. 



Dafür das er mich soviel Zeit gekostet, gefällt mir der Pulli jetzt richtig gut. Auffällig ist er natürlich schon, aber der Welt schadet Farbe definitiv nicht. Aber für all das Chaos habe ich mir das gleichnamige Kreuz bei Antetannis Bingo verdient. 


Schnitt: Hoodie aus dem Buch Klimpergross
Stoff: Eulen Stoffladen Leer, Bündchen Albstoffe, Sweat Tedox
Verlinkt: Me Made Mittwoch




Mittwoch, 4. Juni 2025

Bunt gestrichen

Endlich bin ich auch mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei, auch wenn es nur ein recht schlichtes T-Shirt ist. Der Stoff fiel mir in einem Newsletter auf, genau meins, nicht nur bunt, auch noch ein Motiv, das mir gefällt. Ich konnte mich noch zurückhalten und habe nicht gleich bestellt, aber als kurz darauf eine Aktion war und andere interessante Stoffe im Angebot, landete dieser mit im Warenkorb. 



Ich bin kein großer Fan von Panelstoffen, weil meistens die Größe auch nicht stimmt. Hier passt es ziemlich gut, nur etwas höher musste es sein. Wie schon bei meinem Pusteblumen-Shirt, habe ich die Schulternaht wieder etwas nach vorne verlegt. Dadurch reicht die Länge gerade so, ohne dass ich unten was anstückeln muss. Genäht habe ich das T-Shirt im Februar beim Nähcamp in der Jugendherberge Ratzeburg. Die Ärmel und die Rückseite sind aus den passenden, schlichten Kombistoff. 



Ein T-Shirt genau wie ich es mag, schön bunt, aber nicht zu knallig, kann man auch gut zur Arbeit tragen und ist momentan oft im Einsatz. Für das Kunterbunte gibt es ein Kreuz beim Bingo von Antetanni.




Schnitt: Männertreu von Print4Kids
Stoff: Stoffwelten



Mittwoch, 1. Januar 2025

Bunter Jahresbeginn


Beim ersten Me Made Mittwoch des Jahres gibt es meist Rückblicke, darum fange ich damit auch mal an. Im Jahr 2024 habe ich fünfmal teilgenommen, mit einem Kleid, dem gleichen Schnitt als Bluse, einer Strickjacke, einer Sommerhose und einem Hoodie. Ich habe noch mehr für mich genäht, aber das wurde dann anderweitig verbloggt. 



Aber ich habe auch noch was neues zu zeigen. Diesen Stoff hatte ich zusammen mit dem anderen regenbogenfarbenen auf dem Stoffmarkt gekauft. Dieser ist nicht ganz so knallig wie der andere, aber trotzdem genau meins und total schön. Ich bin kein großer Fan von Panelstoffen, aber hier war das Bild groß genug und es gab den passenden schlichten Kombistoff und so musste ich ihn haben. 



Beim Nähcamp wurde aus dem schönen Stoff dann ein weiterer schöner Hoodie. Gleicher Schnitt wie immer zügig genäht. Das Bündchen ist etwas weich, leider weiß ich nicht mehr wo ich es her habe. Ansonsten ist der Hoodie genau so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte und er wird sehr gerne getragen. 


Schnitt: Meine Vanja von meine Herzenswelt
Stoff: Der Pinke Knopf 
Verlinkt: Me Made Mittwoch




Und weil der Regenbogen auch ein Friedenssymbol ist, gibt es ein weiteres Kreuz beim Weihnachtsfreudenbingo und damit Bingo Nummer fünf und sechs, sehr schön symmetrisch. 

Mittwoch, 25. Dezember 2024

WKSA

 Jedes Jahr im Dezember ist auf dem Me Made Mittwoch Blog Weihnachtskleid Sew Along (WKSA). Ich verfolge das jedes Jahr mit großer Begeisterung, habe aber noch nie teilgenommen. Ein Weihnachtskleid brauche ich nicht und Weihnachtspulli Eins und Zwei habe ich einfach so genäht. Beide sind noch tragbar, so dass ich auch dieses Jahr nur bei den anderen schauen wollte. 




Am 20. Dezember erinnerte ich mich daran, dass es letztes Jahr Heiligabend viel zu warm war und ich es bereute kein tragbares T-Shirt untergezogen zu haben. Mein erster Gedanke war also, diesmal ein schlichtes, vorzeigbares Shirt unterzuziehen. Aber das ist ja auch langweilig, an Heiligabend soll es schließlich weihnachtlich sein und so fuhr ich, statt den Baum aufzustellen, zu dem Stoffladen hier in der Nähe. Leider schließt der am Jahresende und hatte nahezu nichts mehr. Das war also nichts. 



Am Samstag (21. Dezember) habe ich dann erstmal den Baum aufgestellt und geschmückt. Anschließend konnte ich meine Tochter überzeugen mit mir noch mal in die City zu fahren. Eigentlich wollte ich zu Karstadt, aber als wir schon in der U-Bahn saßen, fiel mir der Albstoffe Outlet ein. Da waren die Chancen auf Weihnachtsstoff bestimmt größer. Dummerweise macht der um 16 Uhr zu und es war 15:40 Uhr. Aber das haben wir geschafft, um 15:55 Uhr stürmten wir den Laden. Ich fragte gleich nach Weihnachtsjersey, es gab nur einen einzigen, ich nahm ihn und um 16 Uhr waren wir wieder draußen. Anschließend sind wir noch am Rande der Weihnachtsmärkte langgebummelt und haben was gegessen. Bei Karstadt waren wir auch noch, Weihnachtsstoffe hatten sie auch nicht (mehr?), Glück gehabt. 




Sonntag vor dem Konzert der Finkwarder Speeldeel habe ich noch schnell zugeschnitten. Meinen ganz normalen T-Shirt Schnitt, den ich immer verwende. Am Montag den 23. Dezember, nach dem großen Einkaufskampf, habe ich dann genäht. Als Halsbündchen habe ich die Bordüre genutzt, die bei Albstoffen häufig am Rand ist und mich meistens nur nervt, da der Stoff dadurch weniger breit ist. Aber hier passten die kleinen Sterne perfekt als Bündchen. Am 24. konnte ich das T-Shirt dann tragen. Und es war genau die richtige Entscheidung. Ich hatte noch meine Strickjacke angezogen, aber wir waren kaum drinnen, da hatte ich sie auch schon aus. Für Heiligabend ist ein T-Shirt für mich perfekt.




Schnitt: Männertreu von Print4Kids
Stoff: Albstoffe
Gehört: „Die Toten vom Gare D‘Austerlitz“ von Chris Lloyd
Verlinkt: Me Made Mittwoch, DvD und die Sterne bringen ein Kreuz beim Weihnachtsfreudenbingo


Mittwoch, 4. Dezember 2024

Hoodiezeit

Wenn es für T-Shirts zu kalt ist trage ich fast ausschließlich Hoodies. Die meisten sind inzwischen selbstgenäht, der letzte war der Regenbogenfarbene. Ich mag den Schnitt auch, aber was mich immer mehr stört, die Ärmel sind so eng, dass ich sie nicht hochschieben kann und das nervt mich immer mehr. 


Bei anderen Schnitten war es genau so, aber bei gekauften Hoodies ist es kein Problem. Darum habe ich von einem dieser den Schnitt abgenommen. Das hat soweit ganz gut geklappt, auf jeden Fall kann ich endlich mal die Ärmel hochschieben. Aber mein Bündchen war wohl zu weich, es wäre schön, wenn es etwas enger wäre und auch etwas breiter darf es beim nächsten mal sein. 



Den Stoff habe ich wieder vom Stoffmarkt, ich mochte die Farben. Den gleichen Stoff, nur in anderen Farben hatte ich hier schon einmal vernäht. Er ist schön warm und kuschelig. Die Gitarristen sind schön dezent, so dass man sie erst auf den zweiten Blick erkennt. Und so habe ich einen weiteren, recht schlichten Hoodie, für die Schule im Winter. Und ich weiß, das ich mit dem Schnitt weiterarbeiten kann, wenn ich es leger und mit lockeren Ärmeln möchte. 



Und weil die vielen kleinen Gitaristen bestimmt tolle Lieder spielen, verlinke ich das ganze nicht nur beim Me Made Mittwoch, sondern auch beim Weihnachtsfreudenbingo.




Mittwoch, 6. November 2024

Sommerhose

Eigentlich kam ich letztes Jahr schon auf die Idee mir eine Sommerhose zu nähen, aber dann zog es sich doch etwas. Anfang dieses Sommers kam ich auf die Idee zurück, immer Jeans, ist dann doch nicht optimal. Darum schaute ich mich nach einem passenden Schnitt um und landete ziemlich schnell bei der Palazzohose von Lillesol und Pelle. 


Der Schnitt war schnell gedruckt, geklebt, verlängert und ausgeschnitten. Aber der Stoff den ich dafür vorgesehen hatte, reichte nicht. Bei einem Treffen der Patchworkgruppe Nord bei NordOst hatte jemand Stoffe zum verschenken mitgebracht. Von einem naturfarbenen Stoff, der schon etwas vergilbt war, gab es mehrere Meter, was genau es war wusste die Verschenkende auch nicht. Um einen Schnitt auszuprobieren genau das richtige. Nach dem waschen war der Stoff heller und auch das vergilbte war weg, nur die äußerste Falte war noch zu erkennen. Der Stoff lag sehr schmal, aber es reichte trotzdem.


Beim nächsten Treffen der Patchworkgruppe nähte ich einen Großteil der Hose. Zu Hause folgte die Anprobe, Gummiband und Säume. Die Passform war in Ordnung und so hatte ich eine durchaus tragbare Hose. Allerdings in fast weiß, was ich gar nicht trage. Und so landete die Hose zusammen mit zwei weiteren und einem Beutel Farbe in der Waschmaschine. In dunkelblau kommt sie bestimmt häufiger zum Einsatz, auch wenn inzwischen schon September war. 


Die Fotos sind dann erst Halloween entstanden, erkennt man an den Socken. Beim Nähcamp fand sich jemand der Fotos gemacht hat, dummerweise hatte ich kein wirklich passendes T-Shirt dabei, guckt also lieber nur auf die Hose. Die Qualität des Stoffs ist allerdings nicht so gut, die Hose wird nicht ewig halten. Aber nun weiß ich ja, dass der Schnitt passt und gefällt und so nähe ich mir bestimmt noch weitere Palazzohosen. Hoffentlich dann nicht erst wieder im Herbst, sondern besser im Frühling. 


Schnitt: Palazzohose Lillesol Women No. 82
Stoff: Geschenk

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Ersatz

Schon im Jahr 2018 hatte ich mir, auch für mein erstes Nähblogger Treffen, meine erste Minna genäht. Der Stoff war damals gar nicht das, was ich wollte und ich hatte sie eher, als Probeteil genäht. Im Nachhinein war der Stoff aber perfekt und auch der Schnitt hat sich bewährt. Besonders im Frühling und Herbst ist die Jacke sehr häufig im Einsatz. Da wäre mal eine zweite zum Wechseln nicht schlecht, aber wieder hatte ich Schwierigkeiten den passenden Stoff zu finden. 


Bei einem meiner letzten Stoffmarktbesuche entdeckte ich diesen Traumbeerestoff, er war stark reduziert. Er wäre wohl nicht meine erste Wahl gewesen, aber er ist recht schlicht, die Qualität stimmt und bei dem Preis, habe ich dann doch zugeschlagen. Ich hatte erst überlegt die Blende, wie beim letzten Mal, aus der linken Stoffseite zu nähen, aber das war mir dann doch zu gelb. So ist die Jacke wieder recht schlicht, aber der Schnitt, mit der Taschenlösung gefällt mir immer noch und meistens ist das darunter sowieso bunt genug. 


Zugeschnitten habe ich die Jacke im Sommer beim Nähtreffen der Patchworkgruppe Nord bei NordOst. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen mal wieder öfter Patchwork zu machen, aber es gab dann doch andere Dinge die ich wichtiger fand. Zum Glück kann jeder Nähen was er mag. Da ich die Overlock aber nicht mitschleppe, habe ich die Jacke erst Anfang September genäht, als meine Freundin zu Besuch war. Ich bin immer wieder erstaunt wie schnell das geht, ein wirklich simpler Schnitt und trotzdem gefällt er mir wieder sehr gut. Jetzt im Herbst kam sie nur wenige Male zum Einsatz, die Temperaturen fielen so schnell, dass ich dann doch Pullis brauchte. Aber auch beim Tanzen ziehe ich sie gerne zwischendurch mal über und ansonsten kommt der nächste Frühling bestimmt. 

Der Hund will unbedingt spazieren gehen und hat keine Lust herumzustehen, daher zieht er meinen Arm immer in Richtung See. 


Schnitt: Minna von Fadenkäfer
Stoff: Traumbeere
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 1. Mai 2024

Gekürzt

Den Schnitt Käte habe ich nun schon zweimal genäht, das zweite Kleid habe ich gerade erst hier im Februar vorgestellt. Schon nach der ersten Version hatte ich beschlossen, den Schnitt auch mal in kurz auszuprobieren. Auf dem Stoffmarkt hatte ich den perfekten Stoff entdeckt. Er fühlt sich total schön an, etwas schwerer, gar nicht flutschig und hat einen schönen Fall. Mir gefallen auch Farbe und Muster und noch dazu war er unglaublich günstig. Sinnvoll wäre es ihn zu bügeln, besonders bevor man Fotos macht, merke ich mir dann fürs nächste mal  ;-) .


Genäht habe ich die Bluse wieder mal beim Nähcamp. Sie ist erstaunlich schnell genäht. Diesmal habe ich mich nur mit dem Beleg am Halsausschnitt etwas schwer getan, er ist nicht perfekt geworden. Weil der Stoff recht stark ausfranst habe ich den Saum zweimal umgeschlagen. Das hat den Fall stark verändert und man hat mir stark zugeraten es wieder aufzutrennen, aber ich hatte keine Lust. Ich mag es auch so.


Nun weiß ich der Schnitt funktioniert auch als Bluse gut, muss ich nur noch nach passenden Stoffen Ausschau halten. Einen hätte ich noch hier liegen, aber leider reicht da die Stoffmenge nicht. Beim nächsten mal würde ich die Taschen weglassen. Beim Kleid sind die super, aber bei einer Bluse brauche ich sie nicht. 

Schnitt: Käte von Prülla
Stoff: Stoffmarkt 
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 6. März 2024

Für Anlässe

Im letzten Sommer hatte ich mir ein langes Kleid genäht, ganz lang, so wie ich es nicht kaufen kann. Eigentlich war es ein Probestoff, aber da mir das Ergebnis so gut gefiel, wurde es gleich ausgeführt. Der Schnitt ist eigentlich ein kürzeres Kleid, ich hatte es großzügig verlängert, aber man kann nach dem Schnitt auch eine Bluse nähen. Eigentlich hatte ich das vor, aber dann entdeckte ich bei Karstadt, kurz vor der Schließung, einen Stoff, nicht ganz meine Farbe, aber eine tolle Qualität und ein schöner Fall. Ich konnte aber nur den Rest kaufen, abschneiden wollten sie nichts mehr. Bei einer Bluse wäre sehr viel übrig geblieben, das wäre schade drum und so beschloss ich, ein weiteres langes Kleid zu nähen. 



Der Schnitt ist wieder Käte von Prülla, ich mag die tiefen Kellerfalten vorne und hinten, sie sehen schick aus und machen das Kleid bequem. Zugeschnitten habe ich es erst kurz vor dem Nähcamp im Februar und anschließend auch eingepackt um es dort zu nähen. Das nähen ist wirklich schnell gemacht, ich war wieder erstaunt. Aber was wirklich aufwändig ist und dauert ist das abstecken des Saums. Zum Glück hatte ich eine Freundin dabei, die sich viel Zeit und Mühe damit gemacht hat, dass es gerade wird, während ich alles dagegen getan habe. Ich hasse stillstehen und es fällt mir unheimlich schwer, sie hat das trotzdem super hinbekommen.


Der Stoff ist für das Kleid genau so passend, wie ich mir das vorgestellt hatte. Genau richtig schwer, kein bisschen durchsichtig und sogar angenehm zu nähen. Schon beim Nähen hatte ich den Plan, es Anfang März zu einem 160. Geburtstag zu tragen (Zwillinge wurden 80). Gerne hätte ich eine farbenfrohe längere Kette dazu getragen, leider fand ich nicht wirklich das richtige, aber diese ging auch. Da es doch recht frisch war, hatte ich noch ein Jäckchen darüber gezogen,  das passte auch ganz gut. Wurde aber doch schnell wieder ausgezogen, im Saal war es warm.


Die Feier war sehr schön und das Kleid trägt sich toll. Um aus dem Schnitt eine Bluse zu machen habe ich übrigens noch einen anderen Stoff gefunden. Auch diese ist fertig geworden, der Schnitt funktioniert auch als Bluse gut, aber das zeige ich euch ein anderes mal. 


Schnitt: Käte von Prülla
Stoff: Karstadt
Verlinkt: Me Made Mittwoch



Mittwoch, 6. Dezember 2023

Noch mehr Merch

Kürzlich habe ich euch schon erzählt, dass es beim letzten Rollerderby Turnier einen Stand gab, der das St. Pauli Rollerderby Logo siebdruckte. Und natürlich habe ich, in einer Nacht und Nebel Aktion, nicht nur den Pulli für meinen Sohn zugeschnitten, sondern auch ein Vorderteil für mich. Zum Glück hatten wir ausreichend grauen Sweat vorrätig, der war zwar für etwas anderes geplant, aber das kann warten. Ich wollte einen legeren Schnitt und natürlich nicht noch irgendwas kleben oder abpausen und darum habe ich den Schnitt Cactus genommen, den hatte ich schon zweimal genäht, unter anderem hier.


Auch ich habe mich für den Druck in Rot entschieden, der Druck ist rechts etwas blasser als links, aber so schlimm finde ich das nicht. Im Gegensatz zu meinem Sohn habe ich mich für rote Bündchen entschieden, unser Stoffladen hatte einen Farbton, der super passte, nicht zu knallig. Nachdem ich die restlichen Teile in Ruhe zugeschnitten hatte, habe ich sie mitgenommen zum Nähcamp nach Leer und dort wurde ein Pulli daraus. 



Der Pulli war schnell genäht, die Kapuze habe ich nicht gefüttert, sie wird dann immer so schwer. Da der Stoff innen auch dunkelgrau ist, war das kein Problem. An den Ausschnitt habe ich einen Streifen vom Bündchen genäht, ich mag es, wenn die Farbe dort noch mal aufgenommen wird. Und fertig ist ein Hoodie, der mir richtig gut gefällt, besonders natürlich durch den Aufdruck, aber auch der Rest ist toll. 


Schnitt: Cactus von Erbsünde
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 1. November 2023

Herbstzeit Hoodiezeit

Im März war ich im Nähcamp in Rotenburg, wie so oft fehlte noch eine Kleinigkeit und ich musste in den Stoffladen vor Ort. Dort bin ich auch über einen Sweat gestolpert, der normalerweise nicht in mein Beuteschena passt, er war sehr pink. Aber mir gefiel das Muster und die knalligen Farben. Ein ganzer Pulli daraus wäre mir zu viel, aber es gab auch gleich den passenden Kombistoff und so wanderte beides in meinen Einkaufskorb. Länger hat die Suche nach dem passenden Bündchen gedauert, aber das entdeckte ich dann beim Stoffmarkt.


Über den Sommer lag der Stoff und wartete auf seine Bestimmung, im September habe ich ihn endlich zugeschnitten. Der Schnitt ist Kapuziert von Leni Pepunkt, davon habe ich schon zwei und trage sie gerne und er ist super um besondere Stoffe in Szene zu setzen. Das Nähen ging recht zügig, die erste Anprobe war frustrierend. Der Körper war zu eng und die Ärmel viel zu eng, am liebsten hätte ich ihn entsorgt, aber dass wäre natürlich schade um den schönen Stoff und so habe ich zähneknirschend links und rechts einen Streifen eingesetzt, vom Handgelenk bis zum Saum. Wenn ich ihn trage fällt das gar nicht so auf und so ist der Hoodie nun tragbar. Warum die ersten beiden deutlich besser passen ist mir allerdings schleierhaft.


Die Rückseite war eigentlich auch anders geplant, aber irgendwie hatte ich das Rückenteil 5cm zu kurz zugeschnitten. Erst habe ich überlegt vorne auch zu kürzen, aber mir gefiel die Länge und so blieb nur Rückseite verlängern. Zum Glück war von dem pinken Stoff noch genug übrig. Und nun seit ihr gefragt, meine Freundin war dabei, als ich ihn genäht habe und sie meinte, es würde schöner aussehen, den bunten Streifen unten, direkt über dem Bündchen anzusetzen. Ich bin immer dankbar für Vorschläge, aber das gefiel mir überhaupt nicht und so ist er mittig gelandet, wie man sieht. Was wäre eure Wahl gewesen, unten, mittig oder ganz anders? Ich bin jetzt mit dem Hoodie sehr zufrieden und hatte ihn heute gleich zur Schule an. 

Schnitt: „Kapuziert“ von Leni Pepunkt

Mittwoch, 5. Juli 2023

Ganz anders

Ich trage eigentlich immer Jeans mit T-Shirt oder Hoodie, je nach Jahreszeit. Dabei liebe ich auch lange Röcke oder Kleider. Die sind bei meiner Größe allerdings schwer zu bekommen, besonders da ich mit lang wirklich lang meine. Außerdem hat man mir öfter gesagt Hosen würden mir besser stehen. Eigentlich doof, besonders das es mir so im Kopf geblieben ist. Aber irgendwie ist mir das immer mehr egal und gerade dieses Jahr war mir nach was anderem. 


Zunächst habe ich einen meiner langen Röcke rausgeholt und mir ein T-Shirt dazu gekürzt. Ich finde bei Röcken müssen die T-Shirts kürzer sein, als ich sie gerne bei Jeans habe. Damit habe ich mich wohlgefühlt und beschlossen ich sollte ein paar kürzere T-Shirts nähen, um öfter mal Röcke zu tragen. Was ich aber wirklich wollte war ein langes Kleid, das einzige lange Kleid was ich jemals hatte war mein Hochzeitskleid, es wurde also Zeit. Beim letzten Nähcamp hatte sich jemand eine Käte Bluse genäht und irgendwie gefiel sie mir, schlicht, aber doch interessant. Der Schnitt beinhaltet auch ein Kleid und so habe ich ihn gekauft. 


Den Stoff habe ich bei Karstadt gefunden, ich suchte etwas günstiges, zum ausprobieren und dieser gefiel mir auch noch. Nach dem Waschen hatte er einen leichten Crinclelook, erst habe ich überlegt ihn zu bügeln, aber eigentlich gefiel er mir so besser. Das Kleid ist eigentlich knielang, ich habe also erstmal großzügig verlängert und zugeschnitten. Der Schnitt ist wirklich simpel, ein Vorderteil und ein Rückteil, beides mit großzügiger Kellerfalte und dann noch die Ärmel. Taschen hat es auch, so brauchte ich nicht selber basteln. Es war wirklich schnell genäht und ich hatte ausreichend verlängert, das Kleid lag unten auf dem Boden. Den schwierigsten Teil hat meine Freundin übernommen, während ich möglichst still dastand (nicht meine grösste Stärke), hat sie alles abgesteckt.


Inzwischen wurde das Kleid auch schon getragen, ich liebe die Länge und fühle mich wohl damit. Ich werde den Schnitt bestimmt noch öfter nähen, vielleicht auch knielang oder als Bluse. Ich glaube die Ärmel würde ich beim nächsten mal kürzen, vielleicht mache ich es hier auch noch. Die sind mir etwas zu lang. 

Schnitt: Käte von Prülla
Stoff: Karstadt
Gehört: „Pheromon“ von Rainer Wekwerth & Thariot
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 7. Juni 2023

Schlicht klappt nicht

Letzten Sommer hatte ich euch die ersten Alltagsshirts gezeigt, in den letzten Monaten sind ein paar weitere entstanden. Ich jetzt bin ich froh, dass ich sie habe, denn hier ist endlich der Sommer angekommen und ich trage sie mit großer Begeisterung. 


Diesen Stoff habe ich beim Stoffmarkt in Oldenburg im Frühjahr entdeckt. Ich war sofort hin und weg, so eine schöne Farbe und dann auch noch mit Walrössern, meinen absoluten Lieblingstieren. Der Preis hat mich dann endgültig umgehauen, anscheinend hat sich niemand sonst für den Stoff interessiert, er war mehrfach reduziert und inzwischen bei 3 Euro pro Meter angekommen. Manchmal ist es von Vorteil einen ungewöhnlichen Geschmack zu haben, ich habe gleich Stoff für zwei T-Shirts mitgenommen.



Ich hatte ausnahmsweise ausreichend Stoff und musste nicht kombinieren. Ich habe alles, inklusive Bündchen aus dem gleichen Stoff genäht und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. (Entschuldigt die schlechten Fotos, ich bin froh, wenn ich überhaupt ein Kind überzeugen kann schnell ein paar Fotos zu schiessen und habe dabei nicht bemerkt wie schief es sitzt.)



Zweites Shirt, gleicher Schnitt. Diesen Stoff habe ich von einer Freundin geschenkt bekommen, das Muster ist nicht ganz meins, aber die Farben sind schön. Es war nur ein Meter, darum musste ich wieder kombinieren, bei der Farbe war das mit schwarz am einfachsten. Genäht habe ich sie alle bei den letzten beiden Nähcamps.



Diese Fotos sind in Warnemünde am Strand entstanden, macht sie doch gleich viel sehenswerter. Ich hätte mir den Stoff nie gekauft, aber das Shirt gefällt mir jetzt richtig gut.



Diesen Stoff habe ich schon letztes Jahr auf dem Stoffmarkt entdeckt, er war erstaunlich unbunt, gefiel mir aber trotzdem. Ich wollte ihn nicht mit anderen Stoffen kombinieren und habe darum genug mitgenommen um auch die Ärmel aus diesem Stoff zuzuschneiden. Und dann kam es mal wieder anders als geplant. Der Stoff lag deutlich schmaler als andere und so konnte ich nicht Vorder- und Rückenteil daraus zuschneiden. Ich habe mich sehr geärgert und es erstmal liegen gelassen und dann Zähne knirschend die Rückseite aus schwarzem Jersey zugeschnitten.



So richtig überzeugt hat mich das nicht und dann auch noch mit schwarzem Halsbündchen, wurde es mir einfach zu trostlos. Und dann wurde aus dem schlicht unbunten Shirt wieder mal ein Regenbogen-Hingucker. Langsam wird das hier zum Running Gag, es kam doch schon häufiger vor, dass ich etwas schlicht plante und dann irgendwie ein Regenbogen sich reingemogelt hat. Um noch ein bisschen mehr Farbe reinzubringen, habe ich die Säume mit Regenbogenverlaufsgarn abgesteppt. Das sieht man fast nur auf der Rückseite, gefällt mir aber trotzdem. Die Fotos sind in Rostock bei praller Sonne entstanden, nachdem wir uns die Stadt angesehen haben. Dadurch sind erstens die Farben etwas blass und zweitens das Shirt schon reichlich durchgeschwitzt, aber immerhin habe ich Fotos. Und drei neue T-Shirts im Schrank, die ich jetzt gut gebrauchen kann.


Schnitt: Männertreu von Print4Kids
Stoff: Stoffmarkt & Geschenk
Verlinkt: Me Made Mittwoch