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Dienstag, 10. Februar 2026

Fail

Ich habe noch gar nicht alles gezeigt, was ich im November während der Schnittzeljagd von Lillesol und Pelle genäht habe. In Woche zwei war die Bluse Brisa dran. Ich dachte erst ich hätte keinen passenden Stoff, habe mich dann für einen dunkelblauen mit Ranken entschieden, eigentlich war er mit etwas zu steif, aber ich hoffte es würde gehen. 



Vor Blusen habe ich immer etwas Respekt, aber Schritt für Schritt ist das nähen eigentlich nicht schwierig. Bei den Ärmeln gibt es die Variante mit Manschetten oder Ballonärmel mit Gummi unten. Zweiteres mag ich gar nicht, also habe ich Manschetten genäht. Erst dachte ich die Schlitzversäuberung begreife ich nicht, aber auch das ging dann besser als gedacht. Bei Lillesol und Pelle wird häufig gekräuselt, hier auch wieder der Rücken, ich mag nicht kräuseln und das Ergebnis gefällt mir meist auch nicht, da würde ich beim nächsten Mal wohl eher eine Falte nähen. Die Möglichkeit wird im Schnittmuster sogar genannt, leider erst ganz hinten und dafür hätte man anders zuschneiden sollen (ja ich weiß, vorher alles lesen wäre sinnvoll). 



Und warum ist die Überschrift nun Fail? Auf den ersten Blick ist es nicht eindeutig, aber die Passform ist an einigen Stellen nicht gut. Der Halsausschnitt ist viel zu eng, ich habe die Knöpfe schon anders positioniert, aber man sieht trotzdem, dass der Kragen nicht so sitzt wie er soll, sondern viel zu weit auseinander. Eigentlich müsste der oberste Knopf sogar noch tiefer oder offen gelassen werden, damit es nicht komisch aussieht. 

Die Manschetten sind auch viel zu eng, ich habe gar nicht erst einen Knopf angenäht, denn sie überlappen überhaupt nicht. So sind sie nicht tragbar. Ansonsten ist der Sitz okay, darum überlege ich die Ärmel abzuschneiden und als Kurzarm umzunähen.

Noch einmal Nähen werde ich sie wohl er nicht, der kleine Ausschnitt stört mich doch sehr. Aber trotzdem bin ich froh sie genäht zu haben. Ich nähe ja hauptsächlich T-Shirts und Hoodies und da bin ich doch zwischendurch ganz froh, wenn mich etwas nötigt aus meiner Komfortzone herauszukommen und darum kreuze ich genau das bei Antetannis Bingo an. 



Schnitt: Brisa von Lillesol & Pelle
Stoff: Tedox
Gehört: „Dieser weite Weg“ von Isabel Allende
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Montag, 22. Dezember 2025

Musselinbluse

 


Ein weiterer Schnitt bei der Schnittzeljagd, von Lillesol und Pelle, dieses Jahr war das Kleid Laurelia. Das kann man auch in Tunikalänge nähen. Weil ich beim ersten Mal nähen immer unsicher bin mit der Passform, habe ich mich für die Tunikalänge entschieden, wenn es gut passt könnte ich ja immer noch ein Kleid nähen. Den Musselin hatte ich mal günstig gekauft und für diesen Schnitt kam er mir passend vor. 



In der Woche davor gab es auch schon eine Bluse, die zeige ich euch auch noch irgendwann, da war die Armkugel sehr eng. Darum habe ich hier nicht nur Körper und Ärmel verlängert, sondern auch die Armkugel größer gemacht. Das war eine gute Idee, die Passform ist diesmal zumindest besser. Was aber auch wieder nicht so richtig stimmt, irgendwie ist das Halsloch zu klein, dadurch rutscht die Bluse nach hinten. Den kleinen Kragen finde ich nicht so schön, aber die Biesen gefallen mir gut, auch wenn das nähen auf dem Musselin kein Spaß war. 



Genäht habe ich das ganze an meinem Geburtstag, ich war alleine und nach feiern war mir auch nicht zumute, aber zumindest einen kleinen Kuchen habe ich mir genommen. Und damit kann ich bei Antetannis Bingo auch endlich das Feld „Bei Kuchen oder Gebäck“ abhaken und das neunte Mal Bingo rufen. Es hat wieder etwas gedauert einen Fotografen zu finden und dann musste ich die Chance schnell nutzen, darum etwas faltig und nicht gerade gezogen, da hat meine Tochter keine Geduld für. 


Schnitt: Laurelia von Lillesol & Pelle
Stoff: Tedox
Gehört: „König von Albanien“ von Andreas Izquierdo
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 10. Dezember 2024

Schnittzeljagd

Im November habe ich euch meine Palazzohose gezeigt, die ich im September genäht hatte. Schon in den letzten Jahren habe ich interessiert die Schnittzeljagd (mit TT von Schnitt) von Lillesol und Pelle verfolgt und mich gefragt wer wohl so verrückt ist, jede Woche ein Schnitt zu nähen. Dieses Jahr begann die Schnittzeljagd allerdings mit der Palazzohose und die hatte ich nun ja schon fertig, warum also nicht mitmachen? Dafür das ich die Palazzohose bei Instagram gepostet habe, bekam ich den Blusenschnitt Linnea. Blusen trage ich eigentlich nie und im November habe ich auch kaum Zeit, aber ich muss den Schnitt ja nicht gleich nähen, ich kann ihn einfach auf der Festplatte schlummern lassen. 



Ja, so hatte ich es gedacht, aber ihr habt es schon bemerkt es kam anders. Gerade wenn ich wenig Zeit habe kommt es vor das ich mich frage staubsaugen oder nähen, entscheidungsunfreudig bin und am Ende einfach auf dem Sofa liege. Aber die Schnittzeljagd traf genau mein Motivationszentrum, trotz Stress habe ich freiwillig gesaugt um dann an die Nähmaschine zu dürfen. Klingt verrückt? Finde ich auch. Als erstes musste ich den passenden Stoff finden, viel Auswahl hatte ich nicht, das meiste reichte von der Länge nicht. Übrig blieb nur ein hellblauer Crinklestoff mit Lochstickerei. 



Das war eine besondere Herausforderung, besonders beim Zuschnitt und Bügeln konnte man den Stoff auch nicht. Ganz hat er auch nicht gereicht, ich musste die Ärmel stückeln. Aber da ich mir nicht sicher war, ob mir das Endergebnis überhaupt gefällt, war das auch in Ordnung so. Die Knopfleiste konnte ich ohne bügeln nicht akkurat genug nähen, sie überlappt nicht weit genug. Da ich aber auch keine passenden Knöpfe hatte, habe ich sie einfach ein Stück zugenäht. Ich finde das fällt gar nicht auf. Am Ende war ich erstaunt von der Passform, die Bluse sitzt recht gut und sogar die Abnäher sind fast da wo sie hingehören. Das Ergebnis ist durchaus tragbar, die Ärmel wären nicht gestückelt schöner, aber auch da passt die Länge gut und darum lasse ich sie so. Ich hatte überlegt kurze Ärnel draus zu machen. Ich kann mir gut vorstellen eine weitere Linnea zu nähen, am besten mit einem Stoff, den man auch bügeln kann, dann würde ich mich auch mal an die Manschetten wagen. 



Dafür das ich die Bluse in einer Woche genäht und gepostet habe, bekam ich dann einen Schnitt für ein Kleid, das gefiel mir nicht so richtig. Aber da die Bluse mich positiv überrascht hat und ich so einen Spaß dabei hatte, habe ich das Kleid auch genäht. Das Ergebnis war nicht überzeugend und es wird nicht über das Probekleid hinausgehen. Aber als letztes war dann ein Hoodie dran, das war natürlich wieder meins und ich zeige ihn euch irgendwann. Für die himmelblaue Bluse kreuze ich beim Weihnachtsfreudenbingo das Feld Himmel an. 


Schnitt: Linnea von Lillesol & Pelle
Stoff: Fundus
Gehört: „Miracle Creek“ von Angie Kim
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Mittwoch, 1. Mai 2024

Gekürzt

Den Schnitt Käte habe ich nun schon zweimal genäht, das zweite Kleid habe ich gerade erst hier im Februar vorgestellt. Schon nach der ersten Version hatte ich beschlossen, den Schnitt auch mal in kurz auszuprobieren. Auf dem Stoffmarkt hatte ich den perfekten Stoff entdeckt. Er fühlt sich total schön an, etwas schwerer, gar nicht flutschig und hat einen schönen Fall. Mir gefallen auch Farbe und Muster und noch dazu war er unglaublich günstig. Sinnvoll wäre es ihn zu bügeln, besonders bevor man Fotos macht, merke ich mir dann fürs nächste mal  ;-) .


Genäht habe ich die Bluse wieder mal beim Nähcamp. Sie ist erstaunlich schnell genäht. Diesmal habe ich mich nur mit dem Beleg am Halsausschnitt etwas schwer getan, er ist nicht perfekt geworden. Weil der Stoff recht stark ausfranst habe ich den Saum zweimal umgeschlagen. Das hat den Fall stark verändert und man hat mir stark zugeraten es wieder aufzutrennen, aber ich hatte keine Lust. Ich mag es auch so.


Nun weiß ich der Schnitt funktioniert auch als Bluse gut, muss ich nur noch nach passenden Stoffen Ausschau halten. Einen hätte ich noch hier liegen, aber leider reicht da die Stoffmenge nicht. Beim nächsten mal würde ich die Taschen weglassen. Beim Kleid sind die super, aber bei einer Bluse brauche ich sie nicht. 

Schnitt: Käte von Prülla
Stoff: Stoffmarkt 
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 4. September 2019

Blusenversuch

Nachdem ich Anfang des Jahres meine Blusen Teststrecke gestartet habe, war ich immer mal auf der Suche nach schönen Blusenstoffen. Auf dem letzten Stoffmarkt sprang mich dann ein gestreifter Blümchenstoff an, eigentlich nicht mein Beuteschema, aber irgendwie gefiel er mir trotzdem und da der Preis stimmte habe ich zugeschlagen. Von den ausprobierten Schnitten gefiel mir die Tunika Laboe von Pech und Schwefel am besten. Da auch die Passform in Ordnung war, brauchte ich mir mit der Schnittanpassung keine Arbeit machen.


Genäht habe ich die Bluse schon vor den Sommerferien bei Nana im Café Fingerhut. Die Bluse war zügig genäht und alles hat sehr gut geklappt, auch der Beleg ist sehr schön geworden. Ich war also sehr zufrieden mit dem Ergebnis, aber dann kam die Anprobe. Obwohl der Schnitt beim ersten Mal gepasst hat und ich nichts verändert habe und obwohl beide Stoffe nicht dehnbar waren, war die zweite Bluse deutlich enger. Ich war gefrustet und habe die Bluse in die Ecke geworfen, da blieb sie erstmal.


Für die Tonne war sie aber zu schade, also was tun? Erst dachte ich daran Streifen in die Seitennähte einzusetzen, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es am Ende gut ausschaut. Weil die Bluse besonders am Rücken zu eng saß, kam ich auf die Idee eine Art Kellerfalte einzunähen. Aber ist das im Nachhinein möglich und wenn ja, wie? Nach einiger Zeit des Grübelns habe ich beschlossen es einfach mal zu probieren. Von dem Stoff hatte ich noch ausreichend, aber irgendwie hatte ich mir in den Kopf gesetzt einen anderen Stoff zu nutzen. Am liebsten hätte ich ein schönes Rot gehabt, aber ich habe einfach kein passendes gefunden, darum wurde es dann Blau.


Bis zur Umsetzung lag die Bluse dann weiter rum, gestern war es endlich soweit und sie kam aus ihrer Ecke. Ganz mutig habe ich die Bluse eingeschnitten, ausgemessen und einen Keil konstruiert. Ich hatte keine Ahnung wie ich den ordentlich annähen sollte, aber ich habe einfach angefangen und war erstaunt wie gut das funktioniert hat. Der Schlitz ist richtig schick und ordentlich geworden, da hatte ich gar nicht mit gerechnet. Die Passform ist damit immer noch nicht perfekt, aber deutlich besser, so kann ich sie tragen. Der Stoff ist doch etwas blass für mich, kräftiger passt einfach besser und auch etwas zu steif für den Schnitt, zufrieden bin ich trotzdem.

Schnitt: Tunika Laboe von Pech und Schwefel
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Mittwoch, 6. März 2019

Blusenallerlei

Bevor ich irgendetwas anderes schreibe möchte ich sagen, dass ich keinen dieser Stoffe gekauft hätte. Ich habe letztes Jahr diverse Stoffe geschenkt bekommen, darunter diese leichten Blusenstoffe. Bisher habe ich fast ausschließlich Oberteile aus Jersey genäht, aber ich fand diese Stoffe waren der perfekte Anlass mal ein paar Webware-Schnitte zu testen. Genäht habe ich sie schon irgendwann beim Nähcamp, aber da sie mich nicht so richtig überzeugt haben, lagen sie bis heute hier rum. Ich finde allerdings auch die weniger gelungenen Teile sollten verbloggt werden und darum stand ich heute frierend (man sieht es teilweise) mit meiner Tochter im Garten und habe Fotos gemacht.


Der Stoff der mir am besten gefiel war dieser rote mit den weißen Pünktchen und darum habe ich den Schnitt gewählt, der mir am besten gefiel. Das ist der Schnitt HappyMe von Finas Ideen, mir gefiel besonders der Auschnitt. Das Ergebnis hat mich jedoch am wenigsten überzeugt, insgesamt ist die Bluse etwas eng und auf jeden Fall, trotz Verlängerung, zu kurz. Aber auch die kleinen Ärmelchen und die kleinen Falten an Schultern und Ärmeln passen einfach nicht zu mir. Den Schnitt werde ich wohl eher nicht noch einmal nähen.


Der zweite Versuch war die Bluse Anki von den Dreiem‘s. Hier gefallen mir die Ärmel deutlich besser und auch der Saum gefällt mir. Besonders das er hinten etwas länger und gerundet ist. Dafür finde ich den Ausschnitt weniger schön, er steht auch etwas ab. Aber abgesehen von dem seltsamen Stoff ist sie durchaus tragbar und natürlich werde ich das auch tun.


Alle drei Stoffe haben sich beim Nähen ordentlich gewehrt. Sie waren sehr flutschig und wollten nie dableiben wo sie sollten. Besonders die Belege wollten hinten und vorne nicht passen und ich habe an einigen Stellen ganz schön rumgefuscht. Während des Nähens war ich mir eigentlich sicher es kann überhaupt nichts tragbares mehr dabei rauskommen, dafür war ich von den Endergebnissen dann doch positiv überrascht.


Mein Favorit ist die Tunika Laboe von Pech und Schwefel, leider hat sie den merkwürdigsten Stoff abbekommen. Er ist sehr durchsichtig, man muss auf jeden Fall etwas darunter tragen und auch die Belege sind hässlich zu sehen. Dafür sitzt sie am besten, mir gefällt die ausgestellte Form und im Schnitt sind auch noch tolle Trompetenärmel enthalten, die ich aber für den ersten Versuch weggelassen habe.


Einzig beim Ausschnitt bin ich mir nicht ganz sicher ob das mein Favorit ist, mit dem durchsichtigen Stoff und sichtbaren Beleg aber auch etwas schwer zu beurteilen. Die Tunika werde ich irgendwann auf jeden Fall noch einmal nähen. Ob mit dem gleichen Ausschnitt oder ob ich mir einen der anderen daran bastele werde ich dann spontan entscheiden. Bis dahin verlinke ich meine Blusenparade erstmal beim Me Made Mittwoch.


Ich nenne ich die Schnitte, bekomme dafür keinerlei Vergütung, trotzdem ist dieser Post Werbung.