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Dienstag, 9. Juni 2026

Gewittertasche



Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich für meine Tochter eine Tasche für die Schule genäht. Genau nach ihren Wünschen, was Größe, Verschluss,… angeht. Sie war auch sehr glücklich damit, hat sie aber nur kurz genutzt, als sie bemerkte, sie braucht doch eine größere und ein Verschluss wäre auch nicht schlecht. Innerlich verdrehte ich die Augen, nicht dass ich es nicht schon vorgeschlagen hätte, aber ich blieb entspannt und ging wieder in die Planung. 




Kunstleder hatte ich nicht mehr genug, aber großzügigerweise durfte ich auch Jeans verwenden. Ich hatte Glück und meiner Tochter gefiel der, mit dem glitzernden Blitzmuster, der hier seit Jahren liegt. Da hatte ich mal für kleines Geld einen großen Coupon gekauft und bisher nur eine Crossbodybag daraus genäht. Auch dieses Mal entschied ich mich für einen Farbenmixschnitt, die Ruckzucktasche. Weil sie groß genug ist und recht schlicht. 



Gurtband und Reißverschluss wünschte meine Tochter in blau, das musste ich einkaufen, aber dann konnte ich auch mit dem nähen beginnen. Als Futter nahm ich wieder den gestreiften, weißen Stoff, vom letzten Mal. Innen gab es eine kleine Innentasche und außen ist auf einer Seite auch eine aufgesetzte Tasche. Ansonsten ist der Name Programm, sie ist wirklich zügig genäht.



Groß genug ist die Tasche auf jeden Fall auch, inzwischen ist sie täglich im Einsatz und meine Tochter ist zufrieden, das freut mich natürlich. Die vorherige Tasche wird natürlich auch noch genutzt, nur nicht mehr zur Schule. Und ich kann bei Antetannis Bingo das Feld „Ich bleib entspannt“ ankreuzen und damit das erste Mal Bingo rufen.




Schnitt: Ruckzuck Tasche von Farbenmix
Stoff: Karstadt (außen), Geschenk (innen)
Gehört: „Lieben“ von Emilia Roig

 

Dienstag, 19. Mai 2026

Frühstück


Ich habe mir vor vielen Jahren, bevor ich begonnen habe zu nähen, einen Brotkorb bei Dawanda gekauft. Er ist aus Jeans- und Eulenstoff und innen kariert und ich fand ihn toll. Ich mag ihn auch immer noch, aber inzwischen hat er seine besten Zeiten hinter sich. Außerdem reicht er zwar wenn ich mit den Kindern frühstücke, aber wenn wir Besuch haben ist er zu klein. Wie man auf dem Bild sieht, muss man immer aufpassen, dass die Brötchen nicht rauskullern. Deswegen hatte ich schon lange vor einen neuen zu nähen.



Bei Pattydoo gibt es eine Anleitung, um ein Utensilo nach Maß zu nähen, die habe ich genutzt. Ich habe das alte ausgemessen und dann überlegt wie viel größer es sein muss. Mir ein Schnittmuster gemalt und den Stoff zugeschnitten, außen wieder Jeans diesmal Hosenbeine mit Streifen und für innen habe ich mir einen Stoff mit Möwen aus der Kiste gegriffen. Genäht habe ich es beim Nähcamp in Ratzeburg. Schon dort kam es mir zu groß vor. Wieder zu Hause habe ich die Brötchen dann mal hineingegeben, gleiche Menge wie auf dem ersten Foto, und tatsächlich sie sehen etwas verloren aus.



Also habe ich mein Schnittmuster etwas verkleinert und einen weiteren genäht. Der Möwenstoff reichte zum Glück noch und Jeans ist auch immer ausreichend da, wenn auch ohne die netten Streifen. Und so gefällt mir die Größe und auch wenn die Brötchen noch größer sind oder es ein paar mehr werden, würden sie noch hineinpassen. 



Bei Stoffen mit Motivrichtung stehen beim Utensilo entweder innen die Möwen auf dem Kopf oder auf dem Umschlag. Aber das stört mich nicht so. Für das zu groß geratene Utensilo hat sich auch schon eine Abnehmerin gefunden. Meine Freundin war ganz begeistert, als ich es fertig genäht hatte und nachdem ich zu Hause getestet hatte, dass es mir wirklich zu groß war, habe ich es ihr überlassen. Sonst hätte ich mich vermutlich in den nächsten Jahren mit einem zu großen Brotkorb rumgeärgert, also win-win für alle.



 

Und weil es die Brötchen zum Frühstück natürlich nicht trocken gibt, sondern mit Wurst, Käse, Honig oder Marmelade, kreuze ich bei Antetannis Bingo „Marmelade zum Frühstück“ an.


Anleitung: Pattydoo
Stoff: Tedox & Reste
Gehört: „Vergiss mein nicht. Was bisher verloren war“ von Kerstin Gier

Mittwoch, 1. April 2026

Neuer Versuch

Ich versuche immer noch eine Jeans zu nähen, leider liegt zwischen den Versuchen immer viel zu viel Zeit, ich sollte das mal schneller hinbekommen. Aber jeder neue Versuch ist immer wieder ein Angang für mich. Der letzte Versuch war gar nicht ganz schlecht, aber beim Tragen saß sie dann doch nicht da wo sie hingehörte und so wird sie nur sehr selten getragen. 



Also ein weiterer Versuch. Ich habe wieder den Schnitt von Pattydoo genommen und etwas weiter angepasst. Genäht und auch gleich fotografiert habe ich sie letztes Jahr beim Nähcamp. Die Passformmängel vom Mal davor konnte ich tatsächlich beheben. Ich hatte wieder einen Rohling genäht und war zufrieden und meine Mitnäherinnen fanden die Passform gut und so habe ich sie fertig genäht. Beim Ansehen der Fotos fand ich die Passform hinten dann nicht mehr gut. 



Dazu kommt, dass der Stoff furchtbar ist, schaut mal auf meine Finger, nach dem nähen war alles blau, auch die Nähmaschine. Obwohl ich den Stoff vorgewaschen hatte, inzwischen ist die Hose schon öfter gewaschen und trotzdem färbt sie immer noch ab. Ausserdem beutelt der Stoff nach kurzem Tragen schon stark. Aber trotz all diesen Mängeln wird die Hose ab und an getragen. 



Nachdem ich letzte Woche mal wieder versucht habe Hosen zu kaufen, habe ich beschlossen ich muss das mit dem nähen ganz dringend voran treiben. Die Auswahl ist schon wieder kleiner geworden und die Preise höher. Falls jemand noch eine Quelle für Damenhosen in 38 Inch Länge hat, immer her damit. Aber nun habe ich erstmal Samstag auf dem Stoffmarkt zugeschlagen und hoffe, dass ich diesmal das Nähen schneller angehe und nicht wieder so lange Mut sammeln muss. Eigentlich weiß ich inzwischen doch wie es geht und auch was man gegen die Falten tut habe ich inzwischen auch rausbekommen.


Schnitt: Bootcut Jeans von Pattydoo
Stoff: weiß ich leider nicht mehr, ein Stoffladen in Hamburg
Verlinkt: Me Made Mittwoch


 


Und beim Bingo von Antetanni kreuze ich „Das ist für mich“ an. 


Dienstag, 28. Oktober 2025

Anpassungen über Anpassungen



Letzte Woche habe ich euch schon den Schlafanzug für meinen Sohn gezeigt. Das Problem mit den zu weiten Hosen gibt es natürlich auch bei Jeans. Tatsächlich wurde es einfacher, seit er Herrengrößen trägt. Die kleinste Herrengröße ist enger, als die Kindergrössen. Er mag gerne Hosen mit weitem Bein und Anfang des Jahres gab es davon hier nicht so viel Auswahl. Darum kam ich auf die Idee welche zu nähen. Es war gar nicht so leicht einen passenden Schnitt zu finden, einzig einer von McCalls entsprach seinen Vorstellungen. 




Also Schnitt gekauft, ausgedruckt, abgepaust und ausgeschnitten. Anschließend mit einer passenden Hose verglichen und da passte gar nichts. Ich habe kurz überlegt es einfach sein zu lassen, aber das wäre auch doof. Also versucht das Ganze anzupassen. Am Bund habe ich 16 cm rausgenommene und auch die Beine jeweils um 16 cm schmaler gemacht. So wirklich passte es damit immer noch nicht zu seiner Kaufhose, aber mehr habe ich mich nicht getraut. 



Weil ich nicht davon ausgegangen bin, etwas tragbares zu produzieren, habe ich Jeansreste verwendet. Natürlich hatte da da nicht ausreichend für die ganze Hose und so wurde ein Bein grau und eins blau, die Taschen hinten habe ich dann jeweils gegengleich gemacht. Das Nähen war ein großes Abenteuer, die Anleitung war grottenschlecht, ganz mies übersetzt, mit Fehlern und Angaben fehlten. Oft musste ich raten, ein Wunder das am Ende überhaupt eine Hose dabei herauskam. 



Da die beiden Jeansstoffe auch unterschiedlich dick waren, fallen die Beine auch etwas unterschiedlich. Aber das ist nicht das Hauptproblem, die Hose ist immer noch viel zu weit, am Bund müssen mindestens noch mal 16 cm raus, damit sie wirklich tragbar ist. Selbst der Gürtel hilft nicht wirklich, weil die ganze Mehrweite immer dazwischen rausrutscht. Aber was sind das bitte für merkwürdige Größen, wenn die kleinste Größe, verglichen mit der Kaufgröße über 30cm mehr Umfang hat. 
Den Sommer über trägt mein Sohn kurze Hosen, aber jetzt im Herbst war diese dann doch dran. Theoretisch gefällt sie ihm trotz der Weite und privat trägt er sie sogar ab und an. Das heißt wohl ich muss einen weiteren Versuch wagen, auch wenn ich da wenig Lust drauf habe. Ich mag gut sitzende Schnitte mit durchdachten Anleitungen. Aber gut, ich habe eine geschafft, mir immerhin Unmengen Notizen gemacht, dann schaffe ich auch eine zweite. 



„Aus großem wird kleines“ wäre das perfekte Feld für dieses Projekt, aber bei Antetannis Bingo gibt es das nur anders herum. Aber weil die Hose jetzt im Herbst zum Einsatz kommt kreuze ich stattdessen „denke ich an den Herbst“ an. 

Schnitt: M8536 von McCalls
Stoff: Reste
Verlinkt: DvDCreativsalat


Dienstag, 25. März 2025

Täschchen

Und schon wieder ein Täschchen. Ich brauchte noch ein kleines Geschenk für einen Hamburg-Fan. Genäht habe ich es schon im Herbst beim Nähcamp und inzwischen ist es verschenkt und auch gut angekommen.



Der Schnitt ist mal wieder die kleine Kosmetiktasche von Hansedelli, ich mag die Größe und die Anleitung ist super. Unten nehme ich gerne einen festeren Stoff, hier ein Stück einer alten Jeans, oben einen schlichten Rest, wo ich die Skyline aufgebügelt habe. Gefüttert ist das Ganze mit einem alten Kissenbezug, da war nur eine Seite durch und die andere noch wunderbar. 




Und weil Jeans, so wie Kopfkissenbezug, normalerweise im Müll gelandet wären, gibt es ein Kreuz beim Bingo von Antetanni für „Von wegen Müll“.




Schnitt: Kosmetiktasche von Hansedelli
Stoff: Upcycling & Ikea

Sonntag, 30. Juni 2024

KUSV Meow

 Finale!

Nein nicht beim Fußball, das interessiert mich international herzlich wenig, sondern bei der kreativen-UFO-Stoffverwertung von Augensternswelt. Den Teaser hatte ich euch ja schon gezeigt. Corona hatte ich mich etwas zurückgeworfen, aber ich bin noch rechtzeitig fertig geworden. Aber lieber von Anfang. 


Der Stoff kam rechtzeitig hier an, diesmal war wirklich viel Zeit zum nähen. Die Katzen fand ich total schön und niedlich, aber was sollte daraus werden? Mein Sohn brauchte kurze Hosen und so habe ich, wie jeden Frühling, die zu kurz gewordenen Jeans abgeschnitten (obenrum passen sie immer noch super). Dann lagen plötzlich die abgeschnittenen Hosenbeine neben dem Katzenstoff und die Kombination gefiel mir richtig gut. Gleich hatte ich eine Tasche vor Augen und bin gleich mal meine Schnittmuster durchgegangen, welches dem Bild am besten entspricht. Hängen geblieben bin ich beim Shopper Wendy von Pattydoo, ein Freebook. 


Wie gesagt wusste ich genau wie die Tasche aussehen soll und habe recht planlos angefangen. Es wurde viel schwieriger als gedacht. Die meisten Stoffe enthielten Elastan und zwar in unterschiedlichen Mengen. Alles dehnte und verzog sich unterschiedlich stark und Bügeln machte es kaum besser. Eine besondere Herausforderung hatte ich mir noch eingebaut, weil ich unbedingt zwei Katzenstoffstücke haben wollte. Ich habe das genähte öfter aufgetrennt oder wieder auseinandergeschnitten, aber irgendwann war doch die passende Größe, halbwegs eben, erreicht. Auf der Rückseite habe ich es mir leichter gemacht und nur ein Stück vom Katzenstoff verwendet. 


Gefüttert habe ich die Tasche mit einem alten Kopfkissenbezug, ich fand, der passte farblich sehr gut. Die Träger sind auch aus einer Jeans geschnitten, grau-schwarz gestreift. Und auch eine Reißverschlusstasche habe ich noch eingebaut, die fehlt mir bei einem ähnlichen Shopper. Sogar der Reißverschluss hatte früher mal eine andere Verwendung, also ein rundum Upcycling Projekt. 

Auch wenn das Nähen ein ganz schöner Kampf war, so gefällt mir das Ergebnis doch sehr gut und wird schon gerne genutzt. Den Schnitt nähe ich bestimmt noch einmal, beim nächsten mal würde ich die Träger etwas weiter außen anbringen, die sind mir zu mittig und so trägt sie sich auch nicht ganz so schön. 


Schnitt: Wendy von Pattydoo (Freebook)
Stoffe: Upcycling
Gehört: „Grenzfall“ von Anna Schneider




Montag, 17. Juni 2024

KUSV Teaser

Bei Augensternswelt geht die kreative UFO Stoffverwertung in die zweite Runde und ich darf wieder dabei sein. Beim letzten Mal gab es einen Käferstoff und ich habe mir ein Portmonee daraus genäht. 


Diesmal gab es einen Stoff mit ganz vielen Katzen. Als er hier ankam fand ich ihn total toll, aber ich hatte absolut keine Ahnung was ich daraus machen sollte. Also lag er hier dekorativ rum, damit mein Auge immer mal wieder darauf fallen konnte.

Zwischendurch war das Wetter tatsächlich mal besser und mein Sohn verlangte kurze Hosen. Also habe ich die zu kurzen genommen, abgeschnitten und gesäumt. Und da lagen die abgeschnittenen Hosenbeine neben dem Katzenstoff und plötzlich hatte ich eine Idee. 


Viel mehr kann ich euch allerdings nicht zeigen, eigentlich wollte ich schon viel weiter sein, aber die Erkältung von letzter Woche hat nun einen Namen, das zweite mal Corona. Und diesmal hat es mich ordentlich geplättet. Am Wochenende hatte ich mich eine halbe Stunde an den Tisch gesetzt um etwas zugeschnitten, anschließend war ich völlig ko und schweißgebadet. Ich komme also nur langsam voran. Zum Glück ist ja noch etwas Zeit. Bis zum 30. Juni werde ich es aber geschafft haben. 

Verlinkt: DvD

Dienstag, 21. Februar 2023

Mathekasten

Morgen hat „unser“ Klassenlehrer Geburtstag. Ein Schüler kam Anfang des Jahres nicht auf seinen Namen und sagte dann spontan „Herr Mathekasten“, der Spitzname ist hängengeblieben und wird vom Lehrer auch gemocht. Und so kamen die Schüler auf die Idee ihm ein Logo zu designen. Es wurden Ideen gesammelt und eine Schülerin hat es umgesetzt. Meine Aufgabe war es das Ganze zu plotten, damit es auf ein T-Shirt gebügelt werden kann. 


Da der Plotter schon mal lief, habe ich das Logo gleich noch einmal in klein schneiden lassen und auf Jeansstoff gebügelt. Daraus habe ich ein kleines Stiftetäschchen genäht. Ich hoffe so eins kann man als Lehrer immer gebrauchen. Es ist ansonsten ganz schlicht und mit einem Rest karierter Gardine gefüttert. 


Nun habe ich morgen auch eine Kleinigkeit die ich überreichen kann. Er macht nämlich einen sehr guten Job und es ist immer gut wenn die Zusammenarbeit so funktioniert. 


Schnitt: Stiftemäppchen Amelie von Xawam (Freebook)
Stoff: Reste
Gehört: Das Labyrinth von London von Benedict Jacka
Verlinkt: DvDCreativsalatHoT

Mittwoch, 2. Juni 2021

Weiterer Jeansversuch


Ich bin immer noch dabei eine vernünftige Hose zu nähen, kürzlich habe ich einen weiteren Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich die Bootcut Jeans von Pattydoo gewählt. Die Nähanleitung besteht aus mehreren detaillierten Videos. Eigentlich bin ich kein Fan von Videos. Aber bei etwas so aufwändigem sind sie doch sehr praktisch. Man schneidet zunächst mit großzügiger Nahtzugabe zu und näht einen Rohling, bevor man aus dem selben Stoffstück die richtige Hose näht. Der Rohling war eine gute Idee, ich musste doch einiges anpassen. 


Den Stoff habe ich recht günstig bei Buttinette im Ausverkauf erstanden. Ich war mir nicht sicher wie tragbar das Ergebnis wird und wollte nicht soviel Geld ausgeben. Bisher hatte ich Jeansstoffe meist bei Stoff und Stil gekauft, die Qualität war besser und der Preis in Ordnung. Leider ist der Stoff dort nur 120 cm breit und ich brauche die doppelte Hosenlänge an Stoff, dass sind fast vier Meter Stoff, der Buttinette Stoff lag 160 cm breit, davon brauchte ich weniger als 2 Meter. Was für ein Unterschied, ich schaue ab jetzt nach breiteren Jeansstoffen. 


Das Nähen hat dank der Videos problemlos geklappt und ich konnte auch die Passform verbessern. Ganz optimal ist sie noch nicht, an den Oberschenkeln einen Tick zu eng, aber vielleicht leiert das auch noch etwas aus, mal schauen. Oben rum ist sie ein bisschen zu weit, aber da gibt es Gürtelschlaufen. Beim ersten tragen heute, ist mir aufgefallen, wenn sie etwas tiefer rutscht, sitzt sie auch an den Oberschenkeln besser. Allerdings sitzt dann der Schritt zu tief und stört. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das verbessern kann. Ich werde sie jetzt erstmal tragen und schauen wie sie sich im Alltag bewährt. Den Schnitt nähe ich garantiert noch einmal, mal sehen was ich dann noch verändere. 

Die Taschen muss ich auf jeden Fall verändern, die Taschenbeutel sind deutlich zu klein, aber das dürfte kein Problem sein. Die Taschenbeutel sieht man gar nicht, der Stoff ist schwarz mit kleinen bunten Punkten. Einen weiteren winzig kleinen Farbtupfen kann man auf einem der Fotos erkennen, das Muster auf den Potaschen habe ich mit Farbverlaufsgarn genäht. Eine spontane Idee, aber ein wunderbares Detail. Was man noch auf den Fotos erkennt ist, dass ich immer noch nicht beim Friseur war und es dringend nötig ist. Ab nächste Woche brauche ich keinen Test mehr, vielleicht schaffe ich es dann mal. 


Schnitt: Bootcut Jeans von Pattydoo
Stoff: Buttinette 

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Meine Jeans

Nun kommt endlich der Post, der häufig angekündigt wurde. Schon im Mai habe ich mir eine Karte für das Lillestoff Festival gesichert. Weil es zunächst keine Nähplätze mehr gab, habe ich mich für den Jeans Workshop angemeldet. Und ich hatte von Anfang an Respekt vor meiner eigenen Entscheidung. Aber eins wusste ich, wenn ich schon eine Jeans nähe, dann aber auch richtig, mit allem was dazu gehört.


Ende August habe ich dann den Schnitt und die Materialempfehlung bekommen und war Einkaufen. Einen Stoff mit dem richtigen Elasthananteil fand ich bei Stoff & Stil, auch die Farbe sagte mir zu und so wurde er, mit diversem Zubehör, gekauft. Am meisten Bammel hatte ich vor dem Zuschnitt. Nach dem genauen Vermessen erstmal die Fage, welche Größe? Zu klein wäre auch doof gewesen, darum habe ich mich dann für die 46 entschieden. Nächster Schritt war das verlängern der meisten Schnitteile. Endgültig zugeschnitten habe ich dann erst wenige Tage vor dem Workshop.


Schnitt und Workshop sind von „The couture“. Einige Teilnehmer haben auch andere Hosen genäht, aber soviel habe ich davon nicht mitbekommen, ich war stark mit mir und meiner Hose beschäftigt. Weil ich wegen der Größe so unsicher war, habe ich zunächst alles geheftet, um den Sitz zu überprüfen. Sie saß sehr gut, die Beine fand ich sehr eng, aber man hat mir versichert, das gehört so. Da ich hauptsächlich Bootcut-Jeans trage habe ich mich mal darauf verlassen. Also wieder auftrennen und ordentlich zusammen nähen.


Auf die Kappnähte habe ich verzichtet, eigentlich wollte ich die Innenbeinnaht noch Absteppen, aber das habe ich irgendwie vergessen. Schwierig fand ich das Nähen des Vorderteils mit dem Reißverschluss. Dummerweise ist mir beim Versäubern auch ein Loch hineingeraten. Es verschwindet fast völlig in der Nahtzugabe, aber etwas sieht man die Stelle leider. Als Vorder- und Hinterhose soweit fertig waren, war der Tag auch rum. Aber das schwierigste hatte ich damit geschafft.


Ich habe es dann tatsächlich geschaffft mich zu Hause zeitnah hinzusetzten und die Hose fertig zu nähen. Es tauchten keine größeren Probleme auf. Nur beim absteppen des Bundes wehrte sich die Nähmaschine. Der Unterfaden machte was er wollte, die Naht sollte man sich von innen keinesfalls genauer ansehen, zum Glück ist sie von außen hübsch. Dann fehlte nur noch das Knopfloch und damit wurde sie fast zum Ufo. Ich hatte schon Knopflöcher mit meiner Maschine genäht, aber nun weigerte sie sich, nichts ging. Ich glaube die Maschine sollte mal zur Inspektion, aber dafür war gerade keine Zeit.


Ich weiß das man auch ohne Knopflochautomatik ein Knopfloch nähen kann, aber mein erster Versuch war sehr unansehnlich. Und ich hatte Angst die Jeans im letzten Momemt noch zu versauen. Zum Nähbloggertreffen wollte ich die Hose aber unbedingt tragen und so habe ich sie einer Bekannten mitgegeben und sie hat mir ein Knopfloch genäht. Vielen Dank dafür. Der Knopf war dann zügig angebracht und endlich war sie fertig.


Inzwischen habe ich sie zwei Tage getragen, die Beine sind tatsächlich nicht zu eng. Durch das Tragen hat sich die Hose auch noch einen Tick geweitet. Für das Oberteil war das nicht optimal, das ist nun ein bisschen zu weit, aber mit Gürtel geht es. Und fürs nächste Mal weiß ich jetzt wo ich es ändern müsste. Insgesamt war ich erstaunt wie einfach das Nähen ging. Ganz einfach Schritt für Schritt, wie bei anderen Projekten auch. Eigentlich logisch, aber irgendwie fühlt es sich wie eine enorm große Aufgabe an, wenn man davor steht.


Und wer sich fragt wo die Farbe ist, ihr habt natürlich recht, als wenn ich irgendwas einfarbiges nähen würde. Als Taschenfutter habe ich die Reste von meiner PUHmphose verwendet. Für den Alltag sind die Taschen etwas klein, die müssen beim nächsten mal größer werden. Aber nichtsdestotrotz bin ich sehr Stolz auf meine erste Jeans und ich hoffe ich schiebe die nächste nicht allzu lange vor mir her.

Ich erhalte keinerlei Vergütungen, trotzdem nenne ich ich Schnitthersteller und Bezugsquellen, darum ist dieser Post Werbung.
Schnitt: Skinnyjeans von „The couture“
Stoff: Stoff & Stil
Fotos: Holger Scheb (Heibchenweise)
Verlinkt: Me Made Mittwoch

Freitag, 20. Mai 2016

Was schief gehen kann ...

Anfang des Jahres hatte ich Stoff bestellt. Da meine Tochter mit Hosen immer knapp ist habe ich auch nach elasthischem Jeansstoff geschaut und da es tatsächlich einen gab, der ihr gefiel, gleich mitbestellt.
Wie so oft, war erstmal anderes wichtiger und der Stoff lag herum. Irgendwann dann zugeschnitten, lag wieder herum. Aber dann habe ich mir endlich mal Zeit genommen sie zu nähen, Taschen drauf und zusammen nähen. Aber was war das, es ging nicht. Ich hatte ein hinteres Hosenbein vergessen zu spiegeln. Und natürlich reichte der eine Meter Stoff nicht um es noch einmal zuzuschneiden. Darum mustte ich einen weiteren Meter bestellen. Der kam dann auch irgendwann aber die Lust auf die Hose war mir vergangen.
Nun habe ich mich endlich aufgerafft, bevor sie dann auch noch zu kurz wäre und natürlich klappte überhaupt nichts. Wie das manchmal so geht, wenn man sowieso schon genervt ist. Aber sie wurde trotz allem endlich fertig und rein schauen tut hoffentlich niemand.

Zum Glück gefällt sie meiner Tochter und wird gerne getragen und das ist schliesslich die Hauptsache. Und nun darf die Hose zu den Meitlisache(n) und zum Kiddikram.

Schnitt: Treggings von lillesol & pelle