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Dienstag, 19. Mai 2026

Frühstück


Ich habe mir vor vielen Jahren, bevor ich begonnen habe zu nähen, einen Brotkorb bei Dawanda gekauft. Er ist aus Jeans- und Eulenstoff und innen kariert und ich fand ihn toll. Ich mag ihn auch immer noch, aber inzwischen hat er seine besten Zeiten hinter sich. Außerdem reicht er zwar wenn ich mit den Kindern frühstücke, aber wenn wir Besuch haben ist er zu klein. Wie man auf dem Bild sieht, muss man immer aufpassen, dass die Brötchen nicht rauskullern. Deswegen hatte ich schon lange vor einen neuen zu nähen.



Bei Pattydoo gibt es eine Anleitung, um ein Utensilo nach Maß zu nähen, die habe ich genutzt. Ich habe das alte ausgemessen und dann überlegt wie viel größer es sein muss. Mir ein Schnittmuster gemalt und den Stoff zugeschnitten, außen wieder Jeans diesmal Hosenbeine mit Streifen und für innen habe ich mir einen Stoff mit Möwen aus der Kiste gegriffen. Genäht habe ich es beim Nähcamp in Ratzeburg. Schon dort kam es mir zu groß vor. Wieder zu Hause habe ich die Brötchen dann mal hineingegeben, gleiche Menge wie auf dem ersten Foto, und tatsächlich sie sehen etwas verloren aus.



Also habe ich mein Schnittmuster etwas verkleinert und einen weiteren genäht. Der Möwenstoff reichte zum Glück noch und Jeans ist auch immer ausreichend da, wenn auch ohne die netten Streifen. Und so gefällt mir die Größe und auch wenn die Brötchen noch größer sind oder es ein paar mehr werden, würden sie noch hineinpassen. 



Bei Stoffen mit Motivrichtung stehen beim Utensilo entweder innen die Möwen auf dem Kopf oder auf dem Umschlag. Aber das stört mich nicht so. Für das zu groß geratene Utensilo hat sich auch schon eine Abnehmerin gefunden. Meine Freundin war ganz begeistert, als ich es fertig genäht hatte und nachdem ich zu Hause getestet hatte, dass es mir wirklich zu groß war, habe ich es ihr überlassen. Sonst hätte ich mich vermutlich in den nächsten Jahren mit einem zu großen Brotkorb rumgeärgert, also win-win für alle.



 

Und weil es die Brötchen zum Frühstück natürlich nicht trocken gibt, sondern mit Wurst, Käse, Honig oder Marmelade, kreuze ich bei Antetannis Bingo „Marmelade zum Frühstück“ an.


Anleitung: Pattydoo
Stoff: Tedox & Reste
Gehört: „Vergiss mein nicht. Was bisher verloren war“ von Kerstin Gier

Montag, 6. April 2026

Immer noch Ostern

 


Ich hoffe ihr hattet alle schöne Ostern oder zumindest ein paar schöne freie Tage. Meine Chefin hatte zum Osterdeko nähen aufgerufen, den ersten Schwung hatte ich euch schon gezeigt, aber ich habe noch ein paar weitere Kleinigkeiten ausprobiert und dafür tief in die Restekiste gegriffen. 



Zu Ostern braucht es natürlich auch Hasen, als erstes habe ich bei Landherzen einen recht simplen Schnitt entdeckt. Die kleine Schleife ist eine Jerseynudel, ohne waren sie ein bisschen unförmig, aber so sehen sie ganz nett aus. Mit einem kleinen Band kann man sie auch schön aufhängen. Der rosa Stoff stammt von der Hello Kitty Bettwäsche meiner Tochter, allerdings um die Katzen herum geschnitten. 



Bei naehmaschine.de fand ich noch einen anderen Osterhasen, etwas größer und das geknickte Ohr gefiel mir. Auch hier sind beide Hasen aus Bettwäsche entstanden und weil ich das mit der Schleife nett fand, haben die beiden auch gleich eine bekommen. Genäht war alles immer ratzfatz, Zeit gekostet hat das füllen und Wendeöffnung schließen, aber dafür bin ich immer aufs Sofa gewechselt (lag ja erkältet zu Hause rum). 



Und auch noch eine weiter Version Hühner ist entstanden, diesmal nicht zum sitzen, sondern zum aufhängen, aber wieder mit Jerseynudelbeinen. Ich habe doch noch etwas Filz gefunden für Kamm und Schnabel, aber der war recht dünn und ist etwas labbrig. Die Augen habe ich wieder aufgemalt. 



Die beiden oberen waren Stoffreste, dieser ist aus einer Tischdecke, die habe ich schon für alles möglich genutzt. Für das Schwänzchen habe ich, wie in der Anleitung geschrieben, Webbänder genutzt, die farblich zumindest halbwegs passten und nicht zu breit waren. So richtig gefällt mir das nicht, die Jerseystreifen bei den Bernina Vögelchen vom letzten Mal, fand ich netter. Aber diese waren rasant schnell zugeschnitten und genäht, darum sind auch gleich drei entstanden. Das Schnittmuster gab es bei Tophill Kitchen.



Und für die genutzte Tischdecke und Bettwäsche kreuze ich mir bei Antetannis Bingo „Upcycling“ an. 


Schnitt: Landherzen, naehmaschine.de, Tophill Kitchen
Stoff: Upcycling, Reste
Gehört: „Unbeugsam wie die See“ von Emilia Hart

Dienstag, 14. Oktober 2025

Schlafenszeit


Ich habe eine seltsame Kopfkissen Vorliebe. Mein bevorzugtes Kissen ist klein und platt und es verdammt schwierig dafür Bezüge zu bekommen. Bei Bettwäsche für den Kinderwagen, wenn die Decke 80x80 cm groß ist, dann ist ein Kissenbezug in der passenden Größe dabei. Als die Kinder noch kleiner waren, habe ich auf den Flohmärkten immer nach solchen Garnituren geschaut. Die Bärchen oder Elefanten darauf störten mich nicht und den kleinen Deckenbezug habe ich weiter verschenkt. Inzwischen sind die Bezüge allerdings so mürbe, die reißen bei Berührung und solche Garnituren neu zu kaufen, nur für den Kissenbezug widerstrebt mir. 




Da lag die Idee nahe, sich selber Bezüge zu nähen. Die erste Version war aus einem alten Bettbezug, der hatte auch schon Löcher, aber auch noch gute Stellen. Weil es am einfachsten ist, habe ich einen Hotelverschluss gemacht. So richtig zufrieden war ich damit aber nicht, ich wühle nachts ganz schön und wende das Kissen auch häufig, da ist ein Hotelverschluss nicht praktisch. Von der zweiten Version habe ich leider kein Foto, da habe ich mich an einer verdeckten Knopfleiste versucht. Das hat gut geklappt, leider war der Stoff nicht so schön, recht rau und nach wenigen Wäschen schon nicht mehr schön. Aber da werden bestimmt noch einige Folgen. 




Vorher war mein Sohn dran, da liegt das Problem ähnlich, nur das das Kissen mit 40x60 cm etwas größer ist. Seine Tigerenten- und Tabalugabezüge waren auch sehr dünn. Und so habe ich auf dem Stoffmarkt, möglichst unbunte, glatte Stoffe gesucht. Unbunt war sein Wunsch, ich finde ja wer mit Tigerente darauf zufrieden ist könnte auch bunte nehmen, aber die wollte er nicht. 




Neben dem schwarzen mit den goldenen Blättern habe ich gleich noch einen blau-schwarz gemusterten Stoff mitgenommen. Beide wurden von meinem Sohn abgenommen. Wieder genäht mit verdeckter Knopfleiste. Hier sieht man dann auch gleich, dass Kissenbezüge bei uns nicht gebügelt werden, nicht mal fürs Foto. Ich weiß schon warum ich Bilder gerne vor der ersten Benutzung mache, aber der erste wurde dringend gebraucht. 




Zugeschnitten und genäht habe ich die Kissenbezüge beim Treffen der Patchworkgruppe. Eine Mitnäherin suchte Streifen für ihre Blöcke und so wurden die letzten Reste gleich weiterverarbeitet. In diesem Block sind sogar gleich beide Stoffe verwendet, den blaugemusterten erkennt man nur etwas schlecht. Sehr schön wenn so alles noch eine Verwendung findet. 




Bei Antetannis Bingo bringen mir zwei der Bezüge ein Kreuzchen. Der mit den Eicheln bei Naturmaterialien und der lilane bei Ich war ein Bettbezug und wurde zu einem Kissenbezug. 


Schnitt: Unnötig
Stoff: Upcycling & Stoffmarkt
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 25. März 2025

Täschchen

Und schon wieder ein Täschchen. Ich brauchte noch ein kleines Geschenk für einen Hamburg-Fan. Genäht habe ich es schon im Herbst beim Nähcamp und inzwischen ist es verschenkt und auch gut angekommen.



Der Schnitt ist mal wieder die kleine Kosmetiktasche von Hansedelli, ich mag die Größe und die Anleitung ist super. Unten nehme ich gerne einen festeren Stoff, hier ein Stück einer alten Jeans, oben einen schlichten Rest, wo ich die Skyline aufgebügelt habe. Gefüttert ist das Ganze mit einem alten Kissenbezug, da war nur eine Seite durch und die andere noch wunderbar. 




Und weil Jeans, so wie Kopfkissenbezug, normalerweise im Müll gelandet wären, gibt es ein Kreuz beim Bingo von Antetanni für „Von wegen Müll“.




Schnitt: Kosmetiktasche von Hansedelli
Stoff: Upcycling & Ikea

Dienstag, 18. Februar 2025

Restebeutel

Schon 2020 hatte ich mir einen Calliope Beutel genäht. Der ist bei meiner Freundin dann so gut angekommen, dass ich ihn verschenkt habe. Man braucht für den Beutel nur einen halben Reißverschluss und seitdem wollte ich mir auch so einen praktischen Beutel nähen. 



Im Herbst, vor dem Nähcamp, fiel mir der Reißverschluss wieder in die Hände und ich beschloss ihn endlich zu nutzen. Ich kombinierte einen Rest Jeans, mit einem Rest Kopfkissenbezug und fütterte das ganz mit Bettwäsche. Bei dem Schnitt sollte man sehr dünne Stoffe nehmen, sonst bekommt man es nicht wieder zusammengefaltet. Der Kissenbezug war schon fast zu dick, man bekommt den Reißverschluss nur gerade so zu. 



Das Stück Jeans habe ich vor dem nähen noch mit einem Plott versehen, damit es im ausgefalteten Zustand nicht so langweilig ist. Zu den maritimen Farben fand ich ein „Moin“ passend. Genäht habe ich den Beutel dann beim Nähcamp. So richtig erfolgreich war ich aber nicht, denn ich habe immer noch keinen Calliope Beutel, auch dieser fand sehr schnell einen anderen Abnehmer. Die scheinen sehr beliebt zu sein. Das nähen bleibt ganz schön friemelig, aber vielleicht werde ich dann doch irgendwann noch weitere nähen. 



Schnitt: Calliope von Tina Blogsberg
Stoff: Reste & Upcycling




Sonntag, 30. Juni 2024

KUSV Meow

 Finale!

Nein nicht beim Fußball, das interessiert mich international herzlich wenig, sondern bei der kreativen-UFO-Stoffverwertung von Augensternswelt. Den Teaser hatte ich euch ja schon gezeigt. Corona hatte ich mich etwas zurückgeworfen, aber ich bin noch rechtzeitig fertig geworden. Aber lieber von Anfang. 


Der Stoff kam rechtzeitig hier an, diesmal war wirklich viel Zeit zum nähen. Die Katzen fand ich total schön und niedlich, aber was sollte daraus werden? Mein Sohn brauchte kurze Hosen und so habe ich, wie jeden Frühling, die zu kurz gewordenen Jeans abgeschnitten (obenrum passen sie immer noch super). Dann lagen plötzlich die abgeschnittenen Hosenbeine neben dem Katzenstoff und die Kombination gefiel mir richtig gut. Gleich hatte ich eine Tasche vor Augen und bin gleich mal meine Schnittmuster durchgegangen, welches dem Bild am besten entspricht. Hängen geblieben bin ich beim Shopper Wendy von Pattydoo, ein Freebook. 


Wie gesagt wusste ich genau wie die Tasche aussehen soll und habe recht planlos angefangen. Es wurde viel schwieriger als gedacht. Die meisten Stoffe enthielten Elastan und zwar in unterschiedlichen Mengen. Alles dehnte und verzog sich unterschiedlich stark und Bügeln machte es kaum besser. Eine besondere Herausforderung hatte ich mir noch eingebaut, weil ich unbedingt zwei Katzenstoffstücke haben wollte. Ich habe das genähte öfter aufgetrennt oder wieder auseinandergeschnitten, aber irgendwann war doch die passende Größe, halbwegs eben, erreicht. Auf der Rückseite habe ich es mir leichter gemacht und nur ein Stück vom Katzenstoff verwendet. 


Gefüttert habe ich die Tasche mit einem alten Kopfkissenbezug, ich fand, der passte farblich sehr gut. Die Träger sind auch aus einer Jeans geschnitten, grau-schwarz gestreift. Und auch eine Reißverschlusstasche habe ich noch eingebaut, die fehlt mir bei einem ähnlichen Shopper. Sogar der Reißverschluss hatte früher mal eine andere Verwendung, also ein rundum Upcycling Projekt. 

Auch wenn das Nähen ein ganz schöner Kampf war, so gefällt mir das Ergebnis doch sehr gut und wird schon gerne genutzt. Den Schnitt nähe ich bestimmt noch einmal, beim nächsten mal würde ich die Träger etwas weiter außen anbringen, die sind mir zu mittig und so trägt sie sich auch nicht ganz so schön. 


Schnitt: Wendy von Pattydoo (Freebook)
Stoffe: Upcycling
Gehört: „Grenzfall“ von Anna Schneider




Montag, 20. Dezember 2021

Verwickelt



Ich verschenke gerne Bücher und auch dieses Jahr habe ich einige gekauft. Heiligabend feiern wir mit meiner Mutter und meinem Bruder, da werden alle Geschenke in Zeitungspapier gewickelt. Aber für andere Anlässe habe ich meist Geschenkpapier genommen. 


Dieses Jahr habe ich die Geschenketasche von SO Pattern entdeckt. Bei der ersten, die ich genäht habe, war mir nicht ganz klar wie sie funktionieren soll, wo die Öffnung ist. Das Lesen der Anleitung half mir auch nicht weiter und so habe ich einfach mal zugeschnitten und Schritt für Schritt genäht. Das hat funktioniert und so konnte ich weitere Taschen nähen. 


Beide hier abgebildeten Taschen sind aus alten Tischdecken genäht und bei beiden habe ich für die Lasche die linke  Stoffseite verwendet. Sie war genau so schön, nur die Farben waren jeweils getauscht. Wenn man die Taschen erstmal verstanden hat, kann man sie auch gut anpassen und sie sind schnell genäht. Ich werde bestimmt noch einige nähen. 



Schnitt: Geschenketasche von SO Pattern
Stoff: Upcycling
Gehört: „Eines Menschen Flügel“ von Andreas Eschbach 

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Unterwegs

Seitdem ich mit der Bahn zur Arbeit fahre, lese ich wieder deutlich mehr. Dabei ist mir aufgefallen, Bücher nehmen ganz schön viel Platz weg im Rucksack und sind schwer. Ganz besonders, wenn man ein Buch fast durch hat und noch ein zweites einstecken muss. Viele Bücher leihe ich aus der Bücherei aus, dort könnte ich auch E-Books ausleihen. Mir fiel ein, dass meine Mutter noch einen alten E-Book Reader liegen hat den sie nicht nutzt. Ich durfte ihn mitnehmen und habe ihn auch zum laufen bekommen. 


Zum mitnehmen brauchte er natürlich eine Hülle. Ich wollte gerne eine Tasche mit Reißverschluss und entschied mich für den Schnitt von Leni Pepunkt. Der ist eigentlich für Laptops oder Tablets, kann aber einfach angepasst werden. Als Aussenstoff habe ich zwei Hosen zerschnitten, eine Jeans und eine Cordhose in einer tollen Farbe die hier gar nicht richtig zur Geltung kommt. Gefüttert ist sie mit einem Gardinenstoff, den sieht man auf den Fotos nicht. 


Der E-Book Reader passt gut hinein und kann nun gut geschützt mit in den Rucksack. Allerdings ist er selten dabei. Ich kann mich nicht wirklich mit ihm anfreunden und bin froh, dass ich mir keinen gekauft habe. Wenn möglich leihe ich weiter Bücher aus. Den Reader nutze nur, wenn es das gewünschte Buch nur als E-Book gibt oder es so ein richtig schwerer Wälzer ist. Aber auch beim rumliegen ist der Reader jetzt gut geschützt ;-).


Schnitt: LAPTOP-/TABLET.tasche von Leni Pepunkt
Stoffe: Upcycling
Gehört: „Ich hasse Menschen“ von Julius Fischer


Dienstag, 29. Juni 2021

Endlich Sommer

Inzwischen ist der Sommer auch hier angekommen. Nach dem sortieren des Kleiderschranks war klar, mein Sohn könnte noch das eine oder andere T-Shirt gebrauchen. Genau für diesen Zweck hatte ich noch ein paar aussortierte Herrenshirts hier liegen, bei denen meinem Sohn das Muster gefiel. 

Als meine Freundin letztes Mal zum Nähen da war, habe ich die Shirts erst einmal auseinander geschnitten. Eigentlich wollte ich meinen Standard T-Shirt-Schnitt verwenden, aber dann fiel mir auf, dass es ein Raglanschnitt ist und das passte nicht auf die auseinander geschnittenen Teile. 


In meiner Sammlung fand ich noch einen Schnitt für ein Langarmshirt mit Knopfleiste, aber die kann man auch weglassen. Also geklebt, zugeschnitten und losgenäht. Inzwischen sind wir schon bei Größe 158, aber die Teile passten gerade noch auf das Shirt. Die Ärmel habe ich erstmal relativ lang gelassen, kürzen geht immer, aber meinem Sohn gefällt es so. Die Passform ist allerdings nicht ganz optimal, besonders unter den Armen sitzt es seltsam. 


Für die anderen Shirts wollte ich lieber einen anderen Schnitt, darum bin ich schnell, zur Bücherei. Die Klimperkleinschnitte sitzen hier immer gut und glücklicherweise war deren Buch gerade nicht ausgeliehen. Also wieder einen Schnitt kopiert und das nächste Shirt zugeschnitten.  Hier hatte ich Schwierigkeiten mit dem Bündchen, schwarz und weiß sahen seltsam aus, schlussendlich habe ich einen Streifen von dem Shirt genommen, aber ich hatte nur noch einen Rest quer zum Fadenlauf. Der ist natürlich nicht so dehnbar und steht dadurch ab.


Der Halsausschnitt ist meinem Sohn zum Glück egal. Er findet das T-Shirt toll, denn wenn man ganz genau hinschaut erkennt man, es ist nicht einfach gestreift, es sind ganz viele winzig kleine Totenköpfe. Solche Details, die man nicht sofort erkennt gefallen ihm. In Farbe fände er es noch schöner, besonders da es dann nicht so schnell schmutzig wird. 


Auch das letzte Shirt trifft seinen Geschmack, auch wenn unser Barcelonabesuch schon ein paar Jahre her ist, so ist er doch in guter Erinnerung. Der Schnitt ist der gleiche wie der vorherige und passt wie man sieht sehr gut. 

Ich freue mich, dass ich die Shirts nicht entsorgen musste und mein Sohn freut sich, dass er neue T-Shirts hat die ihm gefallen. Toll wenn man diese Möglichkeit hat. 

Schnitt: „Casual Buttons Boy“ von Sara und Julez und „Basic T-Shirt“ aus dem Klimperklein Buch
Stoff: Upcycling 

Dienstag, 20. April 2021

Sofakatze

Es ist schon einige Jahre her, dass wir in Dänemark im Urlaub waren. Dort entdeckte ich einen Laden dort gab es diese Batikshirts mit Tieren drauf. Ich mag Batik und im Urlaub gönne ich mir eher mal was. Eine Katze ist nicht meine erste Wahl, aber sie war schön bunt und ich mochte die lila Grundfarbe, darum habe ich mir ein Sweatshirt gekauft. 


Ich habe es wirklich sehr viel getragen, in den letzten Jahren nur noch zu Hause, aber auch das ging langsam nicht mehr. Die Katze war kaum noch bunt und an vielen Stellen, besonders an den Armen war er ganz schön durchgewetzt. Mit reparieren war nicht mehr viel, eigentlich Zeit in zu entsorgen, aber ich hing daran und so kam ich auf die Idee einen Kissen daraus zu machen. 


Der Plan war einfach, aus Vorder- und Rückseite wollte ich ein möglichst großes Rechteck herausschneiden. Dummerweise war vorne zwischen den Ohren der Halsausschnitt, und ich wollte die Ohren nicht abschneiden, darum habe ich einfach einen der Ärmel in den Halsausschnitt genäht. Das sah reichlich merkwürdig aus, aber abschließend konnte ich ein Rechteck schneiden. Die Bauchtasche blieb natürlich erhalten, was besonders die Kinder begeistert. Sie sitzen gerne da, das Kissen auf dem Schoß und die Hände in der Tasche. 


Stoff: Upcycling 

Donnerstag, 21. Januar 2021

Laptop Tasche

Trotz zu viel Zeit am Jahresende habe ich wenig genäht, es fehlte die nötige Konzentration. Aber weil ich mir selber dabei so auf den Keks gegangen bin, habe ich mir fest vorgenommen zumindest noch eine Laptoptasche im Jahr 2020 zu nähen. 


Natürlich habe ich es bis zum allerletzten Moment aufgeschoben und erst nach den Weihnachtsfeiertagen mit dem Zuschneiden begonnen. Die Tasche ist recht aufwändig zu nähen und so wurde sie tatsächlich erst Silvester Nachmittag fertig. Aber immerhin habe ich es noch geschafft, seit Sommer stand sie auf der To-Sew Liste und im Dezember hatte ich mich endlich auch für einen Schnitt entschieden. 


Die Tasche ist ein reines Upcycling Projekt, ich habe genommen was da war, eine alte Jeanshose, eine alte Cordhose, ein Rock (der Kuhstoff) und innen eine Kindergardine. Sogar einen farblich passenden Reißverschluss habe ich gefunden, nur Gurtband hatte ich nicht. Da habe ich mich auch für den Cordstoff entschieden und das gefällt mir so nun richtig gut. An den Seiten habe ich Ringe angenäht, wenn ich das passende Gurtband finde, kann ich mir die Tasche auch über die Schulter hängen. 


Beim Nähen habe ich ab und an ganz schön geflucht, aber es hat doch alles sehr gut gepasst. Ich habe die etwas tiefere Version genäht, da ich alles mit Schaumstoff verstärkt habe und befürchtete, dass es sonst zu eng wird. Der Laptop passt gut hinein und scheint gut geschützt zu sein. Zusätzlich ist noch Platz für das Ladegerät und auch ein paar Unterlagen passen noch in das Fach daneben. Ich bin rundum zufrieden. 


Schnitt: Kuoria von Hansedelli
Stoff: Upcycling
Gehört: „Die Begabte“ von Trudi Canavan


Dienstag, 17. November 2020

Aus alt mach Neu

Vor ein paar Jahren habe ich mir mal spontan ein Sweatshirt gekauft, es war von guter Qualität und günstig, das Motiv fand ich super und so habe ich ohne Anprobieren zugeschlagen. Ihr könnt es euch vermutlich denken, es passte nicht richtig, sondern saß total merkwürdig. Und darum fristete es ein trostloses Dasein hinten im Kleiderschrank. Vorm Umzug habe ich aussortiert, auch dieses Shirt. Nahezu ungetragen war es zum wegwerfen natürlich zu schade und ich hatte es fast auf den zu-spenden-Stapel gelegt, als mir auffiel, dass das Motiv was für meinen Sohn sein könnte.

Ich hatte recht, er fand es toll, aber natürlich war es ihm viel zu groß. Und so habe ich das Shirt kurzerhand auseinander geschnitten. Unser bewährtes Shirtschnittmuster von Klimperklein, musste ich zunächst in der nächsten Größe abpausen, er ist schon wieder gewachsen. Aber zum Glück passten die Schnitteile alle auf das Shirt und auch das Motiv wurde nicht abgeschnitten, nur hinten war der Schriftzug zu weit oben, aber der war uns nicht so wichtig. Zusammengenäht war es schnell, schwierig fand ich ein passendes Halsbündchen zu finden. Ich habe mich dann dafür entschieden den Shirtstoff auch hier zu nutzen. Leider ist er nicht sehr gut dehnbar, vielleicht muss ich es noch mal ersetzen, wenn der Dickschädel nicht mehr durch geht, es ist schon sehr eng. Aber ansonsten ist das Shirt gut geworden und wurde begeistert aufgenommen. Schön wenn man etwas Unbrauchbares noch nutzen und jemanden damit eine Freude machen kann. 

Schnitt: Raglanshirt mit Knopfleiste von Klimperklein

Stoff: Upcycling 

Verlinkt: DvD, Creative Lovers, Öko?-Logisch

Dienstag, 21. April 2020

Täschchen

Ich bin immer noch am Kleinigkeiten nähen, das Nähen lenkt mich ab und beruhigt mich, aber für Aufwändigeres fehlen mir die Nerven. So ist einfach, ohne Anlass dieses kleine Täschchen entstanden. Nur weil ich Lust hatte den Schnitt mal auszuprobieren. Und kleine Täschchen kann man schließlich immer mal gebrauchen.


Der Schnitt heißt Uppsvälda und ist ein Freebook. Mir gefiel der breite Boden und der tiefergelegte Reißverschluss, man kann die Tasche aber auch mit „normalem“ Reißverschluss nähen. Die Teilung ist im Schnitt so vorgesehen, mir schwebte gleich Jeans für die eine Hälfte im Kopf, aber was dazu? Mal die Restekiste plündern, dieses ist einer meiner Lieblingsstoffe und er hat gerade noch gereicht.
Kürzlich hatte ich irgendwo gelesen, dass jemand seinen Bügelbrettbezug als Futter genutzt hat. Da ich meinen gerade austauschen musste, wollte ich das unbedingt ausprobieren. Viel nutzbares bleibt nicht übrig, wenn der Bezug einige Jahre in Benutzung war, aber es reichte noch.


Der Bügelbrettbezug ist störrisch, er mag nicht geschnitten werden und auch das Nähen ist nicht ganz leicht, aber am Ende hat das Täschchen einen tollen Stand, ganz ohne weitere Verstärkung. Experiment gelungen. Das Täschchen gefällt mir sehr gut, ich werde es bestimmt noch öfter nähen, dann allerdings mit etwas längerem Reißverschluss. Der war etwas knapp und ich hatte Schwierigkeiten das Endstück daran zu befestigen.


Stoff: Upcycling & Reste
Gehört: „Ultramarin“ von Andreas Eschbach