Eigentlich sind die Temperaturen hier in den letzten Tagen wieder gestiegen, aber damit kam auch der Regen und irgendwie friere ich nur noch. Bei kalter, trockener Luft friere ich nie so. Dafür passt das zuletzt Genähte schön zum Thema. Der Januar war eher mau was das Nähen angeht. Aber eine Sache habe ich immerhin geschafft.
Ausserdem fiel mir am Montag, als ich die Restekiste nach
Schlafshirt-Stoffen durchwühlte ein hübscher blauer Rest mit Tropfen in die Hände. Vor zwei Jahren hatte ich mir mal
diese Armstulpen genäht und trage sie auch gerne. Häufig ist es beim Tanzen so, dass mir schon warm ist und ich die Strickjacke ausziehen möchte, aber ich habe noch eiskalte Hände. Dann sind die Stulpen optimal. Nach zwei Jahren im Schuhbeutel sind sie aber nicht mehr ganz so schön und auch die Farbe passt öfter mal nicht so gut zum restlichen Outfit. Ich hatte schon vor neue zu Nähen, da kam der Stoff wie gerufen und da ich gerade am zuschneiden war, kam er gleich mit unter den Rollschneider.
Ich habe wieder den selben Schnitt verwendet, den gab es damals im Näähglück Adventskalender. Dieses mal habe ich die Stulpen allerdings ein Stück kürzer gemacht. Ich habe festgestellt, sie müssen gar nicht so lang sein um mich zu wärmen. Als Futter habe ich einen festeren lila Jersey verwendet, auch aus der Restekiste. Wenn mir mal nach schlicht ist, kann ich auch diese Seite aussen tragen. Die neuen Stulpen haben sich heute schon bewährt, denn ich bin gerade vom Tanzen wieder da und konnte sie gut gebrauchen.
Schon im Herbst hatte ich auf einem Flohmarkt diese Mütze entdeckt, ihr könnt euch meine Begeisterung gar nicht vorstellen. Liebe auf den ersten Blick. Sie passte und war günstig, nur Tragen konnte ich sie nicht. Die Wolle war so kratzig, es war einfach nicht auszuhalten. Aber das hielt mich vom Kauf nicht ab, da kann man bestimmt was machen.
Und das habe ich nun auch endlich getan. Erst hatte ich überlegt ein "Ring" innen festzunähen, habe ich mich aber dann doch für eine Innenmütze entschieden. Ich habe mich grob am LimeBeanie Schnitt orientiert, weil er von
meiner Mütze gerade noch da lag. Ich wollte schwarzen Jersey nehmen, aber der war alle. Also grau, eigentlich soll man sie ja sowieso nicht sehen.
Die Mütze ist einlagig genäht und unten gesäumt um eine schönere Kante zu haben. Ich habe sie links auf links in die Wollmütze geschoben und anschliessend von Hand einmal rum festgenäht. Insgesamt hat es genauso funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe, die Innenmütze blitzt nur minimal raus, nichts kratzt mehr und nun trage ich die Mütze mit voller Begeisterung.
Ich bekomme keinerlei Vergütung wenn ich euch den Schnittnamen nenne, trotzdem tue ich es und damit ist dieser Post Werbung.
Schnitt: Reikä von Nähglück, LimeBeanie von LimeNox
Stoff: Reste
Gehört: "Das italienische Mädchen" von Lucinda Riley