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Mittwoch, 1. April 2026

Neuer Versuch

Ich versuche immer noch eine Jeans zu nähen, leider liegt zwischen den Versuchen immer viel zu viel Zeit, ich sollte das mal schneller hinbekommen. Aber jeder neue Versuch ist immer wieder ein Angang für mich. Der letzte Versuch war gar nicht ganz schlecht, aber beim Tragen saß sie dann doch nicht da wo sie hingehörte und so wird sie nur sehr selten getragen. 



Also ein weiterer Versuch. Ich habe wieder den Schnitt von Pattydoo genommen und etwas weiter angepasst. Genäht und auch gleich fotografiert habe ich sie letztes Jahr beim Nähcamp. Die Passformmängel vom Mal davor konnte ich tatsächlich beheben. Ich hatte wieder einen Rohling genäht und war zufrieden und meine Mitnäherinnen fanden die Passform gut und so habe ich sie fertig genäht. Beim Ansehen der Fotos fand ich die Passform hinten dann nicht mehr gut. 



Dazu kommt, dass der Stoff furchtbar ist, schaut mal auf meine Finger, nach dem nähen war alles blau, auch die Nähmaschine. Obwohl ich den Stoff vorgewaschen hatte, inzwischen ist die Hose schon öfter gewaschen und trotzdem färbt sie immer noch ab. Ausserdem beutelt der Stoff nach kurzem Tragen schon stark. Aber trotz all diesen Mängeln wird die Hose ab und an getragen. 



Nachdem ich letzte Woche mal wieder versucht habe Hosen zu kaufen, habe ich beschlossen ich muss das mit dem nähen ganz dringend voran treiben. Die Auswahl ist schon wieder kleiner geworden und die Preise höher. Falls jemand noch eine Quelle für Damenhosen in 38 Inch Länge hat, immer her damit. Aber nun habe ich erstmal Samstag auf dem Stoffmarkt zugeschlagen und hoffe, dass ich diesmal das Nähen schneller angehe und nicht wieder so lange Mut sammeln muss. Eigentlich weiß ich inzwischen doch wie es geht und auch was man gegen die Falten tut habe ich inzwischen auch rausbekommen.


Schnitt: Bootcut Jeans von Pattydoo
Stoff: weiß ich leider nicht mehr, ein Stoffladen in Hamburg
Verlinkt: Me Made Mittwoch


 


Und beim Bingo von Antetanni kreuze ich „Das ist für mich“ an. 


Dienstag, 28. Oktober 2025

Anpassungen über Anpassungen



Letzte Woche habe ich euch schon den Schlafanzug für meinen Sohn gezeigt. Das Problem mit den zu weiten Hosen gibt es natürlich auch bei Jeans. Tatsächlich wurde es einfacher, seit er Herrengrößen trägt. Die kleinste Herrengröße ist enger, als die Kindergrössen. Er mag gerne Hosen mit weitem Bein und Anfang des Jahres gab es davon hier nicht so viel Auswahl. Darum kam ich auf die Idee welche zu nähen. Es war gar nicht so leicht einen passenden Schnitt zu finden, einzig einer von McCalls entsprach seinen Vorstellungen. 




Also Schnitt gekauft, ausgedruckt, abgepaust und ausgeschnitten. Anschließend mit einer passenden Hose verglichen und da passte gar nichts. Ich habe kurz überlegt es einfach sein zu lassen, aber das wäre auch doof. Also versucht das Ganze anzupassen. Am Bund habe ich 16 cm rausgenommene und auch die Beine jeweils um 16 cm schmaler gemacht. So wirklich passte es damit immer noch nicht zu seiner Kaufhose, aber mehr habe ich mich nicht getraut. 



Weil ich nicht davon ausgegangen bin, etwas tragbares zu produzieren, habe ich Jeansreste verwendet. Natürlich hatte da da nicht ausreichend für die ganze Hose und so wurde ein Bein grau und eins blau, die Taschen hinten habe ich dann jeweils gegengleich gemacht. Das Nähen war ein großes Abenteuer, die Anleitung war grottenschlecht, ganz mies übersetzt, mit Fehlern und Angaben fehlten. Oft musste ich raten, ein Wunder das am Ende überhaupt eine Hose dabei herauskam. 



Da die beiden Jeansstoffe auch unterschiedlich dick waren, fallen die Beine auch etwas unterschiedlich. Aber das ist nicht das Hauptproblem, die Hose ist immer noch viel zu weit, am Bund müssen mindestens noch mal 16 cm raus, damit sie wirklich tragbar ist. Selbst der Gürtel hilft nicht wirklich, weil die ganze Mehrweite immer dazwischen rausrutscht. Aber was sind das bitte für merkwürdige Größen, wenn die kleinste Größe, verglichen mit der Kaufgröße über 30cm mehr Umfang hat. 
Den Sommer über trägt mein Sohn kurze Hosen, aber jetzt im Herbst war diese dann doch dran. Theoretisch gefällt sie ihm trotz der Weite und privat trägt er sie sogar ab und an. Das heißt wohl ich muss einen weiteren Versuch wagen, auch wenn ich da wenig Lust drauf habe. Ich mag gut sitzende Schnitte mit durchdachten Anleitungen. Aber gut, ich habe eine geschafft, mir immerhin Unmengen Notizen gemacht, dann schaffe ich auch eine zweite. 



„Aus großem wird kleines“ wäre das perfekte Feld für dieses Projekt, aber bei Antetannis Bingo gibt es das nur anders herum. Aber weil die Hose jetzt im Herbst zum Einsatz kommt kreuze ich stattdessen „denke ich an den Herbst“ an. 

Schnitt: M8536 von McCalls
Stoff: Reste
Verlinkt: DvD, Creativsalat


Dienstag, 7. Oktober 2025

Die letzte Hose

Eine Warnung vorweg, dieses ist nicht nur ein netter Post, wo ich eine selbstgenähte Hose zeige, er ist auch traurig, wer das gerade nicht so gut verträgt, liest lieber heute nicht weiter.




Im Juni hatte ich meiner Mutter zwei Hosen genäht, hier habe ich sie euch gezeigt. Sie mochte besonders die Nickihose, aber erstens war sie ein Tick zu eng und zweitens muss sie auch mal gewaschen werden. So habe ich im September auf dem Stoffmarkt nach Nicki Ausschau gehalten und welchen in eisblau gefunden. Ich war auch schnell mit zuschneiden und nähen, in der schlichten Version ohne Taschen, geht das ratzfatz.



Zwei Tage darauf ist meine Mutter ins Krankenhaus gekommen, ihr Zustand ist seitdem stetig schlechter geworden, sie kann nun nicht mehr aufstehen und wird die Hose vermutlich nie tragen. Stattdessen sind die Nachthemden im Einsatz. Noch ist sie gut drauf und vielleicht haben wir Glück und das bleibt noch etwas so.



Für die samtige Nickioberfläche Kreuze ich beim Bingo von Antetanni das Feld „Samt oder Seide?“ an.



Schnitt: Berlin von Pech und Schwefel, angepasst
Stoff: Stoffmarkt
Verlinkt: DvD

Dienstag, 10. Juni 2025

Dringend

Meine Mutter ist seit Februar im Heim, Anfang Mai wurde ich angesprochen, sie wäre etwas knapp mit bequemen Hosen und Nachthemden. Erst wollte ich welche kaufen, aber gerade bei Hosen ist das nicht so leicht. Auch meine Mutter ist größer als der Durchschnitt und wenn die Hosen lang genug sein sollen, kommen am ehesten Herren Jogginghosen in Frage. Leider sind die farblich total langweilig, meine Mutter mochte es schon immer bunt (jetzt wisst ihr auch woher ich das habe). Ausserdem sollte es auch noch günstig sein, viel Geld hat man nicht übrig, wenn man ein Heim bezahlt.



Da an dem Wochenende Stoffmarkt war, kam ich dann auf die Idee zu nähen, statt zu kaufen. Schon vor dem Stoffmarkt habe ich den Schnitt kopiert, ich nutzte Berlin von Pech und Schwefel, den habe ich schon mal für meine Tochter genäht. Beim Stoffmarkt schaute ich dann nach günstigen, bunten Sweatstoffen. Lustigerweise ist es dann kein Sweat geworden. Das eine ist French Terry mit Mohnblumen, Mohnblumen liebt sie, in Rot wären sie mir lieber gewesen, aber es geht auch so. Der andere Stoff ist Nicki, den hat sie schon immer gerne getragen.



Der Stoff wurde gleich am folgenden Tag zugeschnitten und genäht. Die Taschen und die Bündchen unten habe ich weggelassen, so dass ganz schlichte Hosen entstehen. Das Gummi oben habe ich nur eingezogen, nicht festgenäht, so dass man es noch ändern kann. Aber momentan passen sie so sehr gut. Mal schauen wie lange sie das heiße Waschen dort durchstehen. 



Und weil ich gerade dabei war, habe ich auch gleich zwei Jerseys für Nachthemden mitgenommen. Einmal schön bunt geringelt und einmal farblich unauffällig, aber mit netten Delfinen. Für die Nachthemden habe ich einfach meinen T-Shirt Schnitt genommen und verlängert. Die sind jetzt vermutlich recht groß, aber ich glaube nicht, dass es sie stört. Die Sachen habe ich gleich in der folgenden Woche im Heim abgegeben, bestellen wäre auch nicht, schneller gegangen. 



Tragefotos gibt es diesmal nicht, ihr müsst mir einfach glauben, dass die Sachen passen. Für die Nachthemden gibt es ein Kreuzchen für „Süße Träume“ beim Bingo von Antetanni. 




Schnitt: Berlin von Pech & Schwefel, Männertreu Prinz4Kids
Stoff: Stoffmarkt
Gehört: „Dunkelwald“ von Johanna Mo
Verlinkt: DvD, Creativsalat

Dienstag, 8. April 2025

Kuschlig

Ende Januar kam meine Tochter auf die Idee, dass sie unbedingt eine kuschlige Hose aus Fleece braucht. Einige Tage später blätterte ich in einem Nähbuch, das ich geschenkt bekommen hatte. Da war hauptsächlich einfacher Kleinkram drin, Kissen, Utensilos, Beutel,…, aber auch eine ganz schlichte Marlenehose. Da meine Tochter sich eine weite Hose wünschte, passte das. Es gab nur die Größe 36/38, aber auch das passte. 



Also habe ich den Schnitt noch schnell kopiert, vorm Nähcamp. Aber ich hatte nicht den passenden Stoff und auch kaum noch Zeit, zum einkaufen. In einem Stoffladen war ich noch, aber der hatte keinen Kuschelfleece. Ich dachte ich halte auf dem Weg nach Ratzeburg noch in Mölln, den Schnitt hatte ich dabei, aber der Stoffladen dort hat mittags zu, also kein Stoff für mich. 



Im März war dann Stoffmarkt in Hamburg, dort gab es eine große Auswahl, ich schickte meiner Tochter eine Menge Fotos und sie suchte sich einen hellen Stoff mit vielen Pfoten aus. Gleich am folgenden Wochenende habe ich die Hose zugeschnitten, was für ein Schweinkram, alles war voller Fussel. Heute bin ich dann endlich mal zum nähen gekommen, ging viel schneller, als gedacht. Die Passform ist völlig okay und meine Tochter sehr glücklich mit ihrer neuen Hose. 



Und bevor die ersten Kakaoflecken darauf sind, habe ich sie genötigt schnell Fotos zu machen. Auf die Straße wollte sie keinesfalls, darum Küchenfotos und der Hund hat die Endabnahme übernommen. 


Schnitt: Dummerweise habe ich mit den Titel des Buchs nicht aufgeschrieben 
Stoff: Stoffmarkt
Gehört: „Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder“ von Henrik Siebold
Verlinkt: DvD, Creativsalat


Mittwoch, 6. November 2024

Sommerhose

Eigentlich kam ich letztes Jahr schon auf die Idee mir eine Sommerhose zu nähen, aber dann zog es sich doch etwas. Anfang dieses Sommers kam ich auf die Idee zurück, immer Jeans, ist dann doch nicht optimal. Darum schaute ich mich nach einem passenden Schnitt um und landete ziemlich schnell bei der Palazzohose von Lillesol und Pelle. 


Der Schnitt war schnell gedruckt, geklebt, verlängert und ausgeschnitten. Aber der Stoff den ich dafür vorgesehen hatte, reichte nicht. Bei einem Treffen der Patchworkgruppe Nord bei NordOst hatte jemand Stoffe zum verschenken mitgebracht. Von einem naturfarbenen Stoff, der schon etwas vergilbt war, gab es mehrere Meter, was genau es war wusste die Verschenkende auch nicht. Um einen Schnitt auszuprobieren genau das richtige. Nach dem waschen war der Stoff heller und auch das vergilbte war weg, nur die äußerste Falte war noch zu erkennen. Der Stoff lag sehr schmal, aber es reichte trotzdem.


Beim nächsten Treffen der Patchworkgruppe nähte ich einen Großteil der Hose. Zu Hause folgte die Anprobe, Gummiband und Säume. Die Passform war in Ordnung und so hatte ich eine durchaus tragbare Hose. Allerdings in fast weiß, was ich gar nicht trage. Und so landete die Hose zusammen mit zwei weiteren und einem Beutel Farbe in der Waschmaschine. In dunkelblau kommt sie bestimmt häufiger zum Einsatz, auch wenn inzwischen schon September war. 


Die Fotos sind dann erst Halloween entstanden, erkennt man an den Socken. Beim Nähcamp fand sich jemand der Fotos gemacht hat, dummerweise hatte ich kein wirklich passendes T-Shirt dabei, guckt also lieber nur auf die Hose. Die Qualität des Stoffs ist allerdings nicht so gut, die Hose wird nicht ewig halten. Aber nun weiß ich ja, dass der Schnitt passt und gefällt und so nähe ich mir bestimmt noch weitere Palazzohosen. Hoffentlich dann nicht erst wieder im Herbst, sondern besser im Frühling. 


Schnitt: Palazzohose Lillesol Women No. 82
Stoff: Geschenk

Dienstag, 9. August 2022

Pride

Kürzlich sprang mich eine Werbung an, das kommt wirklich selten vor, aber mit Regenbogen bekommt man mich immer. Es war eine Herrenhose mit Regenbogenaufschlag und ich fand sie toll. Das kann doch nicht so schwierig sein, Regenbogenstoffe habe ich liegen und so habe ich beschlossen es für meinen Sohn mal auszuprobieren.


Ich habe mich für einen Regenbogenjersey entschieden, es war ein Reststück, das ich mal in Plön gekauft habe. Die Jeans ist gekauft, sie war zu kurz, passte aber oben rum noch gut. Ich habe sie also oberhalb der Knie abgeschnitten, den Streifen Regenbogenstoff wie einen Beleg rechts auf rechts aufgenäht und nach innen umgeklappt. Innen habe ich ihn per Hand festgenäht, da ich keine sichtbare Naht wollte. Anschließend die Hose umgekrempelt und rechts und links mit einer Naht fixiert, damit sie sich nicht zurück krempelt. Ich liebe das Ergebnis und brauche ganz dringend auch so eine. 


Die Hose wurde kurz vorm Christopher Street Day in Hamburg fertig und der Reststoff lag hier rum und schaute mich an. Und so habe ich mir kurzentschlossen am Tag davor noch ein T-Shirt genäht. Der Stoff reichte noch für ein Vorderteil und ich entschied mich mit schwarz zu kombinieren. Der Schnitt lag hier noch vom letzten T-Shirt rum, ich habe versucht Abnäher hinzuzufügen. Hat gar nicht mal so schlecht funktioniert, sie sitzen nur etwas zu hoch. 


Und weil ich noch einen schmalen Streifen Stoff übrig hatte, habe ich beschlossen die Rückseite auch etwas aufzupeppen. Das war definitiv eine gute Idee, ich liebe die Rückseite. Der Streifen macht sich dort wirklich gut und leuchtet so richtig schön. Die Fotos sind dann erst nach der CSD Parade entstanden und dementsprechend etwas knitterig und verschwitzt. Aber wir hatten eine Menge Spaß. 



Meine Tochter war auch mit von der Partie, wollte allerdings weder Hose noch Shirt, aber sie hat sich eine Flagge gekauft und sich darin eingewickelt. Schon die U-Bahn war voller Regenbögen und die Stadt war dann noch bunter. Es war toll. 



Schnitt: Männertreu von Print4Kids 
Stoff: Stoffladen Plön
Gehört: „Verlorene Engel“ von Frank Goldammer
Verlinkt: DvD, Creativsalat, HOT

Dienstag, 28. Juni 2022

Tochterwunsch

In den Maiferien wollte meine Tochter mit mir nach Lübeck ins Einkaufszentrum, um sich einen Rucksack zu kaufen. Wenn wir schon unterwegs sind wollte ich auch gleich noch Stoffe kaufen. Zum Glück habe ich alles gefunden was ich brauchte, währenddessen entdeckte meine Tochter eine Musterjogginghose und beschloss, so eine braucht sie auch. Na gut, sie durfte sich Stoff aussuchen, ihre Wahl fiel auf einen blassblauen Sweat. Den Schnitt haben wir nicht gekauft, ich war mir sicher ich hätte noch einen ähnlichen im Fundus. Einen Rucksack haben wir auch noch gefunden und dazu zwei Oberteile für sie, so waren wir beide mit unserem Ausflug zufrieden. 


Tatsächlich hatte ich noch den Schnitt Berlin von Pech und Schwefel im Ordner, also Kind ausgemessen, abgepaust und zugeschnitten. Genäht habe ich die Hose an Pfingsten bei meiner Freundin. Meine Tochter bestand darauf, sie ohne Gummiband, nur mit Bündchen und Band zu bekommen. Ich fand das unsinnig, aber bitte, es ist ja ihre Hose. Ich habe den Bündchenstoff mit Vliess verstärkt und Ösen eingesetzt. Natürlich hatte ich auch vergessen Bündchenstoff zu kaufen, aber der Rest von diesem Pulli hatte den perfekten Farbton. Genäht war die Hose relativ zügig, nur die Beinlänge habe ich lieber noch mal anprobieren lassen, bevor ich das Bündchen angenäht habe. Ich persönlich hätte sie etwas mehr verlängert, aber meine Tochter mag die Länge so. 


Hier mal ein Foto mit Ösen und Band, da habe ich einfach ein Schnürsenkel genommen. Leider haben sich die Ösen, trotz Verstärkung, schon beim ersten tragen verabschiedet. Meine Tochter hat die Hose aber auch mit ordentlich Kraft zugezogen. Ein bisschen mehr Vorsicht wäre angebracht gewesen. Sie trägt die Hose aber trotzdem gerne, hat aber auch bemerkt, dass ein Gummiband doch praktischer ist, als ein Band. Mal schauen, ob es sie irgendwann so stark stört, dass ich noch eins einziehe oder ob es erst bei der nächsten Hose ein Gummiband gibt. Hauptsache sie gefällt und wird getragen und das ist der Fall. 


Schnitt: Berlin von Pech & Schwefel
Stoff: Stoff & Stil
Verlinkt: DvD, Hot, Creativsalat

Mittwoch, 2. Juni 2021

Weiterer Jeansversuch


Ich bin immer noch dabei eine vernünftige Hose zu nähen, kürzlich habe ich einen weiteren Versuch gestartet. Dieses Mal habe ich die Bootcut Jeans von Pattydoo gewählt. Die Nähanleitung besteht aus mehreren detaillierten Videos. Eigentlich bin ich kein Fan von Videos. Aber bei etwas so aufwändigem sind sie doch sehr praktisch. Man schneidet zunächst mit großzügiger Nahtzugabe zu und näht einen Rohling, bevor man aus dem selben Stoffstück die richtige Hose näht. Der Rohling war eine gute Idee, ich musste doch einiges anpassen. 


Den Stoff habe ich recht günstig bei Buttinette im Ausverkauf erstanden. Ich war mir nicht sicher wie tragbar das Ergebnis wird und wollte nicht soviel Geld ausgeben. Bisher hatte ich Jeansstoffe meist bei Stoff und Stil gekauft, die Qualität war besser und der Preis in Ordnung. Leider ist der Stoff dort nur 120 cm breit und ich brauche die doppelte Hosenlänge an Stoff, dass sind fast vier Meter Stoff, der Buttinette Stoff lag 160 cm breit, davon brauchte ich weniger als 2 Meter. Was für ein Unterschied, ich schaue ab jetzt nach breiteren Jeansstoffen. 


Das Nähen hat dank der Videos problemlos geklappt und ich konnte auch die Passform verbessern. Ganz optimal ist sie noch nicht, an den Oberschenkeln einen Tick zu eng, aber vielleicht leiert das auch noch etwas aus, mal schauen. Oben rum ist sie ein bisschen zu weit, aber da gibt es Gürtelschlaufen. Beim ersten tragen heute, ist mir aufgefallen, wenn sie etwas tiefer rutscht, sitzt sie auch an den Oberschenkeln besser. Allerdings sitzt dann der Schritt zu tief und stört. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das verbessern kann. Ich werde sie jetzt erstmal tragen und schauen wie sie sich im Alltag bewährt. Den Schnitt nähe ich garantiert noch einmal, mal sehen was ich dann noch verändere. 

Die Taschen muss ich auf jeden Fall verändern, die Taschenbeutel sind deutlich zu klein, aber das dürfte kein Problem sein. Die Taschenbeutel sieht man gar nicht, der Stoff ist schwarz mit kleinen bunten Punkten. Einen weiteren winzig kleinen Farbtupfen kann man auf einem der Fotos erkennen, das Muster auf den Potaschen habe ich mit Farbverlaufsgarn genäht. Eine spontane Idee, aber ein wunderbares Detail. Was man noch auf den Fotos erkennt ist, dass ich immer noch nicht beim Friseur war und es dringend nötig ist. Ab nächste Woche brauche ich keinen Test mehr, vielleicht schaffe ich es dann mal. 


Schnitt: Bootcut Jeans von Pattydoo
Stoff: Buttinette 

Donnerstag, 5. November 2020

Gemütlich im Herbst

Ich mag keine klassischen Jogginghosen, aber ich mag schon bequeme Hosen für zu Hause. Ein einziges Mal habe ich eine Fleecehose in meiner Größe gefunden, die unten keine Bündchen hat, sondern eine schöne Weite. Ich trage sie zu Hause sehr gerne und fürchte den Tag wenn sie mal kaputt geht. Bevor es so weit kommt, musste ich mir was einfallen lassen. Ich habe mir einfach einen Sweathosenschnitt genommen und dann die Beinbreite anhand meiner vorhandenen Hose angepasst. Im Frühling gab es die Hose Berlin von Pech und Schwefel kurze Zeit gratis und so habe ich diese genutzt. Dadurch, dass ich die Beinform komplett verändert habe, ist aber nicht mehr viel vom Original übrig. 

Die Hose sollte eher schlicht sein, daher habe ich einen jeansblau-melierten Sweatstoff verwendet. Durch das auflegen der vorhandenen Hose hatte ich auch gleich die nötige Verlängerung. Den oberen Teil habe ich so gelassen, wie im Schnitt vorgesehen. Für die Taschen habe ich den gleichen Stoff verwendet, vermutlich nicht die beste Wahl. Er ist etwas dick und drückt daher stark durch. Die Taschen stehen meist auch, weniger schön, auf. Ich glaube beim nächsten Versuch würde ich einfache Nahttaschen aus Jersey machen, das gefällt mir besser. Ansonsten sitzt die Hose noch nicht ganz optimal, aber die Beinweite finde ich toll und sie trägt sich super bequem. Und da sie ja nur für zu Hause gedacht war, ist sie völlig in Ordnung und ich werde sie gerne tragen. 


Schnitt: Sweathose Berlin von Pech und Schwefel

Verlinkt: Du für dich, Creative Lover

Dienstag, 17. März 2020

Menschenjunges

Kennt ihr das Lied von Reinhard Mey? Ich finde es so wunderschön, wie eigentlich seine meisten Lieder. Anfang Januar sollte es bei einer Bekannten soweit sein, das vierte Kind wurde erwartet. Schon Mitte der Schwangerschaft hatte sie mich gefragt, ob ich ihr eine Bettschlange nähen könnte. Habe ich zwar noch nie gemacht, kann doch aber nicht so schwierig sein. Den Stoff hatte sie sich schnell ausgesucht und dann war ich dran.


Eine Anleitung habe ich nicht gefunden, aber bei fertigen Schlangen stand zumindest der Durchmesser dabei, daran konnte ich mich orientieren. Die Enden wollte ich nicht ganz gerade haben, darum habe ich sie abgerundet und wie bei einer Mütze zusammen genäht. Das gefällt mir so sehr gut. Die meiste Arbeit hat das Füllen gemacht und es ging auch ordentlich Watte hinein. Aber irgendwann war sie ausreichend fest und ich konnte die Wendeöffnung schließen.


Fast gleichzeitig fragte meine Bekannte, ob ich auch so Babyhosen nähen könnte und zeigte mir ein Foto. Es war eine schlichte Pumphose, das sollte ich hinkriegen. Ich habe ihr zunächst ein Foto geschickt, welche Kinderjerseys ich noch liegen habe und sie hat sich für zwei entschieden. Den Drachen Kokosnuss habe ich mal geschenkt bekommen, ich wollte eine Mütze daraus nähen, aber dann waren die Kinder aus dem Alter auch schon wieder raus. Der zweite Stoff war Hellblau mit Minions, das war der Rest eines Pullis von meinem Sohn.


Als Schnitt habe ich das Freebook von Lybstes verwendet. Es besteht nur aus einem Schnittteile, zusammennähen, Bündchen dran, fertig. Okay, die winzigen Bündchen waren etwas pfriemelig, aber trotzdem waren die Hosen schnell genäht. Der Kokosnussstoff reichte noch haargenau, kein bisschen übrig, so mag ich es. Die fertigen Hosen sahen winzig aus, man konnte sich gar nicht vorstellen, dass da ein Mensch hineinpasst. Inzwischen weiß ich aber, dass es doch passt, der kleine Mann sah sogar recht verloren in seinen Hosen aus.


Am vierten Advent war es dann auch schon soweit, Yunus wurde, etwas früher als geplant, geboren. Natürlich wollte ich auch eine Kleinigkeit zur Geburt schenken. Schon bei der Schwester hatte ich eine U-Heft-Hülle genäht und nun sollte auch ihr kleiner Bruder eine bekommen. Gerade kürzlich hatte ich diesen Treckerstoff geschenkt bekommen und ich fand ihn passend. Kombiniert habe ich Hellblau, dass für mich ein bisschen nach Himmel aussieht. Vorne ist natürlich noch der Name drauf und innen eine kleine Tasche für den Impfausweis.
Zusätzlich gab es noch ein Lätzchen, die kann man schließlich immer gebrauchen.

Schnitt: Pumphose von Lybstes, Easy Peasy U-Heft-Hülle von Cajalinka (den Blog gibt es anscheinend nicht mehr), Lätzchen von Engelinchen
Stoff: Fundus und Stoff & Stil
Verlinkt: DvD, HOT, Menschen(s)kinder

Mittwoch, 3. Juli 2019

Sommer-Sack-Hose

Mal wieder auf den letzten Drücker, aber gerade rechtzeitig, denn noch ist Me made Mittwoch. Heute geht es um Urlaubsgarderobe und da bin ich genau im Thema. Als es so heiss war ist mir aufgefallen, dass ich nicht ausreichend kurze Hosen habe, da musste ich was gegen tun. Vor kurzem hatte ich das Buch „Der rosa p. Kleiderschrank“ aus der Bücherei ausgeliehen. Meike von Kleine Stöpsel, war mit dem Buch nicht so zufrieden, aber da mir das Shirt gut passte, dachte ich mir ich probiere es mal aus. Neben dem Shirt waren auch Hosen enthalten, eine davon gefiel mir. Sie läuft unter Culotte, aber ich hätte es eher Haremshose genannt.


Bisher hatte ich mit Schnitten aus Büchern immer Schwierigkeiten, da sie, teilweise deutlich, zu klein waren. Darum habe ich mich gut vermessen und in die Maßtabelle geschaut, dummerweise war ich jenseits davon. Da meine Kaufgröße 44 ist, habe ich mich entschieden die größte Größe, 46, zu probieren. Saumbündchen mal angehalten, ja könnte passen. Wie ihr auf den Bildern vielleicht erkennen könnt, ist die Hose sehr groß, ein bis zwei Größen kleiner hätten es vermutlich auch getan. 


Auch das Nähen war ein einziges Chaos, das lag aber eher nicht am Schnitt. Man sollte Vorder- und Hinterhose an der Außenseite zusammen nähen. Das habe ich auch getan, außerdem schön versäubert und abgesteppt. Dummerweise hatte ich Oberkante an Unterkante genäht, was für ein bescheuerter Fehler. Das Auftrennen hat ewig gedauert, aber irgendwann war es geschafft. Der Zwickel war irgendwie zu kurz, zum Glück hatte ich genug Stoff und habe ihn einfach noch einmal zugeschnitten. Der Saum war zügig genäht und das Gummi eingezogen. Die Länge gefiel mir nicht, darum habe ich die Hosenbeine gekürzt, so ist es okay. 


Heute Nachmittag war die Hose dann endlich fertig und ich habe sie gleich anbehalten. Weil meine Kinder im Urlaub sind, brauchte ich jemanden der sie fotografiert und bin so zum Linedance gefahren. Wie ihr seht habe ich jemanden gefunden der ein paar Fotos machen konnte. Härtetest auch gleich überstanden und dabei erkannt, ich sollte das Gummi lieber noch etwas enger nähen. Besonders wenn ich noch was in den Taschen habe, rutscht sie leicht. 


Die Hose ist alles andere als vorteilhaft, dafür aber sehr bequem und ich mag die großen aufgesetzten Taschen. Vielleicht nähe ich sie noch einmal ein Größe kleiner und auch noch kürzer. Ich muss mal meine Stoffvorräte sichten ob ich noch was passendes habe. 
Diesen Stoff hatte ich spontan beim letzten Stoffmarktbesuch mitgenommen. Es ist ein sehr leichter Jeansstoff und er gefällt mir sehr gut. Und für alle die ganz genau hinsehen, ja natürlich sollen die Schmetterlinge alle nach unten fliegen ;-) 
Diese Woche ist es hier recht kühl, aber wenn es wieder wärmer wird, werde ich sie tragen. All der Ärger muss sich schließlich gelohnt haben. 

Schnitt: aus dem Buch „Der rosa p. Kleiderschrank“
Stoff: Stoffmarkt
Gehört: „Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn
Verlinkt: Sew la la!, Du für dich




Dienstag, 5. Februar 2019

Schlafshorts

Kennt ihr von euren Kindern auch so Phasen? Meine haben zum Beispiel Essphasen, wo sie eine zeitlang unmengen Bananen essen und wenn ich mich darauf eingestellt habe und ausreichend Bananen einkaufe, dann ist diese Phase vorbei. Genau so läuft es mit diversen Dingen. Meine Tochter hat beispielsweise lange nur Nachthemden getragen, aber jetzt gehen ausschließlich Schlafanzüge. Aber keinesfalls lange, nur kurze. Dummerweise hat sie da nur einen im Schrank und um diese Jahreszeit sind die auch nicht so einfach zu bekommen.


Schon praktisch, wenn man Dinge einfach selber machen kann. Als Oberteil trägt sie gerne ein T-Shirt oder Top, davon hat sie ausreichend, es fehlten also nur Hosen. Ich habe mal meine Schnittmuster durchforstet und entdeckte die Qilelsy Shorts von ki-ba-doo. Sie entsprachen genau meinen Vorstellungen und so wurde der Schnitt gestern gedruckt und vorbereitet. Anschliessend habe ich die Restekiste geöffnet und geschaut, welche Stücke groß genug waren. Gefunden habe ich den Rest von meiner Frau Liese und rosa Fischchen, die ich mal geschenkt bekommen habe. Schnitt grob drauf gelegt, sollte passen. Als ich die ersten Teile ausgeschnitten hatte, musste ich feststellen, passte leider doch nicht. Bei der Fischchenhose (lustiges Wort), passte das letzte Schnitteil einfach nicht mehr drauf, egal wie ich es drehte und wendete. Als ich mit Fluchen fertig war, habe ich wieder in die Restekiste gegriffen und als Kombination einen dunkelblauen Jersey gewählt. Und was soll ich sage, so gefällt es mir sogar besser, als wenn alles aus dem gleichen Stoff gewesen wäre.


Nach dem vermessen meiner Tochter habe ich in der Breite Größe 146 und in der Länge 164 gewählt. Das Nähen ging heute morgen dann wirklich zügig. Eigentlich wird das Gummi mit angenäht, aber ich hatte nur etwas schmaleres Gummiband. Daher habe ich die Hose einfach umgenäht und das Gummiband eingezogen. Die Beine habe ich mit einem Wellenstich gesäumt, ich fand das passte gut zu den Fischen und bei der anderen Hose habe ich es einfach beibehalten. Sie waren wirklich schnell genäht und meine Tochter hat sich sehr gefreut. Sie hat die Shorts auch gleich anprobiert und sie passen gut. Warum auf dem Foto die eine größer ausschaut als die andere kann ich euch auch nicht sagen. 


Schnitt: Qilelsy von ki-ba-doo 
Stoff: Reste
Gehört: „Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley
Verlinkt: Creadienstag, DvD