Die Kapuze habe ich nicht gefüttert, das wird mir immer zu dick. Ausserdem ist das grau auch nicht hässlich. Ich habe als einfach einen Bündchenstreifen an die Kapuze genäht. Nun ist sie innen schön flauschig, falls ich sie mal aufsetze und ansonsten trocknet es besser. Der Pulli ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe, wunderschön. Er wird diesen Herbst und Winter bestimmt häufig im Einsatz sein.
Mittwoch, 5. November 2025
Blätterrauschen
Die Kapuze habe ich nicht gefüttert, das wird mir immer zu dick. Ausserdem ist das grau auch nicht hässlich. Ich habe als einfach einen Bündchenstreifen an die Kapuze genäht. Nun ist sie innen schön flauschig, falls ich sie mal aufsetze und ansonsten trocknet es besser. Der Pulli ist genau so geworden, wie ich ihn mir vorgestellt habe, wunderschön. Er wird diesen Herbst und Winter bestimmt häufig im Einsatz sein.
Dienstag, 9. September 2025
Lieblingsstoff
Ich habe die Chance genutzt, als ich mit meiner Tochter in Urlaub war und sie endlich mal meine neuen T-Shirts fotografieren lassen. Genäht habe ich sie schon im Februar, beim Nähcamp in Ratzeburg, aber das Fotos machen gestaltet sich schwierig, die Kinder sind unwillig. Und wenn wir dann mal gemeinsam unterwegs sind, denke ich vorher oft nicht dran, eine der neuen Sachen anzuziehen. Aber nun hat es endlich geklappt.
Den Anfang macht ein absoluter Lieblingsstoff, Regenbögen liebe ich ja sowieso und Totenköpfe mag ich, als St. Pauli Fan natürlich auch. Der Stoff lag schon länger hier, ich vermute, ich habe ihn mal beim Stoffmarkt mitgenommen, aber sicher bin ich mir nicht mehr. Die knalligen Farben habe ich mit uni schwarz kombiniert.
Das T-Shirt habe ich schon morgens in Hamburg angezogen, hier hat es also schon eine lange Zugfahrt hinter sich. Da wir in München etwas außerhalb übernachtet haben, blieben wir abends diesseits der Isar. Wir sind mit der Straßenbahn gefahren und haben einen Spaziergang gemacht. Vorbei am Maximilianeum, an der Pfarrkirche St. Johann Baptist, an der Isar entlang und anschließend sind wir Richtung Biergarten gegangen. Direkt davor sind diese Bilder entstanden.
Das T-Shirt ist definitiv ein neues Lieblingsteil, kein Wunder bei den Farben und nun ist es auch noch mit einen tollen Urlaub verknüpft. Wirklich eine gute Idee mit den Fotos im Urlaub. Für das bunte Shirt gibt es ein Kreuz im Bingo von Antetanni bei „etwas färben oder Farbiges“, gefärbt habe ich zwar nicht, aber farbig ist es definitiv.
Dienstag, 6. Mai 2025
Untersetzer
Ich habe im Wohnzimmer ein kleines Tischchen, kürzlich kam ich auf die Idee mir etwas zu nähen, dass ich darauf legen kann. Von der Grösse her eher ein großer MugRug, als ein Läufer, so 20 mal 30 cm müssten es sein. Ich kam schnell auf die Idee eine Foundation Paper Piecing Vorlage zu nutzen, aber welche? Ich schaute mich zunächst bei Fandom in Stitches um, aber so richtig überzeugt hat mich nichts. Irgendwie kam ich auf die Idee mit dem Regenbogen, der würde vom Format auch gut passen und habe gegoogelt. Schließlich bin ich bei Etsy gelandet und habe diese Vorlage von Kate Basti gekauft.
Erst wollte ich jedes Segment mit unterschiedlichen Stoffen nähen, aber ich habe dann doch die gleichen genutzt, nicht ganz so wild. Genäht habe ich das meiste bei einem Treffen der Patchworkgruppe Nord bei Nordost. Die Segmente ließen sich gut nähen, das zusammensetzen war dann allerdings eine Herausforderung, besonders die Mitte, wo sich die Spitzen treffen, da ist es auch recht schief und knubbelig geworden. Aber es ist ja kein Geschenk, sondern für mich und mich stört das nicht so. Auf der Rückseite habe ich auch Regenbögen, den Stoff habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen. Und nun liegt er auf dem Tischchen und erfreut mich.
Und weil ich das ganze auf Papier genäht habe, gibt es ein Kreuz bei „Dafür brauche ich Papier“ bei Antetannis Bingo und ich verlinke bei Elfis DvD Linkparty.
Mittwoch, 1. Januar 2025
Bunter Jahresbeginn
Beim ersten Me Made Mittwoch des Jahres gibt es meist Rückblicke, darum fange ich damit auch mal an. Im Jahr 2024 habe ich fünfmal teilgenommen, mit einem Kleid, dem gleichen Schnitt als Bluse, einer Strickjacke, einer Sommerhose und einem Hoodie. Ich habe noch mehr für mich genäht, aber das wurde dann anderweitig verbloggt.
Aber ich habe auch noch was neues zu zeigen. Diesen Stoff hatte ich zusammen mit dem anderen regenbogenfarbenen auf dem Stoffmarkt gekauft. Dieser ist nicht ganz so knallig wie der andere, aber trotzdem genau meins und total schön. Ich bin kein großer Fan von Panelstoffen, aber hier war das Bild groß genug und es gab den passenden schlichten Kombistoff und so musste ich ihn haben.
Beim Nähcamp wurde aus dem schönen Stoff dann ein weiterer schöner Hoodie. Gleicher Schnitt wie immer zügig genäht. Das Bündchen ist etwas weich, leider weiß ich nicht mehr wo ich es her habe. Ansonsten ist der Hoodie genau so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte und er wird sehr gerne getragen.
Samstag, 7. Dezember 2024
Sinnvolle Resteverwertung
Ich habe jahrelang die gleichen Haargummis verwendet, nur in unterschiedlichen Farben, praktisch, haltbar und günstig. Leider hat der Laden wo ich sie gekauft habe zugemacht und irgendwann war auch das letzte Gummi ausgeleiert. So richtige Alternativen habe ich nicht gefunden, aber zum Glück kann ich nähen und so auch neue Haargummis fabrizieren.
Zum Glück kam ich auf diese Idee noch rechtzeitig vorm Nähcamp und konnte ein paar Reste zuschneiden. Die beiden schlicht gestreiften waren mal Kaufshirts, die aber inzwischen Löcher hatten. Aus dem hellblauen mit maritimen Motiven hatte ich meinem Sohn und mir T-Shirts genäht. Aus dem tollen Regenbogenstoff hatte ich mir auch ein T-Shirt genäht und meinem Sohn eine Hose verschönert, nun ist wirklich nichts mehr davon übrig. Lustigerweise ist auch der Weihnachtsstoff von einem Shirt meines Sohns und einem von mir übrig geblieben. Da habe ich euch auch dir Rückseite fotografiert, weil sie ganz anders wirkt.
Beim zuschneiden habe ich mich an den Maßen vom Timtom Scrunchie orientiert, allerdings habe die Anleitung ignoriert, die war mir zu fummelig. Die ersten drei haben sich im Alltag schon bewährt und ich nutze sie gerne. Wenn ich wieder schöne Reste habe, werde ich mir bestimmt noch welche nähen, meine Tochter hat auch schon Bedarf angemeldet. Am liebsten hätte sie das Weihnachtshaargummi, leider ist von dem Stoff nun nichts mehr übrig.
Und nun muss ich die Kurve zum Nikolaus bekommen. Ich hatte spontan ein Foto meines Bruders vor Augen, in dem er einige bunte Haargummis im Bart hat, leider darf ich es euch nicht zeigen, dabei ist es wirklich schön. Und da dachte ich mir das würde dem Nikolaus bestimmt auch stehen und der Bart weht nicht mehr so durch die Gegend. Ich fände ihn ja mit Regenbogenbartgummi am tollsten, würde aber auch das Weihnachtsgummi teilen. Und damit gibt es ein weiteres Kreuz beim Weihnachtsfreudenbingo und ich verlinke beim Creativsalat.
Dienstag, 26. November 2024
Bisschen bunt
Letzten November ist mir auf dem Stoffmarkt in Hamburg ein, für mich neuer, stand aufgefallen. Er hatte diverse schöne Stoffe und ganz viel mit Regenbogen. Günstig waren die Stoffe nicht, aber da ich im November Geburtstag habe, beschloss ich mir welche davon zu schenken. Zeit zu nähen hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht, aber im Frühling bin ich endlich dazu gekommen
Der Stoff ist toll, aber ein ganzer Pulli wäre wohl etwas zu viel. Darum habe ich mir zum kombinieren, einen schwarzen Sweat, mit kleinen weißen Pünktchen ausgesucht. Der Schnitt ist mal wieder „Meine Vanja“, der hat auch die passende Teilung um den schönen Stoff in Szene zu setzen.
Die Rückseite ist schlicht, aber ich mag es, dass der Stoff nicht ganz Uni ist, macht es interessanter. Die Kombination hat genauso funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe und von dem tollen Stoff ist noch genug übrig um einen weiteren Pulli oder noch was anderes zu nähen. Der schöne Stoff muss schließlich voll ausgenutzt werden. Im Sommer wurde der schöne Pulli nicht getragen, aber jetzt ist er häufig im Einsatz. Die Welt braucht viel mehr Farbe.
Dienstag, 6. Februar 2024
Ich habe es wieder getan
Schon länger gab es hier kein Patchwork mehr zu sehen. Ich hatte es damals bei den 6-Köpfe 12-Blöcke Aktionen ausprobiert. Im ersten Jahr ist sogar ein Quilt entstanden. Im zweiten Jahr war ich dann etwas sortierter unterwegs und wieder entstand ein Quilt. Im dritten Jahr habe ich zwar die Blöcke mit Begeisterung genäht, bin aber nicht weiter gekommen. Das liegt einerseits daran, dass mir das nähen der Blöcke Spaß macht, aber alles danach nicht mehr. Außerdem habe ich nicht so richtig eine Verwendung für die Quilts, sind einfach im Bettkasten verschwunden. Das ist natürlich schade und deswegen habe ich auch nicht weiter gemacht.
Nun habe ich Anfang des Jahres einen Quilt Along bei Der Rabe im Schlamm entdeckt und auch wenn es vielleicht nicht sinnvoll ist, hatte ich unheimlich Lust mitzumachen. Außerdem wurde ich kürzlich in eine Patchwork Gruppe eingeladen und das passte so gut. Ich habe wieder die Stoffe aus dem Fundus genommen, die teilweise schon in den letzten Quilts verarbeitet sind. Auch den Hintergrundstoff hatte ich noch liegen, er wird vermutlich nicht für alle Blöcke reichen, da muss ich noch mal schauen was ich so finde.
Der erste Block hat mir gut gefallen, und meine Lieblingsfarbkombination bot sich an. Leider ist das Wetter diese Woche mal wieder furchtbar, düster und nass. Da kommen die Farben gar nicht richtig zur Geltung, besonders das Lila nicht. Außerdem hatte jemand anscheinend etwas dagegen, dass ich Fotos mache und hat ständig seine Schnauze ins Bild geschoben. Im Februar sind Flying Geese Blöcke zu nähen, bisher habe ich noch keine Idee wie die aussehen werden, mal schauen. Auch ob das irgendwann ein Quilt werden soll oder ich die Blöcke anderweitig verwende, habe ich noch nicht entschieden, momentan habe ich einfach Spaß sie zu nähen.
Dienstag, 11. Juli 2023
Reparatur
Letztes Jahr im Oktober war endlich wieder Kick Ass Cup in Hamburg. Es waren Rollderderby Teams aus Wien, Graz und Hamburg vertreten und mein Sohn und ich hatten ein tolles Wochenende. Wir haben nicht nur Merch des St. Pauli Rollerderby Teams verkauft, sondern auch Merch eingekauft. Mein Sohn war ganz begeistert von einer Bauchtasche des Wiener Teams, sie war unheimlich günstig und er hat sie sofort gekauft, zusätzlich zum Aufdruck hat er sich noch einen Button seines Termins daran gemacht.
Leider war sie zu günstig, recht schnell waren die Gurtbänder ausgerissen. Weil er die Tasche so gern hatte, musste ich das natürlich reparieren. Das auftrennen war katastrophal. Die Tasche ist nicht gefüttert, aber die Nähte waren mit einer Art Schrägband eingefasst. Es dauerte ewig all die Nähte zu öffnen, aber irgendwann war es geschafft. Eigentlich wollte ich wieder ein schwarzes Gurtband nutzen, aber ich hatte keins liegen. Ich hätte auch welches gekauft, aber da hatte mein Sohn sich auch schon für das Regenbogen Gurtband entschieden.
Ich habe es richtig fest angenäht und am Ende das Schrägband ordentlich wieder geschlossen. Mir gefällt die Tasche sogar besser, als vorher. Und das beste ist, sie wird auch wieder voller Begeisterung getragen und ist noch nicht wieder irgendwo eingerissen. Dabei ist sie häufig im Einsatz und immer schwer beladen, es ist erstaunlich was 13-jährige so unbedingt mitnehmen müssen.
Verlinkt: DvD, Reparieren von 12 bis 12
Mittwoch, 7. Juni 2023
Schlicht klappt nicht
Letzten Sommer hatte ich euch die ersten Alltagsshirts gezeigt, in den letzten Monaten sind ein paar weitere entstanden. Ich jetzt bin ich froh, dass ich sie habe, denn hier ist endlich der Sommer angekommen und ich trage sie mit großer Begeisterung.
Ich hatte ausnahmsweise ausreichend Stoff und musste nicht kombinieren. Ich habe alles, inklusive Bündchen aus dem gleichen Stoff genäht und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. (Entschuldigt die schlechten Fotos, ich bin froh, wenn ich überhaupt ein Kind überzeugen kann schnell ein paar Fotos zu schiessen und habe dabei nicht bemerkt wie schief es sitzt.)
Zweites Shirt, gleicher Schnitt. Diesen Stoff habe ich von einer Freundin geschenkt bekommen, das Muster ist nicht ganz meins, aber die Farben sind schön. Es war nur ein Meter, darum musste ich wieder kombinieren, bei der Farbe war das mit schwarz am einfachsten. Genäht habe ich sie alle bei den letzten beiden Nähcamps.
Diese Fotos sind in Warnemünde am Strand entstanden, macht sie doch gleich viel sehenswerter. Ich hätte mir den Stoff nie gekauft, aber das Shirt gefällt mir jetzt richtig gut.
Diesen Stoff habe ich schon letztes Jahr auf dem Stoffmarkt entdeckt, er war erstaunlich unbunt, gefiel mir aber trotzdem. Ich wollte ihn nicht mit anderen Stoffen kombinieren und habe darum genug mitgenommen um auch die Ärmel aus diesem Stoff zuzuschneiden. Und dann kam es mal wieder anders als geplant. Der Stoff lag deutlich schmaler als andere und so konnte ich nicht Vorder- und Rückenteil daraus zuschneiden. Ich habe mich sehr geärgert und es erstmal liegen gelassen und dann Zähne knirschend die Rückseite aus schwarzem Jersey zugeschnitten.
So richtig überzeugt hat mich das nicht und dann auch noch mit schwarzem Halsbündchen, wurde es mir einfach zu trostlos. Und dann wurde aus dem schlicht unbunten Shirt wieder mal ein Regenbogen-Hingucker. Langsam wird das hier zum Running Gag, es kam doch schon häufiger vor, dass ich etwas schlicht plante und dann irgendwie ein Regenbogen sich reingemogelt hat. Um noch ein bisschen mehr Farbe reinzubringen, habe ich die Säume mit Regenbogenverlaufsgarn abgesteppt. Das sieht man fast nur auf der Rückseite, gefällt mir aber trotzdem. Die Fotos sind in Rostock bei praller Sonne entstanden, nachdem wir uns die Stadt angesehen haben. Dadurch sind erstens die Farben etwas blass und zweitens das Shirt schon reichlich durchgeschwitzt, aber immerhin habe ich Fotos. Und drei neue T-Shirts im Schrank, die ich jetzt gut gebrauchen kann.
Dienstag, 18. Oktober 2022
Ganz doll meins
Es ist schon einige Jahre her, dass überall Sew-Together-Bags auftauchten. Ich fand die von Anfang an total spannend und wusste gleich, so eine brauche ich auch. Seitdem liegt das Schnittmuster hier rum und es gab immer anderes zu tun. Dieses Jahr habe ich zwei traumhaft schöne Stoffe von meiner Freundin geschenkt bekommen. Sie weiß sehr genau was mir gefällt und hat meinen Geschmack perfekt getroffen.
Nun wollte ich aus den tollen Stoffen natürlich auch etwas für mich nähen und da kam mir die Sew-Together-Bag wieder in den Sinn und so wollte ich im September endlich mit dem nähen beginnen. Aber es war gar nicht so einfach Reißverschlüsse zu bekommen, ein Stoffladen hatte zwar kleine Reißverschlüsse, aber auch keine passenden Zipper. Da die Tasche sowieso bunt ist, habe ich einfach auch bunte Zipper genommen. Einen breiten Reißverschluss, der farblich irgendwie passte, habe ich gar nicht bekommen, den musste ich dann doch bestellen. Aber ich konnte zumindest schon einmal anfangen.
Der Batikstoff kam nach innen und der Nähstoff war für außen. Für die Innentaschen haben ich einen Rest Schwalbenstoff genommen, daraus hatte eine Freundin sich mal eine Bluse genäht. Dank „G‘macht in Oberbayern“ war das Nähen gar nicht so schwierig. Die Anleitung beim Schnittmuster besteht nur aus englischem Text, aber auf dem Blog wird alles genau und auf Deutsch erklärt und gezeigt. Schritt für Schritt entstanden so zunächst die Innentaschen und wurde anschließend auch mit Außen verbunden. Inzwischen war auch der Reißverschluss gekommen, auch regenbogenfarben, bunt, bunter, genau meins.
Dann fehlte nur noch das Binding, aber aus welchem Stoff? Natürlich sollte es schon bunt sein, aber auch passend. Schlicht schwarz wäre gegangen, war aber zu unbunt. Der Aussenstoff hätte auch gepasst, aber ich fand es schade, das schöne Muster so zu zerschneiden und so lag die Tasche länger herum, bis mir ein Gedanke kam. Ich hatte mir vor einigen Jahren bei einer Messe mal einen schönen Regenbogenstreifenstoff gekauft. Beim ranhalten, gefiel es mir sofort und so habe ich am 12. endlich das Binding zugeschnitten und nach und nach angenäht. Da ich die eine Seite mit der Hand angenäht habe, dauerte das etwas und ich habe erst heute die letzte Naht gemacht.
Ich liebe das Ergebnis, die Tasche ist sowas von meins, einfach ein Traum. Ich werde sie nutzen um alles was man so zum Nähen braucht zu transportieren. Und weil das nächste Nähcamp bald ansteht, sollte die Tasche auch unbedingt diese Woche fertig werden. Bis dahin darf sie hier mitten im Weg stehen, damit mein Blick möglichst oft auf sie fällt.
Dienstag, 9. August 2022
Pride
Kürzlich sprang mich eine Werbung an, das kommt wirklich selten vor, aber mit Regenbogen bekommt man mich immer. Es war eine Herrenhose mit Regenbogenaufschlag und ich fand sie toll. Das kann doch nicht so schwierig sein, Regenbogenstoffe habe ich liegen und so habe ich beschlossen es für meinen Sohn mal auszuprobieren.
Ich habe mich für einen Regenbogenjersey entschieden, es war ein Reststück, das ich mal in Plön gekauft habe. Die Jeans ist gekauft, sie war zu kurz, passte aber oben rum noch gut. Ich habe sie also oberhalb der Knie abgeschnitten, den Streifen Regenbogenstoff wie einen Beleg rechts auf rechts aufgenäht und nach innen umgeklappt. Innen habe ich ihn per Hand festgenäht, da ich keine sichtbare Naht wollte. Anschließend die Hose umgekrempelt und rechts und links mit einer Naht fixiert, damit sie sich nicht zurück krempelt. Ich liebe das Ergebnis und brauche ganz dringend auch so eine.
Die Hose wurde kurz vorm Christopher Street Day in Hamburg fertig und der Reststoff lag hier rum und schaute mich an. Und so habe ich mir kurzentschlossen am Tag davor noch ein T-Shirt genäht. Der Stoff reichte noch für ein Vorderteil und ich entschied mich mit schwarz zu kombinieren. Der Schnitt lag hier noch vom letzten T-Shirt rum, ich habe versucht Abnäher hinzuzufügen. Hat gar nicht mal so schlecht funktioniert, sie sitzen nur etwas zu hoch.
Und weil ich noch einen schmalen Streifen Stoff übrig hatte, habe ich beschlossen die Rückseite auch etwas aufzupeppen. Das war definitiv eine gute Idee, ich liebe die Rückseite. Der Streifen macht sich dort wirklich gut und leuchtet so richtig schön. Die Fotos sind dann erst nach der CSD Parade entstanden und dementsprechend etwas knitterig und verschwitzt. Aber wir hatten eine Menge Spaß.
Meine Tochter war auch mit von der Partie, wollte allerdings weder Hose noch Shirt, aber sie hat sich eine Flagge gekauft und sich darin eingewickelt. Schon die U-Bahn war voller Regenbögen und die Stadt war dann noch bunter. Es war toll.
Donnerstag, 15. November 2018
Selten so geflucht
Es ist nun schon recht lange her, dass dieses Taschenschnittmuster auf vielen Blogs zu sehen war. Ich war gleich interessiert, da ich schon länger plante mir solch einen „Rucksack mit einem Träger“ zu nähen. Da gibt es doch bestimmt ein Wort für? Ich komm nicht drauf.
Ich habe mir sämtliche Nähbeispiele angesehen und diverse Lobeshymnen gelesen. Es gab auch einige Gewinnspiele und ich habe mich irrsinnig gefreut, als ich den Schnitt tatsächlich gewonnen habe.
Beim Nähcamp im Mai wollte ich meine Tasche dann nähen. Sie sollte richtig toll werden, darum bin ich extra los um Stoffe zu kaufen und habe nicht, wie meistens, irgendwelche aus dem Fundus genommen. Ich wollte gerne eine alte Jeanshose verwenden, weil mir die Kombination immer gefällt. Ich suchte also einen passenden Stoff für die Außentasche und fürs Futter. Farblich hatte ich keine Vorstellung, hätte vermutet dass es eher bunte Stoffe werden, weil ich es mag. Aber dann entdeckte ich diesen Stoff mit den Kraken und war schockverliebt. Passend dazu fand ich einen anderen Stoff, auch weiß, mit Fischen in dunkelblau. Selten geht Stoffkaufen so schnell und noch seltener ist die Beute so unbunt. Aber warum nicht mal schlicht, darum wanderte noch dunkelblaues Gurtband in den Einkaufswagen.
Als ich alles fürs Nähcamp einpackte, lag allerdings neben dem blauen Gurtband, das regenbogenfarbene. Und es war sooo schick. Na gut, ich packe es mal ein und denke nochmal darüber nach. Wie ihr unschwer an den Fotos erkennen könnt, hat das Regenbogenband gewonnen. Schlicht und unbunt kann ich einfach nicht, macht auch nichts, sieht toll aus. Die Kombination aus Jeans, dem Krakenstoff, dem Futter und dem Regenbogen finde ich einfach genial und es könnte eine absolute Lieblingstasche werden, aber...
Das Nähen hat überhaupt keinen Spaß gemacht, es blieben ganz viele Fragen offen und häufig musste ich raten wie es gehört. Die Anleitung ist hauptsächlich für eine Tasche mit Kordelverschluss oben, aber die Seesack-Variante ist auch möglich. Dafür fehlen dann aber Informationen, zum Beispiel beim Anbringen des Verschlusses oder zur Gurtbandlänge.
Als ich dann endlich soweit war, musste ich feststellen, dass der Träger in die falsche Richtung angenäht war. Ich hätte heulen können, aber das hilft auch nicht. Also wieder abtrennen, aber alles andere wieder auftrennen um ihn ordentlich annähen zu können wollte ich auch nicht. Darum habe ich ihn dann durch das Futter hindurch festgenäht. Das sieht innen vielleicht nicht so schön aus, funktionierte aber immerhin.
Lust hatte ich dann erstmal nicht mehr, ich war frustriert und habe es einfach liegen gelassen. Fast sechs Monate lag die Tasche nun hier und starrte mich vorwurfsvoll an. Als ich überlegte welche Tasche ich am Wochenende mit zum Nähbloggertreffen nehme, kam sie mir in den Sinn und heute habe ich endlich mal die letzten Handgriffe gemacht. Zunächst habe ich die Gurtbänder gekürzt, weil sie einfach viel zu lang waren.
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| Unterer Verschluss vorm Festnähen |
Den unteren Verschluss fand ich doof, der baumelte, wenn er offen war immer einfach runter, den habe ich mit ein paar Handstichen an der Außentasche festgenäht. Ich hoffe das ist praktisch und hält. Was mich am meisten stört, dass das Zurollen nicht funktioniert. Vielleicht hätte man den oberen Teil weniger verstärken sollen, als den Rest? Oder die Tasche oben noch länger machen, um mehr Stoff zum aufrollen zu haben? So klappt man es „nur“ zweimal um und das entklappt sich gleich wieder. Darum habe ich ein paar Kamsnaps angebracht, zunächst zwei um die obere Kante zu verschließen und dann noch einen dritten um den aufgerollten Verschluss da zu fixieren wo ich ihn haben möchte. Leider kam ich soweit von der Kante entfernt nicht richtig mit der Zange an, ich hoffe der Knopf hält trotzdem.
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| Tasche mit wenig Befüllung |
Auf den meisten Fotos gefällt mir die Tasche nun ganz gut, allerdings auch nur wenn sie richtig voll gestopft ist. Um ein paar Dinge mitzunehmen finde ich sie weniger geeeignet, das sieht nicht schön aus und trägt sich auch weniger gut. Außerdem habe ich auch immer noch den Frust während des Nähens im Kopf, der steht mir beim Mögen der Tasche irgendwie im Weg. Dabei finde ich die Stoffkombi immer noch so schön. Ich werde jetzt mal versuchen sie ab und an zu nutzen und hoffe wir freunden uns doch noch an.



















































