Freitag, 27. Februar 2026

Grindelviertel

Auch diesen Monat war ich zu Fuß in Hamburg unterwegs. Wieder gleich am Anfang des Monats, ich hatte es mir fest vorgenommen und habe mich dann auch von durchgehendem Nieselregen nicht abhalten lassen. Leider war es nicht warm genug um Eis und Schneematsch auf dem Boden komplett wegzuschmelzen.

 


Gestartet bin ich am Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt. Seitdem Umbau und der Umbenennung war ich noch nicht wieder da, obwohl es sehr schön geworden sein soll. Aber auch heute lasse ich es links liegen. 



Mein Weg führt mich hinter das Museum, da gibt es ein chinesischen Garten mit Teehaus und ein chinesisches Lokal. Richtig schön dort.



Gleich gegenüber steht die Ballin Villa. Ballin war ein Hamburger Reeder, der sein Geld hauptsächlich durch das Auswanderergeschäft machte. Darum ist auch das Auswanderer Museum in Hamburg nach ihm benannt, dieses liegt allerdings auf der Veddel.



Ich überquere die Rothenbaumchaussee und laufe Richtung Grindelviertel. Dabei komme ich am Curiohaus vorbei. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es als Gerichtssaal des britischen Miltärgerichts genutzt. Hier fanden zum Beispiel die Prozesse zum KZ Neuengamme statt. Heute ist es ein Büro-  und Veranstaltungsgebäude. 



Hübsche Wohnhäuser hier.



Ich nähere mich dem Universitätsgelände. Hier ist auch die Moorweide, von hier starteten die jüdischen Deportationen 1941. Heute steht dort ein Mahnmal, das Foto davon ist aber nichts geworden. 



Hier hat mir die Fassendekoration so gut gefallen. 



Ich überquere das Unigelände und hebe den Altersdurchschnitt enorm. Dieses Wandgemälde spricht mich an, es wurde schon 1989 von A. R. Penck geschaffen. 



Panther von Hans Martin Ruwoldt immer noch auf dem Unigelände. 


 


Hier sieht man nicht viel, aber ein Schild an der Hauswand weist einen zumindest darauf hin, das hier einmal die Bornplatz Synagoge stand, eine der größten Synagogen Deutschlands. Nebenan liegt die jüdische Schule, die gibt es noch und sie wird auch noch genutzt. Davor steht allerdings ein kleiner Container in dem Polizisten stationiert sind. Ich habe das Gefühl sie haben mich eh schon im Blick, weil ich Fotos mache, darum spare ich mir ein Foto der Schule lieber. Gut das die Polizisten da sind, furchtbar, dass sie da sein müssen. 



Immer noch am selben Platz ist dieses beeindruckend Wandbild. Martha Muchow war eine Hamburger Psychologin, sie wurde denunziert, weil sie zu eng mit Juden verkehrte, all ihrer Ämter enthoben und nahm sich kurz darauf das Leben. Heute ist die Bibliothek für Erziehungswissenschaft nach ihr benannt. 



Ich laufe weiter durchs Wohngebiet, tolle Straßennamen hier und heute ganz besonders passend.



Die Wand gefällt mir. So langsam bin ich ko und außerdem drücken die Winterstiefel, sie werden einfach zu selten gebraucht. Aber ich muss noch weiter. Eine Sache will ich unbedingt noch sehen und darum laufe ich Richtung Klosterstern. 



Ich liebe ja besondere Ampelmännchen und darum musste ich mir die neuen in Hamburg auch unbedingt ansehen, erkennt ihr Ernie und Bert?

Aber nun bin ich wirklich platt und weiter geht’s Richtung U-Bahn und ab nach Hause. Jetzt verlinke ich erstmal bei Heikes Monatsspaziergängen.

1 Kommentar:

  1. Gleich mit dem ersten Foto hattest du mich schon gewonnen, blickt da doch mein schwarzer Kater Kasimir vom Balkon herunter ;-) Die Gebäude in Hamburg sind so ganz anders als die für mich gewohnten. Und den meisten sieht man den Wohlstand der Hansestadt an. Die Wandbilder, so unterschiedlich sie auch sind, finde ich allesamt sehr interessant und gefallen mir. Und den Straßennamen mag ich auch :) Ernie und Bert als Ampelmännchen hat auch was. Wenn du Ampelmännchen magst, kann ich dir auch die Ampelpärchen in Wien ans Herz legen.
    Liebe Grüße, heike

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