Mittwoch, 4. März 2026

Tageulen

Bei einem der Nähcamps in Leer, war ich mal wieder im Stoffladen. Ein bunter Stoff voller Eulen erregte meine Aufmerksamkeit. Aber er war doch ganz schön auffällig und so ließ ich ihn dort. Auf dem Rückweg ärgerte ich mich. Da rief meine Freundin an, ob ich ihr noch was mitbringen könnte, klar konnte ich. Also wieder zurück zum Stoffladen und diesmal kam ich an den Eulen nicht vorbei, nahm aber nur ein kleines Stück mit. 



Wieder zu Hause war ich mir nicht so sicher ob der Stoff eine gute Idee war und er landete erstmal länger im Schrank. Dafür war er aber definitiv zu schade und so suchte ich jetzt endlich nach einem passenden Kombistoff und wurde auch fündig. Im Januar traf ich mich mit meiner Freundin zum zuschneiden. Ich hatte, unter anderem den Hoodieschnitt aus dem Klimpergross Buch dabei. Das Vorderteil habe ich unterteilt um den Eulenstoff in Szene zu setzen. Mit der Bauchtasche habe ich gezögert, ob es nicht zu viele Eulen sind, mich aber dann doch dafür entschieden. Die zugeschnittenen Teile packte ich dann ein, fürs Nähcamp im Februar in Ratzeburg. 



Weil ich den Hoodie gerne diesen Winter noch tragen wollte, hatte ich entschieden ihn gleich als erstes zu nähen. Dabei fiel mir auf, dass ich vergessen hatte das Futter für die Kapuze und die Tasche zuzuschneiden. Dummerweise hatte ich keinen passenden Jersey dabei, daher beschloss ich am Samstag in den Stoffladen zu fahren. Samstag war der Tag, wo das Wetter hier umschlug, es begann auf den stark gefrorenen Boden zu regnen und ich wollte ungern mit dem Auto in die nächste Stadt fahren. Alles hatte sich gegen den Pulli verschworen, aber eine Idee kam mir noch und die setzte ich um. Ich googelte nach Geschäften in Ratzeburg, groß war die Auswahl nicht, und machte mich dann zu Fuß auf den Weg zu einem Textildiscount, man hätte schön am See langlaufen können, aber dort waren die Wege spiegelglatt, also an der Hauptstraße lang. Dort fand ich ein dunkelblaues T-Shirt und griff zu. Zurück nahm ich den Bus zur Jugendherberge. Dort konnte ich die letzten Teile aus dem T-Shirt zuschneiden und den Hoodie nähen. 



Dafür das er mich soviel Zeit gekostet, gefällt mir der Pulli jetzt richtig gut. Auffällig ist er natürlich schon, aber der Welt schadet Farbe definitiv nicht. Aber für all das Chaos habe ich mir das gleichnamige Kreuz bei Antetannis Bingo verdient. 


Schnitt: Hoodie aus dem Buch Klimpergross
Stoff: Eulen Stoffladen Leer, Bündchen Albstoffe, Sweat Tedox
Verlinkt: Me Made Mittwoch




Samstag, 28. Februar 2026

Mein Februar


Schon ist der Februar vorbei, viel Eis, Schnee, klirrende Kälte und zum Schluss dann fast 30 Grad mehr und Frühling. Die letzten Tage fühlten sich doch etwas seltsam an. 

An einem Samstag war ich in Lübeck, bei der Kreativmesse und etwas shoppen, das war nett. Den gekauften Stoff brauchte ich für das letzte Wochenende, da war ich zum Nähcamp in Ratzeburg. So schön dort, nicht so viele Leute und immer dieser grandiose Blick auf den See, am Freitag noch gefroren und am Samstag kam dann der Wetterumschwung.

Von einem Spaziergang in Hamburg habe ich euch gestern schon erzählt. Ansonsten war ich noch bei zwei Lesungen. Ella Carina Werner hat diesmal keine feministischen Tiergedichte gelesen, sondern aus ihrem neuen Buch, welches im September erscheint. Auch sehr lustig, das Buch brauche ich unbedingt. Das Buch „Witches, Bitches, It-Girls“ habe ich im Januar schon gehört. Aber als Rebekka Endler Donnerstag in Ahrensburg las, musste ich trotzdem hin und es mir anhören. Sie hat auch viel anderes erzählt und Fragen beantwortet, ein sehr interessanter Abend. 



Und der Buchstapel aus dem Februar. In letzter Zeit sind es einfach zu viele Bücher, ich werde nicht mehr zu jedem was schreiben, aber wenn euch eins besonders interessiert, kommentiert gerne, dann schreibe ich noch mal was dazu. 

Erich Kästner ist immer lesenswert, sowohl „Die verschwundene Miniatur“, als auch „Der Gegenwart ins Gästebuch“ haben mir sehr gefallen. Ursula Poznanski ist eine meiner Lieblingsautorinnen und auch „Scandor“ war wieder großartig. 

Die Cartoons von Mordillo mochte ich schon immer, beide Bücher haben mir gut gefallen. Einige Bücher sind aus dem Regal meiner Tochter zu mir gezogen, hier hat mir besonders „Manifesto“ gefallen, die Autobiografie von Bernardine Evaristo, einige ihrer Romane kenne ich schon. 

„Du sollst Bestie sein!“ ist kein schönes Buch, das soll es auch nicht sein, es ist furchtbar erschreckend und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben, es geht um Kindersoldaten. 

Von Michael Degen habe ich schon die Geschichte seiner Kindheit, während es zweiten Weltkriegs gelesen. In „Mein heiliges Land“ lebt er als junger Mann in Istael, wieder toll geschrieben und sehr interessant. 

Die meisten Gedichtbände habe ich bei der Wohnungsauflösung meiner Mutter mitgenommen. Morgenstern und Ringelnatz haben mir nicht so gefallen, aber das lesen von Gedichten hat mir gut gefallen, darum habe ich mir welche gekauft. Rocco Giordano kannte ich bisher nur als den Bruder von Ralph, aber seine Gedichte sind toll, oft traurig und bedrückend, aber meist mit Hoffnung und es sind auch schöne dabei. Und für all die gelesenen Gedichte kreuze ich bei Antetannis Bingo „(Ge)dicht“ an.



Dazu kamen siebzehn Hörbücher, auch hier waren einige gute dabei. „Grenzen akzeptieren wir nicht!“ über Peggy Parnass und über und von Umes Arunagirinathan hat mir sehr gefallen, zwei außergewöhnliche Menschen. „Shuggie Bain“ war nicht unbedingt schön, aber interessant, eine wenig schöne Kindheit im Glasgow der 80er Jahre. 

„Mörderfinder“, „Sterbekammer“ und „Cold Case“ waren gute Krimis. „Das Mädchen mit dem Heiermann“ eine autobiografische Geschichte, über eine Kindheit auf St. Pauli. Und auch endlich mal wieder eine lesenswerte Fantasygeschichte, „Spellshop“, vielleicht etwas seicht, aber einfach schön. 

Und eins muss ich noch erwähnen, „Vatermal“ von Necati Öziri, eine tolle Geschichte, interessant erzählt. 

Nun habe ich noch nicht mal alle erwähnt und schon wieder so lang geworden, sorry, aber es waren einfach zu viele gute Bücher. 


Nun steht der März in den Startlöchern, die Kinder haben Ferien, aber ich muss arbeiten, Ende des Monats dann andersherum, schade. Ansonsten steht im März noch nicht so viel an. Ich hoffe weiterhin auf schönes Frühlingswetter, das hebt die Stimmung so schön. Aber nun verlinke ich erstmal bei Birgitts Monatscollagen.

Freitag, 27. Februar 2026

Grindelviertel

Auch diesen Monat war ich zu Fuß in Hamburg unterwegs. Wieder gleich am Anfang des Monats, ich hatte es mir fest vorgenommen und habe mich dann auch von durchgehendem Nieselregen nicht abhalten lassen. Leider war es nicht warm genug um Eis und Schneematsch auf dem Boden komplett wegzuschmelzen.

 


Gestartet bin ich am Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt. Seitdem Umbau und der Umbenennung war ich noch nicht wieder da, obwohl es sehr schön geworden sein soll. Aber auch heute lasse ich es links liegen. 



Mein Weg führt mich hinter das Museum, da gibt es ein chinesischen Garten mit Teehaus und ein chinesisches Lokal. Richtig schön dort.



Gleich gegenüber steht die Ballin Villa. Ballin war ein Hamburger Reeder, der sein Geld hauptsächlich durch das Auswanderergeschäft machte. Darum ist auch das Auswanderer Museum in Hamburg nach ihm benannt, dieses liegt allerdings auf der Veddel.



Ich überquere die Rothenbaumchaussee und laufe Richtung Grindelviertel. Dabei komme ich am Curiohaus vorbei. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es als Gerichtssaal des britischen Miltärgerichts genutzt. Hier fanden zum Beispiel die Prozesse zum KZ Neuengamme statt. Heute ist es ein Büro-  und Veranstaltungsgebäude. 



Hübsche Wohnhäuser hier.



Ich nähere mich dem Universitätsgelände. Hier ist auch die Moorweide, von hier starteten die jüdischen Deportationen 1941. Heute steht dort ein Mahnmal, das Foto davon ist aber nichts geworden. 



Hier hat mir die Fassendekoration so gut gefallen. 



Ich überquere das Unigelände und hebe den Altersdurchschnitt enorm. Dieses Wandgemälde spricht mich an, es wurde schon 1989 von A. R. Penck geschaffen. 



Panther von Hans Martin Ruwoldt immer noch auf dem Unigelände. 


 


Hier sieht man nicht viel, aber ein Schild an der Hauswand weist einen zumindest darauf hin, das hier einmal die Bornplatz Synagoge stand, eine der größten Synagogen Deutschlands. Nebenan liegt die jüdische Schule, die gibt es noch und sie wird auch noch genutzt. Davor steht allerdings ein kleiner Container in dem Polizisten stationiert sind. Ich habe das Gefühl sie haben mich eh schon im Blick, weil ich Fotos mache, darum spare ich mir ein Foto der Schule lieber. Gut das die Polizisten da sind, furchtbar, dass sie da sein müssen. 



Immer noch am selben Platz ist dieses beeindruckend Wandbild. Martha Muchow war eine Hamburger Psychologin, sie wurde denunziert, weil sie zu eng mit Juden verkehrte, all ihrer Ämter enthoben und nahm sich kurz darauf das Leben. Heute ist die Bibliothek für Erziehungswissenschaft nach ihr benannt. 



Ich laufe weiter durchs Wohngebiet, tolle Straßennamen hier und heute ganz besonders passend.



Die Wand gefällt mir. So langsam bin ich ko und außerdem drücken die Winterstiefel, sie werden einfach zu selten gebraucht. Aber ich muss noch weiter. Eine Sache will ich unbedingt noch sehen und darum laufe ich Richtung Klosterstern. 



Ich liebe ja besondere Ampelmännchen und darum musste ich mir die neuen in Hamburg auch unbedingt ansehen, erkennt ihr Ernie und Bert?

Aber nun bin ich wirklich platt und weiter geht’s Richtung U-Bahn und ab nach Hause. Jetzt verlinke ich erstmal bei Heikes Monatsspaziergängen.

Dienstag, 24. Februar 2026

Kariert



Ein weiteres Ergebnis der Lillesol und Pelle Schnittzeljagd aus dem November. Der Cardigan mit Schalkragen. Ich habe einen Steppstoff dafür genommen. Für den Kragen habe ich einen Rest Jersey in rosa und mit Fleckenmuster genutzt. Da hätte es bestimmt schönere gegeben, aber ich wollte auch nicht extra Stoff dafür kaufen. So viel davon sieht man nicht, Hauptsache ein bisschen Farbe. 



Das Ergebnis ist okay, aber etwas langweilig. Was aber wirklich doof ist, der Steppstoff ist innen total kratzig. Leider ist mir das vorher nicht aufgefallen, aber es ist doch sinnvoll etwas langärmliges darunter zu tragen. Richtig überzeugen konnte mich der Schnitt nicht, ich mag diese runden Blenden nicht so gerne. Nächstes Mal nehme ich einen anderen Schnitt. Aber vorher bringt mir der karierte Steppstoff noch ein Kreuz für „Muster“ bei Antetannis Bingo.



Schnitt: Cardigan mit Schalkragen von Lillesol & Pelle
Stoff: Tedox & Fundus
Gehört: „Gegenspieler“ von Arno Strobel & Ingo Bott
Verlinkt: DvDCreativsalat

Donnerstag, 12. Februar 2026

12 von 12

Und schon ist der zwölfte Februar und darum gibt es hier auch wieder zwölf Fotos von meinem Tag. Wer mehr Informationen möchte oder auch die Bilder anderer Blogger sehen will, der schaut bei Caro von „Draußen nur Kännchen!“ vorbei. 


Der Wecker klingelt früh, ab ins Bad, anschließend Tee kochen und frühstücken. Ich denke dran, dass der zwölfte ist und als ich das Foto mache kommt eine Nachricht, Klientin krank. Und nun? Ich gebe die Info erstmal an meine Chefin weiter. 

Momentan gibts keine Vertretung, ich habe die Wahl Überstunden abbauen oder warten ob/das eine Vertretung gebraucht wird. Da beide Kinder heute frei haben und ich genug Überstunden, nutze ich diese. Die Kinder schlafen noch und so nehme ich meinen Tee und mein Buch und verziehe mich aufs Sofa, bis es hell ist und das erste Kind aus seinem Zimmer tappt. 

Ich nutze den Vormittag und bringe aussortierte Bücher zum Kaufhaus der Müllabfuhr. Natürlich muss ich auch schauen, was es gibt. Dieses Buch war von außen so schön, von innen auch, aber lesen kann ich es nicht und so bleibt es da. 

Nähmaschinen gibt es auch, einige sogar und sie scheinen nicht so begehrt zu sein, die Preise wurden schon gesenkt. 

Auch die Nähmaschinen bleiben da und ich fahre weiter etwas einkaufen. 

Wieder zu Hause. Etwas eingekauft habe ich natürlich doch. Bei der Haushaltsauflösung letztes Jahr hatte ich mir ein paar Gedichtbände mitgenommen. Die meisten davon haben mir nicht gefallen, aber das Gedicht lesen hat mir gefallen. Und so habe ich mir heute, sehr wahllos, ein paar Gedichtbände gekauft. Nur Rocco Giordano sagt mir davon etwas, allerdings auch nur durch seinen Bruder. Ich bin gespannt. 

Spontan hatte ich mir heute Morgen einen Schnittmuster gekauft, nun wird es gedruckt und geklebt. Ich würde es auch gerne verlängern und kopieren, aber als ich soweit bin, fällt mir ein das die Folie alle ist. Extra noch mal losfahren tu ich nicht, dann muss es warten. Dann passenden Stoff habe ich auch noch nicht, ich hoffe auf Samstag, da ist Kreativmesse in Lübeck.

Ein bisschen Haushalt und anschließend unter die Dusche, normalerweise mache ich das abends, aber da will ich noch mal los. 

Abendessen ist fertig, Kartoffelauflauf. Auch etwas früher als sonst. 

Denn kurz darauf mache ich mich auf den Weg nach St. Pauli, hier die tanzenden Türme am Beginn der Reeperbahn. 

Mein Ziel ist aber dieses, der Teepavillon in den Wallanlagen. 

Heute liest Ella Carina Werner. Dieses Mal keine feministischen Tiergedichte, sondern Texte aus ihrem neuen Buch, das im September erscheint. Ich glaube das brauche ich unbedingt. Ein sehr lustiger Abend. Als ich wieder rauskomme, ist der Regen, der schon den ganzen Tag runterkam, in Schnee übergegangen. Der Heimweg ist mal wieder rutschig, aber das kennen wir inzwischen. 


Dienstag, 10. Februar 2026

Fail

Ich habe noch gar nicht alles gezeigt, was ich im November während der Schnittzeljagd von Lillesol und Pelle genäht habe. In Woche zwei war die Bluse Brisa dran. Ich dachte erst ich hätte keinen passenden Stoff, habe mich dann für einen dunkelblauen mit Ranken entschieden, eigentlich war er mit etwas zu steif, aber ich hoffte es würde gehen. 



Vor Blusen habe ich immer etwas Respekt, aber Schritt für Schritt ist das nähen eigentlich nicht schwierig. Bei den Ärmeln gibt es die Variante mit Manschetten oder Ballonärmel mit Gummi unten. Zweiteres mag ich gar nicht, also habe ich Manschetten genäht. Erst dachte ich die Schlitzversäuberung begreife ich nicht, aber auch das ging dann besser als gedacht. Bei Lillesol und Pelle wird häufig gekräuselt, hier auch wieder der Rücken, ich mag nicht kräuseln und das Ergebnis gefällt mir meist auch nicht, da würde ich beim nächsten Mal wohl eher eine Falte nähen. Die Möglichkeit wird im Schnittmuster sogar genannt, leider erst ganz hinten und dafür hätte man anders zuschneiden sollen (ja ich weiß, vorher alles lesen wäre sinnvoll). 



Und warum ist die Überschrift nun Fail? Auf den ersten Blick ist es nicht eindeutig, aber die Passform ist an einigen Stellen nicht gut. Der Halsausschnitt ist viel zu eng, ich habe die Knöpfe schon anders positioniert, aber man sieht trotzdem, dass der Kragen nicht so sitzt wie er soll, sondern viel zu weit auseinander. Eigentlich müsste der oberste Knopf sogar noch tiefer oder offen gelassen werden, damit es nicht komisch aussieht. 

Die Manschetten sind auch viel zu eng, ich habe gar nicht erst einen Knopf angenäht, denn sie überlappen überhaupt nicht. So sind sie nicht tragbar. Ansonsten ist der Sitz okay, darum überlege ich die Ärmel abzuschneiden und als Kurzarm umzunähen.

Noch einmal Nähen werde ich sie wohl er nicht, der kleine Ausschnitt stört mich doch sehr. Aber trotzdem bin ich froh sie genäht zu haben. Ich nähe ja hauptsächlich T-Shirts und Hoodies und da bin ich doch zwischendurch ganz froh, wenn mich etwas nötigt aus meiner Komfortzone herauszukommen und darum kreuze ich genau das bei Antetannis Bingo an. 



Schnitt: Brisa von Lillesol & Pelle
Stoff: Tedox
Gehört: „Dieser weite Weg“ von Isabel Allende
Verlinkt: DvDCreativsalat

Dienstag, 3. Februar 2026

Ja bitte, aber ganz anders

Im Dezember hatte ich einen Rest blauen Steppstoff in der Hand und überlegte ob ich den noch verwenden kann und falls ja, wofür? Ich fragte dann meine Tochter, weil ich dachte es könnte eine schöne Tasche werden und ihr gefiel die Idee auch. Also legte ich ihn an die Nähmaschine, fand aber zunächst keine Zeit. 



Kurz vor der Patchworkgruppe im Januar wollte ich es dann zuschneiden und befragte meine Tochter, nach der gewünschten Größe und Ausstattung. Sie wusste ganz genau was sie wollte, wichtig war ihr die Form und das sie eigenständig steht und nicht zusammensackt. Und dann wollte sie keine blau mehr und kein Steppstoff, sondern Kunstleder. So hatte ich das eigentlich nicht geplant, aber gut, wenn sie schon genau weiß was sie will, dann versuche ich das umzusetzen. Kunstlederreste hatte ich auch, aber keiner reichte von der Menge. Das störte meine Tochter nicht, sie wünschte sich unten schwarz und oben braun. Na gut das bekomme ich hin. 



Also bastelte ich mir einen Schnitt, unten etwas schmaler als oben. Einen Reißverschluss oben wollte sie nicht, aber um es etwas zu verschließen fand ich noch einen Magnetverschluss. Als Futter nahm ich einen Blusenstoff, den ich mal geschenkt bekam. Weiß mit schmalen braunen Streifen, das passte farblich doch sehr gut. Für etwas weniger Chaos plante ich eine Reißverschlusstasche ein. Vliess kaufte ich noch schnell am Samstag morgen, auf dem Weg. Das Futter war zügig genäht, anschließend nähte ich Aussenoberteil an -unterteil, sah mir die Naht an und war entsetzt. Das schwarze Kunstleder bröselte an den Einstichstellen ab und es sah total hässlich aus. Ich vermute es war zu alt. 



Ein Blick auf die Uhr, 12:40, um 13:00 Uhr macht der Stoffladen zu, also schnell los. Schlichtes Schwarzes Kunstleder gab es nicht, aber meiner Tochter gefiel auch das mit Muster. Gekauft, zurück gefahren, aufgetrennt, zugeschnitten und wieder zusammen genäht. Diesmal ohne Probleme. Meine Tochter ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie wird seitdem täglich genutzt und hat nun innen die ersten grünen Pestoflecke, die Dose mit dem Mittagessen war nicht ganz dicht. Mal sehen wie lange sie dieses tägliche nutzen überlebt. Ich bin ja kein so großer Kunstlederfan und mir hätte der Steppstoff besser gefallen. Aber schicker ist es schon so, mal schauen was ich jetzt aus dem Steppstoff noch mache. Nun gibt es erstmal ein Kreuz bei Antetannis Bingo auf dem Feld „Mich kann man öffnen“  

 



Schnitt: Selbstgemalt
Stoff: Stoffmarkt, Hobby Biene und Geschenk
Gehört (beim zuschneiden): „Stone Man“ von Luke Smitherd

Samstag, 31. Januar 2026

Mein Januar


Kaum zu glauben, dass nun erst der Januar vorbei ist, der Dezember ist schon so lange her. Der Januar war sehr kalt, weiß, glatt und obendrüber ein bisschen bunt. Nordlichter sind genau so beeindruckend, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. 

Von meinem Spaziergang am Hafen habe ich euch schon berichtet. Mit meinen Brüdern hatte ich einen schönen Abend mit leckerem Essen und letztes Wochenende ein entspanntes Wochenende bei meiner Freundin in Oldenburg. Diesmal ohne nähen, dafür mit Schnittmuster abpausen und zuschneiden, dazu viele gute Gespräche. 



Viel Zeit zum lesen im Januar, wobei eins der Bücher noch aus dem Dezember ist. Fangen wir doch oben an. Gerade beendet habe ich „Der neunte Arm des Oktopus“, nicht so meins, auch wenn ich das Gedankenexperiment dem Klimawandel entgegenzuwirken interessant fand. Bei „Pink Elephant“ hat mir die Geschichte gut gefallen, aber es war mir zu wirr. „Kolbe“ hat mich sehr beeindruckt, ich kannte Fritz Kolbe bisher nicht und seine Geschichte hat mich sehr mitgerissen. Auch Audre Lorde kannte ich noch nicht, ich brauchte etwas um in das Buch reinzukommen, aber dann hat es mich doch überzeugt und nun würde ich auch gerne ihre Gedichte lesen. 

„Über mir der weite Himmel“ ist eine Fortsetzung und wie auch der erste Band, einfach genial. Ich liebe alles daran. Ein Buch zu schreiben, das für Elfjährige und Erwachsene gleichermaßen interessant ist, mit so vielen komplexen Themen, ist was besonderes. 

„Chain-Gang All-Stars“ ist kein schönes Buch, der Inhalt ist erschreckend. Aber es ist sehr intensiv und zieht einen komplett mit, ich werde es noch lange im Kopf haben. Auch „The Extraordinaries“ ist ein zweiter Teil und ein Kinderbuch. Hier nervt mich aber einiges, besonders die Teenagerromanzen, aber die Charaktere und Details sind einfach zu schön, so dass ich die Reihe trotzdem mag. 

Auch „Schattenspringer“ ist immer empfehlenswert,  allerdings haben mir die ersten Teile etwas besser gefallen. „Das größere Wunder“ war wieder jenseits meiner Komfortzone, aber auch sehr fesselnd und vereinnahmend. Wie jemand freiwillig den Mount Everest besteigen will, verstehe ich nach dem lesen allerdings noch weniger. 

Ein paar nette, kurze Gedichte gab es in „Märchenprinz und Gummibär“. Die Bonnies habe ich bei Instagram kennengelernt, ich wusste bisher nichts über dissoziative Identitätsstörung. Ihre Geschichte hat mich sehr beeindruckt. 

„Wir Gotteskinder“ war nicht meins, schon interessant, aber ich hatte das Gefühl, es wurde ganz viel vorausgesetzt, was mir fehlte und es passierte viel zwischen den Zeilen, was mir verborgen blieb. Laiengedichte gab es in „Reime, Riemels und Balladen“, einige haben mir sehr gut gefallen. Auch „Wesentliche Bedürfnisse“ konnte mich nicht überzeugen, erst plätschert es so vor sich hin, dann überschlagen sich die Ereignisse und dann ist es zu Ende, irgendwie unbefriedigend. 


Dazu kamen zehn Hörbücher. Die Krimis von Romy Fölck und Linda Castillo haben mir wieder gut gefallen. „Liebe ist gewaltig“ war eins von den Büchern, die mich noch länger beschäftigen. „Radio Sarajevo“ hat mir gut gefallen, interessant und kurzweilig erzählt. Vieles Neues habe ich in „Witches, Bitches, It-Girls“ erfahren und einiges was ich dachte zu wissen wurde korrigiert. 


Nun kommt der Februar, ich fürchte weiterhin kalt und dunkel. Immerhin gibt es was zum darauf freuen, ein Nähcamp in Ratzeburg und anschließend kommt dann der März, da wird es dann auch wieder heller. Merkt man, dass ich kein großer Winterfan bin? Nun verlinke ich bei Birgitts Monatscollagen und mein Buchstapel gibt ein Kreuz bei „Aus dem Buchregal“ bei Antetannis Bingo.




Dienstag, 27. Januar 2026

Dobby


Vorletztes Jahr in der Adventszeit, 2024, hatte ich Hedwig gehäkelt und weil mir das Ergebnis, obwohl es nicht perfekt war, so gut gefiel, habe ich gleich mit Dobby begonnen. Den halben Kopf hatte ich geschafft und dann lag er fast ein Jahr hier rum und es ging nicht weiter. Ende November bei der Weihnachtsfeier unserer Patchworkgruppe, habe ich ihn dann wieder hervorgeholt und bin auch gut voran gekommen. Das zweite Ohr und die Socke musste ich dann noch zu Hause häkeln, aber das habe ich immerhin zeitnah geschafft. 



Auch Dobby hatte ich bei Instagram entdeckt. Die Anleitung ist auch, wie Hedwig, von samigurumis.pe. Es gibt auch noch den goldenen Schnatz, aber den fand ich nicht so schön. Die Anleitungen sind gut, aber irgendwo verzähle ich mich dann doch immer oder weiß nicht genau was gemeint ist, aber auch wenn er nicht so aussieht, wie das Original, ist Dobby doch gut gelungen und gefällt mir. 



Im Weihnachtsbaum hat er seinen Platz dann auch gleich bei Hedwig gefunden. Sie sehen wirklich nett aus so beieinander. Und weil ich Dobby das erste Mal bei Samigurumis gesehen habe, kreuze ich bei Antetannis Bingo „Bei anderen gesehen“ an. 




Verlinkt bei DvDCreativsalat und bei Magic Crafts